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Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“ ab 14. Dezember 2021 geöffnet

Wie schon im vorigen Artikel Günter Tolar über Heinz Conrads erwähnt, sperrt am 14. Dezember 2021 die Ausstellung „Griaß die Madln, servas die Buam!“ auf, die sich mit dem Leben, Wirken und Arbeiten des Entertainers Heinz Conrads beschäftigt.

Nachfolgend der gesamte Text zur Ausstellung. Ich dokumentiere ihn hier auch an dieser Stelle. Man weiß ja nie, wie lange solche Ausstellungsseiten online sind. Ich werde die Ausstellung auf alle Fälle besuchen und euch dann gerne hier berichten.

Ausstellungsplakat mit Poträtfoto von Heinz Conrads am Klavier stehend, davor eine Fernsehkamera. Große Schrift "Griaß eich die Madln, servas die Buam!"

Dauer der Ausstellung

Von 14. Dezember 2021 bis 31. Mai 2022

Ausstellungsort

Wienbibliothek im Rathaus, Ausstellungskabinett
1082 Wien, Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6, Glaslift, 1. Stock
T: +43 (0)1 4000 84915
Montag bis Freitag, 9.00 bis 19.00 Uhr

Eintritt frei!
Geschlossen: Samstag, Sonntag, Feiertage, 24. und 31.12.2021
Weihnachtsöffnungszeiten (27. Dezember 2021 bis 7. Jänner 2022): 9.00 bis 17.00 Uhr

Über die Ausstellung

Mit dem Nachlass von Heinz Conrads beherbergt die Wienbibliothek im Rathaus einzigartige Dokumente zu einem der bedeutendsten Unterhaltungskünstler der Nachkriegszeit. Mit Erfolgen in Kabarett, Theater, Rundfunk und schließlich im Fernsehen avancierte Heinz Conrads zu einem Publikumsliebling mit enormer Reichweite und Wirkung, den es als wichtigen Mitgestalter der österreichischen Nachkriegsidentität kritisch zu beleuchten gilt.

Die Ausstellung „Griaß eich die Madln, servas die Buam!“, die im Titel ganz bewusst auf die längst zum geflügelten Wort gewordene Grußformel von Heinz Conrads Bezug nimmt, ist der erste Versuch, die Karriere dieser in Österreich zeitweise nahezu omnipräsenten Medienfigur mentalitäts- und kulturgeschichtlich einzuordnen. Rundfunk- und Fernsehmanuskripte wurden dafür ebenso ausgewertet wie Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Terminkalender und Materialien aus anderen Beständen der Wienbibliothek im Rathaus.

Mediengeschichtliche und populärkulturelle Erinnerungsspuren geben über Epochenbefindlichkeiten jenseits gesellschaftlicher Ereignisse und markanter politischer Eckpunkte Auskunft. Und wer könnte besser dafür geeignet sein, die Hand an den Puls der Frühzeit der Zweiten Republik zu legen, als der Schauspieler, Conférencier und Fernsehstar Heinz Conrads, der, weit mehr als nur ein beliebter Entertainer, zu einem zusätzlichen Mitglied jener österreichischen Fernsehfamilien wurde, die sich Woche für Woche um das imaginäre Herdfeuer des Fernsehapparates versammelten und – allen Ernstes – darauf warteten, dass ihr Held aus dem „Kastl“ heraustreten und sich zu ihnen an den Esstisch setzen würde.

Vor allem aber war Heinz Conrads durch seine ständigen Bezüge auf ein halbfiktionales Alt-Wien, jene „Stadt, die niemals war“, Garant einer mentalitätsgeschichtlichen Stabilität in einer Zeit, in der die Zweite Republik wenige Jahre nach dem Nazi-Terror ihre Rolle und ihr Selbstverständnis erst finden musste. Conrads hat dem Gemeinwesen ein populäres Gesicht geschenkt, mit dem die Leute sich identifizieren wollten und er gab ihnen mit einem Lied aus dem alten Wiener Volksschauspiel Lebensmut und Aufbruchsenergie: „Den Wurschtl,“ sang er zeit seines Lebens, „den Wurschtl kann kaner derschlogn.“

Kuratiert von:

Suzie Wong, Wienbibliothek im Rathaus, und Thomas Mießgang

Ausstellungsgrafik:

Sabine Müller, Gruenberg4

Ausstellungsarchitektur:

Bernhard Brus

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksmuseums Penzing.

Publikation

GRIASS EICH DIE MADLN, SERVAS DIE BUAM! Das Phänomen Heinz Conrads – Conférencier, Schauspieler, Medienstar
Suzie Wong/Thomas Mießgang (Hg.)
312 Seiten mit zahlr. Abb., 170 x 240 mm, € 29,90

Führungen

Termine werden in Kürze bekanntgegeben.

Anmeldung per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at unter Angabe des Datums und der Personenanzahl erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung nur gültig ist, wenn Sie eine Bestätigungsmail erhalten.

Weitere Termine folgen.

Für individuelle Gruppenführungen ab 8 Personen wenden Sie sich bitte zur Terminvereinbarung per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at.

Begleitprogramm

  • Dienstag, 25. Jänner 2022, 18.30 Uhr, Was gab es Neues? Radiomanuskripte von Heinz Conrads 1948-1965, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
  • Dienstag, 22. Februar 2022, 18.30 Uhr, Die langen 1950er-Jahre. Kino und Fernsehen in Österreich mit Heinz Conrads, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
  • Dienstag, 15. März 2022, 18.30 Uhr, Bühne frei für Heinz Conrads!, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
  • Dienstag, 26. April 2022, 18.30 Uhr, Die Bekehrung des Ferdyš Pištora (Filmscreening), Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
  • Donnerstag, 19. Mai 2022, 18.30 Uhr, Ein Abend für Norbert Pawlicki (1923-1990), Musiksammlung der Wienbibliothek

Vorbehaltlich geändeter Corona-Bestimmungen finden die Begleitveranstaltungen vor Ort statt.

Pressebilder

Wir bitten Sie, im Rahmen Ihrer Berichterstattung auf das jeweilige Projekt der Wienbibliothek im Rathaus und/oder die Wienbibliothek im Rathaus hinzuweisen.

Falls Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at

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