Schlagwort: Captcha

  • Neue Captchas

    Bei Basic Thinking lese ich Captcha ohne Google: 4 europäische Alternativen im Vergleich

    Ich habe ja immer wieder gegen Captchas gewettert. Bisher mussten User irgendetwas ausfüllen oder lösen um zu beweisen, dass sie Menschen aber nicht Bots sind. Das ist nicht barrierefrei oft auch nicht datenschutzfreundlich etc.

    Die hier vorgestellten Captchas sind anders. So finden im Hintergrund Analysen statt, die feststellen, wie menschlich ich bin oder wie menschenähnlich ich mich im Internet verhalte.

    Bei den einen muss ich aber noch klicken, der andere Dienst sammelt Daten über mich bzw. mein Verhalten. Angeblich zwar DSGVO-konform, aber trotzdem.

    Vielleicht mag dies für Firmen bzw. große Websites eine gute Lösung sein. Mein Honeypot in WordPress funktioniert mich bisher recht gut. Nur ganz selten muss mich eingreifen.

    Fediverse reactions
  • Honeypot versus Captchas

    Nachdem ich wieder mal gegen Captchas gewettert habe, muss ich mal erzählen, wie ich gegen Spams vorgehe.

    Schon mit der Blogsoftware Serendipity habe ich einen Honeypot verwendet, um Spam in den Kommentaren abzuwehren.

    Der Begriff Honeypot ist sehr treffend. Denn hier bekommen Spambots ein Feld im Kommentarformular angezeigt, das für alle menschlichen Benutzer ausgeblendet ist. Wenn der Bot nun brav etwas in dieses Feld schreibt, dann wird er dadurch als Bot erkannt und der Kommentar wird in den Spamordner verschoben.

    Um das Ganze in WordPress zu realisieren verwende ich das Plugin „Antispam Bee„. Das Plugin ist kosten- und werbefrei. Die Funktionen gehen über das hinaus, was ein Honeypot so kann. Aber gerade in der Kombination wird die Abwehr besser. Aus der Funktionsliste:

    • Vertraue genehmigten Kommentatoren.
    • Vertraue Kommentatoren mit Gravatar.
    • Berücksichtige die Kommentarzeit.
    • Kommentare nur in einer bestimmten Sprache zulassen.
    • Kommentare aus bestimmten Ursprungsländern blockieren oder zulassen.
    • Behandle BBCode-Links als Spam.
    • Verwende reguläre Ausdrücke.
    • Durchsuche die lokale Spam-Datenbank nach bereits markierten Spam-Kommentatoren.
    • Benachrichtige Admins per E-Mail über eingehenden Spam.
    • Lösche vorhandenen Spam nach n Tagen.
    • Begrenze die Genehmigung auf Kommentare/Pings (andere Kommentartypen werden gelöscht).
    • Wähle Spam-Indikatoren, um Kommentare direkt zu löschen.
    • Schließe optional Track- und Pingbacks von der Spam-Erkennung aus.
    • Prüfe optional Kommentarformulare auf Archivseiten auf Spam.
    • Zeige eine Spam-Statistik im Dashboard an, einschließlich täglicher Aktualisierungen der Spam-Erkennungsrate und der Summe der blockierten Spam-Kommentare.

    Das Plugin funktioniert für mich recht zuverlässig. Im Durchschnitt filtert es täglich 50 bis 100 Spam-Kommentare heraus und verschiebt sie in den Spam-Bereich. Echte Kommentare werden zuverlässig durchgelassen.

    Und dann verwende ich noch „Contact Form 7“ für (Kontakt)Formulare. Dafür gibt es ein weiteres Plugin „Honeypot for Contact Form 7„. Mit diesem kann ich die entsprechenden Honigtöpfe – also die nicht zu verwendenden Felder – selbst erstellen und in meine Formulare einfügen.

    Zeitweise hat das Plugin immer wieder Bots durchgelassen und ich habe eine entsprechende Mail erhalten – denn jede abgeschlossene Formulareingabe wird per Mail an mich geschickt. Nachdem ich vor ein paar Tagen an den Einstellungen geschraubt habe, sollte auch dieses Problem behoben sein.

    Fazit: Für mein Blog funktionieren die Honeypot-Plugins wunderbar. Sie arbeiten „lokal“, sind also (vermutlich) DSGVO-konform. Und sie nerven meine Nutzer:innen nicht mit nervigen Captchas.

  • Wieder mal Diskussion um Captchas

    Dass ich kein Freund von Captchas bin, weiß jede:r, die:der hier schon länger mitliest.

    Wieder einmal kommt man drauf, dass Captchas auch von Software lösbar – jetzt halt von Künstlichen Intelligenzen.

    Die alternative Idee ist, den Nutzer:innen noch mehr Aufwand zu machen.

    Es geht ja nicht darum, sich bei einem Finanzportal, einer Behörde etc. anzumelden. Dafür braucht es natürlich Maßnahmen, die so eine Seite gut absichern. Hier kann ich auch von den Nutzer:innen verlangen, dass sie ein bisschen Aufwand betreiben, um sich zu registrieren und vielleicht auch ihre Identität zu bestätigen.

    Aber alle anderen Anwendungen – von Captchas für Kommentarspalten bis hin zur Reservierung eines Sitzplatzes in einem Restaurant – die sollten für den Nutzenden so einfach wie möglich sein. Hier sollten so wenig Daten wie möglich über einen selbst auf die Website gelangen. Und ein Dritter muss auch nicht unbedingt wissen, dass ich gerade dieses Angebot nutzen möchte.

    Bis jemand wirklich eine gute Idee hat, werde ich einfach weiter Ampeln zählen und mich fragen, warum ich die eine übersehen habe.

  • Captchas versus Intelligenztest

    Ein aktueller Artikel zeigt wieder einmal, dass die Bekämpfung von Kommentarspam nicht immer einfach ist. Es zeigt aber, dass die Verlagerung der Spambekämpfung auf die:den einzelne:n immer weniger Sinn ergibt.

    Wenn ein Captcha immer mehr zu einem Intelligenztest wird, dann schließen wir nicht nur Bots aus, sondern auch viele Menschen. Wenn die Hürde immer höher wird, werden immer mehr Menschen davon absehen, überhaupt Kommentare zu hinterlassen.

    Vielleicht ist ein Captcha sinnvoll, um den Zugang zu sensiblen Inhalten zu sichern. Dann sollte es aber auch andere Möglichkeiten der Absicherung geben.

    Wann kommt der Punkt, an dem das Nichtlösen des Captchas ein Zeichen dafür ist, dass ein Mensch vor dem Bildschirm sitzt …

  • Captchas: Wehe du klickst nicht richtig

    Auf t3n finde ich den Artikel Captchas: Es liegt nicht an dir, sie werden wirklich schwieriger! Er bietet eine kurze Geschichte der Captchas und einen Hinweis auf die Gegenwart beziehungsweise die Zukunft.

    Wie du deine Maus über eine Website bewegst, wie oft und wann du klickst und vieles mehr dient zur Berechnung, ob du ein Mensch oder eine Maschine. Das macht es kurzfristig vielleicht leichter. Denn ich muss nicht mehr die Ampeln in einem Bild suchen oder Rätsel lösen um mich als Mensch auszuweisen.

    Aber was mache ich, wenn das Captcha-Programm meint, ich klicke wie ein Bot? Wie beweise ich dann mein Menschsein. Dann entscheidet ein Programm darüber, ob ich Mensch oder ein Programm bin.

    Und wie auch die Autorin auf t3n schreibt: Wie lange geht das wieder gut. Wie lange dauert es, bis Bots uns auch hier wieder gut imitieren können? Was kommt dann?

  • Captchas versus Algorithmen

    Auf meinen letzten Artikel zum Thema Captchas hat mir Fritz einen Link zu seinem Blogartikel über „reCAPTCHA automatisch lösen“ hinterlassen.

    Kurz gesagt. Wenn du ein neues Captcha erfindest erfindet sicher jemand ein Programm, dass das Captcha lösen kann.

    Insofern zeigen Captchas nicht, dass ein Mensch sie löst, sondern dass es Menschen gibt, die viel Hirnschmalz in Softwareentwicklung stecken können. Und dass auf beiden Seiten.

  • Wieder mal Captchas

    Jetzt gibt es mal wieder eine „neue“ Lösung um das Captcha Problem zu lösen. Nun, eigentlich geht es ja um das Problem, dass ein Website-Betreiber wissen will, ob sich hier ein Mensch einloggt oder eine „Maschine“, die den jeweiligen Dienst entsprechend mißbrauchen möchte.

    Wie die Futurezone berichtet, soll jetzt ein kleiner USB-Stick am PC des Nutzenden seine „Menschlichkeit“ bestätigen und dass auch noch barrierefrei.

    Aber die eine Barriere besteht jetzt schon darin, dass man sich das Stück Hardware überhaupt kaufen muss. Noch dazu ist sie anscheinend nur bei einem Anbieter erhältlich. Und das entspricht meiner Ansicht nach nicht einer Lösung, die für das offene Web Sinn macht. Wenn, dann braucht es Lösungen, die jeder und jede verwenden kann und das unabhängig von einzelnen Anbietenden.

    Ich fürchte wir werden weiterhin Ampeln in Fotos suchen.

  • Vom Captcha zum Honeypot

    Vorgestern schrieb ich von Benedikts WordPress-Captcha in 8 Zeilen und dem Versuch es in der Nutzbarkeit zu verbessern.

    Fritz wies auf Twitter auf seinen Artikel „Kommentar-Spam – und was man dagegen tun kann“ hin.

    Benedikt hat das gestern gleich umgesetzt und einen Honeypot-Versuch gestartet.

    Ich hoffe, es klappt für ihn. Denn im Besten Fall erreichen ihn weniger Spam-Kommentare und Kommentierende in seinem Blog sparen sich die Lösung eines Captchas.

    Live-Experimente, die im Blog kommentiert werden, finde ich immer interessant. Denn vom Ansatz Problem – Ideen – Lösungsansatz – Problem – Fragen – weitere Lösung – … kann man selbst viel lernen.

  • Benedikt werkt an seinem Captcha

    Dass ich kein Freund von Captchas (siehe meine Artikel dazu) bin, wissen treue LeserInnen sicherlich.

    Auf Twitter hatte ich eine kurze Diskussion zu Captchas, bei der ich ein Rechen-Captcha als Beispiel dafür nannte, wie uneindeutig die gewünschte Eingabe sein kann. Benedikt fühlte sich ertappt und hat sich nun diesem Thema in seinem Blog gewidmet und das Ganze in Usability-Verbesserungen bei meinem 8-zeiligen WordPress Plugin verbloggt.

    Danke Benedikt. Es ist ein interessanter Einblick in deine Überlegungen.

    Benedikt bleibt zwar generell bei einem Captcha. Aber möge es eine geringere Hürde für manche darstellen.

  • reCAPTCHA v3 oder der NutzerInnenfrust ist noch nicht zu Ende

    Bei „Caschys Blog“ habe ich vor etwas längerem den Hinweis auf Googles neues reCAPTCHA v3 gefunden.

    reCAPTCHA v3 hat einen neuen Ansatz. Nicht der User muss beweisen, dass er/sie kein Bot ist. v3 versucht mit einer Analyse von Kommentaren etc. verdächtige Beiträge herauszufiltern, ohne Benutzer/innen mit irgendwelchen Dingen zu stören.

    Sind damit die lästigen Fragen weg? Ist mit v3 endlich gewährleistet, dass es barrierefrei ist? Ersteres dürfte der Fall sein. Zu zweiterem bin ich kein Experte und finde auf die Schnelle auch keine Artikel dazu.

    Die lästigen Bilder verschwinden nicht

    Aber in den Frequently asked questions von Google finde ich folgenden Hinweis

    reCAPTCHA v2 is not going away! We will continue to fully support and improve security and usability for v2. reCAPTCHA v3 is intended for power users, site owners that want more data about their traffic, and for use cases in which it is not appropriate to show a challenge to the user.

    Tja, damit bleiben uns die Ampeln, die wir suchen müssen und ähnliches noch länger erhalten.

    Nichts ist sicher

    Als kleinen Zusatz das Programm unCaptcha 2. Es speichert den gesprochenen Text von reCaptcha, schickt diesen durch Googles „Speech to Text“ und verwendet den Text zu Lösung des Captchas.

    Mit Google Google schlagen nennt man das.

    Auf alle Fälle werden uns lästige Captchas und auf der anderen Seite die Frage, wie man Spam-Kommentare abwehrt, noch länger beschäftigen.