Schlagwort: Captcha

  • Captchas: Es gibt nichts, was es nicht gibt

    Zuerst dachte ich ja bei Angelikas Tweet an einen Scherz, ein Fake oder etwas ähnliches.

    Doch dann ging ich auf besagte Website (eines Museums) und probierte selbst einen Newsletter zu abonnieren. Um seine Daten abzusenden muss man eine Rechnung lösen. Aber so einfach macht es das Captcha nicht.

    Seht selbst:

    Screenshot eines Captchas: Rechnung 0+3= wobei die Zahlen und Zeichen selbst aus Buchstaben und Zahlen geformt sind
    Captcha MathGuard


    Die einzelnen Zahlen, Pluszeichen und Istgleichzeichen werden wiederum jeweils in einem Raster von 5×3 Zeichen aus Buchstaben und Zahlen gebildet.

    Das ganze nennt sich „Mathguard“ und wird z.B. auf CodeGravity näher beschrieben.

    Über die Sinnhaftigkeit von Captchas habe ich mich schon oft ausgelassen. Nachdem reine Rechnungs-Captcha wohl schon jeder halbwegs intelligente Bot lösen kann ist man auf diese Variante gekommen.

    Je nach Größe des Bildschirms bzw. Größe der Captcha Darstellung ist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen, dass ich hier Zahlen bzw. eine Rechenaufgabe vor mir habe.

    Nochmals: Spamabwehr darf nicht die Aufgabe des Kunden sein (in dem er Captchas löst) sondern ist Aufgabe des Website Betreibers.

    Wäre interessant wieviele BesucherInnen durch das Captcha niemals NewsletterbezieherInnen wurden.

  • Captchas: Die Hölle braucht niemand

    Ingrid Brodnig schreibt auf der Profil Website über Die Hölle heißt Captcha.

    Captchas sind diese „Tests“, die man vor absenden eine Online-Kommentars, eines Online-Formulars, bestehen muss um zu beweisen, dass man kein Roboter (kein Spambot) sondern ein Mensch ist.

    Das Problem ist, dass heutzutage eher Menschen daran scheitern als Bots. Könnt ihr die verworrenen Buchstaben in manchen Captchas richtig erkennen? Und wenn ja, dann ist die Reihenfolge oft nicht ganz klar. Ist das Fotofeld bei der man noch einen Teil der Stoßstange sieht noch ein „Auto“, dass man anklicken muss um zu beweisen, dass man wirklich etwas vom Betreiber der Website will?

    Ja, ich will etwas. Aber! Der Websitebetreiber will ich auch etwas von mir. Er will meine Kommentare, meine Bestellung, meine Meinung, mein Geld.

    Daher würde ich mir schon lange eine Beweisumkehr wünschen.

    Nicht ich muss beweisen, dass ich kein Robot bin. Der Websitebetreiber muss beweisen, dass ich einer bin. Dafür gibt es auch Mechanismen, die die Arbeit der Spamabwehr dem Betreiber und nicht mir überlassen.

    Noch dazu wo Captchas viele behinderte Menschen per se ausschliessen.

    Dies ist nicht mein erster grantiger Artikel zu Captchas. Lest mehr unter dem Hashtag #captcha.

    Daher Captchas weg – sofort!

    Denn wir brauchen alle keine Hölle mehr!

  • Unfreiwilliger Selbstversuch mit Audio Captchas

    Wer hier länger liest, der weiß, dass ich etwas gegen Captchas habe. Sie sind nicht barrierefrei, schließen Menschen aus und lagern die Spamabwehr auf den/die NutzerIn aus.

    Auf einer Website der Europäischen Kommission musste ich für den Download eines Dokuments ein Captcha lösen. Vorab: Warum man den Download mittels Captcha absichert wäre schon die erste Frage.

    Aber: Nachdem das grafische Captcha nicht funktionierte, habe ich dem Audio-Captcha mein Ohr zugeneigt. Fazit: Wie soll man das verstehen. Zu dritt versuchten wir die eine Ziffer zu verstehen.
    Die Ansagen sind verrauscht etc., damit „Maschinen“ sie nicht so schnell lösen können. Aber je mehr man Captchas gegen immer leistungsfähigere Bots absichert umso schwerer macht man es auch Menschen.

    Und am Schluss stellte sich heraus, dass die Captcha-Funktion fehlerhaft war und ich erst ein debuggen abwarten musste.

  • Wieder einmal Captcha – sogar animiert

    Über den Captcha-„Wahnsinn“ wettere ich ja immer wieder.

    Bei Christian Heilmann finde ich einen Artikel über seine Login-Probleme bei Flickr. Yahoo verwendet animierte Captchas! Das ist für mich neu – aber nicht wirklich besser.

    Kurz gesagt: eine ärgerliche Idee.

  • Captchas: Wenn in der Satire viel Wahrheit steckt

    Die Satireseite Die Tagespresse ist immer wieder lesenswert.

    Nun hat sie sich einem in meinem Blog immer wieder kehrenden Thema gewidmet: Dem Captcha.

    Diese sollen Bots (quasi softwaremäßige Robots) hindern Websites zu betreten, Formulare auszufüllen oder Kommentare abzuschicken. Menschen sollen die von den Captchas gestellten Aufgaben aber lösen können.

    Nun titelt die Tagespresse: Schaffte Captcha nicht: Mann findet heraus, dass er Roboter ist.

    Vielleicht ist das der wirklich Grund warum wir immer wieder daran scheitern. Wir sind oder werden immer mehr zu Robotern …

    Also: Lesen, lächeln … und nachdenken.

  • Captchas weg – sofort!

    Blogheader, überschrieben mit "Betreten dieses Blogs nur bei Nachweis, dass Sie ein Mensch sind"

    t3n berichtet in einem Artikel Captcha vs. Conversion: Das frustrierende Problem des Spam-Test über den SEO-Spezialisten Tim Allen (ja, der heißt auch so) und seine Aufforderung

    Wenn du Captchas verwendest fordere ich dich auf sie jetzt zu entfernen!

    Dem kann ich mich nur anschliessen – und habe es schon in etlichen Artikeln erklärt warum Captchas ein Problem darstellen. Tim sagt

    CAPTCHAs act as a barrier between you and your customers

    Genau. Oder willst du zuerst einen Fragebogen ausfüllen bevor du ein Geschäft betreten darfst? Captchas verlagern ein Problem (Spamkommentare, Bots,..) zu den Usern. Tims Artikel bietet wieder ein paar Argumente mehr, warum Captchas auf den Müll gehören.

    Aber: Tim empfiehlt als Abwehr z.B. Honeypots. Gute Idee. Nur wie lange werden die funktionieren. Werden Bots nicht langsam auch klüger? Daher wäre ich über Hinweise zu anderen Techniken, neuen Ideen und Ansätzen dankbar. Denn ich möchte nicht nur über Captchas jammern sondern auch gerne Alternativen vorstellen.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

  • Captchas – Nein danke

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Gerade im Blog Kalter Kaffee (über Österreichs Top Blogs) entdeckt.

    Melanie hat nämlich eine eigene Seite Captcha – Neindanke mit einem selbst gebastelten Button.

    Logo Captchas - Nein Danke
    Logo Captcha – Nein Danke

    Recht hat sie.

    Wer noch ein wenig über das Thema bei mir nachlesen möchte:

  • Das Zurechtschiebe-Captcha

    Die Versuche neue Captchas zu erfinden hören nicht auf.

    Auf t3n lese ich „Sliden statt Tippen“:http://t3n.de/news/sliden-statt-tippen-minteye-432722. Bei diesem optischen Captcha werden Bilder verdreht. Mittels des Bewegens eines Sliders muss der/die NutzerIn das Bild wieder zurecht rücken.

    Im Blog der Erfinder minteye kann man bei den Kommentaren „ein Beispiel“:http://blog.minteye.com/2012/12/11/minteye-new-no-type-sliding-captcha/ sehen.

    Apropos sehen. Ob sehbehinderte Menschen dieses Captcha nutzen können ist mir nicht klar. Das Bild und den Slider kann man nur sehend bedienen. Es gibt zwar einen Audiobutton, aber der sagt einem nur ob man das Bild korrekt gedreht hat. Klingt äußerst mühselig. Außerdem kann ich nicht sagen, ob man diesen Audiobutton (und alle restlichen Steuerelemente) auch als Screenreader NutzerIn ansteuern kann.

    Aber auch für Menschen mit halbwegs guter Sehfähigkeit ist eine Lösung nicht immer einfach. So war ich anfangs bei dem Bild einer Rose etwas im Zweifel, wie es korrekt aussieht.

    Für die Entwickler steht aber noch etwas anderes im Vordergrund. Das verdrehte Bild kann auch eine Werbung beinhalten! Und diese Werbung muss sich jedeR – zumindest kurz – ansehen, der/die das Captcha lösen will bzw. muss.

    Ich bleibe vorerst bei meiner Meinung, dass die Spamabwehr nicht bei den NutzerInnen sondern beim Seitenbetreiber liegen muss.

  • Captcha – Noch ein Versuch

    Über [[Captchas]] schreibe ich in letzter Zeit wohl öfters. Aber immer wieder taucht auch Neues dazu auf.

    „@Sprungsmarkers Accessibility Daily“:http://paper.li/sprungmarkers/accessibility (eine automatisiert erstellte „Zeitung“ mit Nachrichten über Accessibility) fand ich heute den Artikel „Should we kill Captchas“:http://designshack.net/articles/accessibility/should-we-kill-the-captcha/ von Joshua Johnson.

    (mehr …)

  • Audio Captchas aus Nutzerinnensicht

    In die unendliche Geschichte der Captchas und Audio Captcha (fast) nicht mehr sicher habe ich ein wenig über die Nutzung von Captchas zur Spamabwehr gelästert.

    Alexandra B. hat sich zu meinem letzten Blogartikel zu Wort gemeldet.

    Alexandra nutzt selbst einen Screenreader. Aber ich lasse Sie einfach zu Wort kommen. Sie schreibt:

    Dachte immer, dass sich die Captchas mal erledigen, aber tun sie wohl nicht so schnell. Zum Auslesen visueller Captchas gibt es ja für den Firefox das Plugin WebVisum, das auch meistens funktioniert, jedoch beispielsweise bei Yahoo gar nichts erkennen konnte. Problematisch ist auch, dass es dieses Plugin nur für Windows gibt; Nutzer anderer Systeme haben also weiterhin ein Problem.

    Auf die Website von WebVisum musste ich natürlich gleich mal hinsurfen. Leider waren einige Subseiten im Moment nicht erreichbar. Gut, dass es so ein Angebot für blinde und sehbehinderte Menschen gibt. Aber es zeigt wohl auch, dass grafische Captchas nicht mehr (oder bald nicht mehr) das Mittel zur Wahl als Spamabwehr sind.

    Alexandra schreibt weiter:

    Audio-Captchas habe ich im Vergleich zu den Bildchen eher selten gesehen. Sie haben aus meiner Sicht auch einen ganz praktischen Nachteil: Sobald man die Audiodatei abspielt, quatscht der ScreenReader meist dazwischen, und parallel dazu muss man das Eingabefeld finden, um die Zeichen einzutragen. Ich hör mir also das Captcha meist an, schreibe es ab und trage den Inhalt dann ein – alles in allem etwas langwieriger als die Lösung über WebVisum.

    An diese Probleme habe ich adhoc überhaupt nicht gedacht. Alexandra verstärkt aber genau meine Meinung, dass auch Audio Captchas ein Hindernis für NutzerInnen sind. JedeR WebanbieterIn sollte sich überlegen, wieviele potentielle NutzerInnen er/sie durch Captchas vertrieben hat, wieviele KundInnen verloren gingen etc.
    Und wollen wir Nutzerinnen wie Alexandra solche Hürden vor die Füße (bzw. den Screenreader) werfen?

    Ich fände Lösungen am fairsten, bei dem einem Anwender Fragen gestellt werden, beispielsweise leichte Rechenaufgaben oder die Übersetzung eines bekannten Begriffs ins Englische, habe aber keine Ahnung, wie komplex es ist, sowas in eine Website einzubauen oder ob das nicht auch durch Bots umgangen werden kann.

    Auch Fragen sind schwierig. Die leichten könnten wirklich bald durch Bots überrannt werden und andere ebenfalls Hürden aufstellen.

    Ich bleibe dabei: Spam(bot)abwehr sollte auf Anbieterseite passieren. Und wenn ein CMS so etwas wie „Bayes“ nicht bietet, dann … (bitte selbst einsetzen).

    Auf alle Fälle ein Dank an Alexandra für das Feedback und den Einblick in ihre Nutzungsweise. Weitere Aspekte würden mich sehr interessieren. Denn es gibt noch genügend Entwickler, die weiterhin für Captchas plädieren.