Schlagwort: Blackbox

  • Blackbox.at geht in Public Beta

    Über den Neustart der Blackbox habe ich vor einiger Zeit geschrieben. Mit Februar ging es in den Beta-Test für eine geschlossene Gruppe.

    Seit kurzem ist blackbox.at nunmehr in einem „Public Beta“. Was das heißt? Da zitiere ich einfach aus der heutigen Mail an die Nutzer:innen:

    Das bedeutet für dich: Endlich kannst du nun deine Freund•innen zur black•box einladen! Du findest das Menü „Benutzer•in einladen“ in deinem Profil. Derzeit kannst du pro Woche 10 Einladungen verschicken, wir planen aber, dieses Limit deutlich zu erhöhen, wenn wir mehr Erfahrung damit haben. Jede/r Eingeladene braucht dann noch ein zweites Mitglied zur Bestätigung. Vorschläge dazu kannst Du mit dem Einladungsmail mitschicken. Die Liste der User•innen, die noch eine Bestätigung brauchen, findest Du unter „Zu bestätigende User•innen“.

    Das „Public“ in „Public Beta“ bedeutet auch, dass wir uns geöffnet haben. Die Startseite und die öffentlichen Gruppen sind nun auch für nicht eingeloggte User•innen zugänglich, allerdings nur passiv, also lesend. Jetzt kann man sich ein Bild machen, bevor man sich um eine Einladung bemüht.

    Ein Nebeneffekt der Öffnung ist außerdem, dass du nun öffentliche Postings der black•box auf anderen Social Media Plattformen und in Messengern teilen kannst (mit dem Menü „Als Link teilen“ unter „Teilen“ – ganz unten im Posting).

    Damit könnt ihr euch mal – bei Interesse – ansehen, wie sich die Blackbox so anfühlt. Von den Funktionen ist es ähnlich anderen Netzwerken.

    Den Unterschied macht wohl das Einladungssystem. Jede:r Eingeladene muss noch von einem zweiten Mitglied bestätigt werden. Diese Verknüpfung ist dann für alle sichtbar. Somit weiß jede:r, wer wen in die Blackbox eingeladen hat. Das soll Vertrauen schaffen und so manchen Troll abhalten. Mal sehen wie es funktioniert.

    Ich habe leider weniger getestet als gedacht. Meine Chronik ist nunmehr einsichtig.

    Die Blackbox ist damit eine andere Art von Alternative zu den Social Media Netzwerken – und auch ein wenig anders als das Fediverse.

    Für manche vielleicht von Interesse: Da die Blackbox in Wien beheimatet ist und viele der über 400 Beta-Tester:innen aus Österreich kommen geht es auch in den Foren immer wieder um regionale Aktivitäten, Geschichten und politische Ereignisse.

    Der nächste Schritt wird dann die Einführung eines Abo-Systems sein, denn die Blackbox will erhalten werden. Aber bisweilen kann man sie ganz kostenlos ausprobieren – sofern zwei Menschen quasi für einen bürgen.

    Bin gespannt, wie sich die Blackbox weiter entwickelt.

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  • Die Blackbox im Betatest

    Die Blackbox war zu Zeiten von Modems eine feine Online-Community (beheimatet in Wien, Österreich). Irgendwann wurde sie von sozialen Netzwerken überholt und sperrte dann auch zu.

    In Zeiten in denen soziale Netzwerke immer anstrengender werden und ihre problematischen Seiten zeigen, wollten es die früheren Admins nochmals wissen und starteten ein Crowdfundig. Darüber habe ich vor ein paar Monaten geschrieben.

    Es hat geklappt. Das Geld kam zusammen.

    Und seit ein paar Tagen läuft sie wieder. Derzeit im Beta-Test mit ein paar (rund 100) ausgewählten Nutzer:innen. Viele davon, waren schon „damals“ in der Blackbox dabei.

    Die Blackbox läuft unter WordPress mit BuddyBoss. Rundherum basteln die Admins noch an Details und Feinheiten.

    Es gibt eine Timeline, man folgt oder vernetzt sich mit anderen. Wer mag kann Gruppen erstellen und mit anderen über spezielle Themen diskutieren. Ebenso gibt es einen eigenen Bereich um Veranstaltungen anzulegen und sich darüber zu vernetzen.

    Somit hat es einiges, was andere soziale Netzwerke haben. Warum also etwas Neues?

    Die Grundidee ist, dass man sich nicht einfach anmelden kann. Man muss eingeladen werden und bleibt mit den Einladenden verbunden. Damit bleibt klar, wer hier wem vertraut, dass das neue Mitglied kein Bot ist oder nur trollen möchte.

    Ob das gut funktioniert, das wird die zentrale Frage nach dem Beta-Test.

    Nachdem es keine Werbung gibt braucht der Betrieb natürlich Geld. Geplant sind derzeit monatliche Beiträge. Auch das wird eine interessante Frage, wieviele dafür bereit sind.

    Ich bin auf alle Fälle mal dabei.

    Ich mag Experimente. Und alles, was Alternativen zu den herkömmlichen sozialen Netzwerken bietet ist mal interessant (so wie auch das Fediverse).

    Außerdem ist die Community im Moment noch sehr lokal und so stehen auch lokalere Themen im Fokus.

    Wie würde denn euer „perfektes“ soziales Netzwerk aussehen?

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  • Wenn ihr es wollt, kommt die Blackbox wieder

    Die Blackbox! Die „Onliner der ersten Stunden“ in Österreich kennen sie noch.

    Die Blackbox war eine Online-Community, erreichbar nur per Modem. Sie war mein erster Online-Ort in dem ich Diskussionen und Austausch erlebte. Im Jahr 2012 sperrte sie endgültig zu. In Wehmut und Danke Blackbox erzähle ich euch ein wenig mehr darüber.

    Im Jahr 2012 war Facebook, Twitter und Co. schon zu übermächtig. Jede:r wollte dorthin. Es war auch noch die Zeit, wo man sich dort austauschen konnte. Die Algorithmen wirkten noch nicht so stark ein. Hass und Hetze wurde noch nicht nach vorne gepuscht. Auch Fake News und Co. waren – zumindest in meiner Blase – noch nicht das große Thema.

    Aber heutzutage ist alles anders. Für viele von uns ist „Social“ Media zunehmend anstrengend geworden.

    Die Blackbox Kampagne

    Das gilt wohl auch für einige der früheren Blackbox-Betreiber:innen und Admins.

    Sie haben auf respekt.net eine Crowdfunding Aktion mit dem Titel „black•box – We put the „Social“ back into Social Media!“ gestartet.

    Sie wollen dabei zwei Probleme angehen. Einerseits sollen Bots und Trolle draußen bleiben.

    Auf der black•box können sich nur echte Menschen registrieren, die vorher eingeladen wurden – die Verbindung zur einladenden Person ist für alle immer sichtbar. Bots bleiben draussen, aber bring your friends!

    Über den Ausschluss von Personen soll die Community entscheiden.

    Der Prozess soll transparent sein und so der Willkür von Admins und KI entzogen werden. Dazu wird auf der Plattform ein demokratisch gewählter User-Rat eingesetzt, der bei Ausschlüssen die Letztentscheidung hat. 

    Die Plattform wird auf WordPress und BuddyBoss/BuddyPress basieren. Ein Teil des Geldes wird in die Entwicklung von Plugins investiert, die die oben genannten Prozesse unterstützen. Die Plug-ins sollen Open Source sein und somit auch anderen zur Verfügung stehen, die ihre eigene Blackbox, Bluebox oder YellowBox starten wollen.

    Nebenbei: „Bluebox statt Bluesky“. Wäre das ein Werbeslogan? ☺️

    Warum ich mitmache

    Jetzt könnte manch einer einwenden. Wozu das Ganze, es gibt doch das Fediverse. Ich mag diesen föderativen Ansatz, bewerbe ihn gerne und bin selbst aktiv im Fediverse unterwegs. 

    Aber auch das Fediverse ist nicht perfekt und für alles und jeden geeignet.

    Und ich mag Experimente. Im Fediverse probieren wir aus, wie soziale Netzwerke anders funktionieren können. Die neue Blackbox ist ein weiterer Versuch. 

    Vielleicht funktioniert sie und hat eine rege Community. Wenn nicht, konnten wir dennoch einiges lernen und übertragen oder zumindest die Plugins auch anderweitig nutzen. 

    Ich kenne die meisten Menschen hinter diesem neuen Projekt und ihr Engagement für ein besseres Netz, für Demokratie und Offenheit. Daher habe ich auch das Vertrauen, dass sie hier etwas Gutes probieren.

    Deshalb habe ich gestern auf den „Unterstützen“-Button gedrückt und Geld versprochen.

    Es ist einen Versuch wert

    Wir jammern viel über den Zustand des Internets, über Verhaltensweisen, Kommerzialisierung und die Durchsetzung von Social Media durch künstliche Intelligenz. 

    Wir brauchen aber Orte, an denen wir uns treffen, miteinander reden und voneinander lernen können. Und auch zum gemeinsamen Lachen und Weinen. 

    Diese Orte müssen wir uns wieder schaffen. 

    Vielleicht kann die neue Blackbox so ein Ort werden. 

    Allein für den Versuch, etwas zu ändern, bin ich gerne dabei.

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  • Wehmut oder Danke Blackbox

    Die Blackbox sperrt zu. In den letzten Jahren ein Forum im Web war die Blackbox vor x Jahren mein erster Einstieg in die Onlinewelten.

    9.600er Modem (ja, das hieß 1,2 KByte pro Sekunde zu übertragen) an der Telefonleitung, die Blackbox anrufen und hoffen, dass dort eines der (wenigen) Modems frei war und dann mittels First Class Client in der Blackbox sein. Es war mein erster Kontakt mit Diskussionforen und der Möglichkeit mittels interner Mailfunktion andere Blackboxer anzuschreiben.

    Später öffnete sich die Blackbox und importierte einzelne Usenet Foren und ermöglichte auch über die Mailbox E-Mails ans gesamte Internet zu adressieren.

    Für die damalige Zeit war aber insbesondere das „Anarchy Forum“ ein wunderbares Experiment. Jeder konnte darin sein eigenes Subforum einrichten – (fast) egal zu welchem Thema. Solange innerhalb eines gewissen Zeitraums immer wieder Kommentare gepostet wurden blieb das Subforum erhalten. Blieb es länger still darin wurde es gelöscht. Es lag daher auch an einem selbst für das Forum zu trommeln bzw. gute Inhalte zu posten, die zum diskutieren anregten.
    Besonders aktive Subforen wurden dann als fixe Foren in die Blackbox integriert.

    Outing: Und dann gab es eine gar strenge Moderatorin, die wir jungen Männer alle verehrten. Als jemand von irgendwo ein vergilbtes Zeitungsfoto von ihr postete war das unser Kultobjekt. Tja…
    Es freut mich besonders bis heute einen guten Kontakt zur Frau X pflegen zu dürfen.

    Ein Thema, dass auch heute immer wieder hochkocht: In meiner Erinnerung waren viele Frauen in der Blackbox aktiv – aber die Erinnerung verblasst schon ein wenig.

    Auf alle Fälle hat mir die Blackbox schon damals und als erstes gezeigt, was Online Kommunikation sein kann und wie man gemeinsam über Kilometer hinweg gemeinsame Aktionen planen kann und vieles mehr.

    Daher danke an alle, die das damals möglich machten.

    Blackbox, du wirst mir immer in Erinnerung bleiben! Danke für diese Zeit!