Schlagwort: Nextcloud

  • Neu in Nextcloud: Aufgaben wiederholen

    Ich habe gerade einige der Nextcloud-Apps aktualisiert. Dabei war auch die „Aufgaben”-App. 

    Siehe da! In der neuesten Version wurde eine Funktion eingebaut, die seit Jahren gewünscht wurde. Ab jetzt können Aufgaben sich auch wiederholen lassen.

    Jeden 5. des Monats, jeden 4. April, alle zwei Wochen, … All das ist jetzt möglich. 

    Die Aufgaben-App lässt sich über die CalDAV-Schnittstelle u. a. auch mit Apples Erinnerungen verbinden und kann somit direkt am Mac, iPhone etc. genutzt werden. Nextcloud übernimmt dann die Synchronisierung zwischen den Geräten. Das funktioniert natürlich auch mit Android oder Linux.

    Ich werde ausprobieren, wie gut sich die neue Funktion handhaben lässt und ob sie mir Todoist (und das Abo) ersetzen könnte.

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  • Nextcloud Schnelleinstieg von Herbert Hertramph

    Es ist mir ein wenig peinlich. Im Jahr 2023 schrieb Herbert Hertramph das Buch „Nextcloud Schnelleinstieg“ (hier bestellbar).

    Die Digitalausgabe liegt nun seit rund zwei Jahren auf meiner Festplatte. Sie wurde mir von Herbert zur Verfügung gestellt. Ich wollte immer eine Rezension schreiben.

    Aber später ist nicht zu spät.

    Ist das Buch Anfang 2026 noch aktuell

    Die erste Frage ist natürlich, ob ein Buch über Nextcloud zwei Jahre später noch sinnvoll ist. Software entwickelt sich schließlich weiter.

    Der Schnelleinstieg hat jedoch nicht zum Ziel, dass man sich in die technischen Details eines Systems wie Nextcloud vertieft oder jede App bis ins letzte Detail kennt. Die Anleitung ist zeitloser Natur. Sie enthält generelle Informationen darüber, wie man zu einer Nextcloud kommt, wie man sich dort anmeldet und welche Anwendungen man gleich einmal nutzen könnte.

    Einmal durch das Buch gewandert

    Beim erneuten Durchlesen des Buches ist mir aufgefallen, dass grundlegende Dateiverwaltungsaufgaben im Wesentlichen gleich geblieben sind. Damit ist das Buch weiterhin recht aktuell.

    Herbert stellt diese Funktionalitäten immer mit Beispielen dar, sodass man rasch versteht, worum es sich bei diesen Funktionen handelt und wofür sie einsetzbar sind.

    Er führt einen auch durch die wichtigsten Funktionen des Adminbereichs und erklärt, wie man weitere Nutzer:innen einbindet.

    In kurzen Abschnitten beschreibt er die Möglichkeiten des Terminmanagements, der Aufgabenverwaltung, der Verwaltung von Adressbüchern und Kontakten, der Verwendung von Office-Anwendungen, der Erstellung von Notizen, der E-Mail-Verwaltung und der Durchführung von Videokonferenzen. Lesezeichen, Feedreader und Passwortmanager werden nur kurz erwähnt.

    Ein ganzes Kapitel widmet er dem wichtigen Thema der Absicherung der Nextcloud. 

    Ein letztes Kapitel widmet sich schließlich dem papierlosen Arbeitszimmer und zeigt, wie man dieses Ziel mit Nextcloud erreichen kann.

    Für wen ist das Buch

    Für alle, die sich einen Überblick über die Möglichkeiten von Nextcloud verschaffen möchten. Die Praxisbeispiele helfen dabei, Nextcloud in den eigenen Arbeitsalltag – ob privat oder beruflich – zu integrieren.

    Man benötigt kein großes technisches Vorwissen. Herbert erklärt alles in einfachen Schritten. Wer sich schon ein wenig mit Nextcloud auseinandergesetzt hat, wird auch noch den einen oder anderen Tipp finden.

    Zwei Jahre danach habe ich beim nochmaligen durchlesen wieder ein paar kleine Tipps gefunden, die ich ausprobieren werde.

    Die PDF- und die Print-Ausgabe kosten jeweils 24,99 Euro.

    Ich könnte hier viel schreiben. Aber schaut doch einfach mal in den Buchauszug hinein. Der bietet das Inhalts- und Stichwortverzeichnis sowie einige Kapitel. So könnt ihr am besten abschätzen, ob euch der Aufbau und der Sprachstil von Herbert liegen.

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  • Nextcloud Kalender im Blog einbinden

    Bei gnulinux.ch finde ich den Artikel Nextcloud Kalender per Homepage zur Verfügung stellen.

    Ich habe es hier gleich mal probiert und den Kalender für die Blogwochen 2025 eingebaut. An der Formatierung kann man arbeiten. Aber es schaut schon mal praktikabel aus. Damit ist das eine feine Möglichkeit mit (gemeinsam bearbeiteten) Kalender im Blog zu arbeiten.

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  • Alternative Dienste – Mein Stand der Dinge

    Der Beginn eines neuen Jahres. Eine Gelegenheit, um zu sehen, wie weit ich bei der Suche nach alternativen Diensten und Anwendungen gekommen bin.

    Stand der Dinge

    Bluesky und Threads: Hier bin ich nur angemeldet, um ab und zu mal reinzuschauen. Manchmal gibt es ein Posting, meistens zum Thema Fediverse.

    Facebook: Schwierig. Ich poste kaum noch, kommentiere manchmal. Das sind dann meistens Geburtstagswünsche, sonstige Wünsche und so. Hier sind einfach Bekannte online, die ich sonst nirgends finde. Wenn ich Facebook verlassen würde, würde ich auch diese sporadischen Kontakte verlieren.

    Facebook Messenger: Siehe oben. Hier könnte ich aber wahrscheinlich fast meine gesamte Kommunikation auf andere Apps verlagern – was ich auch schon fast getan habe.

    WhatsApp: Hat quasi die SMS abgelöst und ist damit das Kommunikationstool, über das ich mit den meisten Menschen in Kontakt stehe. Viele dieser Menschen auf andere Messenger-Dienste zu bringen, wäre harte Arbeit. Mit anderen kommuniziere ich über den Apple Messenger, Signal etc.

    Evernote und Apple Notes: Einige Dateien liegen jetzt in meiner Nextcloud, die anderen Notizen mit Anhängen in der Joplin App, die ich über die Nextcloud synchronisiere. Evernote und Apple Notes werden also nicht mehr verwendet.

    Dropbox: Habe ich per Ende Dezember 2024 definitiv gekündigt. Meine gehostete Nextcloud ersetzt mir die Dropbox sehr gut.

    Day One: Mit Diarium habe ich eine feine App gefunden, die ich über meine Nextcloud synchronisiere.

    Apple Photos: Meine Hauptkamera ist die des iPhones. Daher landen die Fotos auch in der Apple App und werden dort synchronisiert. Über die Nextcloud App werden neue Fotos auch in die Nextcloud gesichert. Nextcloud hat in der Webversion eine entsprechende Fotoverwaltung. Die Fotos werden über Nextcloud Sync wieder auf meinen Mac in Ordnern zurückgespielt. Dort verwalte und bearbeite ich die Fotos über die App Digikam (läuft auf Windows, Mac und Linux). Fremde Fotos, Screenshots etc. landen nur in meiner Nextcloud und somit auch in Digikam.

    iCloud: Wer – wie ich – in der Apple-Welt (iPhone, iMac, Macbook, iPad) verankert ist, lebt quasi auch mit der iCloud. So synchronisieren einige Apps direkt über die iCloud. Ansonsten lege ich dort kaum noch Dateien ab. Alles, was geht, kommt in die Nextcloud.

    1Password: Diesen Passwortmanager habe ich vor einigen Jahren durch Strongbox ersetzt. Diese ist zwar keine Open Source Software, verwaltet aber die Passwörter in Keepass Dateien, die von vielen Apps verwaltet werden können.

    Todoist: Irgendwie werde ich diese Online-Aufgabenverwaltung nicht los 😉 Ich habe schon einige ausprobiert. Aber irgendwie mag ich Todoist. Also zahle ich brav mein Jahresabo von derzeit 47,99 Euro. Nextcloud hätte auch eine recht feine Aufgabenverwaltung, die ich über CalDav u.a. mit Thunderbird synchronisieren könnte. Vielleicht ein Migrationsprojekt für 2025.

    X: Von diesem Netzwerk habe ich mich bereits 2023 verabschiedet.

    Plattformübergreifend

    Mein Ziel war und ist es, meine Daten so zu organisieren, dass ich bei Bedarf relativ einfach von MacOS auf Linux oder ein anderes Betriebssystem wechseln kann.

    Mit Nextcloud und Joplin stehen die meisten meiner Daten für verschiedene Plattformen bereit.

    Diarium-Einträge können einfach exportiert und in Joplin importiert werden. So kann ich zumindest recht schnell wechseln.

    Passwörter werden im Keepass Format gespeichert und sind somit auf allen Betriebssystemen mit verschiedenen Apps abrufbar.

    Auch Todoist läuft auf vielen Plattformen. Hier könnte ich aber mit etwas Aufwand (ein paar Stunden) wahrscheinlich in die Nextcloud umziehen und mit anderen Apps synchronisieren.

    Als soziales Netzwerk benutze ich zu 99 Prozent das Fediverse. Hier bin ich mit meinem Microblog und über meinen Blog eingebunden.

    Warum das alles?

    Weil wir gerade in den letzten Jahren und Tagen gesehen haben, wie Firmen von waschmuscheltragenden Gestalten übernommen werden oder wie sich Firmenchefs innerhalb kürzester Zeit einem seltsamen US-Präsidenten anbiedern und wichtige Grundsätze ihres Unternehmens ändern.

    Ich möchte darauf vorbereitet sein, dass ich das doch recht angenehme Apple-Ökosystem relativ schmerzlos verlassen kann. Und ich möchte sicherstellen, dass ich weniger abhängig von großen Unternehmen bin.

    Außerdem finde ich die Ideen hinter freier Software und föderierten Systemen sehr interessant und möchte sie unterstützen.

    Außerdem (#2) lerne ich eine Menge. Irgendwann schaffe ich es auch, meinen eigenen kleinen Server zu betreiben und dann noch unabhängiger zu sein.

    Und wie sieht es bei euch aus?

  • Ade Dropbox – in der Nextcloud gelandet

    Für das Tagebuch: Im April 2023 schrieb ich Von Dropbox und Co zur Nextcloud.

    Zum 1. Jänner habe ich mein Abonnement bei Dropbox gekündigt. Ich habe Dropbox im vergangenen Jahr nur noch als Backup für Fotos verwendet. Ansonsten bin ich längst in der Nextcloud gelandet.

  • Nextcloud: Notizen mal anders, Webseiten sichern

    In den letzten Tagen bin ich auf ein paar praktische Funktionen gestoßen, die für mich Nextcloud noch praktischer macht.

    Webseiten sichern

    Vielleicht gibt es das schon länger. Mit dem Update von MacOS auf Version 15.0 findet sich im Menü „Teilen“ auch die Nextcloud. In Safari wird damit ein Screenshot der gesamten Webseite im angezeigten Tab erstellt und in der Nextcloud gespeichert. Das funktioniert recht gut, auch die meisten Links sind im erzeugten PDF anklickbar.

    Talk: Notiz an mich selbst

    Talk ist eine der Anwendungen, die man in seiner Nextcloud aktivieren kann. Sie bietet einen Chat sowie die Funktionalität eines Audio- und Videokonferenz-Tools. Im Chat wird in den aktuellen Versionen eine eigene Konversation namens „Notiz an mich selbst“ mit dem Untertitel „Ein Platz für Ihre privaten Notizen, Gedanken und Ideen“ eingerichtet.

    Für Talk gibt es Clients für MacOS, Windows, Linux sowie für Android und iOS/iPadOS. Ich kann Text- und Audionotizen in meiner eigenen Unterhaltung hinterlassen. Ich kann Bilder und andere Dateien hochladen. Auch Links sind möglich, die über die Teilen-Funktion des Browsers an den Talk gesendet werden können.

    Hinweis: Auf dem MacOS ist die Teilen-Funktion in Talk zwar vorhanden, aber das Weiterleiten von Dateien funktioniert bei mir derzeit nicht.

    Am iPhone kann ich damit schnell Links, markierte Texte, Dateien etc. an den Chat schicken.

    Wozu das Ganze? Nun, diese Unterhaltung ist dann meine Ablage für all diese Dinge. Im Chat selbst kann ich dann zu jeder dieser Notizen eine oder mehrere Erinnerungen hinzufügen. Dateien können auch anderswo in der Nextcloud gespeichert werden. Jede Notiz kann ich auch mit einem öffentlichen Link teilen und so den Inhalt auch anderen zur Verfügung stellen.

    Gerade auf dem Smartphone nutze ich das, um schnell Texte, Bilder und Dateien zu speichern. Abends kann ich dann in Ruhe überlegen, wo ich die einzelnen Beiträge abspeichere.

    Auch wenn man mit niemandem einen Talk/Chatroom betreiben möchte, kann ich Talk auch für mich alleine als recht praktisches Werkzeug nutzen. Wobei ich nicht nur für mich selbst eine Unterhaltung einrichten kann. So kann ich z.B. einen für gefundene Links, den anderen für Textschnipsel etc. verwenden.

    Schlußsatz

    Es sind oft die kleinen Arbeitserleichterungen, die in Summe dann sehr hilfreich sein können.

  • Mit mehreren Benutzern in der Nextcloud

    Manche Dinge sind so offensichtlich, dass man sie erst nach einiger Zeit erkennt.

    Angefangen hat alles mit der Synchronisation der Joplin-App über meine Nextcloud. Joplin legt hunderte, tausende kryptische Dateien in einem Ordner an. Diese verwirren natürlich die Suche in der Nextcloud. So werden mir in der Trefferliste immer wieder solche Dateien angezeigt.

    Außerdem werden diese Dateien dann über die globale Synchronisation meines Nextcloud-Accounts noch einmal doppelt auf die Geräte übertragen. Auf dem Mac würde das dann bedeuten, die Daten über die Joplin App herunterzuladen und dann auch noch im Rahmen der Ordnersynchronisation.

    Bis ich auf die Idee kam, dass ich auf meiner Nextcloud mehrere Benutzer anlegen kann. Und das müssen ja nicht unbedingt verschiedene Personen sein.

    Also habe ich für Joplin einen eigenen Benutzer angelegt und synchronisiere über diesen Joplin.

    Dasselbe mache ich jetzt auch mit der Tagebuch-App Diarium und einigen anderen.

    Das hat einige Vorteile:

    Jede App hat eine eigene WebDav-Adresse, einen eigenen Benutzernamen und ein eigenes Passwort, um sich mit der Cloud zu verbinden. Wenn jemand das Passwort knackt, sind die Daten der anderen Apps immer noch sicher. Außerdem müsste ich nur diesen Zugang ändern und nicht die Passwörter in allen Apps, die auf meine Nextcloud zugreifen.

    Sollte die App aus irgendeinem Grund einen Bug etc. haben und Datenmüll erzeugen ist auch nur die Dateiablage dieses spezifischen Benutzers betroffen. Sollte ich Bedenken bezüglich der Aktivitäten der App haben, kann ich auch das Kontingent (Speicherplatz) der App begrenzen.

    So kann ich auch neue Apps „sicher“ ausprobieren.

    Benutze ich die App nicht mehr, lösche ich den Benutzer in Nextcloud und alles ist bereinigt.

    Eine einfache, aber sehr nützliche Idee.

  • Ein Tagebuch mit Nextcloud Anbindung?

    Seit einigen Jahren benutze ich Day One als Tagebuch-App. Die App kann sehr viel und ist eigentlich mehr als ein klassisches Tagebuch. Was ich sehr schätze, ist die Möglichkeit, den Eintrag über eine Map zu verorten. Ebenso können die Ortsdaten aus den EXIF Daten der Fotos ausgelesen und mit dem Eintrag verknüpft werden.

    Nachdem ich nun von Dropbox auf Nextcloud umgestiegen bin, suche ich natürlich auch ein Tagebuch, das sich darüber synchronisieren lässt.

    Es gibt zwar Apps von Nextcloud, die eine Tagebuchfunktion anbieten. Aber beide werden aktuell eher wenig bis gar nicht unterstützt.

    Nun habe ich Diarium wiederentdeckt. Die App ist nicht Open Source, wird aber seit Jahren von einem engagierten Entwickler gepflegt.

    Diarium kann auch einiges – siehe die Feature-Liste ganz unten auf der Diarum Website.

    Im Vergleich zu Day One verlangt der Entwickler nur einen einmaligen einstelligen Eurobetrag pro Plattform (Android, iOS, Apple, Windows). Day One hingegen ist nur im Abonnement erhältlich.

    Diarium kann per WebDav über die Nextcloud synchronisiert werden.

    Dann gibt es noch Joplin. Das ist keine explizite Tagebuch-App, kann aber durchaus als solche genutzt werden. Einträge mit Ortsangabe, das Datum des Eintrags kann geändert werden und die Einträge in einem Notizbuch können nach Datum sortiert werden.

    Nun stehe ich vor der Frage, ob ich bei Day One bleibe oder wechsle. Und wenn ja, wohin. Wobei Diarium es mir besonders leicht machen würde, da es die Einträge von Day One einfach importieren kann.

    Frage an die Runde: Benutzt ihr Joplin oder Diarium als Tagebuch? Wie kommt ihr damit klar? Oder kennt ihr eine andere App, die mit Nextcloud synchronisiert und auf Mac und iPhone/iPad läuft?

    Nachtrag: Sollte man wollen, der Transfer der Inhalte von Diarium nach Joplin funktioniert (mit kleinen Abstrichen) tadellos – siehe Von Diarium nach Joplin.

  • Dateien und Notizen reorganisiert (Teil 2 Backup)

    Nach dem ersten Teil meiner wohl unendlichen Artikelserie 😉 gibt es schon jetzt einen zweiten Teil. Danke an andre für die Anregung.

    Wer Daten organisiert und speichert, der:die sollte sich auch um eine entsprechende Datensicherung, sprich ein Backup, kümmern.

    Nun, auch hier muss ich noch einiges überlegen.

    Was funktioniert

    Die MacOS-eigene Time Machine sichert regelmäßig alle Dateien auf eine externe Festplatte. Dies stündlich als inkrementelle Sicherung. Für mein Macbook habe ich mir ebenfalls eine externe Festplatte zugelegt, die ebenfalls über Time Machine die Daten entsprechend sichert – aber nur so oft, wie ich sie anstecke.

    Da sich die wichtigsten Daten in Ordnern befinden, die mit Nextcloud gesichert/synchronisiert werden, habe ich also auf MacBook und iMac die Dateien gespiegelt und sichere diese auf zwei externen Festplatten.

    Joplin legt regelmäßig (automatisiert) ein verschlüsseltes Backup in der Nextcloud ab. Dieses Backup landet in einem eigenen Backup-Profil meiner Nextcloud. Joplin selbst synchronisiert ebenfalls über ein eigenes Profil. So sind die Daten zwar auf dem gleichen Server, aber zumindest vom Zugriff her ein wenig getrennt.

    Meine Keepass Dateien schiebt ein kleines Programm ebenfalls regelmäßig in den Backup Ordner der Nextcloud. Damit stehen die Dateien neben der iCloud auch über Nextcloud zur Verfügung, falls mal etwas schief geht.

    Was erst so halb funktioniert

    Nextcloud ist eine gute Möglichkeit, Daten zwischen der Cloud / Weboberfläche und mehreren Endgeräten synchron zu halten. Ein echtes Backup ist es aber nicht.

    Dafür habe ich meine andere Cloud. In der ich alle paar Wochen den Ordner Nextcloud und Backup manuell verschiebe.

    Da ich jedes Mal ein komplettes Backup mache, dauert es oft mehr als einen Tag, bis die paar hundert Gigabyte durch meine Leitung geflossen sind. Was ich also bräuchte, wäre eine automatisierte Lösung, die zwar alle paar Mal ein Voll-Backup macht, aber ansonsten inkrementelle Backups – und zwar öfter als ich es bisher mache.

    Ich habe schon überlegt, ob ein NAS dafür sinnvoll wäre, hatte aber noch nicht die Muse, mich in die Materie einzuarbeiten. Aber vielleicht habt ihr ja ein paar gute Tipps, was ich besser machen könnte.

  • Dateien und Notizen reorganisiert (Teil 1)

    Nachdem ich nun Joplin für mich entdeckt habe, geht es weiter mit der Frage, wie ich meine Dateien und Notizen organisiere. Zum jetztige Stand der Dinge.

    Beim Kennenlernen von Nextcloud war meine Idee, dass ich alles darin lagere und auch entsprechend mit den Nextcloud Apps (im Browser bzw. am Smartphone) verwalte. Aber das funktioniert nur halb.

    Nextcloud

    • Mit einer guten Ordnerstruktur lässt sich in Nextcloud ein gutes Archiv aufbauen.
    • Die Suche im Webinterface findet auch recht schnell Dateien mit dem Suchbegriff im Namen.
    • Die Suche nach PDFs funktioniert allerdings nicht. Dazu bräuchte man einen ElasticSearch-Server, den mir mein Provider Hetzner nicht zur Verfügung stellt.
    • Mit der Nextcloud App kann ich auch auf meinen mobilen Geräten einzelne Dateien oder ganze Ordner für die Offline-Verfügbarkeit markieren.

    Joplin

    • Meine eigene Nextcloud-Instanz erlaubt es mir, Joplin darüber zu synchronisieren.
    • Die Daten werden sogar verschlüsselt von Joplin zu Nextcloud gesendet, so dass die Sicherheit der so gespeicherten Daten auch recht hoch ist.
    • Seit der Version 3.0 wird (zumindest auf dem Desktop) eine Texterkennung für die gespeicherten PDFs und Bilder durchgeführt. Somit können auch in diesen Dateien Begriffe gefunden werden.
    • Verschachtelbare Notizbücher und Tags (Schlagworte) bieten eine gute Grundlage, um Ordnung zu halten.
    • Joplin läuft auf meinem iPhone, iPad, iMac und Macbook sowie auf meinem Linux-Notebook.
    • Alle Daten, die ich in Joplin gespeichert habe, stehen mir auf den oben genannten Geräten immer offline zur Verfügung.

    Apple Notizen und iCloud

    Ich habe kurz überlegt, die Notizen-App von Apple wieder mehr zu nutzen. Sie ist ja auch sehr funktional und gut in die Apple-Ökosphäre integriert. Aber: Sind die Daten erst einmal drin, bekommt man sie nur mühsam wieder raus. Die aktuellen Entwicklungen in den USA sind nicht vorhersehbar. Wer weiß, ob ich in zwei oder drei Jahren noch Apple-Produkte nutzen kann oder will. Deshalb ist es gut, die wichtigsten Daten, Dateien und Gedanken offeneren Systemen anzuvertrauen. So kann ich Apple weiterhin als Plattform nutzen, aber bei Bedarf relativ schnell wechseln.

    Somit habe ich nur mehr wenige Dateien in der iCloud liegen, abgesehen von einigen spezifischen Apple Anwendungen und meinen Fotos.

    Day One

    Leider ist Day One nicht so plattformübergreifend. Seit kurzem gibt es ein Webinterface. Ansonsten läuft die App hauptsächlich auf Apple-Geräten. Als Tagebuch-App habe ich sie schätzen gelernt, da sie viele Eingaben vereinfacht und mir einen guten chronologischen Überblick über manche Dinge gibt. Ich werde sie nicht so schnell aufgeben, aber ich überlege mir, ob einige Dinge nicht auch in Joplin ihren Platz finden könnten. Denn in Joplin kann ich (im Gegensatz zu anderen Programmen) das Erstellungsdatum einer Notiz ändern und so auch eine mir genehme chronologische Ordnung in einem Notizbuch aufbauen.

    Strongbox

    In den letzten Jahren habe ich meine Passwortverwaltung auch dazu benutzt, sensiblere Dateien zu speichern, wie z.B. Kopien meines Reisepasses. Das bläht natürlich die zugrunde liegende Keepass-Datei auf. Jetzt kann ich mir überlegen, ob ich hier nicht einiges auf Joplin verlagere, da dessen Daten zumindest verschlüsselt in der Cloud liegen. Ich muss nur den Zugriff auf meine Endgeräte ausreichend sichern. Strongbox läuft auch nur auf Apple-Geräten. Aber das ist hier kein Problem. Denn wie geschrieben speichert Strongbox Passwörter und Co. im Keepass Dateiformat. Und eine solche Datei kann auch von einigen anderen Passwortmanagern (u.a. auch unter Linux) geöffnet werden. Wenn ich Apple verlasse, bin ich quasi in Sekundenschnelle wieder mit meinen Passwörtern verbunden. Der Dateisync läuft noch über iCloud, aber auch hier werde ich demnächst eine Lösung über Nextcloud ausprobieren.

    Herausforderung

    Als ich noch mit Evernote gearbeitet habe, war das meine Super-App, in der alles gelandet ist: Notizen, wichtige Mailtexte, PDFs (Rechnungen, Briefe, Broschüren, …), Bilder und Webarchive. Joplin könnte ein bisschen wie diese Super-App sein. Aber ich weiß noch nicht, ob ich das will. Möchte ich wieder hunderte von Notizen in einem Notizbuch oder versuche ich lieber „Dinge“ in einer Notiz zu sammeln. Muss wirklich alles in Joplin landen oder sind manche Dinge in einem Ordner ganz gut aufgehoben. Zum Beispiel Belege, die ich eigentlich nie brauche – außer alle paar Jahre zu einem besonderen Anlass.

    Und bin ich nicht sowieso der Aufbewahrer? Sollte ich nicht mit der Frage beginnen, was ich überhaupt alles aufbewahre?

    Mit Joplin und Nextcloud habe ich mir nun eine gute neue Ökosphäre geschaffen, die es weiter zu erforschen gilt. Dann wird sich zeigen, wie ich mich damit organisiere.

    Im Moment bin ich eher am Löschen. Das ist wie das berühmte Aufräumen im Arbeitszimmer. Ich merke, was ich alles an altem Zeug habe, das ich eigentlich nie gebraucht habe und wahrscheinlich auch nie brauchen werde. Digital passiert es auch viel schneller, dass man Dinge doppelt und dreifach speichert. Mit Hilfe einer App konnte ich schon mehrere Gigabyte an Duplikaten ausfindig machen.

    Ich bin selbst gespannt, was ich im zweiten Teil, der in ein paar Wochen kommen sollte, zu berichten habe.