Schlagwort: Fediverse

  • Ein kurzer Kommentar zur Irrelevanz des Fediverse

    Jemand kommentiert zu einem Blogartikel über Mastodon:

    Irrelevant.

    Eigentlich bin ich gerade zu müde. Aber ein kurzer Kommentar darunter meinerseits musste dann doch sein:

    Ist Mastodon bzw. das Fediverse irrelevant?

    Wenn man nur Nutzer:innenzahlen nimmt, ist das Fediverse im Vergleich zu X, Facebook, Instagram und Co. recht klein. Aber lese ich dort Millionen von Profilen? Nein. Ich folge im Fediverse vielen unterschiedlichen Menschen, tausche mich nicht nur über Tech und Web aus.

    Man findet Menschen und ganze Instanzen (Server), die sich speziellen Themen wie Bücher, Politik, Wissenschaft, etc. annehmen.

    Relevant ist das, was man nutzt. 

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  • Menschen folgen meinem Blog … über das Fediverse

    ich bin gerade fasziniert.

    Im September 2024 habe ich das ActivityPub Plugin in meinem Blog nochmals installiert. Damit landet jeder Blogartikel von mir im Fediverse und kann geliked, weitergeleitet oder kommentiert werden. Kommentare landen auch wieder im Blog.

    Damit ist mein Blog ein Teil des Fediverse geworden.

    Wer mag kann dem Blog auch über das Fediverse folgen, denn es ist dort mit Profil @roblen erreichbar.

    Und jetzt komme ich zum Anfang zurück. Heute habe ich mal nachgesehen wieviele diese Möglichkeit nutzen. Siehe da, insgesamt 63 Profile folgen meinem Blog.

    Neben RSS ist das jetzt die zweite Möglichkeit keinen neuen Artikel zu verpassen – und sie funktioniert wirklich bzw. wird genutzt.

    Cool 😊

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  • Flatpress: zwischen Blog und Mastodon Profil syncen

    Über den Hinweis eines Updates bei Flatpress bin ich auf das Mastodon Plugin für diese Blog Engine gestossen.

    Flatpress ist eine einfach zu installierende Blog-Software, die auf PHP basiert. Es braucht keine Datenbank sondern legt Artikel und Seiten als Markdown Dateien ab.

    Mit dem erwähnten Mastodon Plugin wählt der Entwickler einen anderen Weg als entsprechende Plugins in WordPress. Man benötigt ein bestehendes Mastodon Profil. Dieses verbindet man mit dem Plugin. Danach werden Postings und Kommentare zwischen diesen beiden Anwendung synchronisiert.

    Auf der Plugin Seite findet sich eine englischsprachige Beschreibung, die ich mir erlaubt habe einzudeutschen (naja, eigentlich war es DeepL):


    Das Plugin synchronisiert FlatPress-Inhalte mit einem Mastodon-Konto in beiden Richtungen: Das Plugin synchronisiert außerdem Bilder von FlatPress-Beiträgen und Mastodon-Statusmeldungen.

    • FlatPress-Beitrag → Mastodon-Statusmeldung
    • FlatPress-Kommentar → Mastodon-Antwort
    • FlatPress-Antwort auf einen Kommentar → Mastodon-Antwort auf diese Antwort
    • Mastodon-Statusmeldung auf oberster Ebene → FlatPress-Beitrag
    • Mastodon-Antwort innerhalb des importierten Threads → FlatPress-Kommentar

    Wenn das FlatPress-Plugin „Tag“ aktiv ist, synchronisiert das Plugin außerdem Beitragstags in beide Richtungen:

    • FlatPress-Beitragstags → Mastodon-Hashtags
    • Mastodon-Hashtags → FlatPress-Beitragstags

    Dieser Ansatz erlaubt ein paar interessante Ideen. Da alles im Blog landet und dort als MD-Dateien abliegt, kann man einfache Backups seine Postings auf Mastodon erstellen. Wechselt man seinen Mastodon Account sollte es möglich sein frühere Inhalte wieder über Flatpress in diesen Account zu transferieren.

    Leider konnte ich das noch nicht ausprobieren. Flattpress habe ich rasch zum laufen gebracht. Bei dem Schritt mir einen entsprechenden Zugangscode von Mastodon zu holen bzw. diesen bei Flatpress einzugeben, bekomme ich von Flatpress eine Fehlermeldung. Also muss ich noch ein bisschen tüfteln.

    Aber wie schon beim Fediverse Zugang von Pure Blog geschrieben: Schön, dass immer mehr Anwendungen entsprechende Schnittstellen ins Fediverse aufweisen.

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  • Mit einem PureBlog Notizen ins Fediverse posten

    Über die einfache Möglichkeit mittels Pure Blog ein eigenes Blog einzurichten habe ich vor kurzem geschrieben.

    Jetzt entdecke ich auf der Entwicklerseite den Artikel „How to Create a Titleless Notes Page“ und damit eine Anleitung wie man titellose Blogposts (Notizen) erstellen kann.

    Laut Entwickler braucht das ganze rund 20 Minuten um ein eigenes Layout und eine Vorlage für Notizeinträge zu erstellen. Eigentlich ist das nichts anderes als ein Blogartikel, der eben keinen Titel hat. Damit schaut das Ganze aus wie ein Posting, dass viele von uns gut aus Social Media kennen.

    Ganz am Schluss des Artikels kommt dann noch das Fediverse ins Spiel. Copy und Paste von ein Code Zeilen in eine PHP-Datei und ein „Access Token“ vom eigenen Mastodon Profil geholt und schon postet das Pure Blog jede Notiz auch rüber auf das eigene Mastodon Profil.

    Ich muss das Ganze natürlich ebenso probieren und werde euch gerne berichten. Ich hätte da auch einen Anwendungsfall. Aber warten wir mal ab.

    Eventuell ginge es auch mit GoToSocial. Dafür wäre es natürlich doppelt praktisch, da diese Anwendung keine eigene Oberfläche zum Texte schreiben mitbringt.

    Und prinpziell ist es fein, dass sich immer mehr Anwendungen mit dem Fediverse in der einen oder anderen Form vernetzen.

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  • Meine Pixelfed Instanz schließt

    Am 24. Jänner 2025 schrieb ich Meine eigene Pixelfed Instanz (pixel.microblog.at).

    Ich wollte meine Fotos sowie damals auf Flickr hochladen, ordnen und posten.

    Aber bis heute sind es nur 82 Bilder geworden. Im August 2025 habe ich mein letztes Bild gepostet. Da habe ich mir einfach zu viel vorgenommen.

    Ich habe mein Blog und mein Microblog. Beide System können Bilder ganz gut darstellen. Mein Blog verkraftet sogar kleine Alben.

    Und da gibt es noch die Idee WordPress quasi als eigene Pixelfed-ähnliche Instanz zu nutzen.

    Im Sinne meiner Fediverse Konsolidierung im Jahr 2026 habe ich nun die Instanz bei meinem Hoster gekündigt. Ein wenig läuft sie noch weiter und wird dann ganz verschwinden.

    Ein bisschen Wehmut hat mich bei der Entscheidung doch erfasst. Aber auch Erleichterung. Jetzt gibt es kein „Ich sollte dort was posten“ mehr.

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  • Smolfedi: Ein Fediverse Client am eigenen Webspace

    Ich verwende seit einiger Zeit neben Mastodon auch GoToSocial um ins Fediverse zu posten. GoToSocial hat jedoch keine eigene Weboberfläche um Postings anderer zu lesen oder selbst zu posten. Dafür braucht man einen sogenannten Client. Das ist eine App am Desktop oder Mobilgerät.

    Es gibt aber auch Clients für das Web, wie z.B. phanpy.

    Und gestern entdeckte ich in Adële’s blog den Artikel The Fediverse deserves a dumb graphical client, also „Das Fediverse verdient einen einfachen grafischen Client„.

    Adële folgt dabei dem smolweb Ansatz, der das Web von Ballast befreit möchte.

    Sie schreibt über Smolfedi unter anderem (Übersetzung stammt von mir):

    Es ist eine PHP-Anwendung. … Es nutzt eine SQLite-Datenbank und einfache PHP-Sitzungen. Jede Seite wird serverseitig generiert und als reines HTML gesendet. Es unterstützt mehrere Konten, Timelines, Benachrichtigungen, Umfragen, Medienanhänge mit Alt-Text, Inhaltswarnungen, Verfassen, Antworten, Boosten, Favorisieren – alles, was ich tatsächlich täglich nutze. … Es gibt keine einzige Zeile JavaScript im Code.

    Das musste ich doch gleich mal ausprobieren. Also von Codeberg die Dateien heruntergeladen und auf meinen Webspace in ein Subverzeichnis gespeichert.

    Die Datenbank wird einfach in einem Subverzeichnis angelegt. Da braucht es keine eigenes mySQL.

    In der „config.php“ musste ich – gemäß Anleitung – noch ein paar Anpassungen vornehmen und dann ging es los.

    Eine Hürde: Session Problem

    Naja, nicht ganz. Beim Autorisieren eines Profils gab es immer eine Fehlermeldung. Ich habe dieses Problem ChatGPT hingeworfen und nach ein wenig Fehlereingrenzung konnte es mir eine Lösung liefern.

    Die Autorisierung wollte einfach nicht klappen. Ich gab meinen Fedivese Instanz an (z.B. microblog.at) an, wurde dorthin geleitet, loggte michals @roblen ein, gab die Zustimmung der Nutzung durch den Client, wurde zurückgeleitet und erhielt eine Fehlermeldung.

    Tja, was macht man als Laie? Man fragt seine KI und nach rund 30 Minuten Fehlereinkreisung hatten wir die Lösung.

    Das Problem: Oft liegt das an den PHP-Sessions. Im Shared Hosting teilen sich viele Accounts Standard-Ordner für diese Sessions. Wenn dort die Schreibrechte nicht stimmen oder der Server die Daten zu schnell löscht, „vergisst“ die App den Login-Prozess mitten im Vorgang.

    Die Lösung: Ich habe dem Client in der bootstrap.php einfach einen eigenen, privaten Speicherort für die Sessions zugewiesen. Damit hat die App volle Kontrolle und die Anmeldung läuft sauber durch.

    In der Datei gibt es die Zeile

    ini_set('session.save_path', SESSIONS_PATH);

    dort fügte ich oberhalb noch

    ini_set('session.save_handler', 'files');

    ein. Den Ordner „sessions“ habe ich natürlich entsprechend mit einer .htaccess abgesichert.

    Und dann funktionierte es. Sollte jemand eine bessere Lösung dazu einfallen und jemand Sicherheitsprobleme erahnen, dann würde ich mich über Hinweise freuen.

    Fediverse Profil autorisieren

    Nachdem das geschafft war, rief ich das Subverzeichnis im Browser auf und schon war das Login zu sehen.

    Screenshot

    im Feld „Instance URL“ gibt man die Domain der Instanz ein, auf der das eigene Profil läuft. Dann wird man zu der Instanz weitergeleitet, loggt sich dort ein und erlaubt Smolfedi den Zugriff auf die eigenen Daten. Dann wird man auf Smolfedi zurückgeleitet.

    Die Autorisierung mehrere Profile ist möglich. Man wechselt dann ganz einfach über ein kleines Auswahlmenü.

    Funktionen

    Ich habe mir erlaubt die Feature Liste ins deutsche zu übersetzen und sie mit ein paar Anmerkungen zu versehen. Im Screenshot seht ihr, wie eine Timeline im Browser so aussehen kann.

    Timeline in Smolefedi - näheres im Artikel
    Screenshot – anklicken für eine größere Ansicht
    • OAuth 2.0-Anmeldung (funktioniert mit Mastodon, GoToSocial und kompatiblen Instanzen. Ergänzung: ich konnte auch Friendica und Pixelfed einbinden)
    • Mehrere Konten – Melde dich gleichzeitig bei mehreren Konten (auf derselben oder verschiedenen Instanzen) an; wechsle über ein Navigations-Dropdown-Menü zwischen ihnen; jeder Browser-Tab kann über den URL-Parameter ?a=N unabhängig ein anderes Konto verwenden
    • Startseite mit Paginierung (das bedeutet, dass die Postings auf mehrere Seiten verteilt werden können. Die Anzahl der Postings pro Seite lässt sich in den Settings festlegen.
    • Beitragsdetailansicht mit Thread-Kontext, Favoriten/Boosts
    • Listen werden mit eigenem Button angezeigt
    • Profilansicht mit Folgen/Entfolgen, Bio-Feldern, Follower- und Following-Listen
    • Antworten, favorisieren, boosten, mit Lesezeichen versehen
    • Lesezeichen-Timeline
    • Anzeige von Direktnachrichten (Konversationen)
    • Anzeige von Umfragen und Abstimmungen
    • Hashtag-Timelines

    Ergänzt wird das Ganze um

    • Umschalten zwischen dunklem und hellem Design (in der Sitzung gespeichert)
    • Breite der Seite (zwischen 400 und 2.000 Pixel)
    • Content Security Policy (keine externen Skripte erlaubt)
    • smolweb Note B CSS, kein JavaScript, keine externen Abhängigkeiten (damit sollten Anpassungen im Aussehen der Timeline recht einfach vorzunehmen sein, wenn man sich ein wenig mit CSS auskennt)

    Ein Posting schreiben

    Screenshot des Artikel Editors - näheres im Blogartikel
    Screenshot – anklicken für eine größere Ansicht

    Über Smolfedi lassen sich für das jeweils authentifizierte Profil auch Beiträge verfassen. 

    Die Anzahl der möglichen Zeichen für einen Beitrag liest Smolfedi anscheinend aus dem jeweiligen Profildaten aus. Bei meiner Mastodon Instanz wurden mir 500 Zeichen erlaubt, bei GoToSocial 5.000 – und bei meiner speziell adaptieren Instanz sogar die umgestellten 10.000.

    Beiträge können mit bis zu 4 Medienanhängen versehen werden. Zu jedem Anhang kann man auch einen Alt-Text ergänzen.

    Es gibt auch eine Unterstützung für Inhaltswarnungen – CW verbirgt dann den Beitragstext mit einem „Inhalt anzeigen“-Link.

    Die Sprache des jeweiligen Beitrags ist individuell einstellbar, ebenso die Beitragssichtbarkeit (öffentlich, nicht gelistet, nur für Follower, direkt).

    Fazit

    Ich finde es immer wieder wunderbar, wenn Anwendung auch in einem einfachen Webspace laufen und so auch von mir selbst gehostet werden können.

    Adële schreibt selbst, dass Smolfedi nicht für jeden etwas ist. Das Layout ist simpel, neue Postings werden nicht automatisch nachgeladen, etc.

    Dafür läuft die Anwendung in fast jedem Browser, verbraucht wenig Ressourcen und ist somit auch auf älteren PC/Servern lauffähig.

    Außer dem Anfangsproblem mit der Authentifizierung (meinem Hoster geschuldet) ist die Installation und Einrichtung eine Sache von ein paar Minuten und somit schnell mal ausprobiert.

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  • #Seppo: Mit einer Datei ins Fediverse

    Ich mag einfache Ideen. Einfach im Sinne der unkomplizierten Nutzbarkeit. Die Idee dahinter kann genial, gut durchdacht oder anders sein.

    Daher fasziniert mich auch mein Fundstück #Seppo.

    Seppo ist ein selbst gehostetes, persönliches Single-User-Microblog, mit dem man sich ins Fediverse verbindet.

    Dafür braucht man einen Webspace und nur eine einzige Datei: „Seppo.cgi”.

    Leider konnte ich das Ganze nicht ausprobieren. Mein Hoster unterstützt CGI nämlich nicht. Für viele Hoster stellt das ein Sicherheitsproblem dar, weshalb es unterbunden wird.

    Schade. Ich hätte wirklich gerne gewusst, was so eine einzelne Datei leistet.

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  • Meine Fediverse Konsolidierung im Jahr 2026

    Ich experimentiere gerne und so haben sich jetzt einige Fediverse Instanzen angesammelt, die ich verwalte.

    Meine Fediverse Instanzen Anfang 2026

    • Nur ein Blog ist über das ActivityPub Plugin eine eigene Instanz geworden
    • Ein zweites Testblog dient mir zum ausprobieren, ob ich mit WordPress auch microbloggen kann
    • Mein Microblog, eben zum microbloggen, dass mit Mastodon läuft
    • Mikroblog (ebenfalls Mastodon) als Testinstanz
    • Pixel.Microblog läuft mittels Pixelfed
    • Eine Friendica Instanz (ebenfalls zum testen)
    • Eine GoToSocial Instanz
    • Eine weitere GoToSocial Instanz, die ich mittels Virtual Private Server versuche selbst zu hosten

    Das wird langsam ein bisschen zu viel des Guten. Daher wird das Jahr 2026 das Jahr der Konsolidierung.

    Was bleibt, was geht

    Da ich meinen Blog natürlich weiterhin betreibe, ist die Verbindung mittels eines Plugins in das Fediverse ein echter Mehrwert. Menschen können meinem Blog über das Fediverse folgen. Neue Artikel erscheinen im Fediverse und können dort kommentiert werden. Diese Kommentare landen dann auch wieder in meinem Blog. So sind mehrere Kanäle des Dialogs möglich, die alle zentral in meinem Blog zusammenlaufen.

    Ein zweites Testblog schadet nicht und kann mir auch für andere Plugin-Tests nützlich sein. Es bleibt somit. Automatisierte Updates halten den Wartungsaufwand klein.

    Mein Microblog (Mastodon) ist mein Hauptkanal für das Mikrobloggen. Hier poste ich kurze Gedanken und Neuigkeiten und kommuniziere mit anderen Fedizen, also den Nutzer:innen des Fediverse. Meine zweite Mastodon-Instanz (Mikroblog) bleibt vorerst bestehen, da ich eine Idee habe, die noch ausreifen muss.

    Die Pixelfed-Instanz wird gelöscht. Ich wollte Pixelfed ausprobieren, da es auch die Verwaltung von Alben ermöglicht. Damit wollte ich Flickr von vor zig Jahren nachbilden. Aber zig Fotoalben aufzubauen, das ist mir zu mühsam. Dafür reicht mir mein Microblog, um hin und wieder ein oder zwei Fotos zu posten.

    Friendica ist eine vielseitige Anwendung, die für meine Zwecke jedoch fast überdimensioniert ist. Daher wird diese Instanz auch eingestellt.

    Und dann wäre da noch GoToSocial. Es ist eine einfache, im positiven Sinne schlanke und schnelle Anwendung. Bei ihr habe ich zum ersten Mal mithilfe von KI eine Installation auf einem VPS probiert. Das war zwar aufregend, aber die Instanz läuft stabil. Ich weiß jedoch nur beschränkt, was ich da getan habe und ob das System auch sicher ist. Mich hier einzuarbeiten und zu lernen, ist aufwändig. Daher wird dieser Schritt erst viel später oder gar nicht erfolgen. Meine bevorzugte Option bleibt daher die fremdgehostete Instanz.

    Warum ich vielleicht zu GoToSocial wechsle

    Ich habe mir für 2026 noch Zeit gegeben, um zu überlegen, ob ich von Mastodon zu GoToSocial als meine Hauptinstanz im Fediverse wechseln und es als mein Mikroblog verwenden möchte.

    Mastodon kann einiges und ich kann mich im Alltag nicht über die Nutzung beschweren.

    Ich habe aber schon immer gerne etwas andere Software als der Mainstream genutzt. Das Fediverse ist ein vielfältiger Ort. Ich möchte einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Diversität bei den Anwendungen leisten.

    GoToSocial ist recht flott und benötigt weniger Ressourcen. Ein großes Plus ist auch die erweiterte Zeichenanzahl für jedes Posting: 5.000.

    Auch wenn nicht jede andere Fediverse-Anwendung/Client es richtig darstellt, kann man Beiträge mittels Markdown auch formatieren.

    GoToSocial soll dieses Jahr – wenn alles gut geht – die Beta-Phase verlassen. Spätestens dann kann ich entscheiden, ob ich wirklich wechseln möchte. Bis dahin verwende ich die Instanz für das eine oder andere Posting oder um speziellen Profilen zu folgen, die sich mit GoToSocial auseinandersetzen. Mit 14 Followern habe ich sogar schon eine kleine Community zum Austausch.

    Mikro- und Makrobloggen

    Letztendlich bedeutet das, dass ich mit Nur ein Blog ein Makroblog betreibe, über das ich alles Mögliche tun kann und das ich mittels Plugins „unendlich” in seiner Funktionalität erweitern kann. Als Mikroblog bleibt dann entweder Mastodon oder es wird durch GoToSocial ersetzt.

    So ist der Plan. Es sei denn, mir kommt eine neue Fediverse-Anwendung dazwischen. 😉

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  • Meine GoToSocial Instanz

    Seit heute betreibe ich eine eigene GoToSocial Instanz.

    Was ist GoToSocial

    GoToSocial ist eine leichtgewichtige Server-Software, die auf dem ActivityPub-Protokoll basiert und somit ein wenig ins Fediverse.

    Die Software unterscheidet sich von Alternativen wie Mastodon unter anderem durch folgende Merkmale:

    • GoToSocial besitzt kein eigenes Web-Interface für Nutzer:innen-Interaktionen. Stattdessen nutzt man Drittanbieter-Apps (wie Tusky, Ivory oder Mona), die eigentlich für Mastodon entwickelt wurden, da GoToSocial die Mastodon-API emuliert.
    • Der Server ist ressourcenschonend konzipiert und läuft problemlos auf kleiner Hardware (z. B. einem Raspberry Pi).
    • Es bietet granulare Einstellungen für Datenschutz und ist eher für kleine, persönliche Instanzen gedacht als für riesige Server mit tausenden Nutzern.

    GoToSocial ist angeblich eine ideale Lösung für SelfHoster, die einen eigenen, minimalistischen Zugang zum Fediverse betreiben möchten.

    Meine Instanz

    Ganz Self-Hosting schaffe ich noch nicht. So habe ich mir bei Weingärtner IT eine Instanz einrichten lasse, die ich aber selbst administrieren kann.

    Diese ist über das Web unter social.microblog.at/users/roblen und im Fediverse über @roblen erreichbar. Auch ein Abo über RSS ist möglich.

    Werde ich von meiner bisherigen Instanz wechseln? Das weiß ich noch nicht. Jetzt wird mal GoToSocial ausprobieren.

    Nach zwei Stunden muss ich sagen, dass der Server flott reagiert.

    Was GoToSocial noch kann ist Texte mittels Markdown zu formatieren. Das wird halt nicht von jeder anderen Fediverse Anwendung korrekt dargestellt. Und mehr als die 500 Zeichen pro Posting sind auch möglich. Empfohlen wird eine Einstellung von maximal 5.000.

    Schauen wir mal welche Lichtblicke und Schattenseiten GoToSocial hat. Und irgendwann im Jahr 2026 werde ich dann wohl entscheiden.

    Auf alle Fälle werde ich euch berichten, wie es mir damit so geht. Nebstbei: Zu Pixelfed sollte ich auch wieder etwas schreiben. Das kommt noch.

    Aber jetzt werde ich noch ein wenig mit GoToSocial herumspielen.

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  • Stirbt das Fediverse? #2 und ein wenig Statistik

    Vor zwei Tagen stellte ich die (rhetorische) Frage, ob das Fediverse langsam ausstirbt – ausgehend von einer anderweitigen Diskussion.

    Ich kam dabei zu einer etwas anderen Antwort.

    Der Artikel hat für einige Kommentare gesorgt, die interessant zum nachlesen sind.

    Was FediDB kann

    Annette hat mich dann auf den FediDB Jahresrückblick aufmerksam gemacht.

    FediDB erhebt Zahlen zum Fediverse. Das ist an sich ein guter Versuch, der halt seine Einschränkungen hat.

    FediDB sammelt Daten mithilfe von sogenannten „Crawlern”, die Server abfragen. Das hat jedoch Grenzen. Denn viele Instanzen blockieren Crawler bewusst oder sind technisch nicht erreichbar (Offline-Zeiten, Firewalls). FediDB erfasst nicht jede Software gleich gut. Manche Projekte landen in den Hauptstatistiken, ohne dass die Anzahl ihrer Nutzer:innen vollständig in die Gesamtsumme einfließt. Das Problem ist, dass es keine zentrale Datenbank für Instanzen gibt. Die Zahlen spiegeln somit immer nur das wider, was FediDB gefunden hat. Die reale Zahl der Nutzer:innen und Server/Instanzen ist garantiert höher.

    Aber zumindest lassen sich Tendenzen darüber halbwegs gut abbilden.

    Mit dieser Prämisse stelle ich erneut die Frage: Stirbt das Internet? Zusatzfrage: Wie dominant ist Mastodon?

    Dazu habe ich mir auch die aktuelle Statistik auf FediDB angesehen.

    Wenn ich jetzt vom Fediverse schreibe, dann meine ich dasjenige, dass FediDB erfasst hat.

    Die Zahlen zum (erfassbaren Teil des) Fediverse

    Im Jahr 2025 kamen zusätzliche 451.098 Nutzer:innen hinzu, sodass insgesamt rund 11,9 Millionen Profile erfasst wurden. Nur 8 % der Nutzer:innen sind jedoch aktiv, das sind rund 890.897 Personen. Betrachtet man die monatlichen Zahlen, so schwanken diese immer wieder – sie steigen und sinken, ein wirklicher Trend ist nicht erkennbar.

    So gab es im Januar 2024 rund 1.126.240 aktive Accounts, im Juli 2024 waren es 968.338. Von Dezember 2024 bis Februar 2025 stieg die Zahl sprunghaft auf 1.384.707, seither ist sie wieder rückläufig.

    Der Anstieg im Februar kann eventuell auf den Global Switch Day und die problematischen Aktivitäten von Elon Musk rund um die Amtseinführung von Trump zurückgeführt werden. Das führt immer wieder zu einem Wechsel ins Fediverse und zu vielen Postings der „Neulinge”. Solche Wellen gab es in den letzten Jahren oft. Die Neulinge kommen ins Fediverse, posten heftig los und sind dann enttäuscht, dass das Fediverse anders funktioniert. Danach herrscht Funkstille.

    Mit 21.904 neuen Instanzen hat sich deren Zahl auf 42.416 verdoppelt. Damit verbunden hat sich auch die Anzahl der Nutzer:innen pro Server von 538 im März 2025 auf nunmehr 279 verringert.

    Und wie sieht es mit der Dominanz von Mastodon aus? 

    Gehen wir von der Anzahl der aktiven Nutzer:innen aus, so sind 70 % von ihnen auf Mastodon-Instanzen zu Hause.

    Instanzen/Server

    Es wird aber erst bei der Anzahl der Instanzen interessant. 

    Mit 13.200 Servern und 13.200 Nutzer:innen (aktiv wie inaktiv) liegt Ghost vorne, dicht gefolgt von WordPress mit 12.800 Servern und 25.800 Nutzer:innen. Mastodon ist auf 9.200 Servern installiert und beherbergt 8,3 Millionen Nutzer:innen.

    Das ist eine spannende Entwicklung. Denn wenn Blogs etc. zu eigenen Instanzen werden, kommen wir dem föderativen Ansatz des Fediverse um einiges näher. 

    Fast drei Viertel der Nutzer:innen sind auf Mastodon-Servern unterwegs, davon wohl ein großer Teil bei mastodon.social. Es überfordert viele Neulinge noch immer, dass es mehr als eine Instanz gibt.

    Jeder kann ins Fediverse

    Aber mit Ghost, WordPress und was sonst noch kommen mag, wird es vielleicht klarer, dass man auch andere Alternativen hat. Mit jedem Managed Host für Fediverse Anwendungen probieren Menschen vielleicht auch mal etwas anderes aus.

    WordPress und Co. sind besonders wichtig. Das können viele selbst installieren und betreiben. Damit können sie ohne viel Wissen über den Betrieb von Servern Teil des großen Netzwerks werden. Vielleicht ist das die Einlösung des Versprechens einer Blogosphäre, wie wir sie (vielleicht) noch nicht hatten.

    Ist das Fediverse tot?

    Ich habe das ja nie behauptet. Siehe mein voriger Artikel.

    Was man ein wenig sieht: Das Fediverse wird diverser. Es gibt mehr Einzelinstanzen. Blogs kommen ins Fediverse und bereichern es somit mit Inhalten. Das kann die Interaktion anregen. 

    So bleibt das Fediverse in Bewegung und wird auch im Jahr 2026 ein Ort für Neues und spannende Entwicklungen sein.

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