Schlagwort: JoplinApp

  • Joplin wird meine zentrale Erinnerungsplattform

    Ich sammle seit über 15 Jahren Notizen, Erinnerungen an Urlaube und Belege in digitaler Form.

    Lange Zeit habe ich dafür Evernote genutzt. Nachdem die App eine Zeit lang „kaputt entwickelt“ wurde, bin ich ausgestiegen. Da Apple Notizen gerade eine Importfunktion für Evernote-Dateien anbot, bin ich dorthin umgestiegen.

    Aber so richtig perfekt war das doch nicht für mich. Außerdem kommt man, wenn man einmal drin ist, kaum mehr raus. Mit der Ausnahme, dass es ein gutes Export-Tool gibt.

    Dann hatte ich zum zweiten Mal Joplin für mich entdeckt. Gerade rechtzeitig kam eine neue Version mit Papierkorb und einigen anderen Dingen (wie z. B. einer Backup-Funktion), die mich überzeugen konnten. Zudem war ich auf eine Nextcloud umgestiegen und konnte nunmehr zwischen Mac, iPhone und iPad (sowie einem Linux-Notebook) über die Nextcloud meine Joplin-Daten synchronisieren. Das funktioniert sogar in verschlüsselter Form.

    Beim mehrmaligen Transfer meiner Daten kam es doch zu einigen Verlusten.

    Nachdem ich meine Notizen in Evernote bis 2022 sehr sorgfältig verwaltet habe, habe ich jetzt einen weiteren Anlauf unternommen. In den letzten Tagen habe ich alle alten ENEX-Dateien in Joplin importiert.

    Somit gibt es zwar manches doppelt, aber das werde ich entsprechend bereinigen.

    Mir liegt diese Form der Dateiverwaltung einfach mehr als die Dateiablage:

    • Die Suche findet Texte in Notizen und in Attachments wie JPGs oder PDFs.
    • Notizen mit Anhängen lassen sich in unterschiedlichen Notizbüchern ablegen und auch mit Stichwörtern versehen.
    • Schnell lassen sich Notizen gegenseitig verlinken.

    Damit sind die Dateien nicht einfach irgendwo abgelegt, sondern sie stehen in Beziehung zueinander. Ein Beispiel sind ein Ticket nach …, die zugehörige Hotelrechnung und der Infofolder über das Hotel. Entweder liegen alle in einer Notiz, oder sie sind auf irgendeine Weise verknüpft und so zu finden.

    Das ist noch nicht perfekt und wird für Vergangenes sicher noch etwas länger nicht perfekt sein. Aber es liegt zumindest alles gut zusammen und ist zumindest über ein wenig Suchen zu finden.

    Nebenbei: Beim aufräumen findet man so manch alte Erinnerung an Aktivitäten im Internet. Manches hatte ich schon fast vergessen. Da wird vielleicht noch der eine oder andere Rückblick hier folgen.

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  • Von Diarium nach Joplin – Teil 2

    Vor kurzem habe ich meine Tagebuch App Diarium sehr gelobt. Ich habe meinen Urlaub jedoch genutzt um mich mehr in Joplin einzuarbeiten. Und dabei bemerkte ich, dass meine Art von Tagebuch (also eher Ereignisse dokumentieren) sich oft stark mit Notizen und Dateien in Joplin verknüpfen. Da macht aus meiner Sicht ein Tagebuch direkt in Joplin viel mehr Sinn.

    Warum ich gewechselt bin

    Hier ein paar Gründe

    • Wie geschrieben habe ich alle Notizen an einem Platz. Ich kann von Tageseinträgen auf Hintergrundnotizen verweisen etc.
    • Joplin kann auch Bilder und PDFs nach Text scannen. Diese sind über die Suche aufzufinden.
    • Diarium läuft auf dem Mac und Windows, Joplin auch unter Linux.
    • Joplin ist Open Source

    Nichts ist perfekt. Diarium bietet eine gute Features. Es ist ein abwägen, welche Funktionen einem wichtiger sind.

    Der Transfer

    Ich schrieb schon mal darüber, wie man die Einträge aus Diarium nach Joplin bringt. Das gilt noch immer. Nachfolgend ein paar Ergänzungen, die ich beim Transfer herausgefunden habe.

    Von HTML zu Markdown

    Der Export aus Diarium erfolgt weiterhin als HTML (Verzeichnis) gespeichert. Jede Notiz als eigene Datei. Bilder und andere Attachments landen in einem eigenen Verzeichnis.

    Man kann dies auch als „HTML-Dokument (Verzeichnis)” importieren. Das funktioniert auch gut. Solche Notizen sind jedoch als HTML-Format gekennzeichnet. In diesem Format funktionieren manche Dinge mit Markdown nicht. Aber dafür gibt es eine Lösung. Vor dem Import ändert man die Dateiendung „html” bei allen Dateien auf „md” und importiert das Ganze als „Markdown (Verzeichnis)”. Das ändert nichts am HTML-Code. Die jeweilige Notiz ist dann jedoch als Markdown gekennzeichnet und kann somit weiter bearbeitet werden.

    Ein Eintrag sieht dann z.B. so aus

    <html><head><style>p, h3, h4 { margin: 8px 0px; } img, video, audio { max-width: 100%; } h4 {margin-top: 20px;}</style></head><body>
    <h4><u>Sonntag, 30. März 2003 14:01</u></h4>
    <h3>Flug nach London</h3>
    <p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
    <p><a target="_blank" href=":/c891fee2014c4825a55cec6185e0ee4a">129c0b06ac9bef9bd84ba458df10a0d.pdf</a></p>
    <p>Tags: Reise<br>Wetter: 20 / 9 °C<br>Ort: 48.226135, 16.313059<br></p>
    </body></html>

    Die <head> Anweisungen werden von Joplin ignoriert. Überschriften werden auch so angezeigt.

    Ein kleines Problem stellt die PDF-Anzeige dar. Der interne Link zum Dokument funktioniert. Jedoch wird das PDF nicht inline angezeigt. Das kann nur ändern in dem man den Link in Markdown darstellt. Also

    [129c0b06ac9bef9bd84ba458df10a0d.pdf](:/c891fee2014c4825a55cec6185e0ee4a)

    Mein Konvertierungs-Werkzeug

    Und wenn man das nicht händisch machen will. Ich habe nach entsprechenden Konvertern gesucht. Manche MacApp ist vorhanden, scheitert dann jedoch bei Links zu Bildern. Online Tools kommen nicht in Frage, da ich in den Tagebüchern auch vertrauliche Informationen sind, die ich nicht fremden Servern ins Maul werfen möchte. Dann kann man noch den Texteditor mit Pandoc kombinieren, ein Skript anwerfen, eine Rolle Rückwärts machen … oder so ähnlich .Sprich klingt machbar aber aufwändig.

    Ich ging den einfacheren Weg. Ich habe in ein paar Zeilen das Problem bzw. die Aufgabe ChatGPT geschildert. Nach ein paar Minuten lieferte mir die KI einen PHP Datei aus.

    Die Datei schob ich auf meinen Webspace und rief sie im Browser auf.

    Wie das aussiehst, kannst du dir im Screenshot rechts daneben ansehen. Einfach auf das Bild klicken und es geht eine größere Ansicht auf.

    Auf der linken Seite kommt der HTML Code rein. Dann klickt man den Button „Umwandeln“ und rechts kommt das Ganze in Markdown raus.

    Das Ganze könnte ich mittels ChatGPT sicherlich nochmals verbessern. Die Leeerzeilen könnten zum Beispiel verringert werden.

    Ob der Code sehr sauber oder elegant ist, ist mir egal, da es ja nur ein „internes“ Werkzeug ist. Und es tut was es soll.

    Wer ihn verwenden mag, er liegt in meiner Nextcloud zum Download.

    Was beim Import (nicht) funktioniert

    Der Import von rund 1.800 Einträgen und Attachments mit einer Größe von 2 GByte funktionierte unglaublich schnell. Mein Macbook (M3) brauchte dazu wenige Minuten. Was länger dauert ist das hochladen in meine Nextcloud. Noch dazu, weil die Dateien vorher alle verschlüsselt werden. Aber das passiert nur einmal, danach werden nur mehr neue Notizen oder Änderungen synchronisiert.

    An sich gab es beim Import keine Probleme. Allein bei Filmen wurde in der Notiz auf den Speicherort auf der Festplatte verwiesen. Hier muss man einzeln die Dateien reinziehen.

    Geokoordinaten

    Wer mag kann die Geokoordinaten von Diarium Einträge mit exportieren. In Joplin werden sie nur in der Notiz angezeigt. Man kann sie aber 1:1 in der Infobox von Joplin einfügen. Joplin verlinkt dann auf die korrekten Orte in OpenStreeMap.

    Tagging / Schlagworte

    Eine feine Sache in Diarium sind die Personen-Tags über die man alle Einträge zu einer Person abrufen kann. Die Personen-Tags werden in Joplin ebenso nur als Teil der Notiz als Text angezeigt. Das heißt, man muss sie wieder händisch eintragen. Hier gibt es zumindest zwei Optionen.

    1. Für jede Person wird in Joplin ein Schlagwort vergeben
    2. Ich verwende dafür jetzt bidirektionale Links (siehe mein Artikel „Bidirektionale Links in der Joplin App„).

    Notizen umbenennen

    Etwas was mir erst mitten drin auffiel war, das die Titel der Notizen dem Dateinahmen entspricht, also z.B. „Diarium_1994-01-01_180406000“. Das ist prinzipiell ok. Weil so kann ich die Notizen fein sortieren. Was aber störend war, war das „Diarium_“ vor dem Datum.

    Aber auch dafür bietet Joplin eine Lösung – nämlich das Note Rename Plugin. Einfach alle betroffenen Notizen markieren und in einem Schwung ändern. Und schon war das „Diarium_“ weg.

    Fazit

    Einträge aus Diarium bekommt man recht rasch nach Joplin. Wenn einem der HTML Code in der Notiz nicht stört, muss man auch nicht viel nachbearbeiten.

    Wie ich mein Tagebuch selbst organisiere. Das ist dann Thema eines der nächsten Artikel.

    Falls du Fragen hast, dann kannst du mir sie gerne stellen.

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  • Bidirektionale Links in der Joplin App

    Dirk schreibt über seinen Wechsel zur Joplin App. Dabei erwähnt er auch das Plugin „Bidirectional Links„.

    Ich habe es schon vor langer Zeit benutzt. Damals war es aber noch nicht ausgereift. Die aktuelle Version (März 2025) ist wunderbar. 

    Ich habe diese Funktion schon in Logseq kennen und schätzen gelernt. Aber was bedeutet jetzt bidirektional? Nehmen wir das Joplin-Plugin.

    Wenn ich in einer Notiz ein „|||“ eingebe, wird eine Liste aller vorhandenen Artikel aufgerufen. Schnell kann ich durch Eingabe eines Stichwortes die Auswahl einschränken und schließlich einen Artikel auswählen.

    Das Plugin erstellt dann in der Notiz einen Link zu dieser anderen Notiz. Der Link wird mit einem kleinen Joplin-Icon versehen, damit klar ist, dass es sich um einen bidirektionalen Link handelt.

    Aber jetzt fängt der Spaß erst an.

    Ein Beispiel. Ich habe eine Notiz „Rohre“, in der ich alles sammeln möchte, was mit Rohren zu tun hat. Ich erstelle eine neue Notiz „Das Super-Rohr“. In diese lege ich ein Foto von einem Rohr. In dieser Notiz tippe ich die drei ||| ein und wähle dann die Notiz „Rohre“ aus.

    In „Superrohr“ ist jetzt ein Link zu „Rohre“. Und gleichzeitig (und das ist dann das Bidirektionale) wird in der Notiz „Rohre“ ein Link zur Notiz „Superrohr“ erstellt – ganz automatisch.

    So kann ich zig Fotonotizen mit Rohren anlegen und in jeder einen bidirektionalen Link zu „Rohre“ setzen. Automagisch finden sich dann in „Rohre“ Links zu allen Fotos. 

    Das kann man jetzt für viele Dinge nutzen. Du kannst in Besprechungsnotizen bestimmte Projekte erwähnen und dann in der Projektnotiz nachschauen, in welchen Besprechungen das Projekt besprochen wurde.

    Du kannst Personen in Notizen erwähnen (Tagebucheinträge, Fotos, Scans von Briefen,…) und dann in der Notiz der Person nachsehen, was du alles über sie erfasst hast. 

    Die bidirektionalen Links werden immer am Ende der Ziel-Notiz angehängt. Du kannst sie dort aber später nach Belieben anordnen.

    In der Smartphone App ist das Plugin noch nicht erhältlich. Das heißt, du kannst dort keine bidirektionalen Links anlegen. Aber schon am Desktop angelegt Links sind natürlich auch am Smartphone verwendbar. Damit kann ich vorerst ganz gut leben.

    Damit hat sich die Möglichkeiten der Nutzung von Joplin gleich mal erhöht. Und jetzt kommt für mich die Frage, ob ich die Tagebuch Diarium noch weiter verwende oder meine Einträge nach Joplin importiere.

    Mal sehen.

  • Mit mehreren Benutzern in der Nextcloud

    Manche Dinge sind so offensichtlich, dass man sie erst nach einiger Zeit erkennt.

    Angefangen hat alles mit der Synchronisation der Joplin-App über meine Nextcloud. Joplin legt hunderte, tausende kryptische Dateien in einem Ordner an. Diese verwirren natürlich die Suche in der Nextcloud. So werden mir in der Trefferliste immer wieder solche Dateien angezeigt.

    Außerdem werden diese Dateien dann über die globale Synchronisation meines Nextcloud-Accounts noch einmal doppelt auf die Geräte übertragen. Auf dem Mac würde das dann bedeuten, die Daten über die Joplin App herunterzuladen und dann auch noch im Rahmen der Ordnersynchronisation.

    Bis ich auf die Idee kam, dass ich auf meiner Nextcloud mehrere Benutzer anlegen kann. Und das müssen ja nicht unbedingt verschiedene Personen sein.

    Also habe ich für Joplin einen eigenen Benutzer angelegt und synchronisiere über diesen Joplin.

    Dasselbe mache ich jetzt auch mit der Tagebuch-App Diarium und einigen anderen.

    Das hat einige Vorteile:

    Jede App hat eine eigene WebDav-Adresse, einen eigenen Benutzernamen und ein eigenes Passwort, um sich mit der Cloud zu verbinden. Wenn jemand das Passwort knackt, sind die Daten der anderen Apps immer noch sicher. Außerdem müsste ich nur diesen Zugang ändern und nicht die Passwörter in allen Apps, die auf meine Nextcloud zugreifen.

    Sollte die App aus irgendeinem Grund einen Bug etc. haben und Datenmüll erzeugen ist auch nur die Dateiablage dieses spezifischen Benutzers betroffen. Sollte ich Bedenken bezüglich der Aktivitäten der App haben, kann ich auch das Kontingent (Speicherplatz) der App begrenzen.

    So kann ich auch neue Apps „sicher“ ausprobieren.

    Benutze ich die App nicht mehr, lösche ich den Benutzer in Nextcloud und alles ist bereinigt.

    Eine einfache, aber sehr nützliche Idee.

  • Von Diarium nach Joplin

    Gestern habe ich über Tagebuch-Apps geschrieben, die über Nextcloud synchronisieren. Dabei habe ich überlegt, auf Diarium umzusteigen oder gleich Joplin zu verwenden. Wobei Joplin einige Funktionen fehlen, die Diarium bietet.

    Herbert Hertramph wies mich darauf hin, dass er immer wieder Einträge aus Diarium als HTML exportiert und in Upnote importiert.

    Da Joplin auch HTML importieren kann, hat mich das neugierig gemacht. Aus zwei Gründen:

    • Ich hätte eine „Fallback-Lösung“, falls Diarium nicht mehr weiterentwickelt wird, um die Einträge weiter zu verwalten.
    • Es wäre auch eine Möglichkeit von Day One nach Joplin zu migrieren. Nämlich über den Umweg Diarium, da Diarium Day One Einträge recht gut importieren kann.

    Diarium Export-Funktionen

    Also starte ich Diarium und wähle „Exportieren“. Es erscheint ein umfangreiches Menü:

    Exportmenü der Diarium App. Genauere Erklärung im Blogtext

    Gehen wir das mal Punkt für Punkt durch:

    • Zwei Datumsfelder erlauben die Eingrenzung des Zeitraums, in denen ich Einträge exportieren möchte.
    • Als Dateiformate werden mir *txt, *.doc, *.html oder *.json angeboten
    • Danach kann ich unter „Daten“ wählen
      • ob ich auch Anhänge (Bilder, Musikdateien, PDFs, …) exportieren möchte
      • ob getaggte Personen im Eintrag aufgeführt werden sollen
      • der Ort kann mit Geokoordinaten als Text angeführt werden
      • Die Zeit des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs lässt sich ebenfalls im Text eintragen wie auch
      • die Mondphase
      • Bewertungen, Tags und Tracker kann ich ebenso im Text einfügen. Nebstbei: Was Trecker bedeutet muss ich noch rausfinden.
    • Danach lässt sich angeben oder alle Einträge in einer HTML Datei oder jeder einzeln gesichert werden sollen
    • Ebenso können die Anhänge in einem Extraordner und nicht in der HTML Datei gespeichert werden
    • Zuletzt könnte ich auch nur Einträge mit bestimmten Tags exportieren. Dies können Text-Tags oder auch Personen-Tags sein. So könnte ich nur die Eintrage automatisiert auswählen, in der ich mit Person X bei einem Barcamp war (Personen-Tag und Tag „Barcamp“)

    Diarum Test-Export

    Zum Test habe ich alle Beiträge eines Monats als HTML exportiert, jeden Beitrag als eigene Datei. Die Anhänge wurden ebenfalls als separate Dateien gespeichert.

    Diarium speichert die Einträge als ZIP-Datei.

    Jeder Beitrag wurde in einer HTML-Datei mit dem Namensformat z.B. „Diarium_2024-07-31_195824000.html“ gespeichert. Das heißt, der Dateiname enthält das Datum und eine eindeutige Identifikationsnummer. Das ist praktisch. Denn die exportierten Anhänge liegen in einem eigenen Verzeichnis „media“, getrennt in Unterverzeichnisse, die das gleiche Namensformat verwenden. So kann ich die Anhänge zu jedem Beitrag schnell finden.

    Noch etwas Praktisches. Diarium ändert die Dateinamen der Einträge nicht. Ich kann die Dateinamen in der Anwendung selbst ändern. Mit diesem Namen werden die Anhänge auch wieder exportiert.

    Das erleichtert das Auffinden und auch das Wiederfinden von Einträgen und Anhängen im exportierten Verzeichnis.

    Import in Joplin

    Jetzt wird es spannend. Wie funktioniert der Import eines solchen Verzeichnisses in Joplin? Kurzfassung: Sehr gut 👍 In der Langfassung:

    In Joplin wähle ich „Datei => Importieren => HTML – HTML-Dokument (Verzeichnis)“ und dann das Verzeichnis, das Diarium erstellt hat. Dieses muss natürlich vorher entpackt werden.

    Einige Zeit später hat Joplin ein neues Notizbuch (mit dem Namen des Verzeichnisses) erstellt und alle Einträge aus Diarium sind als eigene Einträge vorhanden.

    Siehe da. Die Einträge wurden auch mit dem Erstellungsdatum der Diarium-Einträge versehen. So kann ich sie sofort nach Datum sortieren.

    Die Einträge sind in der Markdown-Ansicht als HTML „kodiert“, können natürlich nachbearbeitet werden. Fotos werden korrekt eingebunden, ebenso andere Dateien.

    Tags, Geokoordinaten und andere Metadaten werden als Text in den Eintrag eingebunden. Tags und Geokoordinaten werden also nicht entsprechend ihrer Entsprechung in Joplin zugeordnet. Das kann ich aber verschmerzen.

    Fazit

    Ich bin überrascht, wie gut es funktioniert. Deshalb ist Diarium für mich eine Überlegung wert. Es ist eine interessante Anwendung, die gut gepflegt wird. Und mit den Exportfunktionen von Diarium und den Importmöglichkeiten von Joplin ist ein Wechsel schnell möglich.

    Wenn ihr Fragen zum Export/Import habt. Gerne probiere ich es für euch aus.

  • Ein Tagebuch mit Nextcloud Anbindung?

    Seit einigen Jahren benutze ich Day One als Tagebuch-App. Die App kann sehr viel und ist eigentlich mehr als ein klassisches Tagebuch. Was ich sehr schätze, ist die Möglichkeit, den Eintrag über eine Map zu verorten. Ebenso können die Ortsdaten aus den EXIF Daten der Fotos ausgelesen und mit dem Eintrag verknüpft werden.

    Nachdem ich nun von Dropbox auf Nextcloud umgestiegen bin, suche ich natürlich auch ein Tagebuch, das sich darüber synchronisieren lässt.

    Es gibt zwar Apps von Nextcloud, die eine Tagebuchfunktion anbieten. Aber beide werden aktuell eher wenig bis gar nicht unterstützt.

    Nun habe ich Diarium wiederentdeckt. Die App ist nicht Open Source, wird aber seit Jahren von einem engagierten Entwickler gepflegt.

    Diarium kann auch einiges – siehe die Feature-Liste ganz unten auf der Diarum Website.

    Im Vergleich zu Day One verlangt der Entwickler nur einen einmaligen einstelligen Eurobetrag pro Plattform (Android, iOS, Apple, Windows). Day One hingegen ist nur im Abonnement erhältlich.

    Diarium kann per WebDav über die Nextcloud synchronisiert werden.

    Dann gibt es noch Joplin. Das ist keine explizite Tagebuch-App, kann aber durchaus als solche genutzt werden. Einträge mit Ortsangabe, das Datum des Eintrags kann geändert werden und die Einträge in einem Notizbuch können nach Datum sortiert werden.

    Nun stehe ich vor der Frage, ob ich bei Day One bleibe oder wechsle. Und wenn ja, wohin. Wobei Diarium es mir besonders leicht machen würde, da es die Einträge von Day One einfach importieren kann.

    Frage an die Runde: Benutzt ihr Joplin oder Diarium als Tagebuch? Wie kommt ihr damit klar? Oder kennt ihr eine andere App, die mit Nextcloud synchronisiert und auf Mac und iPhone/iPad läuft?

    Nachtrag: Sollte man wollen, der Transfer der Inhalte von Diarium nach Joplin funktioniert (mit kleinen Abstrichen) tadellos – siehe Von Diarium nach Joplin.

  • Joplin: Markdown Import und ein kleiner „Trick“

    In Joplin: Notizen, Todos, Tagebuch,… habe ich euch auch davon erzählt, dass Joplin recht gute Import Funktionen hat.

    Eine davon ist die Möglichkeit, Markdown-Dateien zu importieren. Entweder eine einzelne Datei oder man gibt ein ganzes Verzeichnis an.

    So kann ich zum Beispiel meine Backups von Logseq, Obsidian oder auch von Apple Notes (die vom Export Tool in Markdown gespeichert wurden) auf einmal importieren. Das können auch Notizen aus der Notizen-App von Nextcloud sein usw. usf.

    Joplin erstellt für jeden importierten Ordner ein neues Notizbuch und speichert darin alle Markdown-Dateien als einzelne Notizen. Hat der Ordner noch Unterordner, legt Joplin auch Unternotizbücher an.

    Markdown erlaubt es auch, Dateien zu referenzieren oder Bilder einzubinden. Diese liegen dann meist in einem Unterordner wie „assets“ etc. Joplin fügt diese ebenfalls in die neuen Notizen ein. Bilder sind so direkt in der Notiz sichtbar, PDFs bekommen eine Vorschau und andere Dateien werden in der Joplin eigenen Speichermethode verlinkt.

    „Fehlende“ PDFs

    Das funktioniert auch mit 200 Markdown-Dateien und noch mehr Bildern und PDFs sehr gut und in wenigen Sekunden.

    Die PDFs wurden zwar in der Markdown-Ansicht mit ihrer internen ID verlinkt, aber nicht angezeigt. Ich war zunächst enttäuscht und habe eine Zeit lang ein Detail übersehen. Denn auch PDFs werden mittels einer Markdown-Formatierung

    angezeigt. Das bedeutet: Das vorangestellte „!“ kennzeichnet die Datei als Bild! Entfernt man das Rufzeichen, dann wird das PDF wie bei Joplin üblich in einem Vorschaufenster innerhalb der Notiz angezeigt.

    Ob es sich dabei um einen Bug oder ein mir unerklärliches Feature handelt, kann ich nicht sagen. Aber es ist leicht zu beheben.


    Somit konnte ich schon etliche andere Notizen in Joplin integrieren.

  • Dateien und Notizen reorganisiert (Teil 1)

    Nachdem ich nun Joplin für mich entdeckt habe, geht es weiter mit der Frage, wie ich meine Dateien und Notizen organisiere. Zum jetztige Stand der Dinge.

    Beim Kennenlernen von Nextcloud war meine Idee, dass ich alles darin lagere und auch entsprechend mit den Nextcloud Apps (im Browser bzw. am Smartphone) verwalte. Aber das funktioniert nur halb.

    Nextcloud

    • Mit einer guten Ordnerstruktur lässt sich in Nextcloud ein gutes Archiv aufbauen.
    • Die Suche im Webinterface findet auch recht schnell Dateien mit dem Suchbegriff im Namen.
    • Die Suche nach PDFs funktioniert allerdings nicht. Dazu bräuchte man einen ElasticSearch-Server, den mir mein Provider Hetzner nicht zur Verfügung stellt.
    • Mit der Nextcloud App kann ich auch auf meinen mobilen Geräten einzelne Dateien oder ganze Ordner für die Offline-Verfügbarkeit markieren.

    Joplin

    • Meine eigene Nextcloud-Instanz erlaubt es mir, Joplin darüber zu synchronisieren.
    • Die Daten werden sogar verschlüsselt von Joplin zu Nextcloud gesendet, so dass die Sicherheit der so gespeicherten Daten auch recht hoch ist.
    • Seit der Version 3.0 wird (zumindest auf dem Desktop) eine Texterkennung für die gespeicherten PDFs und Bilder durchgeführt. Somit können auch in diesen Dateien Begriffe gefunden werden.
    • Verschachtelbare Notizbücher und Tags (Schlagworte) bieten eine gute Grundlage, um Ordnung zu halten.
    • Joplin läuft auf meinem iPhone, iPad, iMac und Macbook sowie auf meinem Linux-Notebook.
    • Alle Daten, die ich in Joplin gespeichert habe, stehen mir auf den oben genannten Geräten immer offline zur Verfügung.

    Apple Notizen und iCloud

    Ich habe kurz überlegt, die Notizen-App von Apple wieder mehr zu nutzen. Sie ist ja auch sehr funktional und gut in die Apple-Ökosphäre integriert. Aber: Sind die Daten erst einmal drin, bekommt man sie nur mühsam wieder raus. Die aktuellen Entwicklungen in den USA sind nicht vorhersehbar. Wer weiß, ob ich in zwei oder drei Jahren noch Apple-Produkte nutzen kann oder will. Deshalb ist es gut, die wichtigsten Daten, Dateien und Gedanken offeneren Systemen anzuvertrauen. So kann ich Apple weiterhin als Plattform nutzen, aber bei Bedarf relativ schnell wechseln.

    Somit habe ich nur mehr wenige Dateien in der iCloud liegen, abgesehen von einigen spezifischen Apple Anwendungen und meinen Fotos.

    Day One

    Leider ist Day One nicht so plattformübergreifend. Seit kurzem gibt es ein Webinterface. Ansonsten läuft die App hauptsächlich auf Apple-Geräten. Als Tagebuch-App habe ich sie schätzen gelernt, da sie viele Eingaben vereinfacht und mir einen guten chronologischen Überblick über manche Dinge gibt. Ich werde sie nicht so schnell aufgeben, aber ich überlege mir, ob einige Dinge nicht auch in Joplin ihren Platz finden könnten. Denn in Joplin kann ich (im Gegensatz zu anderen Programmen) das Erstellungsdatum einer Notiz ändern und so auch eine mir genehme chronologische Ordnung in einem Notizbuch aufbauen.

    Strongbox

    In den letzten Jahren habe ich meine Passwortverwaltung auch dazu benutzt, sensiblere Dateien zu speichern, wie z.B. Kopien meines Reisepasses. Das bläht natürlich die zugrunde liegende Keepass-Datei auf. Jetzt kann ich mir überlegen, ob ich hier nicht einiges auf Joplin verlagere, da dessen Daten zumindest verschlüsselt in der Cloud liegen. Ich muss nur den Zugriff auf meine Endgeräte ausreichend sichern. Strongbox läuft auch nur auf Apple-Geräten. Aber das ist hier kein Problem. Denn wie geschrieben speichert Strongbox Passwörter und Co. im Keepass Dateiformat. Und eine solche Datei kann auch von einigen anderen Passwortmanagern (u.a. auch unter Linux) geöffnet werden. Wenn ich Apple verlasse, bin ich quasi in Sekundenschnelle wieder mit meinen Passwörtern verbunden. Der Dateisync läuft noch über iCloud, aber auch hier werde ich demnächst eine Lösung über Nextcloud ausprobieren.

    Herausforderung

    Als ich noch mit Evernote gearbeitet habe, war das meine Super-App, in der alles gelandet ist: Notizen, wichtige Mailtexte, PDFs (Rechnungen, Briefe, Broschüren, …), Bilder und Webarchive. Joplin könnte ein bisschen wie diese Super-App sein. Aber ich weiß noch nicht, ob ich das will. Möchte ich wieder hunderte von Notizen in einem Notizbuch oder versuche ich lieber „Dinge“ in einer Notiz zu sammeln. Muss wirklich alles in Joplin landen oder sind manche Dinge in einem Ordner ganz gut aufgehoben. Zum Beispiel Belege, die ich eigentlich nie brauche – außer alle paar Jahre zu einem besonderen Anlass.

    Und bin ich nicht sowieso der Aufbewahrer? Sollte ich nicht mit der Frage beginnen, was ich überhaupt alles aufbewahre?

    Mit Joplin und Nextcloud habe ich mir nun eine gute neue Ökosphäre geschaffen, die es weiter zu erforschen gilt. Dann wird sich zeigen, wie ich mich damit organisiere.

    Im Moment bin ich eher am Löschen. Das ist wie das berühmte Aufräumen im Arbeitszimmer. Ich merke, was ich alles an altem Zeug habe, das ich eigentlich nie gebraucht habe und wahrscheinlich auch nie brauchen werde. Digital passiert es auch viel schneller, dass man Dinge doppelt und dreifach speichert. Mit Hilfe einer App konnte ich schon mehrere Gigabyte an Duplikaten ausfindig machen.

    Ich bin selbst gespannt, was ich im zweiten Teil, der in ein paar Wochen kommen sollte, zu berichten habe.

  • Joplin: Notizen, Todos, Tagebuch,…

    Nachdem ich die Joplin App schon einige Zeit installiert habe und jetzt erst mitbekommen habe, dass mit einem Update auch ein Papierkorb hinzugefügt wurde, muss ich euch von dieser erzählen.

    Die Grundfunktion ist Notizen zu erfassen, würde aber als Beschreibung bei Joplin ein wenig kurz greifen.

    Die App und die Beschreibung ihrer Funktionen ist hier zu finden.

    Ich werde jetzt nicht alles beschreiben sondern mich auf ein paar Dinge konzentrieren, die mir an der App wichtig sind.

    Importieren/Exportieren

    Ich habe schon einige Notiz-Apps benutzt – lange Zeit vor allem Evernote. Joplin kann die ENEX-Dateien von Evernote problemlos importieren. Ebenso bekommt man Markdown Dateien sauber formatiert nach Joplin, wobei sogar ganze Verzeichnisse auf einmal importiert werden können. Für den Export stehen mehrere Formate zur Verfügung, auf die ich später mal eingehen werde.

    Editor

    Apropos Markdown. Es gibt zwar einen Rich Text Editor, aber an sich arbeitet Joplin mit Markdown Formatierung. In der Grundeinstellung ist der Editor zweigeteilt. In einem Teil gibt man den Text inklusive Markdown ein und im anderen Fenster sieht man den formatierten Text.

    Sicherheit

    Joplin ist Open Source. Das bedeutet, dass jede:r den Code einsehen und sich an der Weiterentwicklung beteiligen kann. Ein offener Quellcode kann auch mehr Sicherheit bedeuten, da jede:r überprüfen kann, ob „bösartige“ Funktionen eingebaut wurden. Auch Fehler werden (manchmal) früher entdeckt.

    Wer seine Daten über die Cloud mit anderen Geräten synchronisieren möchte, kann die Verschlüsselungsfunktion von Joplin einschalten. Damit werden alle Daten mit einem Master-Passwort gesichert. Bevor die Daten in die Cloud geschickt werden, werden sie verschlüsselt und somit sicher gespeichert. Synchronisiert man nun mit einer anderen Joplin App, werden die verschlüsselten Daten zunächst geladen und erst wenn das richtige Master Passwort in der App hinterlegt ist, auch wieder entschlüsselt und damit lesbar.

    Die Verschlüsselung kann auch nachträglich aktiviert (oder deaktiviert) werden. Je nach bereits gespeicherter Datenmenge dauert die einmalige Verschlüsselung auf dem Cloud-Speicher einige Stunden. Dieser Vorgang muss von einem Gerät gestartet werden. Ist dieser abgeschlossen, können die anderen verbundenen Geräte die Daten entsprechend abrufen. Dabei erkennt die Joplin App den Wechsel und fragt auf den anderen Geräten nur noch nach dem Masterpasswort (und das auch nur einmal). Ist dies einmal geschehen, geht die weitere Synchronisation genauso schnell wie vorher.

    Ein weiteres Feature ist die Backup-Funktion. Backups werden lokal gespeichert. Die Häufigkeit ist frei wählbar. Backups können auch mit einem Passwort versehen werden, um sie vor fremden Zugriffen zu schützen. So kann ich meine Backups auch in (einer anderen Cloud) sichern, ohne Angst haben zu müssen, dass jemand etwas auslesen kann.

    Zu guter Letzt seien noch der Verlauf und der Papierkorb erwähnt. Für jede Notiz kann eine Bearbeitungshistorie von bis zu 500 Tagen gespeichert werden. So können frühere Zustände leicht wieder aufgerufen werden. Der Papierkorb ist ein relativ neues Feature (auf das viele gewartet haben). Jede gelöschte Notiz wird dort abgelegt und für eine individuell einstellbare Zeit aufbewahrt, bevor sie endgültig gelöscht wird.

    Mit diesen Funktionen sollten die Daten gut geschützt sein und auch das Wiederherstellen sollte kein Problem sein, falls man einmal etwas versehentlich geändert oder gelöscht hat.

    Plattformen

    Apropos andere Joplin Apps. Apps gibt es für MacOS, Windows, Linux, iOS, iPadOS und Android. So kann man eine Notiz zu Hause auf dem Mac bearbeiten, unterwegs auf dem iPhone etwas hinzufügen und an einem anderen Arbeitsplatz mit einem Windows-PC die Notiz erneut bearbeiten.

    Synchronisation

    Die Entwickler von Joplin stellen einen eigenen Synchronisationsdienst zur Verfügung, die Joplin Cloud. Dieser ist im Gegensatz zu Joplin selbst kostenpflichtig. Der Preis beginnt bei 2,49 Euro pro Monat (bei jährlicher Zahlung) und steigt je nach Datenvolumen.

    Man muss aber nicht unbedingt diesen Dienst nutzen, um seine Daten zu synchronisieren. Dropbox und andere Anbieter funktionieren genauso gut. Ich selbst synchronisiere meine Joplin-Daten über meine eigene Nextcloud (via WebDAV). Das funktioniert bisher sehr gut.

    Für manche vielleicht eine Hürde. Um die Daten nicht zu korrumpieren, ist der Sync für alle anderen Geräte gesperrt, wenn gerade eine Joplin App synchronisiert. Da die normale Synchronisation aber nur wenige Sekunden dauert, ist das eigentlich kein Problem. Normalerweise arbeitet man nicht mit mehreren Geräten gleichzeitig in Joplin.

    Plugins

    Joplin kann durch Plugins erweitert werden. Dafür gibt es bereits eine beachtliche Anzahl von Plugins, die sich um das Aussehen, die Formatierungsmöglichkeiten, den Umgang mit Dateien und vieles mehr kümmern. Seit Version 3 kann Joplin auch auf Smartphones und Tablets mit Plugins genutzt werden. Allerdings laufen einige Plugins noch nicht auf diesen Plattformen. Aber das ist wohl nur eine Frage der Zeit.

    Ich benutze unter anderem ein Plugin, das in der Listenansicht der Notizen eine kleine Vorschau auf das erste Bild oder PDF in der Notiz anzeigt. Das erleichtert das Auffinden.

    Ordnung

    Wie kann man nun seine Notizen in Joplin organisieren. An oberster Stelle steht das Profil. Normalerweise hat man ein ein Profil unter dem alle Notizen abgebildet sind. Joplin unterstützt aber auch mehrere Profile zwischen denen man umschalten kann.

    Innerhalb eines Profils kann man Notizbücher erstellen. Jedes Notizbuch kann wiederum Notizbücher enthalten und diese wieder welche. Wie tief man hier verschachteln kann weiß ich leider nicht. Aber irgendwann ist es wohl auch nicht mehr praktikabel. Praktisch ist, dass man für jedes Notizbuch auch gleich ein Icon wählen kann, dass mit angezeigt wird. Das hilft das schnelle wiederfinden. Dabei steht ein eigenen Iconsatz bzw. Emoticons zur Verfügung. Ebenso können eigene Bilder hochgeladen werden.

    Innerhalb eines Notizbuch findet sich eine Liste von Notizen. Diese Liste kann für jedes Notizbuch anders sortiert werden, nach Erstellungsdatum, Änderungsdatum, alphabetisch oder ganz frei. Das ermöglicht zum Beispiel ein Notizbuch auch als Tagebuch zu verwenden, in dem man die Notizen nach Erstellungsdatum sortiert. Dabei bietet Joplin Möglichkeit, das Erstellungs- wie auch das Änderungsdatum einer Notiz auch später händisch zu ändern. Wenn ich so ein Notizbuch mit Belegen habe, kann ich das Datum der Notiz dem Datum der jeweiligen Rechnung anpassen. Sehr praktisch.

    Notizen

    Nun zum Kern von Joplin. Der einzelnen Notiz. Diese kann ich in einem Markdown Editor oder in einem Rich Text Editor erfassen. Fettschrift, Kursiv, Aufzählungen, Tabellen, … alles kein Problem. Ebenso stehen mehrere Hierarchien von Überschriften zur Verfügung.

    Auch der Editor kann per Plugins erweitert werden und damit auch mathematische Formeln und vieles mehr darstellen.

    Eine interessante Funktion ist, einen externen Editor wählen zu können, über den man ebenfalls die Texte einer Notiz bearbeiten kann.

    Wie schon erwähnt, sind auch einzelne Metadaten frei änderbar:

    • Erstellungsdatum
    • Änderungsdatum
    • URL
    • Standort

    Darüberhinaus lassen sich Notizen auch mit Tags versehen. Ein Plugin erlaubt die Eingabe eines Text mitten in einer Notiz in dem man dieses vorneweg mit einer Raute versieht. Damit wird dann dieser Begriff in die Tag Liste aufgenommen. Tags kann man suchen und findet sie auch als Liste in der Seitennavigation.

    Jede Notiz ist über eine externe URL auch durch andere Apps aufrufbar. Ein interner Markdown Link ermöglicht es zwischen Notizen innerhalb von Joplin zu verlinken. So lässt sich zum Beispiel eine Master Notiz anlegen über die man auf weitere Notizen verweist und diese dann dort gleich aufrufen kann.

    Aufgaben

    Es gibt eine zweite Art von Notizen. Diese haben die gleiche Funktion wie Notizen. In der Notizenliste erscheinen sie jedoch mit einem Häkchen und sind somit eindeutig als Aufgabe erkennbar. Eine solche Aufgabennotiz kann auch mit einem Alarm versehen werden.

    Da es sonst keinen großen Unterschied gibt, kann jede Notiz jederzeit in eine Aufgabe umgewandelt werden und umgekehrt.

    Bisher habe ich diese Funktion noch nicht wirklich ausprobiert. Falls doch, gibt es einen kleinen Zusatzbericht.

    Webseiten einfangen

    Ein sehr gutes Tool ist der Web Clipper. Dieser muss als Plugin im Browser installiert werden, was derzeit nur für Firefox und Chrome möglich ist. Mit dem Webclipper können Teile einer Webseite oder die ganze Webseite in einer Joplin-Notiz gespeichert werden – und zwar in Markdown oder HTML. Ebenso können Screenshots als Bild an Joplin gesendet werden.

    Da ist noch mehr

    Ich nutze Joplin erst seit kurzem intensiver. Daher sind mir viele Funktionen noch entgangen. Manches wie die individuelle Gestaltung der App Oberfläche muss ich auch noch ausprobieren. Ebenso gibt es noch Plugiins, die zumindest vom Namen her, interessante Funktionen bieten könnten.

    Joplin ist Open Source und kostenlos. Daher ladet die App einfach auf euren PC, Smartphone, Tablet und probiert es aus.

    Ja, Joplin hat nicht die modernste Oberfläche (dafür gibt es ein paar Themes, die das zu „bethübschen“ suchen). Aber seine Funktionalität muss sich nicht verstecken.

    Aufgrund der vielen Exportmöglichkieten steckt man auch nicht in Joplin fest, wenn man einmal wechseln will oder muss.

    Wenn euch etwas besonders interessiert, könnt ihr mich natürlich auch gerne fragen. Sofern ich kann beantworte ich diese gerne.