Schlagwort: Strongbox

  • Strongbox wechselt den Besitzer

    Ich verwende schon seit einiger Zeit Strongbox als Passwort App für Mac/iOS/iPadOS.

    Nunmehr informiert der Entwickler, dass er die App an die Firma Applause verkauft hat. Die neuen Besitzer wenden sich ebenfalls in einem Schreiben an alle Strongbox Benutzer:innen. Wie wir das von vielen Übernahmen kennen, bekennen sich die neuen Besitzer zu den Werten der Software, planen Verbesserungen etc.

    Einige haben das eingehalten, andere die Erwartungen schwer enttäuscht. Mal sehen, wie es mit Strongbox weitergeht.

    Wie es auch immer ausgeht. Strongbox speichert Passwörter (und andere Daten) im Keepass Format. Das Format ist offen und wird von vielen weiteren Apps verwendet.

    Wenn Strongbox den falschen Weg geht, nehme ich meine Keepass Dateien und speichere sie einfach in einer anderen App. Die Synchronisation zwischen den Geräten kann dann über Nextcloud laufen. Die Frage ist nur, wie gut sich die App in den Browser meiner Wahl integriert, um das Speichern und Abrufen von Passwörtern zu vereinfachen.


    Hier geht es zu mehr Artikeln über Strongbox in meinem Blog.

  • Dateien und Notizen reorganisiert (Teil 1)

    Nachdem ich nun Joplin für mich entdeckt habe, geht es weiter mit der Frage, wie ich meine Dateien und Notizen organisiere. Zum jetztige Stand der Dinge.

    Beim Kennenlernen von Nextcloud war meine Idee, dass ich alles darin lagere und auch entsprechend mit den Nextcloud Apps (im Browser bzw. am Smartphone) verwalte. Aber das funktioniert nur halb.

    Nextcloud

    • Mit einer guten Ordnerstruktur lässt sich in Nextcloud ein gutes Archiv aufbauen.
    • Die Suche im Webinterface findet auch recht schnell Dateien mit dem Suchbegriff im Namen.
    • Die Suche nach PDFs funktioniert allerdings nicht. Dazu bräuchte man einen ElasticSearch-Server, den mir mein Provider Hetzner nicht zur Verfügung stellt.
    • Mit der Nextcloud App kann ich auch auf meinen mobilen Geräten einzelne Dateien oder ganze Ordner für die Offline-Verfügbarkeit markieren.

    Joplin

    • Meine eigene Nextcloud-Instanz erlaubt es mir, Joplin darüber zu synchronisieren.
    • Die Daten werden sogar verschlüsselt von Joplin zu Nextcloud gesendet, so dass die Sicherheit der so gespeicherten Daten auch recht hoch ist.
    • Seit der Version 3.0 wird (zumindest auf dem Desktop) eine Texterkennung für die gespeicherten PDFs und Bilder durchgeführt. Somit können auch in diesen Dateien Begriffe gefunden werden.
    • Verschachtelbare Notizbücher und Tags (Schlagworte) bieten eine gute Grundlage, um Ordnung zu halten.
    • Joplin läuft auf meinem iPhone, iPad, iMac und Macbook sowie auf meinem Linux-Notebook.
    • Alle Daten, die ich in Joplin gespeichert habe, stehen mir auf den oben genannten Geräten immer offline zur Verfügung.

    Apple Notizen und iCloud

    Ich habe kurz überlegt, die Notizen-App von Apple wieder mehr zu nutzen. Sie ist ja auch sehr funktional und gut in die Apple-Ökosphäre integriert. Aber: Sind die Daten erst einmal drin, bekommt man sie nur mühsam wieder raus. Die aktuellen Entwicklungen in den USA sind nicht vorhersehbar. Wer weiß, ob ich in zwei oder drei Jahren noch Apple-Produkte nutzen kann oder will. Deshalb ist es gut, die wichtigsten Daten, Dateien und Gedanken offeneren Systemen anzuvertrauen. So kann ich Apple weiterhin als Plattform nutzen, aber bei Bedarf relativ schnell wechseln.

    Somit habe ich nur mehr wenige Dateien in der iCloud liegen, abgesehen von einigen spezifischen Apple Anwendungen und meinen Fotos.

    Day One

    Leider ist Day One nicht so plattformübergreifend. Seit kurzem gibt es ein Webinterface. Ansonsten läuft die App hauptsächlich auf Apple-Geräten. Als Tagebuch-App habe ich sie schätzen gelernt, da sie viele Eingaben vereinfacht und mir einen guten chronologischen Überblick über manche Dinge gibt. Ich werde sie nicht so schnell aufgeben, aber ich überlege mir, ob einige Dinge nicht auch in Joplin ihren Platz finden könnten. Denn in Joplin kann ich (im Gegensatz zu anderen Programmen) das Erstellungsdatum einer Notiz ändern und so auch eine mir genehme chronologische Ordnung in einem Notizbuch aufbauen.

    Strongbox

    In den letzten Jahren habe ich meine Passwortverwaltung auch dazu benutzt, sensiblere Dateien zu speichern, wie z.B. Kopien meines Reisepasses. Das bläht natürlich die zugrunde liegende Keepass-Datei auf. Jetzt kann ich mir überlegen, ob ich hier nicht einiges auf Joplin verlagere, da dessen Daten zumindest verschlüsselt in der Cloud liegen. Ich muss nur den Zugriff auf meine Endgeräte ausreichend sichern. Strongbox läuft auch nur auf Apple-Geräten. Aber das ist hier kein Problem. Denn wie geschrieben speichert Strongbox Passwörter und Co. im Keepass Dateiformat. Und eine solche Datei kann auch von einigen anderen Passwortmanagern (u.a. auch unter Linux) geöffnet werden. Wenn ich Apple verlasse, bin ich quasi in Sekundenschnelle wieder mit meinen Passwörtern verbunden. Der Dateisync läuft noch über iCloud, aber auch hier werde ich demnächst eine Lösung über Nextcloud ausprobieren.

    Herausforderung

    Als ich noch mit Evernote gearbeitet habe, war das meine Super-App, in der alles gelandet ist: Notizen, wichtige Mailtexte, PDFs (Rechnungen, Briefe, Broschüren, …), Bilder und Webarchive. Joplin könnte ein bisschen wie diese Super-App sein. Aber ich weiß noch nicht, ob ich das will. Möchte ich wieder hunderte von Notizen in einem Notizbuch oder versuche ich lieber „Dinge“ in einer Notiz zu sammeln. Muss wirklich alles in Joplin landen oder sind manche Dinge in einem Ordner ganz gut aufgehoben. Zum Beispiel Belege, die ich eigentlich nie brauche – außer alle paar Jahre zu einem besonderen Anlass.

    Und bin ich nicht sowieso der Aufbewahrer? Sollte ich nicht mit der Frage beginnen, was ich überhaupt alles aufbewahre?

    Mit Joplin und Nextcloud habe ich mir nun eine gute neue Ökosphäre geschaffen, die es weiter zu erforschen gilt. Dann wird sich zeigen, wie ich mich damit organisiere.

    Im Moment bin ich eher am Löschen. Das ist wie das berühmte Aufräumen im Arbeitszimmer. Ich merke, was ich alles an altem Zeug habe, das ich eigentlich nie gebraucht habe und wahrscheinlich auch nie brauchen werde. Digital passiert es auch viel schneller, dass man Dinge doppelt und dreifach speichert. Mit Hilfe einer App konnte ich schon mehrere Gigabyte an Duplikaten ausfindig machen.

    Ich bin selbst gespannt, was ich im zweiten Teil, der in ein paar Wochen kommen sollte, zu berichten habe.

  • Bernd wechselt von 1Password zu Strongbox

    Vor über einem Jahr bin ich von 1Password zu Strongbox (für Mac und iOS/iPadOS) gewechselt.

    Bernd hat das jetzt auch getan und ein paar Lektionen gelernt. Wer also umsteigen möchte, der:die lese auch dort nach.

    Ansonsten bin ich mit Strongbox sehr zufrieden. Der Umstieg auf das dahinterliegende Keepass-Datenformat hat es mir jetzt auch erleichtert, die gleichen Passwort-Daten unter Linux zu nutzen.

  • KeepassX eingestellt, Strongbox fokussiert auf MacOS

    Im einen Teil der Netzwelt hat die Meldung für Aufregung gesorgt, dass der Passwort Manager KeepassX eingestellt wurde. Das war aber anscheinend schon seit einiger Zeit zu erwarten, da die letzte Version von 2016 stammte.

    Die Entwickler:innen von KeepassX verweisen daher auch auf Weiterentwicklung KeepassXC, die für Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht.

    Die App Keepass ist das eine, dass Keepass-Datenformat das andere. Und mit diesem können eine Vielzahl von Apps umgehen. Das heißt, dass zum Beispiel KeepassX Nutzer:innen ganz einfach auf KeepassXC wechseln können.

    Ich selbst verwende seit dem Wechsel auf das Keepass-Format die Mac und iPhone/iPad Apps von Strongbox. Siehe auch

    Daher hat mich auch der letzte Newsletter von Ende November 2021 erfreut. Die Macher schreiben unter anderem

    Wir wissen, dass wir viel zu tun haben, wenn es darum geht, unsere macOS-Benutzeroberfläche auf den neuesten Punkt zu bringen, den wir auf iOS haben. Die aktuelle macOS-App sieht ein wenig veraltet aus und hat ihre Eigenheiten. Ein bisschen wie wir selbst. In den nächsten Monaten investieren wir also Ressourcen, um die Dinge für Sie wirklich zu verbessern.

    Text aus dem englischen übersetzt

    Also kein Grund meinen Wechsel von 1Password zu bedauern.

  • Strongbox #4: 1Password Import ist da

    Kaum blogge ich darüber ist sie da und viel schneller als erwartet, die neue Importfunktion des Passwortmanagers Strongbox.

    Konkret lassen sich nun Einträge aus 1Password in die Strongbox und damit in das „freie“ Keepass Format übertragen. Siehe die Ankündigung bei Strongbox.

    Auch wenn ich schon migriert bin musste ich es ausprobieren – siehe dazu auch die englischsprachige Anleitung.

    Es geht wirklich einfach.

    Auch wenn die 1Password Einträge in der Cloud sind lassen sie sich als „PIF“ Datei exportieren. Dann den Import in Strongbox starten. Dieses möchte noch ein gutes Passwort für die neue Datei und in Sekunden waren meine 1.600 Einträge in der Strongbox App.

    Die Ordnerstruktur bleibt erhalten, Icons für die Ordner sind auch vorhanden. Jedes Datenfeld, dass das Keepass Format nicht kennt ist als benutzerdefiniertes Feld angelegt. Auf den ersten Blick einwandfrei. Laut Strongbox lassen sich aber keine Dateien/Attachments mit übertragen. Das heißt, wer PDFs, Bilder, etc. in Passwort gespeichert hat, muss diese per Hand kopieren.

    Wer die Strongbox und die Importfunktion mal ausprobieren möchte, einfach im Mac App Store herunterladen. Strongbox bietet die Pro Features für 90 Tage kostenlos an. Erst danach muss man überlegen, ob man rund 22 Dollar dafür löhnen möchte. Der Zeitraum sollte lang genug sein um sich zu entscheiden. Und für eine App, die meine sensibelsten Daten verwaltet, zahle ich den Betrag gerne. Noch dazu, wenn ich damit sicherstelle, dass es regelmäßig Updates gibt.

  • Strongbox #3 E-Mail Adressen und 1Password Import

    Über den Passwortmanager Strongbox habe ich schon ein wenig geschrieben:

    Jetzt fiel mir auf, dass das Datenbank-Format Keepass (das auch Strongbox verwendet) als Standard auch ein Feld für E-Mails anbietet. Dieses sehe ich zwar in der Strongbox iOS/iPadOS App jedoch nicht in Strongbox am Mac. Naja, ich sehe es schon, aber ein wenig anders …

    Eine Mail an den den Strongboxentwickler brachte Licht in die Sache. Die Grafische Oberfläche der MacOS Version von Strongbox hinkt noch ein wenig nach. E-Mails im Standardfeld werden am Mac als benutzerdefiniertes Feld mit dem Namen „Email“ angezeigt. Wenn ich ein solches am Mac anlege, dann sehe ich am iPhone die Mailadresse im Standardfeld.

    Laut Marc wird das bald geändert, da in den nächsten Monaten eine größere Überarbeitung der Mac App ansteht. Was aber in Kürze folgt ist eine Importfunktion von 1Password. Für mich kommt das zu spät, da ich schon auf Keepass/Strongbox migriert habe. Wie ich mitbekomme, überlegen aber einige zu anderen Passwort Managern zu wechseln. Und da ist ein solches Feature natürlich ein Grund mehr, der für Strongbox spricht.

    Ich bin gespannt, wie gut es umgesetzt ist und ob ich nur lokale Dateien importieren kann oder ob auch Daten aus der 1Password „Wolke“ herausholbar sind.

  • Strongbox #2

    Vor ein paar Tagen habe ich begonnen mich mit dem Passwort Manager Strongbox zu beschäftigen.

    Bisher gefällt er mir recht gut und ich glaube, ich werden nicht mehr zu 1Password zurückkehren. Ein paar Dinge habe ich schon über Strongbox geschrieben. Nachfolgend ein paar Erkenntnisse der letzten Tage

    In der Mac App lassen sich mehrere Datenbanken gleichzeitig offen halten. So kann ich ganz einfach einen (oder gleich mehrere) Einträge kopieren.

    Bis zu 100 Backups pro Datenbank sind einstellbar. Diese werden automatisch erstellt. Damit kann man sehr rasch zu einem früheren Bearbeitungszeitpunkt zurückkehren. Jedes Backup ist auch als .kbdx Datei abspeicherbar. Das heißt, als Keepass Datei, die in einer Vielzahl von Apps geöffnet werden kann. Wo die Mac App die Updates ablegt muss ich aber erst herausfinden.

    Ein paar Funktionen, die mir beim aufräumen geholfen haben:

    • Strongbox zeigt bei jedem Eintrag an, ob das Passwort zu schwach ist oder ob es schon ein weiteres mal verwendet wurde.
    • Wenn man mag, kann Strongbox jeden Eintrag bei „have i been pwned“ abfragen. Damit kann man herausfinden, ob die eigene Mailadresse etc. in einer gehackten Datenbank auftaucht.
    • Nicht mehr existente Websites kann man indirekt entdecken, in dem Strongbox bei allen Einträgen (die mit einer URL hinterlegt sind) nach einem FavIcon im Web zu suchen. Wird keines gefunden ist das schon mal ein guter Hinweis.

    Jedes dieser Feature ist natürlich nur optional und lässt sich ein- und ausschalten.

    Immerhin bin ich jetzt dadurch von über 700 Einträgen bei nur mehr 500 gelandet. Der Rest war entweder veraltet oder doppelt bis dreifach eingetragen. Diese Mehrfacheinträge kommen wohl auch daher, dass 1Password einem sehr viel abnimmt, aber man dadurch nicht mehr merkt, wenn etwas zu viel an Einträgen in der Passwortdatenbank landet.

    Die Integration von Strongbox in MacOS, iOS und iPadOS funktioniert insofern gut, als das ich beim Login auf einer Website automatisch (auch das kann ich in Strongbox optional wählen) von Strongbox Username und Passwort vorgeschlagen bekomme und mit einem Klick die Daten eingefüllt sind.

    Ebenso mit mehreren Optionen versehen ist die Kollisionskontrolle von Strongbox. So eine Datenkollision kann dann passieren, wenn man am Mac und am iPhone dieselben Einträge ändert ohne vorher zu syncen. Hier kann Strongbox recht intelligent den Konflikt selbst regeln oder Vorschläge machen. Wobei der Sync über iCloud sehr gut funktioniert und nur einmal gehakt hat, als ich gleichzeitig etliche Gigabyte verschoben habe.

    Nur damit ich es erwähnt habe. Natürlich braucht es auch keine Online-Verbindung um zum Beispiel am iPhone auf eine Passwortdatenbank zuzugreifen.

    Nachdem ich nunmehr ein Gefühl für die Apps habe werde ich auch Kopien meines Reisepasses etc. in einer Datei ablegen. Dann habe ich für Reisen und Co. immer Reserve“Dokumente“ bei mir.

    Natürlich gibt es auch Dinge, bei denen ich Verbesserungsbedarf sehe. So gibt es zwar Tags, aber die Verwaltung ist in der Mac und der iPhone App unterschiedlich und nicht Immer ganz intuitiv. Aber das sind Kleinigkeiten, die die App(s) nicht minder leistungsfähig machen.

  • Passwort Verwaltung: Keepass, Strongbox und Co

    Zur Vorgeschichte.

    Ich verwende seit Jahren 1Password auf dem Mac, iPad und iPhone zur Verwaltung meiner Passwörter und zum speichern von sensiblen Daten. Mit der neuen Version von 1Password haben diese auf einmal meine in der eigenen Cloud gespeicherte Datenbank für obsolet erklärt und mich zum syncen mit Online-Version gebracht.

    Ja, das abspeichern der Daten in Dropbox, iCloud und Co geht noch – aber das habe ich erst nach der Umstellung mitbekommen. Tja, man sollte sich erkundigen …

    Was mich bei 1Password in den letzten Monaten störte, war die Art, wie sich die Verwaltung in Safari einklinkte. Da wurden große Icons mitten in die Formularfelder eingeblendet und verdeckten mir oft die Sicht aufs Wesentliche. Kleinigkeit könnte man sagen, aber mich nervte es und ich fand keine Möglichkeit dies zu beheben.

    Open Source

    1Password ist ein sogenannte propietäres Projekt. Sprich, da steht eine Firma dahinter und in die Software kann keiner hineinsehen. Bei einem Passwort Manager heißt das natürlich dieser Firma zu vertrauen. Aber das muss man oft und in vielen heiklen Fällen.

    In den letzten Wochen habe ich mich aber mal umgesehen, was es denn sonst noch gäbe. Und da bin ich auf KeePass gestossen. Das ist ein offenes Datenbankformat mit entsprechender Verschlüsselung der Daten – einfach gesagt.

    Keepass

    Mehr über Keepass weiß die Wikipedia. Es ist nämlich auch das Programm, mit dem seine Passwörter verwalten kann. Nachdem Open Source haben sich rundherum einige Entwickler:innen gefunden, die eigene Programme/Apps entwickeln, die Keepass-kompatibel sind.

    Nach einer kleinen Umfrage auf Twitter habe ich mir daher mal angesehen:

    • KeePassXC – läuft auch unter MacOX
    • KeePassium, dass unter iOS (und somit am iPad und am iPhone läuft)
    • Strongbox, welches in einer Version für den Mac und einer für iPad und iPhone vorliegt

    Transfer

    Wenn man wie ich rund 700 Datensätze in 1Password gesammelt hat, dann will man das nicht unbedingt händisch übertragen. Aber es gibt eine einfache Lösung.

    Sofern man die Datenbank-Datei noch selbst irgendwo abgespeichert hat – oder die 1Password Inhalte in eine solche verfrachtet – gibt es in KeePassXC einen Importer. Der funktioniert an sich klaglos und schnell. KeePassXC ist in den Grundfunktionen kostenlos und somit kostet mir der Import mal keinen Cent, nur ein paar Sekunden.

    Allein ein paar Dateianhänge hat der Importer ausgelassen, die ich nun händisch nachziehen muss.

    Somit kann ich meine Passwörter im KeePass Format abspeichern und auch in anderen Apps verwenden, die darauf aufbauen.

    Strongbox

    KeePassXC funktioniert schon mal recht gut. Schlußendlich habe ich Strongbox gewählt, da ich dort Auswahlliste und Detailansicht am Mac nebeneinander stehe habe und mir das recht liegt.

    Beide Apps lassen sich etliche Zeit nutzen, Strongbox sogar 90 Tage in der Vollversion ohne zu zahlen. Damit probiert es einfach selbst aus, was euch besser liegt. Dabei kann man auch auf die gleiche Datei von beiden Apps (besser aber nicht gleichzeitig zugreifen).

    So, aber jetzt zu Strongbox.

    Die App kostet für iOS (und ist dann auf iPad und iPhone verwendbar) entweder nichts, aber dann fehlen ein paar Features. Oder man zahlt monatlich $ 2,49, jährlich $ 13,49 oder einmalig $ 49,99. Für die Mac App gibt es entweder die abgesteckte Version kostenlos oder mit allen Features um einmalig $ 22,99. Für eine App, der ihr eure Passwörter anvertraut ist das aus meiner Sicht ganz ok. Noch dazu, wo die Entwickler:innen regelmäßig Updates veröffentlichen.

    Ihr könnt so viele Datenbanken anlegen wie ihr wollt und diese innerhalb der App verwalten. Ablageorte sind vielfältig: Dropbox, iCloud, euer eigener Server, eure Festplatte, Owncloud, etc. Kommt halt auch immer darauf an, ob ihr mit mehreren Geräten auf eine Datei zugreifen wollt.

    Standardmäßig gibt es ein paar Datenfelder:

    • Titel
    • Benutzername
    • Passwort
    • URL
    • Ablaufdatum
    • Tags
    • Anmerkungen / Notizen
    • Anhänge (hier können ein oder mehrere PDFs, Bilder, etc. hinein)

    Damit ich auch andere Daten als nur Webzugänge verwalten kann bietet das KeePass Format – und damit auch die Strongbox – benutzerdefinierte Felder. Diese bestehen aus einem Namen und einem Wert. Der Wert kann dabei x-beliebigen Text enthalten. Damit ist man auch für Kreditkartendaten und ähnliches gerüstet. Das ist natürlich nicht so angenehm wie bei 1Password. Dieses hat mir auch erlaubt zu definieren, welche Art von Daten hier reindürfen: Telefonnummer, Mailadresse, etc.

    Mal abgespeichert können sich diese einzelnen Daten mit einem Klick jeweils in die Zwischenablage kopierten. Eine zusätzliche Funktion bei der URL ruft diese auf und versucht die Benutzername und Passwort korrekt einzutragen.

    Einträge lassen sich in Ordner/Gruppen zusammenfassen und so mehr Ordnung reinbringen. Jeder Ordner kann mit einem eigenen Icon versehen werden und für die Einträge kann Strongbox auch nach den jeweiligen Favicons der Websites suchen.

    Was nicht unwichtig ist. Es gibt einerseits einen Papierkorb. Aus versehen gelöschte Einträge sind damit schnell wieder hergestellt. Jeder Eintrag hat auch eine Historie. Das heißt, ich kann noch nachsehen, wie mein voriges Passwort ausgehen hat oder andere Änderungen nachvollziehen. Das brauche ich selbst immer wieder.

    Auf der Strongbox Website gibt es eine Übersicht der Features (zwischen kostenloser und Pro Version).

    Manch einer meinte, so komfortabel wie 1Password können die KeePass kompatiblen Apps nicht sein. So bietet 1Password eine einfache Möglichkeit Benutzerdaten und Passwörter in entsprechende Formularfelder auf Websites automatisch einzufüllen.

    Nun, unter iOS kann ich in den Einstellungen statt 1Password auch Strongbox (bzw. KeePassium) als Passwort Manager einbinden und somit diese Auto-Fill-Funktion nutzen. Auch am Mac funktioniert das meistens recht gut, sogar unter Safari, obwohl für dieses gar kein Plugin angeboten wird.

    Umstieg

    Ich bin gerade dabei auf Strongbox umzusteigen.

    • Ich kann mehrere Datenbanken anlegen. Eine für Passwörter, eine für sensible Dokumente, eine für die gemeinsame Verwaltung mit anderen und eine weitere … für alles mögliche. Strongbox meint selbst, dass 250 MB für eine Datenbank kein Problem wäre.
    • Jede Datenbank kann ich auch an einem anderen Ort ablegen. In der Cloud oder direkt nur auf meinem Mac bzw. Mobilgerät. Damit bin ich zwar selbst für die Sicherung/Backup der Daten zuständig, aber das soll mir recht sein.
    • Ich mag zwar ein wenig Komfort verloren haben. Aber für meine Zwecke ist es ok. Die Registrierung auf einer neuen Website sollte man sowieso mit bedacht vornehmen.

    Und wenn sogar der Herr Leyrer KeePass verwendet, dann dürfte es ja etwas sicheres sein. Weil ich kenne ihn da als recht sensiblen Zeitgenossen in dieser Hinsicht.

    Update vom 17. Oktober 2021. Es gibt einen Nachfolgeartikel: Strongbox #2