Schlagwort: Barrierefreiheit

  • Martin Habacher und der Mabacher Award

    Martin Habacher war ein Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit. Er nannte sich selbst einen Blogge und Werber. Er Filmemacher und Kommunikator. Im Netz war er als Mabacher bekannt.

    Seine viele Formate findet man glücklicherweise noch auf YouTube. Er testete die Barrieren von Örtlichkeiten, erzählte Witze, teste skurrile Gegenstände, kochte, prangerte Missstände an oder probierte Brettspiele. Ernsthaftigkeit und Humor konnte er gut verbinden.

    Anfang 2019 ist Martin verstorben – siehe mein Dank (Nachruf) und eine kleine Laudatio.

    Und dann gab es noch einen Film über ihn: Mabacher – ungebrochen DER FILM.

    Aus dem Wunsch heraus sein Engagement weiterzuführen gründeten der Produzent und Regisseur Stefan Wolner und die Film-)Autorin, Journalistin und Historikerin Hannah Wahl gemeinsam den MABACHER AWARD als Filmpreis für Inklusion. 

    Diese wurde nunmehr zum dritten Mal vergeben und ging an den Film „Baba, What´s Your Plan?

    Auch BIZEPS hat über den Preis berichtet.

    Über den Preis hinaus findet sich auf den Seiten des Awards auch ein Proklamation für inklusives Filmschaffen.

    Also, Zeit sich wieder mal Filme anzusehen.

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  • Erklärung zur Barrierefreiheit in meinem Blog

    Was in Österreich bestimmte Anbieter erfüllen müssen ist eine Erklärung zur Barrierefreiheit auf ihrer Website abzugeben. Auf dieser muss stehen, was sie für die Barrierefreiheit ihrer Website getan haben, dass sie der Vorgabe WCAG 2.1 Level AA entspricht und wo es noch Lücken gibt.

    Als privater Blogger bin ich nicht daran gebunden. Ich wollte aber schon längst ein entsprechendes Bekenntnis auf meinem Blog abgeben. Nach dem Blue Beanie Day 2025 war es an der Zeit endlich diesen Schritt setzen.

    Nunmehr findet ihr im Menü ganz oben den Link zur Seite „Barrierefreiheit„, auf der ich meine Erklärung abgebe. Diese ist sicherlich noch nicht fertig sondern wird sich auch im Laufe der Zeit weiterentwickeln.

    Aber es ist mal ein erster Schritt.

    Wenn ihr Hinweise zur Barrierefreiheit (oder -armut) meines Blogs habt oder zum Text, dann bitte gerne her damit.

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  • Heute ist BlueBeanieDay

    Profilbild von Robert Lender mit blauer Haube. Schrift "#BlueBeanieDay"

    Heute ist der Tag an dem sich weltweit Menschen eine blaue Haube aufsetzen. Sie tun dies um ein Zeichen für die Einhaltung von Webstandards und barrierefreien Web zu setzen.

    Die Wikipedia beschreibt die Hintergründe.

    Eigentlich geht es um ein Web für Alle.

    Die letzten Wochen habe ich im Fediverse mehr darüber geschrieben. Denn gerade das Fediverse lebt von Standards und versucht ein Web für alle zu sein. Darum sollten heute gerade die Nutzer:innen des Fediverse (die Fedizen) eine blaue Haube tragen..

    Gründe für den Blue Beanie Day gibt es von mir auch in englischer Sprache.

    Zu Webstandards könnt gerne auch nachlesen:

    Der 30. November ist für mich daher ein Feiertag.

    Ich feiere, dass sich Menschen darauf geeinigt haben, wie sie das Web gemeinsam nutzen wollen. Sie haben Standards geschaffen, sodass ein Browser Millionen unterschiedlicher Seiten für mich aufbereiten kann. Sie haben daran gedacht, dass Menschen unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten haben – seien es körperliche oder kognitive Einschränkungen oder technische. Sie haben daher an ein barrierefreies Web gedacht.

    Und es gibt Menschen, die sich jeden Tag dafür einsetzen, dass unser Web nicht von Monolithen und Monopolen beherrscht wird, sondern offen für alle ist.

    Dafür möchte ich an diesem Tag Danke sagen. 

    Natürlich sollten wir uns jeden Tag für ein Web für alle einsetzen.

    Heute, am 30. November, feiere ich und setze ein kleines Zeichen mit meiner blauen Haube.

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  • Blue Beanie Day 2025 „offiziell“ ausgerufen

    Jeffrey Zeldman hat vor längerer Zeit ein Buch geschrieben, aus dem heraus der Blue Beanie Day entstand.

    Heute schrieb Jeffrey im Fediverse (aus dem Englischen übersetzt):

    Ein Sammelpunkt für alle, die glauben, dass das Internet für alle zugänglich sein sollte – unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Lebensumständen.

    Er verweist dabei auf den Eintrag „Blue Beanie Day“ auf der Website „Awareness Days“.

    Dort findet sich auch eine gute Erklärung dieses Tages, der am 30. November stattfindet:

    Der Blue Beanie Day ist eine Basisinitiative, bei der Menschen ihre Unterstützung für Webstandards und digitale Barrierefreiheit zeigen, indem sie eine blaue Mütze tragen – persönlich oder online. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Websites und digitale Tools zu entwickeln, die jeder nutzen kann, auch Menschen mit Behinderungen. Für viele ist es ein Tag, an dem sie Geschichten über unzugängliche Websites austauschen oder Durchbrüche im Bereich des inklusiven Designs feiern.

    Das wäre auch eine Idee für das Fediverse. Setzt am 30. November eine Blaue Haube/Mütze auf und schreibt eines oder mehrere oder viele Postings, was ihr am Fediverse bezüglich Barrierefreiheit schätzt und was ihr gerne noch hättet.

    Dieses Jahr ist es sogar ein Sonntag. Da wird sich vielleicht ein bisschen Zeit finden.

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  • Barrierefreiheit im Blog – Wie inklusiv sind wir wirklich? – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Barrierefreiheit im blog – Wie inklusiv sind wir wirklich?“ der BlogWochen 2025 gesammelt. Diesmal lasse ich die Zitate und gebe jeweils nur eine kurzen subjektiven Einblick in den Artikel.

    Barrierefreiheit im Blog – schwierig einzulösen | Boris Stumpf

    Boris kämpft sich durch diverse Tools und überlegt, was und wie er Websites prüfen kann und welche Hürden ihm selbst dabei im Weg stehen.

    Blogwochen – Barrierefreiheit im Blog – Wie inklusiv sind wir wirklich? | pfotenhauer

    Pfotenhauer mag an sich keine Themen, die jemand vorgibt. Aber Barrierefreiheit ist ihm zu wichtig. Und er stellt fest:

    Zusammenfassend möchte ich konstatieren, dass man bei einer privaten Webseite einen Spagat zwischen eigenen Ansprüchen und Zugänglichkeit für alle wagen sollte und muss. 

    Barrierefreiheit im Blog – Wie inklusiv sind wir wirklich? | Dirks Logbuch

    Dirk meint durch die Textlastigkeit seines Blogs schon barriereärmer zu sein. Aber auch er sieht Verbesserungspotential.

    Barrierefreiheit im Blog – Wie inklusiv sind wir wirklich? | Nur ein Blog

    Ich streife ein wenig durch das Thema: Von der Technik, über die Sprache und den Umgangston in einem Blog. Und dann erwähne ich Webstandards und warum ihr alle beim Blue Beanie Day mitmachen solltet.

    Blogwochen – Barrierefreiheit im Blog – Wie inklusiv sind wir wirklich? | Das BlaBlog Barrierefreiheit im Blog | 51 Nord

    Bla hält ein Plädoyer warum Barrierefreiheit (wobei er Barrierearm lieber mag) wichtig ist und welchen Beitrag ein Blogger leisten kann.

    Barrierefreiheit im Blog – wie inklusiv sind wir wirklich? | Benedikt.io

    Benedikt gibt einen großen Einblick, wie er seinem Blog Barrieren abgebaut hat und welche Baustellen er noch hat. Dabei listet er auch hilfreiche Tools auf.

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  • Farbkontraste

    Heute bin ich durch die PowerPoint-Hölle gegangen. Zugegeben, das ist etwas übertrieben.

    Ich habe mehrere Präsentationen hintereinander erlebt. Inhaltlich waren sie wunderbar. Ich habe viel gelernt. Aber …

    Der Raum konnte nicht vollständig verdunkelt werden und der Beamer war etwas lichtschwach. Das Problem war dann, dass alle Präsentationen die Farben so verwendeten, dass es mühsam bis unmöglich war, manchen Text zu lesen. Da gab es beispielsweise weiße Schrift auf gelbem Untergrund oder umgekehrt. Einzelne Sätze, die nicht so wichtig waren, wurden in Hellgrau auf weißem Hintergrund platziert.

    Das Foto ist ein kleines Beispiel. Die Folie habe ich stark herangezoomt. Live war es noch viel schlechter zu sehen.

    Ausschnitt aus einer Powerpoint Präsentation. Stark heran gezoomt. Text ist teilweise nur schwach zu lesen, teilweise auch gelb markiert.
    Teil einer Präsentationsfolie. Stark herangezoomt.

    Wieder einmal zeigte sich, warum Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Behinderung von Bedeutung ist. Wir können alle in Situationen geraten, in denen uns barrierefreies Webdesign hilft.

    Wie das mit Farbkontrasten für Websites ist, dazu gibt es unter anderem bei Jan Hellbusch eine Einführung.

    Für eine PowerPoint-Präsentation würde es schon mal reichen, die Helligkeit des eigenen Bildschirms herunterzudrehen. Dann erkennt man schnell, ob man noch etwas erkennt.

    Mein Blog verwendet schwarze Schrift auf weißem Untergrund. Manchmal gibt es eine Textbox, bei der ich darauf achte, dass die Hintergrundfarbe sehr blass ist und die Schriftfarbe gut zur Geltung kommt. Ich hoffe, damit für die meisten von euch kontrastreich genug zu bloggen.

    Falls ihr irgendwo Probleme habt, lasst es mich wissen. Ich verbessere mein Blog in diese Richtung gerne.

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  • Der European Accessibility Act

    Im Rahmen von #BlogDasRobert hat mich Andre gefragt:

    Ist dein Land auf den European Accessibility Act vorbereitet?
    (Tritt Ende Juni in Kraft – https://www.derstandard.at/story/3000000251435/ab-2025-muessen-websites-in-oesterreich-barrierefrei-sein-was-zu-beachten-ist )

    Wir haben schon August, weil ich immer wieder überlegte, wie ich die Frage angehen soll. Einerseits fehlt mir der genaue Überblick über die Anfordernisse des EAA, andererseits habe ich keinen umfassenden Blick auf den Zustand des Webs in Österreich.

    Was ist der European Accessibility Act (EAA)

    Also beginnen wir mal beim EAA. Das ist eigentlich die

    RICHTLINIE (EU) 2019/882 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 17. April 2019 über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen

    Der wichtige Teil trat erst am 28. Juni 2025 in Kraft. Nun, die Wirtschaft braucht Vorlaufzeiten – die Frage ist, ob sie diese genutzt hat.

    Die Richtlinie verpflichtet dazu, dass bestimmte Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein müssen, also für alle Menschen, auch für Menschen mit Behinderungen oder ältere Personen, zugänglich sind.

    Das gilt unter anderem für

    • Computer, Smartphones, Tablets
    • Geldautomaten, Ticket- und Check-in-Automaten
    • Bankdienstleistungen
    • E-Books und E-Reader
    • Webseiten und Online-Shops
    • Apps und Telekommunikationsdienste
    • Notrufsysteme

    Barrierefreiheit bedeutet dabei unter anderem, dass

    • Texte verständlich und gut lesbar sind,
    • Webseiten und Apps mit Hilfstechnologien (z. B. Screenreader) funktionieren
    • Alternative Bedienmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen bestehen und
    • eine klare, einfache Navigation und Nutzerführung bereitsteht

    Eine kurze Zusammenfassung bietet auch die Plattform BIZEPS.

    Die Situation in Österreich

    Der EAA ist eine Richtlinie der EU. Damit muss dieser noch in nationales Recht übernommen werden. Das geschah in Österreich mit dem Bundesgesetz über Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen (Barrierefreiheitsgesetz – BaFG). Die aktuelle Fassung kann man über das Rechtsinformationssystem abrufen.

    Ausgenommen sind (wie auch im EAA vorgesehen) „Kleinstunternehmen“. Das sind Unternehmen, das weniger als zehn Personen beschäftigt und das entweder einen Jahresumsatz von höchstens 2 Millionen Euro erzielt oder dessen Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 2 Millionen Euro beläuft.

    Das Gesetz ist nicht ganz zahnlos. Die Einhaltung wird durch das Sozialministeriumservice überwacht. Dieses kann Einsicht nehmen und Firmen zu Berichtslegungen verpflichten. Es kann Firmen zu Änderungen verpflichten, das Verbot des In-Verkehr-Bringens aussprechen und bei Nichteinhaltung auch Verwaltungsstrafen aussprechen.

    Bürger:innen und einige Interessenvertretungen haben das Recht, sich an das Sozialministeriumservice zu wenden, um auf einen Verstoß gegen das Gesetz hinzuweisen.

    Dabei stellt sich jedoch die Frage, wie viele Ressourcen für all diese Maßnahmen bereitstehen.

    Sind die österreichischen Unternehmen vorbereitet?

    Kurz gesagt. Keine Ahnung.

    Einige werden sich wohl auf § 18 des BaFG berufen. Absatz 1 besagt:

    Die Barrierefreiheitsanforderungen gemäß § 4 gelten nur insoweit, als deren Einhaltung zu keiner unverhältnismäßigen Belastung der betreffenden Wirtschaftsakteure führt.

    Die Firma muss dazu aber diese Belastung dokumentieren und entsprechendes nachweisen.

    Ich habe damals bei Einführung des Bundes-Behindertengleichstellungsgsetzes einiges mitverfolgt. Da gab es jahrelang noch Unkenntnis wen es im Detail betrifft. Auch die Kenntnisse über barrierefreie Gestaltung waren oft nicht vorhanden. Es gab auch zu wenig gute Expert:innen und viele, die mit Halbwissen unterwegs waren.

    Ob das für die Umsetzung des EAA auch zutrifft? Man wird sehen.

    Wenn ich jedoch bei BIZEPS lese, dass in Deutschland über 95 Prozent der 2.400 Online-Shops, die im Juni 2025 untersucht wurden, nicht barrierefrei gestaltet waren, dann fürchte ich, dass Österreich nicht besser da steht. (Anmerkung: die Untersuchung ist nicht perfekt, siehe auch die Hinweise im Artikel von BIZEPS).

    Fazit

    Auch wenn ich die Frage nicht seriös beantworten kann, möchte ich mich für diese bedanken. Denn aufgrund dessen habe ich mich wieder mit Barrierefreiheit beschäftigt. Und das ist immer gut.

    Insbesondere, da 30. November wieder der Blue Beanie Day (siehe Ein Web für alle – Blue Beanie Day) ansteht.


    Das ist ein Artikel im Rahmen meiner Aktion Blog das Robert. Du kannst mir eine Frage stellen, die ich in meinem Blog beantworte. Das kann auch anonym geschehen. Es muss keine Frage sein, auch ein Themenvorschlag wäre interessant.

    Alle bisherigen Antworten findest du unter dem Schlagwort BlogDasRobert.

  • Blue Beanie Day: Social Media Posting

    Um den Blue Beanie Day ein wenig anzukündigen, habe ich die Woche vor dem 30. November täglich ein Posting im Fediverse, auf Facebook, auf BlueSky und Threads abgesetzt. Hier die Postings:

    Einführung: Was ist der Blue Beanie Day?

    📅 Am 30. November ist Blue Beanie Day!
    Ein Tag, um auf Webstandards und Barrierefreiheit aufmerksam zu machen. 🌍💻
    Mach mit: Poste ein Foto mit einer blauen Mütze 🧢 und zeig deine Unterstützung für ein inklusives Internet.


    Warum sind Webstandards wichtig?

    🔗 Webstandards = ein Internet für alle!
    Dank offener Standards wie HTMLCSS und ActivityPub können wir Plattformen wie das Fediverse nutzen. Dezentral, sicher, zugänglich.
    Am 30. November, , feiern wir das! 🧢


    Barrierefreiheit: Für wen eigentlich?

    Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen. Sie hilft allen, beispielsweise::
    👴 Älteren,
    📱 Menschen mit kleinen Bildschirmen,
    🖱️ oder wenn die Maus kaputt ist!
    Am 30. November ist Blue Beanie Day 🧢 – mach mit für ein zugängliches Web!
    #Inklusion


    Blue Beanie Day: Mitmachen ist einfach

    Am 30. November heißt es: Blaue Mütze aufsetzen 🧢, Foto machen 📸, posten!
    Warum? Um Barrierefreiheit und Webstandards zu feiern – für ein freies und inklusives Internet. 🌍💙
    Zeig, dass dir ein Web für alle wichtig ist!


    Fun Fact über den Blue Beanie Day

    Wusstest du? Der ist inspiriert von Jeffrey Zeldmans Buch Designing with Web Standards. 📘
    Die blaue Mütze 🧢 wurde zum Symbol für ein offenes, zugängliches Internet.
    Am 30. November feiern wir das – bist du dabei? 💻


    Gemeinsam für ein besseres Internet

    Am 30. November, dem , setzen wir ein Zeichen:
    💻 Ein Web für alle – zugänglich, offen, barrierefrei!
    Poste mit blauer Mütze 🧢 oder teile, warum dir Barrierefreiheit und Webstandards wichtig sind. Gemeinsam schaffen wir ein inklusives Internet! 🌍


    Warum das Fediverse den Blue Beanie Day unterstützt

    Das Fediverse basiert auf offenen Standards wie ActivityPub. 🌐
    Ohne diese Standards gäbe es keine Interoperabilität, keine Vielfalt, keine Zugänglichkeit.
    Feier mit uns den Blue Beanie Day am 30. November! 🧢


    Ein Dank an alle, die Barrierefreiheit ernst nehmen

    Danke an alle, die Barrierefreiheit in ihre Websites, Apps und Plattformen einbauen. 💙
    Am 30. November feiern wir diese Arbeit mit dem .
    Zeig deine Unterstützung: Blaue Mütze 🧢 auf und ein inklusives Web feiern!

  • Das Fediverse: Webstandards und Barrierefreiheit

    Das Internet verändert sich ständig – und mit ihm auch die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren. Während monolithische Plattformen wie Facebook und X (ehemals Twitter) von proprietären Standards und geschlossenen Systemen geprägt sind, zeigt das Fediverse, dass es auch anders geht: offener, inklusiver und barrierefreier. Doch was genau macht das Fediverse so besonders, und warum könnte es eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der digitalen Zukunft? In diesem Artikel möchte ichThemen wie Barrierefreiheit, Webstandards und den Blue Beanie Day, ein Symbol für den Einsatz für offene Webstandards, beleuchten..

    Was sind Webstandards und warum sind sie wichtig?

    Webstandards sind Regeln und Technologien, die dafür sorgen, dass Inhalte im Internet konsistent und für alle zugänglich sind. Sie werden von Organisationen wie dem World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und umfassen unter anderem Protokolle (wie HTTP), Programmiersprachen (HTML, CSS, JavaScript) und Datenformate. Offene Webstandards fördern:

    1. Interoperabilität: Inhalte können unabhängig von der Plattform oder dem Gerät genutzt werden.
    2. Innovation: Offene Standards ermöglichen Entwicklern, neue Anwendungen zu schaffen, ohne auf die Genehmigung großer Unternehmen angewiesen zu sein.
    3. Zugänglichkeit: Webstandards legen die Grundlage dafür, dass das Internet für alle Menschen zugänglich ist, unabhängig von deren Fähigkeiten.

    Was bedeutet Barrierefreiheit im digitalen Raum

    Barrierefreiheit (engl. Accessibility) bezeichnet die Gestaltung von Technologien und Inhalten, sodass sie für Menschen mit Einschränkungen zugänglich sind. Dazu gehören:

    • Technische Lösungen: Unterstützung für Screenreader, Navigationsmöglichkeit allein mit der Tastatur.
    • Inhaltliche Praktiken: Klare Sprache, einfache Navigation, Verwendung von Alternativtexten für Bilder.
    • Barrierenfreiheit für alle: Barrierefreiheit betrifft nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch Nutzer:innen mit temporären Einschränkungen, wie etwa einem gebrochenen Arm, oder ältere Menschen, die größere Schriftgrößen benötigen. Ein guter Kontrast hilft allen beim Lesen. Barrierefreie Webseiten lassen sich auch leichter am Smartphone lesen, weil sie sich viel besser z.B. an Bildschirmgrößen anpassen.

    Das Fediverse als Vorreiter für offene Webstandards

    Das Fediverse ist ein dezentrales Netzwerk aus sozialen Plattformen, das auf offenen Standards basiert, insbesondere auf dem Protokoll ActivityPub. Dieses vom W3C entwickelte Protokoll ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen Plattformen wie Mastodon, Friendica, Pixelfed (für Fotos) oder PeerTube (für Videos).

    Interoperabilität durch ActivityPub

    Dank ActivityPub können Nutzer:innen auf Mastodon beispielsweise mit Nutzern von Pixelfed interagieren – etwas, das in zentralisierten Netzwerken kaum möglich bis unmöglich ist. Diese Offenheit fördert eine vielfältige und unabhängige digitale Landschaft.

    Gemeinschaftsorientierte Entwicklung

    Da das Fediverse auf Open-Source-Software basiert, können Entwickler:innen – eigentlich jede:r – aus der ganzen Welt dazu beitragen, die Plattformen zu verbessern. Diese Gemeinschaftsstruktur führt oft schneller zu Innovationen.

    Barrierefreiheit im Fediverse

    Barrierefreiheit ist im Fediverse nicht nur ein optionales Feature, sondern tief in der Philosophie einzelner Plattformen verankert:

    Alternativtexte und Bildbeschreibungen

    Viele Plattformen im Fediverse ermutigen Nutzer:innen, Alternativtexte für Bilder hinzuzufügen. Diese Texte helfen sehbehinderten Menschen, den Inhalt eines Bildes durch Screenreader zu erfassen.

    Inhaltswarnungen (Content Warnings)

    Mastodon und andere Plattformen bieten Inhaltswarnungen, die es Nutzer:innen ermöglichen, sensible Inhalte zu verbergen und bei Bedarf bewusst zu öffnen. Dies ist insbesondere nützlich für Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten.

    Barrierefreie Frontends

    Projekte wie Tusky (eine Mastodon-App für Android) oder der Mastodon-Webclient bieten Funktionen wie:

    • Unterstützung für Screenreader.
    • Tastatursteuerung für Menschen, die keine Maus verwenden können.
    • Anpassbare Oberflächen, z. B. für hohe Kontraste.

    Der Blue Beanie Day: Einsatz für offene Webstandards

    Der Blue Beanie Day ist ein jährlicher Aktionstag am 30. November, der darauf aufmerksam macht, wie wichtig offene Webstandards und Barrierefreiheit sind. Der Name stammt von den blauen Wollhauben, die in der Webentwickler-Community ein Symbol für die Unterstützung der Ideen aus Jeffrey Zeldmans Buch „Designing with Web Standards“ sind.

    Die Botschaft des Blue Beanie Day

    Der Blue Beanie Day erinnert daran, dass das Web für alle zugänglich sein sollte – unabhängig von Einschränkungen oder verwendeter Technologie. Teilnehmer posten Bilder von sich mit blauen Hauben (Beanies), um ihre Unterstützung für offene Standards und Barrierefreiheit zu zeigen. Die zentrale Idee: Nur durch die Einhaltung von Webstandards bleibt das Internet fair und inklusiv.

    Herausforderungen und Chancen

    Ich möchte nicht idealisieren. Das Fediverse ist so gut, wie die Summe aller Nutzenden. Allein, dass hier der Diskurs über ein Web für Alle geführt wird, hat schon sein Gutes.

    Herausforderungen im Fediverse

    • Uneinheitliche Barrierefreiheitsgrundsätze: Da jede Instanz unabhängig betrieben wird, gibt es keine zentrale Instanz, die einheitliche Grundsätze durchsetzt. Auf der einen Instanz wird man z.B. aktiv auf die Nutzung von Alternativtexten hingewiesen. Auf anderen ist es jedem egal.
    • Fehlende Ressourcen: Viele Instanzen werden ehrenamtlich betrieben, was die Implementierung komplexer Barrierefreiheitsfunktionen erschweren kann.

    Chancen durch Gemeinschaft

    • Crowdsourcing von Lösungen: Die offene Struktur des Fediverse erlaubt es Nutzern und Entwicklern, gemeinsam an Barrierefreiheitslösungen zu arbeiten.
    • Offene Plattformen: Die Offenheit der Software hat einen großen Vorteil. Apps können sich anhängen und eine ganz andere Art der Nutzung der Usability bieten. Es können auch andere Weboberflächen genutzt werden. All dies bietet die Chance, dass z.B. Menschen mit einer Behinderung eine für sie viel besser angepasste Bediener:innenoberfläche nutzen können.
    • Mehr Sensibilität: Kleinere Instanzen können auch stärker ihre Nutzenden sensibilisieren, auf Barrierefreiheit zu achten. Weil auch viele Nutzer:innen bewusst das Fediverse gewählt haben, schauen sie auch auf andere und weisen auf Maßnahmen, wie die Verwendung von Alternativtexten bei Bildern hin.
    • Passende Instanzen: Mag die Pluralität der Instanzen auch seine Schwierigkeiten bringen, so hat sie doch auch ihr Gutes. Als Mensch mit Einschränkungen, mit einer Behinderung, etc. kann ich mir eine Instanz suchen, auf der mich Admins und die Community unterstützen.

    Ich erinnern mich, wie ich in das Fediverse erstmals eingetaucht bin. Im Vergleich zu Twitter stieß ich oft auf Hinweise, dass man Alternativtext nutzen solle bzw. haben mich Apps darauf hingewiesen. Es gab und gibt Diskussionen, wie man auch auf andere Gruppen mehr Rücksicht nehmen kann und soll.

    Fazit

    Das Fediverse zeigt eindrucksvoll, dass ein offenes, inklusives und zugängliches Internet möglich ist. Mit offenen Webstandards und einer starken Gemeinschaft fördert es eine digitale Zukunft, in der Barrierefreiheit nicht nur ein Add-on, sondern eine Selbstverständlichkeit sein könnte. Der Blue Beanie Day erinnert uns dabei auch daran, dass wir alle dazu beitragen können, das Internet gerechter und nachhaltiger zu gestalten.

    Wenn du selbst im Fediverse bist, wie siehst du die Barrierefreiheit. Kümmert es dich? Bist du selbst Betroffene:r und hättest Vorschläge für Verbesserungen?

  • Am 30.11. ist Blue Beanie Day

    Nächsten Samstag (30. November 2024) findet wieder der Blue Beanie Day statt.

    An diesem Tag setzen Menschen auf der ganzen Welt blaue Hauben auf und posten Fotos davon im Internet. Warum machen sie das? Es ist eine kleine Aktion, um auf die Bedeutung von Standards im Web aufmerksam zu machen.

    Standards sind wichtig. Und offene Standards sind noch wichtiger. Jeder kann und darf sie nutzen. Nur so kann ein Browser jede Webseite richtig darstellen. HTML, CSS und vieles mehr sind der Grund dafür, dass wir auf so viel Information und Unterhaltung zurückgreifen können.

    Aber Standards müssen auch eingehalten werden. Sonst kann vielleicht nicht jeder Browser eine Website richtig darstellen. Oder Nutzer:innen mit Smartphones sind ausgeschlossen. Noch schlimmer ist es, wenn dadurch Personengruppen von Informationen ausgeschlossen werden. Denn Websites, die Standards einhalten, sind auch die Grundlage dafür, dass Menschen mit bestimmten Behinderungen diese Websites mit spezieller Hard- und Software nutzen können.

    Deshalb sind Webstandards und Barrierefreiheit beim Blue Beanie Day schon lange miteinander verknüpft. Letztlich geht es darum, ein Web für alle zu schaffen.

    Was kann ich tun?

    Du kannst einfach eine blaue Mütze aufsetzen und dich damit am 30.11. in irgendeiner Form in deinen Social Media Kanälen zeigen – und auf den Tag hinweisen. Du kannst aber auch etwas posten, einen Blogartikel schreiben – und dabei musst du kein:e Webdeveloperi:in sein:

    • Was bedeuten Webstandards für dich?
    • Warum ist ein barrierefreies Web (für dich) wichtig?
    • Ein kleiner Tipp für ein barrierefreies Web (z.B. die Verwendung von Alternativtexten bei Bildern)
    • Suche einen Standard, z.B. RSS, und schreibe, warum du froh bist, dass es ihn gibt.
    • Suche im Internet nach Webstandards und schreibe, was du gefunden hast.
    • Vielleicht kennst du z.B. eine sehbehinderte Person. Frag sie doch mal, wie sie das Web benutzt. Daraus könnte ein Artikel oder ein Video entstehen.
    • Wo bist du vielleicht schon selbst auf Hindernisse im Web gestossen?

    Ein paar weiterführende Artikel

    Was ich mache

    Ich werde eine meiner blauen Hauben aus dem Kasten holen und aufsetzen. Ich habe schon einen Artikel im Kopf. Dieser wird sich mit der Frage beschäftigen, wie ein Web für Alle im Fediverse seinen Niederschlag findet.