Der Dirk hat sich Zeit genommen.
Einfach hingesetzt, Löcher in die Luft geschaut und wenn ich einen Gedanken hatte, habe ich den handschriftlich festgehalten.
Neue Gedanken brauchen Zeit – und Platz. Einen Platz im Kopf, den man sich oft erst schaffen muss.
Langeweile ist ein negativer Begriff, in dem aber die beiden Begriffe „lange” und „Weile” stecken. Es braucht die Zeit des Nichtnachdenkens, des zwecklosen Verweilens, ohne sofort produktiv sein zu wollen.
Mein Ort ist oft eine Gehstrecke. Da gibt es Probleme und Fragestellungen, mit denen ich mich stundenlang im Büro oder zu Hause beschäftige. Ich komme nicht weiter, drehe mich im Kreis und finde keine Lösung.
Und dann gehe ich nach Hause, an einen anderen Ort, und denke nicht an das Problem. Langsam fliegen mir Gedanken zu und wie von Zauberhand formt sich eine erste Idee für eine Lösung.
Ein anderer Ort ist ein Blatt Papier, ein Notizbuch … und ein Stift. Ein Blatt Papier fühlt sich für mich freier an als ein Bildschirm. Was dort steht, wirkt viel fixer. Auf einem Blatt Papier kann ich links, oben oder mittig Notizen machen, Striche, Pfeile und Verweise hinzufügen. Es ist ein Brainstorming mit mir selbst.
Aber eigentlich ist es kein Sturm im Gehirn. Es ist eher ein bedächtiges Fallenlassen von Ideenstückchen. Und manchmal ergibt sich aus den Stückchen auf dem Papier ein Gesamtbild.
Zunächst braucht es freien Platz, damit eine Idee entstehen kann.

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