Schlagwort: Fediverse

  • Ein Jahr im Fediverse

    Es ist jetzt ziemlich ein Jahr her. Im April 2022 probierte ich das Fediverse intensiver aus und schon bald hatte ich mit microblog.at meine eigene Instanz eingerichtet.

    Im Dezember 2022 habe ich dann Twitter endgültig „Leb wohl“ gesagt. Wobei, was man derzeit von Twitter und den Aktivitäten seines Besitzers mitbekommt, gedeiht es nicht gut beziehungsweise nicht in eine Richtung, die mir nur irgendwie passen würde.

    Mein Online Social (Media) Leben

    Aber wie geht es mir jetzt nach einem Jahr, in dem sich Social Media mäßig doch einiges geändert hat.

    Twitter: Immer wieder lese ich, was Musk wieder in dem Netzwerk anstellt. Und es wird nicht besser. Es gibt immer mehr Gründe fernzubleiben. So habe ich im 2. Halbjahr 2022 nur getwittert um auf das Fediverse hinzuweisen. 2023 gab es noch ein Posting zu den Aktivitäten von Musk. Ansonsten lese ich hin und wieder rein und bin über Direct Message mit ein paar Menschen in Kontakt. Twitter ist für mich als Plattform einfach nicht mehr akzeptabel.

    Facebook: Es gibt einige wenige Gruppen, in denen ich etwas aktiv bin. Hin und wieder gibt es ein Posting. Ansonsten kommentiere ich bei Menschen, die mir wichtig sind. Es ist eher der Kanal geworden bzw. geblieben, über den ich ein wenig am Leben mancher etwas teilhaben kann und in Verbindung bleibe.

    Instagram: Bin selbst überrascht. Mein letzter Beitrag ist 37 Wochen alt. Seither poste ich Fotos ebenfalls nur mehr über mein Microblog. Instagram ist der Kanal in dem ich aber weiterhin einzelnen Menschen und Institutionen folge um da und dort Neues zu erfahren.

    Ihr erreicht mich im Fediverse hauptsächlich unter @roblen oder könnt meine Beiträge auch jederzeit unter microblog.at/@roblen öffentlich im Web einsehen. Dort poste ich meine Gedanken, bin in Diskussion mit anderen. ich poste Fotos und kündige auch neue Blogartikel an.

    Mit webtermine.at teste ich Mobilizon, eine Anwendung des Fediverse um Gruppen zusammenzubringen und Termine anzukündigen.

    Pixelfed werde ich in nächster Zeit mal näher testen, die Fediverse Anwendung, die Flickr und Instagram ersetzen soll. Meine zweite Mastodon Instanz wartet dann auch noch auf seinen Einsatz.

    Fazit

    Twitter, Facebook und Instagram werden von mir aktiv nur mehr wenig bespielt. Ich habe mich im Fediverse eingefunden.

    Mit Herbst/Winter 2022 haben einige von Twitter gewechselt, etliche auch aus meinem Umkreis. Zusammen mit denen, die ich im Fediverse schon seit April ein wenig kennenlernen durfte, gibt es für mich genügend interessante Menschen zum lesen und zum Austausch von Gedanken, Ideen, Fragen und Antworten.

    Das Fediverse ist für mich auch eine netzpolitische Frage geworden. Dazu habe ich schon einiges in Was für das Fediverse spricht geschrieben. Das Netzwerk bilden viele unterschiedliche Server. Es hat einen offenen Kommunikationsstandard/Schnittstellen. Diese bieten die Möglichkeit, dass ganz neue Anwendungen daran anschließen können. Texte, Bilder, Filme, Termine, Buchlisten, … und vieles andere ist möglich. Und wer mag schreibt einen Client und kann über diesen auch am Fediverse teilnehmen. Niemand kann den Gesamtzugang so einfach zusperren – wie es gerade zum Beispiel in Twitter passiert.

    Auch wenn das Fediverse seit vorigem Jahr größer geworden ist. In vielen Teilen herrscht noch ein besserer Kommunikationsstil in denen ich gerne meine eigenen Fediverse Regeln einbringe.

    Vor über einem Jahr hätte ich es mir nicht gedacht. Aber ich bin wirklich im Fediverse angekommen und noch immer dabei neues kennenzulernen und die Möglichkeiten zu erforschen.

    Wenn du das auch möchtest, aber noch nicht im Fediverse bist. Soweit ich kann begleite ich dich gerne.

  • Mobilizon – Ein Netzwerk zum Versammeln, Organisieren und Mobilisieren

    Auf der Suche nach einem Tool, wie ich eine kleine Twittergruppe ins „freie Web“ bringen könnte und wir gemeinsam Veranstaltungen planen bzw. ankündigen können, bin ich auf Mobilizon gestossen.

    Mobilizon ist eine Webanwendung und sie ist Open Source.

    Die Schlagworte „Versammeln, Organisieren, Mobilisieren“ sind dabei Programm.

    Jede Mobilizon Installation ist dabei eine Instanz, die sich mit anderen Mobilizon Instanzen verknüpfen lässt (aber nicht muss) und auch mit dem Fediverse.

    Organisieren

    Auf einer Instanz kann man sich registrieren und danach einen Termin anlegen. Die Optionen sind umfangreich: Titel, Beschreibung, Schlagworte, Ort (wird auf OpenStreeMap angezeigt), Veranstalter, Adresse, Website für weitere Informationen etc.

    Ergänzt wird das um die Möglichkeit Metadaten hinzuzufügen. Da gibt es Felder für barrierefreien Zugang, Gesprächsprachdolmetsch, Links zu Informationen über Eintrittspreise, zu PeerTube und YouTube Filmen, zu Zoom und MS Teams, zu Etherpad-Notizen und vielen mehr.

    Ebenso lässt sich festlegen, wer den überhaupt diesen Termin sehen kann und wer sich dafür anmelden kann.

    Versammeln

    Die zweite große Funktion sind Gruppen. Eine Gruppe kann dabei offen (jede:r kann sofort oder nach Bewilligung beitreten) oder geschlossen (niemand sieht sie und man braucht den direkten Link) gestaltet sein.

    Innerhalb einer Gruppe gibt es dann vier Grundfunktionen:

    • Ein simples Diskussionsforum
    • Termine für die Gruppe anzulegen, die aber auch nach außen hin sichtbar sein können
    • Ankündigungen der Gruppen-Moderator:innen
    • Materialien: Hier können Links zu den unterschiedlichsten Informationen abgelegt werden (jedoch keine Dokumente). Diese Links lassen sich bei Bedarf in Ordnern strukturieren

    Mobilisieren und das Fediverse

    Damit gibt es prinzipiell alle Funktionen um sich in Interessengruppen zu finden, sich auszutauschen, gemeinsam Treffen, Veranstaltungen oder andere Termine zu planen und dann diese bei anderen Besucher:innen von Mobilizon zu bewerben.

    Mobilizon ist dabei nicht nur innerhalb der Instanz auf Vernetzung ausgelegt.

    So können sich Mobilizon Instanzen miteinander verbinden. Das erlaubt, dass man in der einen Instanz auch Terminankündigungen der anderen Instanz sehen kann.

    Eine Instanz oder eine Gruppe ist aber auch gleichzeitig ein Account/Profil im Fediverse. Somit kannst du mit einem Mastodon, Friendica, … Profil auch Aktivitäten auf Mobilizon folgen, ohne dass du Mitglied der Instanz werden musst. Wobei das nur gilt, sofern der:die Instanzbetreiber:in diese Möglichkeit nicht eingeschränkt hat. Mehr dazu weiter unten unter der Überschrift Webtermine.

    Mobilizon ist Ende des Jahres in der Version 3.0 erschienen. Wir stehen jetzt bei der Version 3.0.3. und es gibt noch den einen oder anderen kleineren Bug, der wohl in den nächsten Monaten beseitigt wird. Auch an der Oberfläche muss noch da und dort gefeilt werden.

    Framasoft

    Hinter der Software steht der französische gemeinnützige Verein Framasoft. Vorab: keine Sorge, Mobilizons Benutzeroberfläche spricht auch deutsch und englisch. Framasoft beschreibt sich so:

    Der 2004 gegründete Verein widmet sich heute der Allgemeinbildung zu den Herausforderungen des digitalen Zeitalters und den kulturellen Gemeingütern. Unsere kleine Struktur (38 MItwirkende einschließlich 10 Hauptamtliche) ist für das Projekt „De-google-ify Internet“ bekannt (16 ethische und alternative Online-Tools) und für die Entwicklung von PeerTube, Mobilizon, etc. 

    Framasoft (mit ein ein paar Übersetzungskorrekturen meinerseits)

    Ausprobieren

    Möchtest du mehr Wissen oder Mobilizon ohne viel Aufwand ausprobieren

    Webtermine

    So und jetzt noch zu meiner Mobilizon Instanz. Ich hatte da noch die Domain webtermine.at aus früheren Zeiten. Ein Self-Hosting habe ich mir nicht zugetraut. Aber Weingärtner IT Services in Deutschland bietet nicht nur Hosting eines Mastodon Servers für einen an, sondern auch die von Mobilizon Instanzen.

    Also Server bestellt. Nach kurzer Zeit bekam ich noch ein paar Einstellungen bei meinem Domainhoster und danach ging es in Kürze los.

    Warum das Ganze. Nun, ich möchte das Ganze mal live ausprobieren und auch eine kleinen Wiener Gruppe eine Möglichkeit bieten aus Twitter ins freie Fediverse zu übersiedeln.

    Wer mag kann sich auf Webtermine registrieren. Ich möchte die Instanz noch nicht für alle möglichen Termine und Gruppen freigeben. Aber wer Webtermine dafür nutzen möchte: Schreib mir einfach. Ansonsten möchte ich Webtermine für eigene Termine verwenden oder noch weiteren speziellen Gruppen eine kleine Möglichkeit bieten.

    So, jetzt aber noch zur Frage der Öffnung in Richtung Fediverse.

    Auf Webtemine gibt es auch eine Gruppe „Webtermine Forum“. In diesem können Fragen rund um Webtermine und Mobilizon gestellt werden. Diese Gruppe ist für alle unter webtermine.at/@webtermine_forum einsichtig. Wer mag kann der Gruppe auch im Fediverse folgen, denn sie hat die Profil-Adresse @webtermine_forum@webtermine.at. Folgst du diesem Profil bekommst du öffentliche Ankündigungen und Terminankündigungen mit.

    Ich bin selbst erst am erforschen der Möglichkeiten und werde euch sicherlich noch öfters hierüber berichten.

  • Friendica selbst hosten: Eine erste Bilanz

    Seit 22. Oktober 2022 teste ich nunmehr Friendica als Möglichkeit, eine eigene Instanz im Fediverse zu hosten.

    Dazu gibt es auch zwei weitere Artikel von mir:

    Nachdem ich gefragt wurde, wie es mir bisher erging, hier eine erste Zwischenbilanz.

    Vorab: Einfach selbst testen

    Natürlich sind meine Erfahrungen subjektiv. Meine Admin-Fähigkeiten sind begrenzt. Ich kann WordPress und andere PHP-Anwendungen auf meinen Shared Webspace schieben, eine mySQL-Datenbank bei meinem Provider einrichten und noch ein paar rudimentäre Dinge, mit denen ich bisher ganz gut zurechtgekommen bin. Die Einrichtung und der Betrieb eines eigenen (virtuellen) Servers ist für mich eine Nummer zu groß. Daher kam mir Friendica entgegen, da es mit PHP/mySQL arbeitet und im Prinzip auch auf einem Shared Webspace laufen kann.

    Die Installation ist sehr einfach. Mit allem drum und dran habe ich eine halbe bis eine Stunde dafür gebraucht. Also: Wenn ihr euch für Friendica interessiert, dann installiert es doch einfach mal testweise selbst und schaut, wie es bei euch läuft und wie ihr damit zurechtkommt.

    Die Administration ist auch sehr einfach und man versteht die Funktionen schnell. Ansonsten gibt es eine Dokumentation oder man kann im Forum nachfragen.

    Nur drei Hinweise:

    • Friendica ist nicht Mastodon. Es hat viele interessante Features (Gruppen, Einbinden anderer Profile in das eigene, mehr als 500 Zeichen in Beiträgen, …). Aber die Oberfläche ist anders und gewöhnungsbedürftig.
    • Dein Provider muss die Möglichkeit bieten, einen Cronjob einzurichten, mit dem man einen Befehl wie „cd /path/to/friendica; php bin/worker.php“ ausführen kann.
    • Soweit ich es verstanden habe, wird bei jeder Installation auch eine eigene Signatur angelegt, mit der sich die Instanz gegenüber anderen ausweist. Wenn du dann eine andere Fediverse-Anwendung (z.B. Mastodon) unter der gleichen Domain installierst, kann es sein, dass andere Instanzen dich blockieren, weil sie denken, dass sich hier jemand anderes als deine Instanz ausgibt. Daher ist es besser, für eine Testinstallation eine Subdomain zu verwenden, die du nach dem Test nicht mehr benötigst oder für Friendica weiter verwendest.

    Erster Versuch am Shared Webspace

    Der erste Versuch war eigentlich zwei Versuche. Beim ersten mal überflutete die gab Instanz mit hunderten Subdomains meine Intallation und blockierte alles. Ich machte es mir einfach und installierte Friendica gleich nochmals.

    Ich machte es mir einfach und installierte Friendica neu.

    Testweise folgte ich so etwa 50 Profilen auf mehreren Instanzen und einige folgten mir auch.

    An sich funktionierte die Instanz ganz gut. Allerdings gab es Zeiten, in denen im Hintergrund andere Instanzen abgefragt wurden oder meine Instanz neue Posts von diesen abholen wollte. Manchmal hing ein Hintergrundprozess für einige Stunden. Manchmal war die Instanz für einige Stunden nicht erreichbar.

    Noch schlimmer war, dass mein Blog (WordPress), das auf dem gleichen Webspace liegt, dann auch immer wieder für einige Zeit nicht erreichbar war.

    Zweiter Versuch auf eigenen Shared Webspace

    Als nächstes habe ich bei meinem Provider einen eigenen Shared Webspace für die Friendica-Installation gemietet. Damit sollte Friendica etwas mehr Ressourcen bekommen.

    Im Prinzip war bzw. ist das auch so. Aber auch hier hängt das System ab und zu ab und braucht Zeit, um wieder erreichbar zu sein. Dann läuft alles wieder eine Weile ruhig und gut.

    Außer diesen Aussetzern gab es keine Probleme oder Fehlermeldungen.

    Diese Verzögerungen führen auch dazu, dass einige Mastodon-Clients, die auch Friendica nutzen können, mit meiner Instanz nicht richtig funktionieren. Im Prinzip ist das nur halb so schlimm. Denn Friendica läuft auch auf dem Smartphone sehr gut und braucht nicht unbedingt eine App.

    Fazit

    Wären nicht die zeitlichen Verzögerungen, würde ich Friendica gerne in einer „produktiven Umgebung“ einsetzen. So lasse ich die Installation auf meinem Webspace und werde immer wieder schauen, wie sich Friendica entwickelt. Vielleicht lerne ich ja auch, wie ich Friendica noch schneller machen kann.

    Aber so wie es im Moment aussieht, braucht man einen eigenen (virtuellen) Server, um Friendica zu betreiben.

    Ich würde mich freuen, von anderen zu hören, die Friendica auf einem Shared Webspace betreiben oder es versucht haben.

  • Fediverse Wiki

    Das Fediverse Wiki bietet einen Überblick über die „Eigenarten“ des Fediverse, über die einzelnen Anwendungen, die man nutzen kann und was es sonst darüber zu wissen gibt. Erste Schritte bieten eine kleine Hilfe nach dem Anlegen eines Profils auf Mastodon und Co.

    Über dieses Wiki sagt:

    Dieses Wiki soll eine erste Anlaufstelle sein, für Leute die noch nichts, oder wenig über das Fediverse wissen.

    Join the Fediverse Wiki

    Und weil es ein Wiki ist, darf jede:r mitmachen, Texte verbessern, übersetzen, ergänzen und Neues hinzufügen.

    Noch im Beta Stadium sind die Vergleichstabellen der einzelnen Fediverse Anwendungen.

  • Hallo mikroblog.at

    Ich betreibe seit Mai 2022 eine eigene Mastodon Instanz unter microblog.at (siehe mein Profil). Nachdem ich mit Servern noch nicht wirklich zurande komme, lasse ich mir meinen von masto.host betreuen und pflegen. Das heißt ich muß mich auch nicht um Updates etc. kümmern sondern administriere allein über die Benutzeroberfläche von Mastodon selbst.

    Es gibt einen ähnlichen Dienst auch in Deutschland, nämlich von Weingärtner IT. Nachdem ich auch mikroblog.at als Domain besitze (das „k“ macht den Unterschied), habe ich mir dort um 7 Euro das Monate ebenfalls eine Mastodon Instanz (einen Server) einrichten lassen und administriere unter @roblen@mikroblog.at.

    Warum?

    Ich möchte gerne wissen, wie gut dieser Dienst funktioniert und ob ich ihn als Fallback-Lösung verwenden kann, falls masto.host mal ausfällt. Denn beide Dienste werden meines Wissens von Einzelunternehmern betrieben. Das muss nicht schlecht sein. Ich kenne Angebot von Einzelpersonen, die schon seit einem Jahrzehnt oder länger im Web laufen.

    Außerdem überlege ich mikroblog.at eventuell für den einen oder anderen zu öffnen und dort wirklich als Admin aufzutreten. Aber ein Schritt nach dem anderen. Ich lasse mir da Zeit.

    Wobei ich mich bei Weingärtner IT noch weiter umschaue, da sie neben Mastodon auch noch andere Fediverse Anwendungen für einen betreiben. Im Moment habe ich einen Blick auf Mobilizon. Damit lassen sich Veranstaltungen planen und Gruppen darum herum bilden – und das alles mehr oder minder gut im Fediverse eingebettet.

  • Das war es Twitter

    Am 26. Oktober übernahm Elon Musk den Social Media Dienst „Twitter“.

    Mein Einstieg

    Ich bin im Jahr 2007 zu Twitter gekommen und machte mich auf die Suche nach dessen Sinn. Bald fand ich diesen für mich und die nächsten Jahre war es DER Dienst schlechthin für mich. Twitter war auch Schuld, warum ich das bloggen (hin und wieder und manchmal mehr) vernachlässigte. Auf Twitter fand ich interessante Menschen, Geschichten, Ideen. Es war spannend und oft auch voller Humor.

    Und es war ein offenes System. Es gab viele Dritt-Anbieter-Apps und viele schräge Idee. So sendete ein Sensor in der Twitter-Socke jedesmal einen Tweet, wenn man sich bewegte.

    Die Veränderung

    Die Zeiten änderten sich. Social Media wurde ein Geschäft. Natürlich war es das Immer schon, aber es fiel nicht so auf. Es ging den Firmen um Daten, um Werbung. Die Diskussionen auf Twitter wurden härter. Waren Trolle immer schon unangenehm, so war der blanke Hass, den manche entwickelten, keine gute Entwicklung. Fake News und Verschwörungstheorien und nicht zuletzt Covid-19 änderten viel an der Diskussionskultur.

    Ich las viel darüber, merkte es an den Rändern meiner Timeline. Aber es gab genügend Menschen, mit denen es noch Freude machte, auf Twitter zu kommunizieren, Dinge zu entwickeln und umzusetzen.

    Das Fediversum

    MIt 2022 kam dann Elon Musk und kündigte an, Twitter übernehmen zu wollen. Mir war nicht wohl zu mute und mir war nicht klar, wie das Twitter ändern könnte. Daher probiert ich ein erneutes Mal mich im Fediverse umzusehen. Ich war schon nach einigen Tagen so überzeugt, das ich bleiben werde, dass ich es gleich von Anfang richtig machen wollte. So richtete ich mir gleich microblog.at ein.

    Mit dem #FediJune probierte ich aus, wie es so ohne Twitter – und auch ohne Facebook und Instagram – ging.

    Nicht zu früh.

    Let it sink in

    Denn dann kam der 26. Oktober 2022.

    Ich will hier nicht alles nochmals aufwärmen. Aber an diesem Tag übernahm Musk Twitter.

    Er entließ einen Großteil der Belegschaft, man hatte den Eindruck vollkommen willkürlich und ohne Planung. Teams standen dann ohne Leitung, mit wenigen Mitarbeiter:innen da – oder es gab sie gar nicht mehr. Datenschutz, Barrierefreiheit, … alles keine Themen mehr. Musk twitterte sexistische Collagen und biederte sich Ex-US-Präsident Trump an. Er führte Verifizierungsbuttons für alle ein. Dann merkte er, dass das nur zu mehr Unklarheit führte und schaffte sie ab. Mitarbeiter:innen wurden auf „hardcore“ Arbeit eingeschworen, sollten im Büro übernachten. Musks erklärte Werbenden, die abspringen wollten, den thermonuklearen Krieg.

    Das spielte sich nicht in Monaten, sondern in ein paar Wochen oder Tagen ab. Es wurde unangenehm, unappetitlich. Viele Firmen sind keine guten Arbeitgeber, aber das Überschritt weitere Grenzen. Unangenehme Zeitgenossen krochen aus ihren Höhlen und freuten sich, wieder auf Twitter Gift und Galle verbreiten zu können. Und an der Spitze ein Chef Twitterer, der (nach außen hin) keinen Plan hatte, der von „Free Speech“ twitterte und dabei nicht den Eindruck machte, er wüßte, wovon er da schreibt.

    Auch wenn meine „Blase“ auf Twitter noch gut funktionierte. Es war kein Umfeld mehr, in dem ich twittern wollte, dass ich unterstützen konnte.

    Es war Zeit zu gehen.

    Ich werde zum Fedizen

    Und es war die richtige Zeit. Denn ich erkannte für mich, warum ein föderiertes System wie das Fediverse einfach besser meinem Gedanken des Open Blogging entspricht.

    So war der November 2022 vom Ausstieg geprägt und das in dreierlei Hinsicht.

    Ich forderte das Archiv meiner Daten von Twitter an. Im Gegensatz zu anderen war der Download nach zwei Tagen bereit. Die Datei hatte Lücken. Ansonsten ist das Archiv gut aufgebaut. Man kann darum ganz einfach surfen und jeden eigenen Tweet suchen. Das werde ich auch einmal machen, weil es gibt doch einiges, was ich gerne als Erinnerung aufheben möchte.

    Der zweite Teil des Ausstiegs bestand und besteht darin, dass ich auf Twitter nur mehr hin und wieder twittere. Und wenn dann über das Fediverse und mein Angebot, jeder:jeden gerne beim umsteigen zu helfen – so gut ich kann.

    Der dritte Teil besteht darin, dass ich – angefangen mit diesem Blog – etwaige Buttons und Links zu meinem Twitter-Profil entferne. Twitter ist somit kein aktiver Kommunikationskanal mehr für mich.

    Abschied und Neubeginn

    Es tut mir leid um Twitter. Es waren gute 15 Jahre. Aber jetzt ist es Zeit zu gehen. Weil dieses Musk-Twitter kann und will ich nicht unterstützen.

    Aber ich bin nicht zu wehmütig. Denn mit dem Fediverse habe ich einen guten neuen Weg gefunden mich mit anderen zu verknüpfen. Wer mich dort sucht, der:die findet mich unter @roblen oder der Webadresse microblog.at/@roblen.

  • Meine eigenen Fediverse Regeln

    Ein soziales Netzwerk hat Regeln – niedergeschriebene und ungeschriebene. Zweitere entwickeln sich zwischen den Nutzer:innen. Manche werden zumindest ausgesprochen, manche unausgesprochen eingehalten, weil man es einfach so kennenlernte.

    Insbesondere seit hunderttausende Menschen aus Twitter in Richtung des Fediverse drängen, hat dort die Diskussion darüber begonnen, welche Regeln im miteinander, in der Kommunikation untereinander, so gelten.

    Ich habe mich gestern hingesetzt und auch Regeln niedergeschrieben. Aber die will ich niemanden aufzwingen. Sie gelten einfach einmal für mich. Denn ich habe im Fediverse in den letzten sechs Monaten einen angenehmen Umgangston erlebt. Zwar glaube ich, dass ich auf Twitter nicht der unangenehmste Zeitgenosse war. Aber das Fediverse ist für mich auch ein wenig ein Neuanfang, denn wir probieren dort eine andere Art von Netzwerk.

    Also braucht es für mich auch ein paar feine Regeln dazu. Wie geschrieben. Sie gelten für mich. Aber du kannst sie gerne kopieren, verändern und neu für dich nutzen.

    Für mich (und vielleicht auch für dich)

    1. Hier ist nicht Twitter. Es ist ein Neuanfang.
    2. Entschleunigung. Ich muss nicht allen folgen, immer gleich antworten, alles posten.
    3. Humor ist Geschmacksache. Nicht alle finden alles von mir lustig.
    4. Frag nach. Wenn du etwas nicht verstehst. Wenn etwas doppeldeutig ist. Deute nicht gleich selbst.
    5. Sei freundlich. Schreib auch ein Danke.
    6. Ich bin nicht perfekt und mein gegenüber auch nicht.
    7. Ich bin konstruktiv, schätze Engagement.

    Etwas später gab es dann noch eine Bonus-Regel:

    8. Das Fediverse darf dir auch Spaß machen. Miteinander lachen tut gut.

    Warum das Ganze. Ich habe mir die Regeln in mein Notizbuch kopiert. Dort möchte ich sie mir immer wieder ansehen und überlegen, ob ich noch danach handle. Weil ich einfach möchte, dass das Fediverse ein konstruktiver Ort ist. Dazu kann und will ich meinen Beitrag leisten.

  • Fediverse für Vereine, Behörden, Firmen,…

    Gestern schrieb ich, was für das Fediverse spricht (abseits von Elon Musk). Heute gibt es noch die Bonusrunde für Institutionen. Was spricht also für Vereine, Behörden, Firmen und andere Institutionen ins Fediverse zu gehen:

    • Der eigene Server: Facebook kann eine Firmen-Page blockieren, Twitter dem Verein den Zugang sperren. Als Institution richte ich im Fediverse eine eigene Instanz (eigenen Server mit Mastodon, Friendica, Pleroma oder …) ein. Maximal können mir jetzt einige andere Instanzen den Zugang zu ihren Nutzer:innen verwehren.
    • Meine Postings sind auch im restlichen Web sichtbar. Jedes Posting hat sogar eine eigene URL. Die kann ich dann auch auf Twitter, Facebook, in E-Mails, in Messengern, … verwenden, um auf einen Text, ein Foto, einen Film, eine Datei hinzuweisen.
    • Nebstbei können Nutzer:innen meine Postings auch als RSS Feed abonnieren. Auch wenn sie nicht Teil des Fediverse sind.
    • Applikationen wie Friendica erlauben mehr als 500 Zeichen, Formatierungen in BBCode oder Markdown. Damit kann meine Instanz auch mein Blog sein. Damit muss ich nicht doppelt arbeiten. Einmal gepostet ist der Text im Web, im Fediverse, per RSS und je nachdem auch noch in anderen Systemen und Netzen sichtbar. Dies mag besonders für viele kleinere Vereine eine Lösung sein.
    • Eine eigene Instanz bedeutet auch, dass zumindest die Website auch frei layoutierbar ist – also ganz an das eigene Corporate Design anpassbar.
    • Eine eigene Instanz bietet auch die Möglichkeit den eigenen Mitarbeiter:innen jeweils Profile zur Verfügung zu stellen. Damit können sie untereinander aber auch im Fediverse aktiv sein.
    • Die Institution und die Mitarbeiter:innen-Profile sind eindeutig miteinander verknüpft. Als „Die beste Zeitung“ kann ich mit social.diebestezeitung.tld eine eigene Instanz eröffnen. Meine Mitarbeiter:innen sind dann als solche erkennbar. Denn ihre Profile lauten dann zum Beispiel @diebesteredakteurin@social.diebestezeitung.tld. Damit weiß jede:r Außenstehende, dass dies ein offizielles Profil ist.
    • Mit Blick in das Fediverse: Hier haben sich viele Menschen ein Profil zugelegt, weil sie eine Diskussionskultur leben wollen,. Sie haben sich mehr oder weniger mit dem Fediverse auseinandergesetzt. Auch wenn sich das mit dem (kleinen) Exodus aus Twitter eventuell etwas ändert. Es gibt im Fediverse viele engagiert Menschen, die man erreichen kann. Insbesondere, wenn man auch als Institution Interesse am Austausch hat.
    • Ein etwas billiges Argument: Jetzt hat man noch etwas mehr Chance aufzufallen, insbesondere Behörden und Printmedien sorgen derzeit für Aufmerksamkeit, wenn sie im Fediverse landen.
    • Abgesehen davon. Die Eigenart des Fediverse ohne Ranking-Algorithmen zu arbeiten gibt mir gerade als kleine Institution mehr Chance wahrgenommen zu werden.

    Ergänzung vom 20. Juli 2023

    • Die Fotos, Filme und Audioaufnahmen selbst hosten. Mit Peertube oder Pixelfed lassen sich Videos und Fotos auch selbst hosten und mit anderen im Fediverse teilen. Man ist nicht mehr davon abhängig, ob Youtube das eigene Angebot genehm ist oder sogar eigenmächtig Werbung dazwischen schaltet. Mit Funkwhale gibt es auch eine Möglichkeit Musik und Audio im Fediverse selbst zu hosten. Aber es braucht nicht immer den Aufwand einer weiteren zu administrierenden Applikation. Mastodon, Pleroma, Friendica und Co. erlauben auch das Posten von Audio, Video und Fotos. Wer das getrennt von den Textpostings halten möchte, macht einfach auf der eigenen Instanz (oder eine anderen) ein weiteres Profil auf und nutzt dieses als Video-, Audio- oder Fotoseite. Und wie immer gilt: Alle Postings sind auch außerhalb des Fediverse über jeden Webbrowser mit jeweils einem spezifischen Link abrufbar – sofern man es eben möchte.

    Fällt euch noch mehr ein. Dann bitte schreibt es mir in den Kommentar oder tootet mich unter @robert@microblog.at an. Auch wenn ihr meint, dass die Argument nicht passen.

  • Was für das Fediverse spricht (abseits von Elon Musk)

    Elon Musk übernimmt Twitter und marschiert mit einer Waschmuschel in die Zentrale. Er entlässt Teile der Führungsriege und freut sich, dass „Comedy“ jetzt wieder auf Twitter erlaubt sei.

    Ja, das alles können Gründe sein, Twitter zu verlassen. Ansonsten kennen wir nur Ankündigungen, wissen wir wie Elon Musk bisher auf Twitter als Nutzer agiert hat. Aber auch wenn alles nicht so schlimm kommt, kann es gute Gründe geben, warum das Fediverse der bessere Ort ist um ein Kommunikationsnetzwerk aufzubauen.

    Vorab: Obiges gilt im Wesentlichen auch für Facebook, Instagram und all die „Sozialen Netzwerk“, die von Firmen monolithisch und monopolistisch betrieben werden.

    Die Gründe für das Fediverse

    • Das Fediverse ist nicht kommerziell ausgelegt. Es gibt niemanden der ein Interesse hat, deine Nutzungsdaten an die Bestbietenden zu verkaufen. Somit gibt es auch keinen Grund dein Nutzungsverhalten so zu steuern, dass die Werbetreibenden dir ihre Produkte besser und öfter anbieten können.
    • Es gibt gar keinen Algorithmus. Jede Nachricht ist gleichberechtigt und wird einfach in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Für Verbreitung sorgen „Boosts“ (in Twitter hätte man „Re-Tweet“ gesagt) von denen, denen der Beitrag gefällt. Ein Like gibt nur dem:der Ersteller:in ein gutes Gefühl, bewirkt aber sonst gar nichts. Damit hat jede:r immer wieder die die Möglichkeit, dass der eigene Beitrag Beachtung findet.
    • Das Fediverse kann niemand kaufen. Denn dann müsste jemand alle Betreiber von Instanzen/Servern überzeugen, die ihrige zu verkaufen. Und dann kann noch immer jemand wieder eine neue Instanz aufmachen.
    • Das Fediverse sperrt nicht einfach zu. Wie oft habe ich einen neuen Dienst erlebt, der dann (weil kein Interesse, kein Geld oder die Belegschaft „aufgekauft“) wieder zusperrte. Das war es dann. Im Fediverse wählt man dann einfach eine andere Instanz – im besten Fall kann man auch noch einige seiner Daten mitnehmen (Stimmt, die Portabilität der eigenen Identität wäre das nächste große Ding für das Fediverse).
    • Die Software (Mastodon, Friendica, Pixelfed, …) dahinter ist Open Source. Das heißt
      • Jede:r kann sie verwenden und somit eine eigene Instanz einrichten.
      • Jede:r kann die Software nach seinen Interessen abändern („Forken“ genannt)
      • Jede:r kann prinzipiell die Software nach Schwachstellen untersuchen und Verbesserungen einmelden
      • Damit ist das Risiko, dass die Software etwas im Hintergrund macht, was die Nutzer:innen nicht wollen (z.B. Daten sammeln) um einiges geringer als bei „Closed Source“ Software.
    • Nochmals: Jede:r kann sich seine eigene Instanz installieren, seine eigenen Regeln festlegen. Die eigene Instanz kann auch einem allein dienen. Damit ist man quasi wie mit seinem Blog autark und doch kann man sich nach belieben mit einem großen Netzwerk verbinden.
    • Es gibt mit „ActivityPub“ ein standardisiertes Austauschformat. Wer immer dieses nutzt, ist mit dabei. Es ist nicht perfekt und nicht jede Applikation hat es vollständig implementiert. Aber es reicht derzeit um Texte und meistens auch Bilder, GIFs und Videos auszutauschen, sich gegenseitig zu folgen, zu kommentieren und zu boosten.
    • Es gibt offene APIs (Programmschnittstellen) zu den Applikationen. So gibt es Clients für Mastodon, die man auch für andere Fediverse-Applikationen nutzen kann, und auch Pixelfed arbeitet an einer iPhone/Android-App.
    • Die Systeme sind prinzipiell offen(er) für andere Teile des Internets. So lassen sich RSS Feeds einbinden, Tweets empfangen oder senden, andere Software und soziale Netzwerke andocken. Sofern es jemand programmiert kann es Teil des Fediverse werden.
    • Wir entwickeln die Regeln. Die oberste Regel ist das Strafgesetz eines Landes. Ansonsten kann jede Instanz im Fediverse festlegen, was für sie gilt. Sind Fotos mit toten Tieren ok, braucht es Triggerwarnungen, ist Pornographie in Ordnung und wenn ja, wie weit. Ich kann mir die Instanz suchen, wo ich mich am wohlsten fühle. Gefällt mir das alles nicht, dann gilt wieder: mach deine eigene Instanz auf. Wobei dasselbe gilt, wie bei der Redefreiheit. Du kannst auf deiner Instanz (fast) machen, was du willst, aber andere Instanzen müssen dir nicht zuhören (könne deine Instanz sperren).
    • Obiges dient somit auch wieder einer gewissen „Re-Demokratisierung“ von Sozialen Netzwerken. Wir haben auf Facebook diskutiert, ob es nicht schon so weit verbreitet ist, dass es als öffentlicher Raum gelten müsste. Das Fediverse ist öffentlicher Raum. Hier kann, wer mag, auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Mitteln mit anderen in Kommunikation treten. Und prinzipiell hat niemand ein Megaphon (Algorithmus) um die anderen zu übertönen, alle reden auf gleicher Ebene miteinander.

    Update vom 2. November 2022: Heute habe ich noch einen eigenen Artikel mit Argumenten für Vereine, Behörden, Firmen,… geschrieben.

    Fällt dir noch etwas anderes ein? Dann bitte schreib mir doch bitte in die Kommentare.

    Die andere Seite

    Natürlich ist nichts perfekt. Der Einstieg in das Fediverse fällt manchen schwer – aber 2007 haben wir Twitter auch nicht verstanden 😉 Manche:r fragt sich, ob Mastodon zu viel Dominanz im System bekommen und wozu das führt. Wenn nun mehr Menschen in das Fediverse strömen haben manche Sorge, dass sich die Art der Kommunikation ändern wird.

    Aber im Fediverse haben es die beteiligten Menschen viel mehr in der Hand, wie es sich gestaltet, als bei einem geschlossenen System, dass von Musks, Shareholder Value oder Datensammlungsinteressen angetrieben sind.

    PS: Ich bin unter microblog.at/@roblen im Fediverse. Wenn es dich interessiert, du Fragen dazu hast. Soweit ich kann helfe ich gerne 🙂

  • Follow Liste aus Twitter in Mastodon finden

    Die letzten Stunden sind doch einige Menschen von Twitter auf Mastodon umgestiegen oder sie haben sich zumindest auch auf einer Mastodon Instanz einen Account angelegt.

    Einer der ersten Fragen war da oft, wie finde ich die denen ich auf Twitter folge auch in Mastodon (sofern sie schon dort sind).

    Luca Hammer hat sich der Frage angenommen und nächtens ein entsprechendes Tool gebastelt: den Fedifinder

    Man autorisiert das Tool bei Twitter und dann:

    Fedifinder looks for @user@host.tld, user@host.tld and host.tld/@user in the screen name, description, location and url field. 

    Because of Twitter API rate limiting, only the most recent 3000 followings are looked at. If you get a „Rate limit exceeded“ warning, wait about 15 minutes and try again.

    So hat bei mir das Tool doch 37 Accounts entdeckt. Natürlich muss das nicht heißen, dass auf Mastodon dieselbe Person dahintersteckt.

    Nun kann man die einzelnen Accounts entweder einzeln aufrufen oder man exportiert die Liste als CSV-Datei und importiert sie in den Settings von Mastodon in seine Folge-Liste.

    Mastodon ist nicht das Fediverse

    Nachdem es immer wieder Begriffsverwirrungen gibt.

    Mastodon.social ist nur einer von vielen Instanzen/Servern, die mit der Mastodon Software betrieben werden. Mastodon.social betreibt der Hauptentwickler dieser Software und sie ist aufgrund ihrer Bekanntheit die wohl größte Instanz.

    Weitere Instanzen findet man zum Beispiel über joinmastodon.org/servers. Wobei es viel mehr gibt.

    Mastodon ist aber nur ein Teil des Fediverse. Dazu muss man verstehen, dass sich die einzelnen Instanzen über ein Protokoll namens „ActivityPub“ austauschen und man so auch Menschen von anderen Instanzen folgen und deren Nachrichten lesen kann. Dieses ActivityPub Protokoll verstehen aber auch noch andere Programme. Einige davon findet man bei fediverse.party oder bei fedi.tips.

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