Schlagwort: Fediverse

  • Blue Beanie Day: Social Media Posting

    Um den Blue Beanie Day ein wenig anzukündigen, habe ich die Woche vor dem 30. November täglich ein Posting im Fediverse, auf Facebook, auf BlueSky und Threads abgesetzt. Hier die Postings:

    Einführung: Was ist der Blue Beanie Day?

    📅 Am 30. November ist Blue Beanie Day!
    Ein Tag, um auf Webstandards und Barrierefreiheit aufmerksam zu machen. 🌍💻
    Mach mit: Poste ein Foto mit einer blauen Mütze 🧢 und zeig deine Unterstützung für ein inklusives Internet.


    Warum sind Webstandards wichtig?

    🔗 Webstandards = ein Internet für alle!
    Dank offener Standards wie HTMLCSS und ActivityPub können wir Plattformen wie das Fediverse nutzen. Dezentral, sicher, zugänglich.
    Am 30. November, , feiern wir das! 🧢


    Barrierefreiheit: Für wen eigentlich?

    Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen. Sie hilft allen, beispielsweise::
    👴 Älteren,
    📱 Menschen mit kleinen Bildschirmen,
    🖱️ oder wenn die Maus kaputt ist!
    Am 30. November ist Blue Beanie Day 🧢 – mach mit für ein zugängliches Web!
    #Inklusion


    Blue Beanie Day: Mitmachen ist einfach

    Am 30. November heißt es: Blaue Mütze aufsetzen 🧢, Foto machen 📸, posten!
    Warum? Um Barrierefreiheit und Webstandards zu feiern – für ein freies und inklusives Internet. 🌍💙
    Zeig, dass dir ein Web für alle wichtig ist!


    Fun Fact über den Blue Beanie Day

    Wusstest du? Der ist inspiriert von Jeffrey Zeldmans Buch Designing with Web Standards. 📘
    Die blaue Mütze 🧢 wurde zum Symbol für ein offenes, zugängliches Internet.
    Am 30. November feiern wir das – bist du dabei? 💻


    Gemeinsam für ein besseres Internet

    Am 30. November, dem , setzen wir ein Zeichen:
    💻 Ein Web für alle – zugänglich, offen, barrierefrei!
    Poste mit blauer Mütze 🧢 oder teile, warum dir Barrierefreiheit und Webstandards wichtig sind. Gemeinsam schaffen wir ein inklusives Internet! 🌍


    Warum das Fediverse den Blue Beanie Day unterstützt

    Das Fediverse basiert auf offenen Standards wie ActivityPub. 🌐
    Ohne diese Standards gäbe es keine Interoperabilität, keine Vielfalt, keine Zugänglichkeit.
    Feier mit uns den Blue Beanie Day am 30. November! 🧢


    Ein Dank an alle, die Barrierefreiheit ernst nehmen

    Danke an alle, die Barrierefreiheit in ihre Websites, Apps und Plattformen einbauen. 💙
    Am 30. November feiern wir diese Arbeit mit dem .
    Zeig deine Unterstützung: Blaue Mütze 🧢 auf und ein inklusives Web feiern!

  • Das Fediverse: Webstandards und Barrierefreiheit

    Das Internet verändert sich ständig – und mit ihm auch die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren. Während monolithische Plattformen wie Facebook und X (ehemals Twitter) von proprietären Standards und geschlossenen Systemen geprägt sind, zeigt das Fediverse, dass es auch anders geht: offener, inklusiver und barrierefreier. Doch was genau macht das Fediverse so besonders, und warum könnte es eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der digitalen Zukunft? In diesem Artikel möchte ichThemen wie Barrierefreiheit, Webstandards und den Blue Beanie Day, ein Symbol für den Einsatz für offene Webstandards, beleuchten..

    Was sind Webstandards und warum sind sie wichtig?

    Webstandards sind Regeln und Technologien, die dafür sorgen, dass Inhalte im Internet konsistent und für alle zugänglich sind. Sie werden von Organisationen wie dem World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und umfassen unter anderem Protokolle (wie HTTP), Programmiersprachen (HTML, CSS, JavaScript) und Datenformate. Offene Webstandards fördern:

    1. Interoperabilität: Inhalte können unabhängig von der Plattform oder dem Gerät genutzt werden.
    2. Innovation: Offene Standards ermöglichen Entwicklern, neue Anwendungen zu schaffen, ohne auf die Genehmigung großer Unternehmen angewiesen zu sein.
    3. Zugänglichkeit: Webstandards legen die Grundlage dafür, dass das Internet für alle Menschen zugänglich ist, unabhängig von deren Fähigkeiten.

    Was bedeutet Barrierefreiheit im digitalen Raum

    Barrierefreiheit (engl. Accessibility) bezeichnet die Gestaltung von Technologien und Inhalten, sodass sie für Menschen mit Einschränkungen zugänglich sind. Dazu gehören:

    • Technische Lösungen: Unterstützung für Screenreader, Navigationsmöglichkeit allein mit der Tastatur.
    • Inhaltliche Praktiken: Klare Sprache, einfache Navigation, Verwendung von Alternativtexten für Bilder.
    • Barrierenfreiheit für alle: Barrierefreiheit betrifft nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch Nutzer:innen mit temporären Einschränkungen, wie etwa einem gebrochenen Arm, oder ältere Menschen, die größere Schriftgrößen benötigen. Ein guter Kontrast hilft allen beim Lesen. Barrierefreie Webseiten lassen sich auch leichter am Smartphone lesen, weil sie sich viel besser z.B. an Bildschirmgrößen anpassen.

    Das Fediverse als Vorreiter für offene Webstandards

    Das Fediverse ist ein dezentrales Netzwerk aus sozialen Plattformen, das auf offenen Standards basiert, insbesondere auf dem Protokoll ActivityPub. Dieses vom W3C entwickelte Protokoll ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen Plattformen wie Mastodon, Friendica, Pixelfed (für Fotos) oder PeerTube (für Videos).

    Interoperabilität durch ActivityPub

    Dank ActivityPub können Nutzer:innen auf Mastodon beispielsweise mit Nutzern von Pixelfed interagieren – etwas, das in zentralisierten Netzwerken kaum möglich bis unmöglich ist. Diese Offenheit fördert eine vielfältige und unabhängige digitale Landschaft.

    Gemeinschaftsorientierte Entwicklung

    Da das Fediverse auf Open-Source-Software basiert, können Entwickler:innen – eigentlich jede:r – aus der ganzen Welt dazu beitragen, die Plattformen zu verbessern. Diese Gemeinschaftsstruktur führt oft schneller zu Innovationen.

    Barrierefreiheit im Fediverse

    Barrierefreiheit ist im Fediverse nicht nur ein optionales Feature, sondern tief in der Philosophie einzelner Plattformen verankert:

    Alternativtexte und Bildbeschreibungen

    Viele Plattformen im Fediverse ermutigen Nutzer:innen, Alternativtexte für Bilder hinzuzufügen. Diese Texte helfen sehbehinderten Menschen, den Inhalt eines Bildes durch Screenreader zu erfassen.

    Inhaltswarnungen (Content Warnings)

    Mastodon und andere Plattformen bieten Inhaltswarnungen, die es Nutzer:innen ermöglichen, sensible Inhalte zu verbergen und bei Bedarf bewusst zu öffnen. Dies ist insbesondere nützlich für Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten.

    Barrierefreie Frontends

    Projekte wie Tusky (eine Mastodon-App für Android) oder der Mastodon-Webclient bieten Funktionen wie:

    • Unterstützung für Screenreader.
    • Tastatursteuerung für Menschen, die keine Maus verwenden können.
    • Anpassbare Oberflächen, z. B. für hohe Kontraste.

    Der Blue Beanie Day: Einsatz für offene Webstandards

    Der Blue Beanie Day ist ein jährlicher Aktionstag am 30. November, der darauf aufmerksam macht, wie wichtig offene Webstandards und Barrierefreiheit sind. Der Name stammt von den blauen Wollhauben, die in der Webentwickler-Community ein Symbol für die Unterstützung der Ideen aus Jeffrey Zeldmans Buch „Designing with Web Standards“ sind.

    Die Botschaft des Blue Beanie Day

    Der Blue Beanie Day erinnert daran, dass das Web für alle zugänglich sein sollte – unabhängig von Einschränkungen oder verwendeter Technologie. Teilnehmer posten Bilder von sich mit blauen Hauben (Beanies), um ihre Unterstützung für offene Standards und Barrierefreiheit zu zeigen. Die zentrale Idee: Nur durch die Einhaltung von Webstandards bleibt das Internet fair und inklusiv.

    Herausforderungen und Chancen

    Ich möchte nicht idealisieren. Das Fediverse ist so gut, wie die Summe aller Nutzenden. Allein, dass hier der Diskurs über ein Web für Alle geführt wird, hat schon sein Gutes.

    Herausforderungen im Fediverse

    • Uneinheitliche Barrierefreiheitsgrundsätze: Da jede Instanz unabhängig betrieben wird, gibt es keine zentrale Instanz, die einheitliche Grundsätze durchsetzt. Auf der einen Instanz wird man z.B. aktiv auf die Nutzung von Alternativtexten hingewiesen. Auf anderen ist es jedem egal.
    • Fehlende Ressourcen: Viele Instanzen werden ehrenamtlich betrieben, was die Implementierung komplexer Barrierefreiheitsfunktionen erschweren kann.

    Chancen durch Gemeinschaft

    • Crowdsourcing von Lösungen: Die offene Struktur des Fediverse erlaubt es Nutzern und Entwicklern, gemeinsam an Barrierefreiheitslösungen zu arbeiten.
    • Offene Plattformen: Die Offenheit der Software hat einen großen Vorteil. Apps können sich anhängen und eine ganz andere Art der Nutzung der Usability bieten. Es können auch andere Weboberflächen genutzt werden. All dies bietet die Chance, dass z.B. Menschen mit einer Behinderung eine für sie viel besser angepasste Bediener:innenoberfläche nutzen können.
    • Mehr Sensibilität: Kleinere Instanzen können auch stärker ihre Nutzenden sensibilisieren, auf Barrierefreiheit zu achten. Weil auch viele Nutzer:innen bewusst das Fediverse gewählt haben, schauen sie auch auf andere und weisen auf Maßnahmen, wie die Verwendung von Alternativtexten bei Bildern hin.
    • Passende Instanzen: Mag die Pluralität der Instanzen auch seine Schwierigkeiten bringen, so hat sie doch auch ihr Gutes. Als Mensch mit Einschränkungen, mit einer Behinderung, etc. kann ich mir eine Instanz suchen, auf der mich Admins und die Community unterstützen.

    Ich erinnern mich, wie ich in das Fediverse erstmals eingetaucht bin. Im Vergleich zu Twitter stieß ich oft auf Hinweise, dass man Alternativtext nutzen solle bzw. haben mich Apps darauf hingewiesen. Es gab und gibt Diskussionen, wie man auch auf andere Gruppen mehr Rücksicht nehmen kann und soll.

    Fazit

    Das Fediverse zeigt eindrucksvoll, dass ein offenes, inklusives und zugängliches Internet möglich ist. Mit offenen Webstandards und einer starken Gemeinschaft fördert es eine digitale Zukunft, in der Barrierefreiheit nicht nur ein Add-on, sondern eine Selbstverständlichkeit sein könnte. Der Blue Beanie Day erinnert uns dabei auch daran, dass wir alle dazu beitragen können, das Internet gerechter und nachhaltiger zu gestalten.

    Wenn du selbst im Fediverse bist, wie siehst du die Barrierefreiheit. Kümmert es dich? Bist du selbst Betroffene:r und hättest Vorschläge für Verbesserungen?

  • WordPress als Fediverse Instanz (1)

    In meinem Blog verwende ich bereits einige Plugins, um es stärker mit dem Fediverse zu verbinden.

    Um ansonsten mit dem Fediverse zu interagieren, also Posts zu erstellen, zu liken, zu boosten und andere Posts zu kommentieren – dafür habe ich mit microblog.at eine eigene Instanz, die mit Mastodon läuft. Da Mastodon doch einige technische Anforderungen hat, lasse ich es bei masto.host hosten.

    Vor ein paar Tagen habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht möglich wäre, ein WordPress-Blog als Instanz im Fediverse zu betreiben und damit voll mit anderen Mastodon-, Friendica-, Pixelfed- und sonstigen Instanzen zu interagieren.

    Gesagt, getan. Als weitere Hürde habe ich dieses WordPress Blog auf meinem Shared Webspace installiert. So sind auch die Ressourcen geringer, als wenn man es auf einem eigenen dedizierten Server betreibt.

    Das Blog hat auch eine eigene Subdomain bekommen. Mehr dazu in einem späteren Artikel, wenn ich alles etwas besser eingerichtet habe und auch einiges verstanden habe. Vorerst möchte ich nur ein paar Schritte auf dem Weg dorthin zeigen.

    Nach der rudimentären Einrichtung des Blogs ging es an die Installation der Plugins:

    • Activity Pub: Das ist das zentrale Plugin, dass das Blog in das Fediverse bringt. Das Blog ist über eine Fediverse-kompatible Adresse erreichbar. Kommentare auf deine Postings werden als Kommentare in deinem Blog gespiegelt etc.
    • Enable Mastodon Apps: Für Mastodon gibt es eine Apps für Mac, Windows, Linux, iOS und Android. Das Plugin erlaubt, dass ihr solche eine App für den Betrieb eures Blogs nutzen könnt. Unter anderem könnt ihr dort Postings schreiben.
    • Friends: Dieses Plugin ist für mich noch undurchsichtig, da es doch einige Funktionen enthält. Auf alle Fälle erlaubt es noch besser als das ActivityPub Plugin Followser zu verwalten und insbesondere auch anderen zu folgen und deren Beiträge zu lesen.

    Friends verweist selbst noch auf weitere Plugins, damit man es noch spezifischer anwenden kann. Hier braucht es noch eine Lernkurve meinerseits, bevor ich euch sinnvolles darüber berichten kann.

    Darüberhinaus habe ich noch ein paar Plugins installiert, um das Blog als solches für mich runder laufen zu lassen:

    • Antispam Bee: Die Honeypot Software um Kommentarspam abzufangen.
    • Koko Analytics: Eine datenschutzkonforme, simple Besucher:innen-Statistik. Man kann jedes Cookie-Tracking abschalten. Wie Aufrufe aus dem Fediverse gezählt werden, kann ich aber noch nicht sagen.
    • OMGF: Apropos Datenschutz. Das Plugin speichert Google Fonts lokal. Damit gibt es keine Verbindung mehr mit Google.
    • Simple Local Avatars: Nutzer:innen Profilfotos kann man in WordPress (das ist ärgerlich) nicht selbst hochladen sondern man muss Gravatar nutzen. Auch das ist ein Datenschutzproblem. Das Plugin behebt dieses Problem und lässt mich meine eigenen Fotos direkt hochladen.

    Was jetzt noch fehlt, ist auch ein Thema, das die Funktion als Microblog widerspiegelt. So frage ich mich, ob die Überschriften sinnvoll sind. Auch der Aufbau der Permalinks ist für mich fragwürdig. Braucht man sprechende Permalinks, die auch die Überschrift im Link enthalten. Oder reicht eine Identifikationsnummer?

    Nun probiere ich aus, wie sich das Ganze in der Ivory App anfühlt, wie ich damit mein Blog steuern und befüllen kann. Und vor allem das „Friend“-Plugin muss ich noch verstehen. Dazu wird es einen weiteren Artikel geben.

    Wer Tipps und Hinweise hat, bitte her damit. Und wer Fragen hat, auch die versuche ich gerne zu beantworten bzw. in meinem Blog zu testen.

  • Ich bin jetzt bei Threads

    Mein Blog ist auch mein kleines Techno-Tagebuch.

    Daher vermerke ich jetzt, dass ich seit dieser Woche auch bei Threads bin. Threads ist quasi Metas Twitter-Klon. Wer auf Instagram ein Profil hat, kann von dort ganz schnell auch sein Threads Profil starten.

    Es gibt auf den ersten Blick nicht viel Neues im Vergleich zu Bluesky oder X.

    Die maximale Länge eines Posts ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Fotos kann man auch direkt vom eigenen Instagram-Profil anhängen. Hashtags gibt es auch. Kleine Umfragen können ebenso angehängt werden wie Geokoordinaten.

    Interessant wird die Weiterentwicklung. Meta experimentiert mit dem ActivityPub Interface. Das ist die, über die alle Instanzen im Fediverse miteinander kommunizieren. Der Weg von Threads in das Fediverse verbreitert einerseits die Anzahl der Nutzer:innen. So hat Threads derzeit etwa 20 bis 30 Millionen Nutzer:innen. Das sind mehr als das Fediverse mit ca. 12 Millionen zu haben scheint. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Aufgrund der dezentralen Struktur des Fediverse kann niemand mit Sicherheit sagen, wie viele Menschen dort ihre Profile haben oder täglich miteinander kommunizieren.

    Der Weg der Threads in das Fediverse wird jedoch von einigen Fedizens (Nutzer:innen des Fediverse) mit Argwohn beobachtet. Sie wollen nicht mit einem kommerziellen Anbieter föderieren. Und sie befürchten, dass Meta ein Datenkrake ist, der vielleicht auch langsam die Richtung von ActivityPub vorgibt.

    Wie auch immer. ActivityPub ist eine offene Schnittstelle, die jeder Anbieter nutzen kann. Es liegt an den Betreiber:innen einer Instanz (eines Servers), ob sie Thread-Server blockieren oder nicht.

    Warum bin ich jetzt auf Threads? Nun, ich bekomme immer wieder Hinweise, dass es dort etwas Interessantes zu lesen gibt. Also schaue ich ab und zu mal rein, lese etwas. Vielleicht kommentiere ich auch und ab und zu gibt es einen Beitrag.

    Aber das ist wie mit dem Essen. Meistens isst man zu Hause. Dann geht man ab und zu in ein paar Restaurants. Und dann hat man sein Stammlokal, wo es immer am besten schmeckt, weil die Leute auch nett sind.

  • RSS only: Der RSS Club

    Vor Jahren habe ich mal den Blog Club ins Leben gerufen.

    Nun entdecke ich über Matthias Pfefferle den RSS Club.

    Der RSS Club ist ein Zusammenschluss von Blogs, die nicht über Social Media, sondern ausschließlich über RSS veröffentlichen.

    Eine interessante Idee.

    Nun frage ich mich: gehöre ich auch zu diesem Club? Die automatische Veröffentlichung meiner Artikel über Facebook und Twitter habe ich in den letzten Jahren abgeschaltet.

    Aber jetzt gibt es eine starke Verbindung meines Blogs zum Fediverse. Aber ist das Social Media? Viele würden sagen: Nein.

    Wie so oft ist die Antwort im Moment nicht so wichtig. Wer sich durch den RSS-Club inspiriert fühlt, für den ist das in Ordnung. Die wichtigere Frage ist die inspirierende, die mich darüber nachdenken lässt, wohin ich meine Artikel aktiv lenke.

  • Das (wahrscheinliche) Ende von Firefish

    Vor einigen Monaten habe ich mir eine Firefish Instanz zugelegt. Im Gegensatz zu Mastodon bietet Firefish eine Menge Features.

    Ich habe ein wenig mit der Instanz herumgespielt, aber immer etwas gezögert. Sollte ich umsteigen?

    Aber schon im letzten Herbst war die Zukunft von Firefish unklar. Gestern kam dann ein Posting, in dem das Ende angekündigt wurde. Schade.

    Immerhin gibt es mit Iceshrimp einen Fork von Firefish. Die Entwickler:innen dort haben auch gleich eine Anleitung veröffentlicht, wie man von Firefish zu Iceshrimp migrieren kann.

    Die Frage ist, ob Iceshrimp eine nachhaltige Zukunft hat. Wenn ich mir die Statistik der Entwicklungsseite anschaue, sieht es es nach September 2023 nicht mehr sehr aktiv aus.

    Ich würde mich freuen, wenn die Entwicklung von Alternativen zu Mastodon an Fahrt gewinnt. Denn guter Wettbewerb beflügelt. Außerdem würde es die Idee des Fediverse als ein föderiertes Netzwerk unterschiedlicher Software auf tausenden von Instanzen stärken.

  • Mit einem Mastodon Client bloggen

    Spannend, wie sehr die Verknüpfung des eigenen Blogs mit dem Fediverse funktionieren kann.

    Mit dem Plugin Enable Mastodon Apps kann ich über meine Ivory App – mit der ich sonst in mein microblog.at poste – auch Artikel erstellen.

    Hier noch ein Versuch. Gut kombiniert mit den anderen Plugins geht da vielleicht sogar noch mehr.

    Tja, alles in Ruhe testen.

    Edit nach dem versenden über den Client. Die erste Zeile des Postings wurde brav als Überschrift übernommen. Die URL wurde in meinem Blog nur als Text (nicht anklickbar) angezeigt und Hashtgs nicht als Schlagwörter interpretiert. Für reines Textbloggen funktioniert das gut. Für komplexeres noch nicht. Aber vielleicht kann ich noch an den Einstellungen oder ähnlichem feilen.

  • ActivityPub Plugin: Noch ein Versuch

    So. Das ActivityPub Plugin ist auf diesem Blog wieder aktiviert.

    Mit Hilfe des Plugins gibt es nun im Fediverse ein Profil, dass ihr dort unter @roblen findet. Dem könnt ihr folgen und somit jeden neuen Artikel in meinem Blog dort wieder finden.

    Was damit auch funktionierten sollte ist, dass Kommentare im Fediverse dann wieder als Kommentare beim jeweiligen Artikel in meinem Blog landen. Mal sehen, ob das gut funktioniert.

    Wenn ja, dann ist mein Blog sehr tief mit dem Fediverse verbunden.

    Mit dem Share on Mastodon Plugin werden neue Artikel meines Blogs automatisch auf meinem Fediverse Profil @roblen@microblog.at angekündigt.

    Mit Tootpress landen alle Postings aus meinem Microblog Profil hier im Blog auf der Seite Microblog.

    Somit ist mein Blog noch immer der zentrale Punkt meines Hobbys – aber eben gut verwoben mit dem Fediverse. Man könnte auch sagen: Mein Blog ist hiermit Teil des Fediverse.

    So, jetzt schauen wir mal ob das ActivityPub Plugin gut funktioniert.

  • Mein Microblog ist jetzt auch in meinem Blog über das TootPress Plugin lesbar

    Über Stefan bin ich auf ein interessantes Plugin für WordPress gestossen: TootPress von Marco Hitschler.

    Kurz gesagt verbindet man das Plugin mit dem eigenen Mastodon Profil und es importiert (fast) alle Postings in das eigene Blog.

    Wozu? Nun, vielleicht mag man auch seine Mastodon Postings im Blog haben und nicht auf das Profil auf einer Mastodon Instanz verweisen. Außerdem ist das eine feine Möglichkeit sich quasi ein Backup anzulegen. Und wer gut mit CSS ist, der kann auch die Anzeige seiner Postings ganz anders gestalten – als vielleicht in einer Instanz, in der man nicht selbst Admin ist.

    Aber jetzt mal ins Detail.

    Auf der WordPress Plugin Seite gibt es eine Anleitung zur Einrichtung des Plugins, jedoch auf englisch. Auf der eigenen Website von Marco gibt es eine deutschsprachige Anleitung.

    Einstellungen finden

    Die Einrichtung ist vielleicht ein klein wenig verwirrend. Denn die Einstellungen zu TootPress finden sich gleich an zwei Stellen im Backend von WordPress:

    • Unter Werkzeuge => Toots finden sich ein paar Buttons, die man aber im Normalbetrieb nur einmal braucht das Plugin dann laufen lassen kann
    • Unter Einstellungen => TootPress gibt man die Daten ein, damit das Plugin mit dem eigenen Mastodon Profil verbunden ist und die gewünschten Daten ausliest.

    Was importiert wird und was nicht

    Derzeit (Stand 2. Juni 2024) importiert TootPress folgende Daten:

    • Text
    • Bilder
    • URLs
    • Hashtags
    • Mentions
    • Gallerien

    Text, Bilder, URLs, Hashtags und Mentions habe ich schon ausprobiert. Funktioniert tadellos. In meinem Blog werden Hashtags mit einem Link zur Hashtag Anzeige in meinem Microblog weitergeleitet.

    Nicht importiert werden:

    • Audio
    • Video
    • Umfragen
    • Emojis
    • Teaser

    Audio etc. Import soll aber eventuell 2024 noch in einem Update nachgereicht werden. Das mit den Emojis ist nicht nicht ganz klar. In dem von mir importierten Postings finden sich Emojis, die auch angezeigt werden. Aber vielleicht ist das Set kleiner als möglich: ich verwende meistens nur Smileys unterschiedlicher Art.

    Nicht importiert werden auch folgende Art von Artikel:

    • Boosts
    • Replys
    • Private Toots

    Marco meint dazu:

    Boosts sind nicht deine Tröts. Replys sind mehr Kommunikation als Tröts. Und private Tröts sollten privat bleiben.

    https://www.unmus.de/tootpress/

    Nun, damit kann ich leben. Das was importiert wird, entspricht damit eher auch einem Microblog, mit meinen Gedanken, Verlinkungen etc.

    Das Plugin braucht keine Zugangsdaten wie Passwort des Mastodon Profils. Der Zugang über die API wird außerdem (in den Mastodon Einstellungen) rein auf die Möglichkeit des Lesens von Postings eingestellt. Das Plugin hat somit keinerlei Möglichkeit deine Postings zu verändern oder neue zu erstellen.

    Wie die Postings dargestellt werden

    Das hängt ein wenig vom selbst verwendeten Thema ab. In meinem Blog funktioniert das recht fein.

    Auf alle Fälle musst du in WordPress eine Seite anlegen. Diese nimmt dann deine Postings auf. Bei mir sieht das dann so aus.

    Die Postings werden einfach nacheinander in chronologisch umgekehrter Reihenfolge (wie es für Blogs und Mikroblogs gehört) dargestellt. Das neueste Postings immer ganz oben.

    Nach einer gewissen Anzahl von Postings wird einem am Schluss der Seite ein oder mehrere Links auf weitere Seiten angeboten.

    In den Einstellungen => TootPress lässt sich einstellen, ob man nur eine Anzeige wie „Ältere Tweets“ zu sehen bekommt oder die klassische Anzeige mit mehreren Seitenziffern, die man anklicken kann.

    Wer sich mit CSS auskennt, der:die kann an dieser Ansicht noch einiges ändern und „verschönern“ für mich passt es schon sehr gut.

    Ich hatte zuerst ein Problem mit den weiteren Seiten. Diese werden ja mit URLs wie nureinblog.at/microblog/2 versehen. Bei mir war der Link aber zu ….microblog2/, was nicht funktionierte. Problem war meine „Permalinks“ Einstellung. Hier hatte ich „Individuell“ mit dem Permalink „/%post_id%-%postname%“ eingestellt. Die einfache Lösung war am Permalink noch ein „/“ anzuhängen. Blogartikel mit dem alten Permalink funktionieren damit weiterhin.

    In den Einstellungen lässt sich auch ein „Backlinks“ aktivieren. Danach ist das Mastodon Logo bei jedem Posting mit einem Link zum Originalartikel auf der Mastodon Instanz versehen. Wie Marco anmerkt, kann das SEO-technisch vielleicht Probleme bringen. Nun, bei mir habe ich es aktiviert.

    Neu oder auch alt

    Das Plugin erlaubt einerseits die Intervalle (in Minuten) zu wählen, die es zum abrufen neuer Posts meines Mastodon Profils verwenden soll.

    Einstellen kann ich aber auch, ob nur neue Postings (ab Einrichtung des Plugins) oder auch alle früheren Postings importiert und angezeigt werden sollen. Das geht recht flott. Marco spricht von maximal 480 Postings pro Stunde. Endergebnis laut Plugin:

    Amount of Toots in Database: 1397
    Amount of Media in Database: 287

    Eine Art Backup

    Die so importierten Daten landen dabei fein säuberlich in zwei Verzeichnissen innerhalb meiner WordPress Installation (innerhalb des Upload-Verzeichnisses)

    • tootpress-mastodonapidata = Archiv der geladenen Mastodon API Daten im JSON-Format, sprich hier finden sich alle Postings mit ihren Metadaten
    • tootpress-images = Geladene Bilder, hier finden sich alle Bilder

    Damit hat man ein wenig ein kleines Backup der eigenen Postings im Fediverse. Mit den oben erwähnten Ausnahmen.

    Tipps zu den Einstellungen

    Was ich kurz gesucht habe, war der „OAUTH Access Token“ meiner Mastodon API den das Plugin wollte. Man muss ja unter Mastodon eine eigene Anwendung für das Plugin anlegen. Hat man das getan, dann ist dieser Token unter dem Begriff „Dein Zugriffstoken“ in Mastodon zu finden.

    Mastodon will neben dem Anwendungsnamen (der frei wählbar ist) und der URL auch eine „Weiterleitungs-URI“. Hier ist eine voreingestellt. Wie auch für eine andere Webanwendung habe ich diese Einstellung so belassen und hatte damit bisher keine Problem.

    Ändere was du magst

    TootPress ist Open Source und steht unter der GPLv3 Lizenz. Der Code ist unter circuscode/tootpress einsehbar. Damit kann man – sofern man es kann – TootPress ganz den eigenen Bedürfnissen anpassen.

    TootPress kommt auch mit einem rudimentären CSS für die Anzeige der Postings. Auch dieses lässt sich den eigenen Bedürfnissen anpassen.

    Wo sind denn jetzt meine Postings?

    Wie ich weiter oben kurz verlinkt habe: Unter https://nureinblog.at/microblog

    Ich habe die Seite noch nicht in das Menü gehängt, weil ich noch ausprobieren möchte, ob ich zumindest einen Erklärungstext (Was sind das für Postings, woher kommen sie) auf die Seite bekomme. Einen solchen Text einfach in die angelegte Seite zu schreiben, hilft nichts. Da wird der Text nicht anzeigt und anscheinend vom Plugin überschrieben.

  • Das Fediverse und der Song Contest

    Gestern lief der Eurovision Song Contest über die Bühne. Wie immer ein Spektakel, das man mögen, ablehnen oder ignorieren kann.

    Was mich gestern fasziniert hat, war, dass es – aus meiner Sicht – auch im Fediverse ein gemeinsames Ereignis war.

    Die einen haben erst mal alle Hashtags gepostet, die man muten (blocken) sollte, damit nichts zum Contest in die Timeline gespült wird.

    Die anderen waren voller Vorfreude. Und dann strömten die Nachrichten, Meinungen und (witzigen) Kommentare nur so in meine Timeline. Zu jedem Song gab es ein Meinungsspektrum.

    So wurde der Song Contest zu einem Ereignis, das über viele Instanzen lief. Manche Server liefen mit höherer Last, weil die Instanzbewohner:innen nur so posteten. Technisch interessant war auch die Frage, ob bei der schnellen Abfolge der Songs die Kommunikation zwischen den Instanzen funktionieren konnte. Denn jede Instanz musste Postings von den anderen abholen und wieder dorthin zurücksenden. Das scheint aber in vielen Fällen gut funktioniert zu haben.

    Es hat sich also gezeigt, dass das Fediverse und seine dezentrale Struktur das gemeinsame Verfolgen, Teilen und Kommentieren von Ereignissen durchaus möglich macht. Und das ist gut so. Damit hat das Fediverse eine Fähigkeit, für die Twitter oft gelobt wird: Man kann Ereignisse oder Geschehnisse (Wahlen, Freiheitskämpfe, …) verfolgen und nahezu in Echtzeit darüber kommunizieren. Das kann unter anderem wichtig werden, wenn man Unterstützer:innen und Beobachter:innen braucht.

    Aber ich bin jetzt kein absoluter Kenner der Technik. Vielleicht gab es da und dort Probleme. Wenn jemand etwas darüber weiß, würde mich das interessieren.

    Ansonsten hat es Spass gemacht. So skurril der Song Contest manchmal ist. Was ihn zu einem Ereignis macht, ist das gemeinsame Erleben und der Austausch darüber. Den auch das Fediverse für mich möglich machte.