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Ich bin ein Fan von Textile

Lange hat es gebraucht, bis ich mich „entschieden“:/blog/archives/2565-Textile-als-Markup-Sprache.html habe „Textile“:textile zu verwenden. Ein kleines Problem gab es noch „zu beseitigen“:/blog/archives/2569-Textformatierungen-Textile-und-Serendipity-vertragen-sich-nicht.html aber jetzt funktioniert alles tadellos.

Ich muss sagen, ich bin begeistert! Es war doch immer etwas mühsam jede Absatzmarkierung anzubringen etc. So bin ich in meinem Schreibfluss nicht mehr gehemmt und muss nachträglich nur mehr Spezialformatierungen wie für Zitate anbrigen. Diese merkt man sich aber recht schnell. Da das Markup nur am Anfang des Absatzes angefügt werden muss, macht man dies sogar mitten im Schreiben.Außerdem kann ich mit dem [[Serendipity]] Plugin “Sonderzeichen/Erweiterte Buttons für Non-WYSIWYG” die Buttonleiste im Editor entsprechende Textile-Tags erweitern.

„Textile“:textile bietet noch einige interessante Features.

Ich verweise z.B. in diesem Beitrag auf http://hobix.com/textile. Ein solcher Link wird in Textile mit
%“Textile“:http://hobix.com/textile%
ausgezeichnet und erscheint dann als „Textile“:http://hobix.com/textile

Da ich den Link aber öfters setze kann ich auch mit einer „Variable“ arbeiten:
%“Textile“:textile%
Allein am Schluss meines Textes setze ich dann ein
==[textile]http://hobix.com/textile/==
um der Variable ihren Inhalt (URL) zuzuteilen.

Ebensoeinfach funktionieren Sprachauszeichnungen, Abkürzungen, Farbzuweisungen, Fussnoten[1] etc. Sollte man sich einmal nicht zu helfen wissen, dann kann man das ganze noch immer mit HTML mischen.

Insbesondere Auflistungen wie
* Zeile 1
* Zeile 2
** Zeile 2.1
* Zeile 3

werden ganz einfach mit

%* Zeile 1%
%* Zeile 2%
%** Zeile 2.1%
%* Zeile 3%

erstellt.

Und das wohl wichtigste. Das ganze wird in einem sauberen XHTML-Quellcode erzeugt. Angenehm ist, dass der eigene Text im Editor auch weiterhin recht lesbar bleibt, da er kaum mit Tags „durchsetzt“ ist. Wer also immer schon Probleme damit hatte, dass der WYSIWYG(What You See Is What You Get) Editor keinen sauberen HTML-Quellcode erzeugt, aber das textieren mit HTML-Tags zu komplex war – für den/die ist „Textile“:textile eventuell das Mittel der Wahl.

So und jetzt lerne ich noch einige Tags auswendig und erstelle noch ein paar Buttons für meinen Editor…

fn1. Das ist eine Fussnote

[textile]http://hobix.com/textile/

11 Kommentare

  1. Die Möglichkeit, Links „als Variable“ zu definieren, bietet Markdown auch. Ich benutze dieses Feature seit Jahren, weil der Text beim Schreiben viel übersichtlicher wird.

    (Ein Nachteil an WordPress ist übrigens: einmal Markdown, immer Markdown. Die Formatierung ist was globales.)

    • Markdown gibt es ebenso als Plugin für Serendipity.

      Auch „Textile“ ist eine Entscheidung, die man nicht so einfach rückgängig machen kann.

      Natürlich kann ich weiterhin Texte per WYSIWYG oder mit HTML beschreiben. Rein mittels Textile ausgzeichnete Texte sind aber nicht anderweitig interpretierbar. D.h. ein Textile Plugin muss immer draufbleiben.

  2. Bei der Durchsicht der Neuigkeiten für die Version 1.4 von Serendipity bin ich darauf gestossen, dass der WYSIWYG Editor HTMLarea nunmehr durch Xinha ersetzt werden soll. Diesen Editor kann man auf einer Testseite ausprobieren. Auf den ersten Blick kom

  3. Hallo,

    gibt es eine Möglichkeit, wenn man sich im Nachhinein für Textile entscheiden möchte, auch die alten Beiträge weiterhin korrekt gerendert zu bekommen?

    Gruß Papa

    • Es kommt darauf an, wie du vorher die Seiten editiert hast bzw. welches Markup du verwendet hast.

      Mittels WYSIWYG Editor bzw. HTML-Editor editierte Seiten sollten zu 99 Prozent weiterhin korrekt gestaltet sein.

  4. Ui.. Das klingt verdammt interessant. Wie bekommt man hier denn dann eigentlich Bilder aus der Mediedb in den Artikel? Da wird dann wahrscheinlich wieder normaler HTML Code eingebaut, oder?

    • Über den Medienmanager, der weiterhin einen Button im Editor hat. Stimmt. Es wird dann normaler HTML Quellcode eingebaut. Daran stört sich Textile aber nicht 🙂

      Wenn du aber die URL deines Bildes weisst, dann kannst du auch Textile Markup verwenden, siehe den „External References Abschnitt“:http://hobix.com/textile/#external-references im Online „Handbuch“.

      Du könntest natürlich das Bild über den Medienmanager einfügen, den HTML Code rausschmeissen und… aber ob das Sinn macht.

      Andererseits gab es schon Ideen mit einem einfacheren Markup Bilder aus der Datenbank einzufügen. Aber damit verliert man natürlich manche Funktionalität, wie z.B. die automatische Änderung aller Artikel mit dem jeweiligen Bild falls man im Medienmanager das Bild in ein anderes Verzeichnis schiebt.

      • Mann könnte doch rein theoretisch den Medienmanager Textile-Code erzeugen lassen, oder nicht?

  5. Das ich ein Fan von Textile bin, habe ich schon mal geschrieben. “Textile” ist eine Auszeichnungssprache (Markup) für Texte. Dabei bleibt (im Gegensatz zu HTML) der Text recht übersichtlich, da die einzelnen Elemente sehr “unauffällig

  6. über einen tweet von david röthler bin ich auf den neuen blogging dienst txt.io gestossen. nun, ich kann mich bei mancher software und elektronischen geräten gerne in der “featuritis” verlieren, aber ich liebe auch sehr minimalistisches. s

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