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Was ist ein A-Twitterer

Nachfolgender Text entstand, weil ich mich doch nicht auf 140 Zeichen beschrĂ€nken kann 😉

In meiner „digitalen NĂ€he“ (danke an „Kurt“:http://twitter.com/kurtschwab fĂŒr diesen Begriff) findet gerade eine Diskussion darĂŒber statt, ob Twitter jetzt wieder hyped, was aus Twitter werden wird und ob das baldige Ende kommt – wenn ich die Tweets so verkĂŒrzen darf.

Auf ein ironisches Posting meinerseits fragt „Jana“:http://twitter.com/digiom, was den „ein A-Twitterer“:http://twitter.com/digiom/statuses/1212480832 sei.

Gute Frage. NatĂŒrlich gibt es den Begriff schon und Google wirft auch gleich hunderte Treffer aus. Roland Krentz hat schon Anfangs 2008 einige „Twittertypen“:http://rrookkrr.wordpress.com/2008/04/21/twitter-typen/ identifiziert. Ein A-Twitterer zeichnet sich seiner Meinung dann dadurch aus:

bq. A-Twitterer stellen die Speerspitze der Twitterkultur dar. Als Opinion-Leader ĂŒbertragen sie spielend ihre Gedanken in das gemeine Twittervolk und damit auch alle Links, die sie verbreiten. … Die namentliche ErwĂ€hnung durch einen A-Twitterer fĂŒhrt zu einer zweistelligen Anzahl neuer Follower, ein Retweet bedeutet quasi den Twitterschlag.

Abgesehen davon, dass ich schon manche Diskussionen, was denn ein A-Blogger sein soll und wer das ĂŒberhaupt definiert, witzig fand. Einfach mal darĂŒber nachdenken, macht aber dann doch Spass.

Wann könnte man A-Twitterer sein?

* Wenn man mehr als x Follower hat?
* Wenn die eigenen Tweets sehr oft retweetet werden?
* Wenn man in „Twittersearch“:http://search.twitter.com sehr oft ein @meineigeneraccount findet, also viele einem Antworten/Kommentare schicken?
* Bei einem richtigen Mix aus den oben genannten drei Punkten?
* …

Aber die Frage hat auch einen ernsthaften Hintergrund. Wenn Twitter in den Medien mehr beachtet wird, wenn in Seminaren Firmen geraten wird Twitter zu verwenden, wenn man Twitter als Reputationstool verwenden will, wenn Twitter zum Marketinginstrument wird,… Dann ist natĂŒrlich die Frage, wen man denn bitteschön

* followen soll um zu wissen, was auf Twitter Sache ist
* „umgarnen“ soll, damit er positiv auf die Twitter Community einwirken kann
* …

Mir selbst macht twittern weiterhin Spass, ich „spĂŒre“ digitale NĂ€he und meine Follower haben mir schon oft geholfen bzw. mir Anregungen gegeben. Der Wert einer solchen „Twitter-Gemeinschaft“ ist fĂŒr mich dann einfach höher als ob jemand von uns jetzt A-Twitterer ist oder nicht. So, die Diskussion ist eröffnet, falls jemand mag. Hier oder per „Twitter Reply“:http://twitter.com/roblen.

12 Kommentare

  1. Wenn ich da noch einmal drĂŒber nachdenke, dann möchte ich folgende Hypothese wagen:

    Es gibt den A-Twitterer aus Twitter heraus nicht. A-Twitterer wird man nur, wenn man auch in anderen Bereichen der Medienökosphere Dependenzen unterhÀlt.

    Ich glaube, ich folge einem, zwei echten A-Twitterern: hrheingold und mwesch, der eine urgestein der Internetkultur (siehe „Amazon-BĂŒchersuche“:http://www.amazon.com/s/ref=nb_ss_b?url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Howard+Rheingold&x=0&y=0), der andere der ikonische Webanthropologe, der z.B. The Machine is Us/ing gemacht hat. Letzter twittert ĂŒbrigens kaum und fad, also ist Rheingold u.U. nach dieser Argumentation der einzige A-Twitterer.

    • Danke fĂŒr die Hypothese.

      Es wĂ€re aber interessant, ob man allein mit Twitter (quasi als Microblogger) auch von Interesse – ĂŒber Twitter hinaus – werden kann.
      Sprich, wenn ĂŒber meine Tweets auch in anderen Medien berichtet wird, ohne dass ich noch blogge,…

      Andersrum: Muss der A-Twitterer auch andere Dependenzen unterhalten oder reicht es, wenn er in den Medienökosphere vielfÀltig erwÀhnt, kommentiert und wieder gegeben wird. So wie ich jetzt mal deinen Tweet in meinem Blog erwÀhnte.

  2. die grenzziehung ist halt so schwierig – ich bin ja auch keine reine twitterantin.

    sind blogs noch nicht oder doch schon ein anderes medium?

    mir faellt nur der fall von der Google-Dependance in Oberösterreich ein, die auf Twitter „geleaked“ und dann als Fakt verkauft wurde – eh nicht von helge/mĂŒsli?

    dann wÀr er der erste a-twitterer österreichs:)

  3. aber nehmen wir http://twitter.com/arminwolf – 1 update und schon 142 follower und das wird noch rasant steigen, der account ist ja nichtmal ne woche alt. his twitter juice is powered by old media – und von ihm retweeted zu werden (wenn er das je lernt) wird gleich eine auszeichnung sein.

    das wÀre ein atwitterer nach der obigen hypothese; das helgemodell ist freilich das spannendere.

    • Abgesehen davon. Woher wissen wir, dass @arminwolf wirklich DER Armin Wolf ist? Ich habe da schon Accounts von verstorbenen BerĂŒhmtheiten gesehen…

      Da muss sich derjenige schon in seinem frĂŒheren (reputierten) Medium darĂŒber Ă€ußern, dass jetzt er das wirklich ist.

      Die Follower sollten einen A-Twitterer nicht allein ausmachen. Einem Armin Wolf werden wohl mehr folgen als manch anderem. Aber hat der auf Twitter auch etwas zu erzĂ€hlen, sind seine Tweets interessant, werden sie irgendeine „Wirkung“ haben?

  4. kho kho

    Also, ich fand die Frage schon bei blogs absolut mĂŒssig. Und das sie nun auch bei twitter aufkommt, gemeinsam mit twitter-charts, finde ich persönlich absolut ĂŒberflĂŒssig.

    Hier wie da ist es doch noch immer die Frage nach dem, ob und was man zu sagen hat. Nicht wie viel…

    Liebe GrĂŒsse, kho

    • Ach, ein bisschen darĂŒber diskutieren finde ich nicht so uninteressant. Man handelt dabei auch andere Fragen ab – wie können Tweets Wirkung entfalten (siehe der Tweet ĂŒber die Notlandung im Boston River) etc.
      Auch fĂŒr Kommunikationswissenschaft gibt es da sicherlich einiges zu bedenken bzw. zu erforschen.

      Ansonsten gebe ich dir recht. Wichtig ist, dass man etwas zu sagen hat. Wobei nicht mal das. Wenn man einfach so aus Spass twittert und andere folgen einem trotzdem – warum nicht.

      Wie schon bei Blogs gilt – egal ob A-Twitterer, Katzen-Twitterer, Irgendwas-Twitterer: fĂŒr sich selbst bzw. die Follower muss es irgendeine Art von Sinn geben. Und „Sinn“ ist dabei recht vielfĂ€ltig belegbar.

  5. Und ist ein Twitter-Trendsetter auch gleichzeitig ein A-Twitterer?? Dann wĂ€re @almstudio ein solcher zumindest laut twopular fĂŒr #wcj09
    Und wie ist es mit den Twitter-Charts. Ist, wer dort fĂŒhrt ein A-Twitterer??
    Und gibt es auch schon pro-Twitterer so wie Pro-Blogger??
    Fragen ĂŒber Fragen…

    • Die Suche nach „Pro-Twitterer“ ergab bei Google 120.000 Treffer! Solche Schlagworte werden anscheinend sofort von einem Medium an das andere „weiter gereicht“.
      Wie sinnig das ist wage ich noch nicht einmal ansatzweise zu sagen.

  6. es sind jeweils verschiedene gemeinschaften das bezugssystem: es gibt einerseits die credibility die man sich innerhab twitters aufbauen kann – almstudio hoch, arminwolf niedrig.

    im bezugssystem der vom medium tv synchronisierten gesellschaft siehts genau andersrum aus.

    obs der echte arminwolf ist spielt keine rolle (kann ich als theaterwissenschaftlerin sagen:-P), jedenfalls nicht, bis er nicht als fake aufgedeckt wurde.

  7. Ich bin Twitterneuling, habe noch nicht den perfekten Bezug zur Materie. Aber euch alle beim Diskutieren zu verfolgen, gestaltet sich höchst interessant fĂŒr mich.

    Muss allerdings noch gewaltig dazu lernen, eine Menge von dem ganzen Fachchinesisch versteh ich noch nicht.

  8. Ich oute mich als Topicgeber, was den angeblichen Hype von Twitter betrifft. Man ertappt sich dabei eitel zu sein, wenn die große Masse kommt, aber selber ist man schon lange dort oder dabei, was völliger Unsinn ist. FĂŒr mich sind A-Twitterer eigentlich jene, die eine grosse Spanne zwischen Followern und selbst Gefolgten haben. Einer wĂ€re sicher der Lobo. http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=3634

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