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Vorschläge für ein Flat-File CMS

Mitte Dezember habe ich über mein Microblog eine Frage gestellt:

Ich möchte gerne ein ganz einfaches Flat-File-CMS aufsetzen. Hauptsächlich soll es dazu dienen, einzelne kurze Texte, etc. parat zu halten, auf die ich dann anderweitig verweisen kann.

Also so unkompliziert wie möglich, Markdown als Markup, und keine Extra-Datenbank dahinter.

Habt ihr Empfehlungen?

Robert Lender, 11. Dezember 2022

Es kamen viele Antworten. Danke nochmals an alle, die einen Input gaben. Nachfolgend möchte ich diese Anregungen nochmals auflisten. Ganz ohne Struktur. Vielleicht sind sie doch für jemande:n hilfreich.

  • Kirby ist ein ausgewachsenes CMS mit Markdownunterstützung. Es gibt Plugins und auch unterschiedliche Template. Aber es ist nicht kostenlos.
  • Bludit ist kostenlos und unterstützt ebenfalls Plugins sowie das Markdown Markup. Ich habe mir auf die Schnelle eine Seite damit eingerichtet. Es geht mehr als einfach.
  • Etherpad ein kollaborativer Online Editor. Es gibt etliche Etherpads im Web, bei denen man sich registrieren kann. Selbst Installation ist auch möglich, aber für Menschen mit meinen Kenntnissen schwierig.
  • Hedgedoc ist ein Echtzeit-Kollaborativer-Online-Markdown-Editor (um es einem Wort zu beschreiben 😉) und Open Source.
  • Blot (siehe Artikel von Maurice) ist ein zu bezahlender Online-Service. Hier kannst du ein Blog erstellen. Die Artikel selbst legst du als einzelne Markdown-Dateien in deiner Dropbox, deinem Google Drive, etc. ab.
  • MDWiki ist ein Wiki in einer Datei. Soweit ich aber sehe, ist die letzte Version von 2014. Aktueller ist da TiddlyWiki.
  • Obsidian ist eines dieser Programme, die sich selbst als „Second Brain“ verstehen und erlauben, Texte miteinander in vielfältiger Weise zu verknüpfen und zu organisieren. Obsidian baut auf Markdown-Dateien auf und bietet die Möglichkeit, einzelne Texte über die Online Version im Web zu veröffentlichen.
  • Logseq nutze ich selbst. Es bietet noch keine Webversion an. Aber es gib ein Publish Plugin, das aber einiges an Konfigurationsarbeit erfordert. Die simpelste Lösung wäre einzelne Seiten im HTML-Format zu exportieren und auf den eigenen Webspace mittels FTP zu verschieben.
  • Textpattern, wobei dies schon ein ausgewachseneres CMS/Blogsystem darstellt und eigentlich Textile als Markup verwendet (Markdown gibt es als Plugin). Nachdem jemand dieses System nannte, musste ich natürlich auch gleich auf Serendipity/S9y verweisen, ein stabiles Blog-System (aber es braucht mySQL) mit Markdown-Unterstützung und vielem mehr.
  • Hugo ist ein Open Source Framework um statische Websites zu erstellen.
  • CMSstash mit einer Übersicht über Content Management Systeme, unter anderem Flat-File-CMS,

Rund um diese Links gab es dann noch von einzelnen Fedizens (Menschen, die sich im Fediverse bewegen) auch noch zusätzliche Tipps. Nochmals danke für all die Anregungen.

Auf alle Fälle zeigt es, dass es viele Möglichkeiten und unterschiedliche Ansätze gibt, im Netz zu publizieren. Da sollte für jede:n und ihre:seine Interessen und Web-Fertigkeiten etwas dabei sein.

Schlußendlich bin ich dann selbst aber auf eine ganz andere Möglichkeit gekommen, die für mich noch einfacher zu realisieren ist.

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