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Leb wohl Evernote

Viele Jahre lang habe ich mit Evernote mein Leben organisiert. „Mein Leben“ ist vielleicht ein wenig übertrieben. Aber ich sammelte dort Belege, Notizen, Fotos, Pläne, Artikel, Weblinks und noch vieles mehr.

Meine lange „Way out – Phase“

Das funktionierte recht gut, außer dass meine Sammlung schon bald über 10.000 Artikel umfasste. Dann kam eine Phase der Stagnation bei Evernote und zwei Jahre an dem sie an einer neuen Version schraubten. Danach war alles anders. Die Funktionalitäten waren eingeschränkt, vieles funktionierte nicht mehr so ganz.

Aber so schnell wechselt man ein gewachsenes System nicht. Aber mein Verhältnis zu Evernote war gebrochen. Irgendwas lief immer schief und bis zuletzt fand ich Bugs oder Funktionen, die nicht so richtig wollten.

Das letzte halbe Jahr experimentierte ich mit anderen Plattformen. Auch wenn ich noch den perfekten Workflow für mich gefunden habe – geht das überhaupt – war es vor ein paar Wochen soweit:

Ich habe Evernote gekündigt.

Alternativen

Derzeit habe ich nicht die Alleskönner-Software in Verwendung sondern habe meinen „Datenschatz“ mehr aufgeteilt. Dazu kommen folgende Apps zum Einsatz:

Ob und wie ich Craft darin integriere – oder auch nicht – bin ich noch am tüfteln.

Über all diese Anwendungen und die Nutzung meinerseits wird es noch Folgeartikel geben.

Und wer weiß: Vielleicht entdecke ich beim bloggen darüber noch die eine oder andere Software-Perle.

10 Kommentare

  1. Ich finde Joplin sehr gut. Läuft auf Mac, Windows, Android, iOS und kann sync über webdav und verschlüsselt.

    • Joplin steht noch immer auf meiner Liste. Was mir fehlte war ein Papierkorb um versehentlich gelöschtes zu retten. Aber mit einer guten Backupstrategie liesse sich das wohl ganz gut kompensieren.

      Ich muss nochmals die Suchtfertigkeiten der einzelnen Programme vergleichen.

  2. Bei nicht selbst gehosteten Diensten bin ich immer hin- und hergerissen. Früher ™ habe ich alles immer selber gemacht und bin auch nie, na gut, selten enttäuscht worden.

    Auf der einen Seite haben Dienste, für die man bezahlen muss meist sehr weit entwickelte Features, die man gerne nutzen möchte.

    Auf der anderen Seite begibt man sich in eine nicht zu unterschätzende Abhängigkeit.

    Bezüglich Notizen etabliert sich bei mir gerade Logseq, was ich über meine Nextcloud synce und ansonsten mache ich immer mehr handschriftliche Notizen.

    Den wirklich perfekten Workflow habe ich leider noch nicht gefunden.

    • Genau vor diesem Dilemma stehe ich auch ein wenig. Wobei ich halt viele Notizen mit Attachments habe. Apple Notizen lässt so etwas blitzschnell durchsuchen. Nur bin ich halt relativ eingesperrt.

      Aber ich werde Joplin nochmals ausprobieren. Logseq sollte ich mir auch mal ansehen.

      • Die Abhängigkeit hat ja drei fatale Ausgänge:

        1. Das Preismodell ändert sich und Du bis mit dem neuen Preis nicht einverstanden.

        2. Das Featureset ändert sich. Ein Feature, was Du häufig benutzt, fällt weg oder kostet auf einmal viel Geld.

        3. Der komplette Dienst wird eingestellt.

        Gerade der dritte Punkt ist nicht zu unterschätzen, das haben wir schon sehr, sehr häufig erlebt.

        • Das stimmt. 2 und 3 kann dir mit Open Source auch passieren. Aber sofern die Daten in einem offenen Format vorliegen bzw. exportierbar sind kann ich ja noch – mit mehr oder wenig Aufwand – woanders hin wechseln oder zumindest die Daten anderweitig (mit etwas Aufwand) aufrufen.

          • So mache ich es mit Todoist – einer der wenigen Bezahldienste, die ich benutze.

            Da mache ich täglich ein Backup der Daten bei mir zu Hause.

            Offene Formate sind so wichtig.

    • So. Jetzt habe ich mir doch glatt Logseq installiert. Werde mir ein paar Videos reinziehen um das Grundprinzip besser zu verstehen.

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