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Die Lange Geschichte der Notizen Apps

Ich mag es ein digitaler Mensch zu sein. Daher habe ich recht früh begonnen alles was geht zu digitalisieren. Was eine vernünftige und sinnvolle Organisation einzelner Aspekte des Lebens aber braucht, dass sind gute Apps.

Evernote

Viele Jahre habe ich mit Evernote gearbeitet. Es war wirklich der Speicher für fast alles: Notizen, Dokumente, Bilder außerhalb des Fotoalbums, … Dann kam die Zeit, da mich Evernote immer wieder ein wenig ärgerte. Da gab es mal ein Problem und dort landeten Dateien nicht. Nichts schlimmes. Meistens ließ es sich beheben. Aber bei einem Speicherkasten für fast eh alles habe ich halt Ansprüche.

Über ein Jahr lang wurde dann Evernote umgebaut. Ich wartete. Dann kam das überarbeitete Ding. Die neue App für den Mac war so eine, die nicht speziell für den Mac designt war. Sie war langsam, hatte Bugs. Aber die Updates kamen schnell und öfters. Aber so wirklich gut fühlte es sich nicht an. Die iOS App hat eine eigene Scan-Funktion, aber schlußendlich landen hier immer nur Bilder in Evernote und keine PDFs. Das wurde von Update zu Update nicht besser. Es gibt zwar einen Offline-Modus, damit Dateien auch ohne Internet- oder Mobilfunkverbindung verfügbar sind. Doch trotz monatelanger Nutzung ist noch immer nicht alles offline verfügbar.

Evernote fühlte sich weiterhin für mich unrund an.

Apple Notizen

Da kam Apple mit seiner erneuerten Notizen App gerade recht. Ok, nicht perfekt und manches Feature von Evernote fehlte. So kann man in Apples Notizen kein Erstellungsdatum ändern. In Evernote versteckt sich das Feature aber jetzt auch, sodass ein bearbeiten von mehreren Notizen in Evernote auch keine Freude macht.

So arbeitete ich mich in Apples Notizen ein und fand es recht brauchbar und insbesondere gut in MacOS und iOS integriert. Aber die Sychronisation hakte nach ein paar Notizen. Ich lösche eine Notiz am Mac (die auf dem iPhone auch zu finden ist). Schwups ist diese nach ein paar Sekunden wieder da. Ich lege eine Notiz auf einem Gerät an und es grenzt an ein Wunder wenn sie synchronisiert wird. Ich bin etlichen Tipps nachgegangen, aber nichts half langfristig.

So gut die App auch ist. Ohne gute und verläßliche Synchronisation zwischen meinen Geräten ist sie nicht für mich brauchbar.

Damit kann ich mein Go Apple Projekt leider nur in anderen Teilen weiter fortsetzen. Aber es war und ist nur ein Experiment mit offenen Ergebnis.

Craft

Und jetzt habe ich Craft entdeckt. Craft ist eine junge Anwendung, die 2020 das Licht der digitalen Welt erblickt. Die Apps sind konsequent für iOS, iPadOS und MacOS gestaltet. Die Oberfläche ist stylisch und hat einige interessante Ansätze. Nein, Craft ist noch nicht perfekt. Aber es ist relativ neu und Updates kommen fast im Zweiwochen-Takt. Die Entwickler sind direkt ansprechbar.

Was mich an Craft so alles fasziniert und ob es Evernote vollständig ersetzen kann, dazu folgt bald ein weiterer Artikel.

4 Kommentare

  1. Michael H. Gerloff Michael H. Gerloff

    Zu „Die iOS App hat eine eigene Scan-Funktion, aber schlußendlich landen hier immer nur Bilder in Evernote und keine PDFs. Das wurde von Update zu Update nicht besser.“:

    Es gibt von Evernote die wunderbare iOS-App Scannable, mit der ich sehr viel scanne. Dabei kann ich mir aussuchen, ob ich das Gescannte als jpg oder PDF und ob ich es in Evernote oder als Dokument speichern möchte. Nachbearbeitungen sind ebenfalls möglich. Die Foto-Funktion in Evernote nutze ich eigentlich nie.

    • Scannable kenne ich. Frage ist nur, wie lange Evernote die noch unterstützt, wenn es innerhalb der Evernote App dieselben Funktionen gibt.
      Dieses Nicht-Funktionieren ist aber für mich nur ein Symptom dessen, dass ich die App in den letzten Monaten immer wieder da und dort buggy erlebt habe. Das mag der massiven Umstellungen des letzten Jahres geschuldet sein. Und vielleicht muss ich noch ein paar Monate warten und wäre wieder recht glücklich mit Evernote – oder eben auch nicht.

      • Michael H. Gerloff Michael H. Gerloff

        Scannable gibt es gefühlt schon zu lange, als daß sich für EN das Abschalten lohnen könnte. Hoffe ich 🙂
        Das neue EN läuft bei mir sehr stabil, allerdings finde ich es manchmal (gerade beim Starten) etwas langsam. Das mag aber auch den über 24.000 Notizen geschuldet sein 😀
        Nachdem ich es für mich lange eine reine Notizverwahranstalt war, nutze ich EN seit dem Umbau doch produktiver und arbeite sogar in dem Programm.

        • Ich wäre mir da nie so sicher, dass sie es nicht abschalten. Haben sie mit anderen Produkten auch getan … oder bei der Evernote App Features beim großen Update entfernt. Ich habe nicht mal die Hälfte deiner Notizen und es braucht auch ganz schön lange zum starten. Ich teste derzeit Craft. Die ist relativ neu. Noch ist sie noch nicht so mächtig wie Evernote, aber ich mag den Ansatz und Style. Mal schauen, wie ich mich in den nächsten Monaten entscheide, wie es weitergeht …

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