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Wie ist das mit Social Bookmarks?

Eine Frage eines meiner Leser ist noch offen… nämlich die nach Sinn und Einsatzzweck von Social Bookmarks.

Lassen wir zuerst natürlich wieder einmal Wikipedia zu Wort kommen. Danach erlaube ich mir mich gleich selbst zu zitieren (nachfolgendes aus dem Blog des Lehrgangs Netzkompetenz 2006)

  • del.icio.us ist mir ein wichtiges Werkzeug geworden. Hier kann ich schnell und Browser- bzw. Arbeitsplatzunabhängig interessante Links speichern und auch wiederfinden. Das “taggen” ist eine feine Sache – andererseits ist die Wahl der Stichworte und deren Kombination eine eigene Wissenschaft. Nachdem Tagging eine Fähigkeit ist, die vielen Web 2.0 Applikationen eigen ist, wäre es interessant sich damit mehr auseinanderzusetzen.
  • del.icio.us ist für mich aber auch zu einer guten Möglichkeit geworden Links weiterzureichen. Früher schickte ich Links per E-Mail etc. Nun kann ich zumindest anderen del.icio.us TeilnehmerInnen diese mittels Tag direkt posten. Für ein paar Projekte habe ich auch eigene Tags eingerichtet und somit können andere über den genauen Tag-Link meine Fundstücke immer einsehen bzw. über den speziellen RSS-Feed sogar über ihren Feedreader sich benachrichtigen lassen.
  • Nebstbei sind mir auch gleich ein paar andere Linksammler wie ma.gnolia oder scuttle untergekommen. Zweiterer ist open source und auch auf dem eigenen Webspace installierbar. Alle verfügen Sie über APIs mit denen man deren Inhalte auch in eigenen Projekten, wie dem eigenen Weblog, einbinden kann. So habe ich z.B. auch in meinem privaten Weblog einen Eintrag erstellt in dem alle mit “Web 2.0″ getaggten Links aufgelistet werden. Hier muss ich mich nicht weiter darum kümmern sondern einfach nur bei der Aufnahme von URLs in del.icio.us den richtigen Tag wählen und schonist mein Eintrag um einen Link reicher. Bei längeren Überlegungen fallen einem da sicher noch mehr Anwendungsmöglichkeiten ein.

Serendipity/S9y erlaubt es über Plugins z.B. über del.icio.us erfasste Links in der Seitenleiste anzuzeigen. Das ist natürlich praktisch um nicht redudant arbeiten zu müssen. Vorteil gegenüber dem erfassen von Links direkt in del.icio.us und Co. ist natürlich, dass diese einige Tools mitbringen. So kann ich (insbesondere in Firefox) beim Besuch einer Website diese mittels Mausklick einfach taggen (also erfassen) ohne vorher zu del.icio.us zu gehen und dort die URL einzugeben etc.

Ein Beitrag meinerseits zeigt, dass man mittels del.icio.us auch dynamische Blogeinträge herstellen kann.
Eine zweite Möglichkeit ist "Lesezeichen-Icons" bei jedem Beitrag anzuhängen, damit BesucherInnen diesen rasch in ihrer Web 2.0 Applikation erfassen können. Ob dies sinnvoll ist oder nicht, darüber hat sich u.a. auch Perun Gedanken gemacht – lest auf alle Fälle auch gleich die Kommentare mit, dass rundet das Bild wohl ein bisschen ab.
Eine kleine Übersicht über Social Bookmarking Tools findet sich bei Webmaster & SEO Blog. n-tv hat ein paar kurze Interview-Beiträge zu Social Bookmarking bereit.

5 Kommentare

  1. Das ist natürlich eine spannende Sache, erfordert aber auch grundsätzliche Überlegungen zum Mißbrauch solcher Linksammlungen.

    Es ist zB kein Geheimnis, dass ich Künstler bin und demzufolge dazu einige Bookmarks (noch lokal) habe. Was ist aber, wenn ich zB viele Bookmarks zur Band XY habe, muss ich dann mit Spam zu dieser Musik bzw. dieser Musikrichtung rechnen?

    Welche Links dabei sein sollten, muss sich natürlich jeder selber überlegen. Die Veröffentlichung von Links aus verschiendensten Richtungen gibt in Summe aber doch mehr Informationen weiter, als man möchte. Kennst du dazu irgendwelche Diskussionen, worauf man achten muss?

    • Dass man Spams gezielt zu seinen Bookmarks bekommt hätte ich noch nicht gehört/gelesen. Das wäre (derzeit) wahrscheinlich auch zu viel Arbeit für die Spammer – da ist Massenmailing einfach mal „besser“.
      Dass man mit seiner Linksammlung auch etwas über Vorlieben, Weltanschauung etc. preisgibt ist tw. richtig. Warum ich z.B. bestimmte Dinge tagge ist eine andere Frage, vielleicht aus wissenschaftlichem Interesse, vielleicht weil ich Artikel sammle die ich in meinem Blog eigentlich entkräften möchte,… Natürlich könnte man aus einer Linksammlung voreilige Schlüsse ziehen und wahrscheinlich tun dies manche auch. Aber auch bloggen beherbergt das „Risiko“, dass man falsch eingeschätzt wird bzw. Dinge preisgibt, die man eigentlich gar nicht wollte. Aber wie man mit Social Bookmarks umgeht (was man zumindest auf „privat“ stellt) ist natürlich eine Frage, der man sich durchaus stellen sollte. Diskussionen dazu kenne ich nicht, recherchiere aber gerne mal dazu, da mich das durchaus auch interessiert.

      • Ok, derzeit nutzen das Spammer eher nicht, aber Informationen, die man über sich preisgibt, sind ja mehr oder weniger „ewig“ gespeichert und sobald man dies einmal gezielt auswerten kann, hat, kann man sehr effizient „seine“ Zielgruppe bewerben.

        Ich denke da zB an Amazon, die senden mir ganz gezielt Werbung zu Produkten, die ich gekauft habe oder mir nur angesehen habe und ausnahmsweise angemeldet war.

        • Über diese Art von kommender Spam mache ich mir eher weniger Sorgen. Denn es ist mir eigentlich egal ob ich hunderte Spams zu P***verlängerung etc. oder bezüglich meiner Tags bekomme. Spam bleibt Spam. Problematischer ist sicherlich die Frage wer was gezielt über mich auswertet umso an anderweitige Informationen zu kommen. Aber mal sehen ob ich dazu ein paar Statements finde.

  2. [Source: Nur ein Blog] quoted: bestimmte Dinge tagge ist eine andere Frage, vielleicht aus wissenschaftlichem Interesse, vielleicht weil ich Artikel sammle die ich in meinem Blog eigentlich entkräften möchte,… Natürlich könnte man aus einer Linksammlung voreilige Schlüsse ziehen und wahrscheinlich tun dies manche auch.

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