Wenn ich schon zu der Aktion #BlogDasRobert aufrufe, dann ist es immer wieder spannend, was die Menschen von mir gebloggt bekommen möchten.
Armin Hanisch hat mir im Fediverse eine Frage gestellt:
Ja, ich hab was. So viele Leute, die ich kenne, schwärmen von Wien als Lieblingsstadt für einen Besuch mit Hund, von Mistkübeln an jeder Strassenecke bis zu extra Hundenzonen in Parks. Wie siehst Du als Wiener das? Und ist der Beisskorb in Bus und Bim wirklich nötig?
Ich bin kein Hundebesitzer. Aber natürlich beobachte ich ein wenig Hundehalter:innen und ihre Begleiter im öffentlichen Raum.
Vor zig Jahren war es ein Ärgernis, wo Hunde überall ihre Kothaufen hinterließen. Wie oft bin ich in so etwas hineingetreten. Die Wiener Stadtverwaltung versuchte einiges und scheiterte immer wieder.
Dann kam die Kampagne „Nimm ein Sackerl für´s Gackerl“ (eingedeutscht ungefähr: „Nimmer eine Tüte für den Kothaufen“). Es gab Strafandrohungen und es wurden kostenlose kleine Plastiksackerln fürs Hundeprodukt angeboten.
Derzeit gibt es laut der Stadt Wien 3.900 Hundekotsackerlspender – wie sie offiziell heißen. Auf der verlinkten Seite findet sich ein Wienkarte, auf der man die genauen Standort abrufen kann.
Und es funktionierte. Die Hundebesitzer ergriffen die Sackerln, bückten sich und verstauten das Gackerl. Heute findet sich kaum mehr ein Hundekothaufen im öffentlichen Bereich.
Und ja, Mistkübel gibt es etliche im öffentlichen Raum. Sie fordern auch ganz aktiv zum einwerfen auf. Laut der Magistratsabteilung 48 (die ist für den Müll zuständig) stehen rund 21.000 Mistkübel im öffentlichen Raum. Ganz subjektiv würde ich sagen, man muss nicht weit gehen um seinen Mist loszuwerden.
In meinem Umkreis (ich wohne in einem äußeren Bezirk) gibt es einige Hundezonen. Das sind Bereiche, in denen man seinen Hund frei herumlaufen lassen kann. Die Stadt Wien bietet eine Überblick über alle Hundezonen und Hundeauslaufplätze. Es gibt mehr als 200 Hundezonen und Hundeauslaufplätze mit einer Gesamtfläche von über 1 Million Quadratmeter.
Ob das Wien zu einer Hundestadt macht, möchte ich aber nicht beurteilen. Das müssten Menschen mit Hunden sagen.
Und zur letzten Frage von Armin. Ich erlebe immer wieder Hundehalter, die ihren Hund nicht im Griff haben, ihn nicht wirklich „erzogen“ haben. Da bin ich eigentlich froh, dass Beisskorb Pflicht ist. Manchmal habe ich auch Sorge um – insbesondere kleine – Hunde, wenn sie im dichten Gedränge der Bim oder U-Bahn stehen. Leicht kann man sie übersehen und auf sie treten. Und auch da wüsste ich nicht, ob sie nicht vor lauter Schreck irgendwo hin beißen.
Zum Thema Beißkorb und Leine hat die Stadt Wien natürlich auch etwas zu sagen.
Für Touristen mit Hund gibt es bei der Touristeninfo eine Übersicht.
Falls du Wiener bist, wie siehst du das? Oder gibt es noch hundefreundlichere Städte.
Das ist ein Artikel im Rahmen meiner Aktion Blog das Robert. Du kannst mir eine Frage stellen, die ich in meinem Blog beantworte. Das kann auch anonym geschehen. Es muss keine Frage sein, auch ein Themenvorschlag wäre interessant.
Alle bisherigen Antworten findest du unter dem Schlagwort BlogDasRobert.

@roblen@nureinblog.at Bei der Erstellung des Artikels habe ich gleich einiges über meine eigene Heimatstadt gelernt …
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