Zum Inhalt springen

Da war doch: Ello

Im September 2014 habe ich Ello zum ersten mal ausprobiert. Im Artikel Wenn wir nicht mehr Facebook wollen, wollen wir dann nur einen besseren Klon hatte ich mir damals ein paar Gedanken dazu gemacht.

Ello plazierte sich als Social Network, dass niemals Werbung machen würde und anders sein will.

Ich tippte einige Texte ein, postete Fotos, fand es ganz nett – aber irgendwann blieb auch ich weg.In obigen Artikel schrieb ich noch:

Außerdem: Eigentlich ist es gut, wenn neue Social Networks etwas ganz anderes probieren. Nicht das Neue-Facebook-sein-wollen sondern Wir-sind-anders-und-wer-genau-das-mag-wechselt-gerne-zu-uns.

Siehe da. In den letzten Monaten fiel mir auf, dass ich von den Ello Machern viele Mails bekam. Ello war aktiv.
Was aber ist Ello im Jahr 2016? Mein erster Blick fiel auf die Selbstbeschreibung, die im Juni 2016 ein Update erhielt. Ello nennt sich nun „The Creators Network“ und definiert sich

Ello is the only network designed for creators, by creators. A robust and growing community of artists, designers, musicians, illustrators, photographers, architects, GIF makers – creators, who understand that our process, practice, values and passions can push the world forward in a better direction.

Diese Ausrichtung merkt man, wenn man die Kategorien auf Ello ansieht, unter denen man Artikel und User finden kann. Auch Wired ist dies aufgefallen, siehe Artikel „Remember Ello? You Abandoned It, But Artists Didn’t.

Wenn man mag, bekommt man regelmäßig Mails von Ello, die neue Werke kuratieren und bewerben.

Die KünstlerInnen selbst können seit kurzem über Ello (indirekt) Geld verdienen. Denn Artikel können nun mit einem Kaufen Button versehen werden (siehe auch Artikel in PR Newswire. Wie gut das funktioniert kann ich nicht sagen, bei einigen KünstlerInnen fand ich zumindest einen „Grünen Dollar Button“.

Ein weiterer kürzlich hinzugefügter Button ist Hire Me – damit sollen KünstlerInnen leichter in Kontakt mit Kunden kommen.

Der deutschsprachige Raum dürfte Ello spätestens 2015 vergessen haben. Bei einer ersten Suche fand ich keine einzige Meldung aus dem Jahr 2016.

Fazit: Die Ello Macher sind rege dabei ihr Netzwerk für KünstlerInnen zu bewerben und zu etablieren. Es ist zwar kein Facebook-Killer geworden, aber es hat eine „NIsche“ gefunden. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

Die Aktion „Da war doch“: In meinem Feedreader liegen viele markierte Beiträge, die mir irgendwann einmal wichtig waren. Mit „Da war doch“ gehe ich die Artikel durch und klicke mich weiter um zu schauen, was denn aus so mancher Ankündigung, Hinweis oder Vermutung geworden ist. Wer mitmachen will, einfach #dawardoch als Hashtag verwenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.