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Mein Notizbuch #3 – Notizbuch-Systeme

Wer ein Notizbuch führen möchte steht natürlich als erstes vor den Fragen, welches System und welchen Anbieter man wählen sollte.

Fotos eines Notizbuchausschnitts, Schriftzug "Das neue Notizbuch - Ein Test"

Ich will jetzt gar nicht beginnen alle Notizbuchanbieter aufzuzählen, das kann man sich ganz gut in der Seitenleiste des Notizbuchblogs durchklicken.

Nachfolgend möchte ich die unterschiedlichen Ansätze, die es so gibt ein wenig durchgehen. Wenn ich dabei hin und wieder Hersteller nenne, dann ist das keine Werbung – ich habe vieles davon noch nie getestet. Es soll euch nur helfen, das geschriebene nachzuvollziehen, da Bilder (auf den Herstellerseiten) wohl mehr helfen als manche Erklärungen.

Das klassische Notizbuch

Auch beim klassischen Notizbuch muss man sich zwischen vielen Herstellern und auch Varianten unterscheiden. Einige Fragen, die man sich dabei stellen kann:

Welche Farbe und welches Material soll der Einband haben (Karton, Leder,…). Viele Hersteller machen aus dem Einband wahre Kunstwerke. Einige Einbände lassen sich auch beschriften. Hilfreich, wenn man mehrere Notizbücher führt oder sie archivieren möchte. Manche Hersteller bieten Aufkleber für die Archivierung an.

Wie sollen die Blätter zusammengehalten werden: Heftung oder Klebung. Hier gibt es ebenso eine Vielzahl von Qualitäten. Wichtig ist vielleicht die Frage, wie gut sich die einzelnen Seiten aufschlagen lassen – kann ich somit ein aufgeschlagenes A5 Notizbuch als ganze A4 Seite nutzen oder wölbt sich der innere Rand doch zu sehr.

Einige Notizbücher haben alle Seiten oder ein paar am Schluss perforiert, sodass man diese leicht heraustrennen kann. Praktisch, wenn man eine Notiz weitergeben möchte.

Natürlich ist auch die Qualität des Papiers eine Frage. Scheint jeder Strich auf die andere Seite des Blattes durch und verwischt die Tinte meiner Füllfeder?

Auch kann das Papier unterschiedliche Farben haben: z.B. Weiß, Creme oder eher gräulich.

Neben der Farbe kann das Papier, die einzelne Seite, unterschiedlich bedruckt sein. Mag ich dabei lieber ganz leere Seiten, kleine Punkte oder kariertes oder liniertes Papier. Ebenso finden sich Notizbücher, die jeder Seite durchnummerieren – praktisch, um Verweise auf andere Seiten zu notieren. Dies unterstützen Notizbücher, die ein eigenes Inhaltsverzeichnis anbieten.

Darüberhinaus gibt es noch eine Vielzahl von Vordrucken, wie Datumsfelder, oder ganz spezielle Bücher, die ihre eigenen Notiz- und Todo-Systeme umsetzen (aber dazu ein andermal)

Ein Notizbuch soll auch beim Transport geschlossen bleiben. Da hilft ein einfaches Gummiband, ein Schloss oder andere Mechanismen.

Für Visitenkarten, Post-its oder ähnliches haben manche Notizbücher eigene Falttaschen in den Einbänden.

Will man den Ort der aktuellen Notiz markieren hilft ein Lesezeichen(band). Manche Notizbücher bieten auch zwei.

Schlussendlich darf man sich noch überlegen, ob A4, A5, A6 oder eine ganz andere Größe am praktikabelsten für einen ist.

Ach ja, der Stift will auch noch verstaut sein. Hier bieten einige Hersteller eine integrierte Schlaufe oder andere wie der Pen Loops einen zum „nachrüsten“ durch einkleben. Damit ist dieser auch für andere Notizbücher gut verwendbar. Oder man bastelt sich selbst einen Notizbuch Hack für Stifte.

Selbst zusammenstellen

Klassische Notizbücher haben einen Nachteil. Man kann Blätter nicht einfach so entnehmen und an anderer Stelle einfügen. Man kann nicht karierte Seiten und linierte mischen.

An diesem Problem haben einige Hersteller gearbeitet. Nachfolgendes als Beispiel für die Möglichkeiten.

X17 ist quasi ein Einband mit einigen „Gummiringen“ In diese lassen sich dann einzelne Hefte (oder ähnliches) einhängen. So kann man damit z.B. ein Heft für Arbeits- und das andere für private Notizen führen. Wenn eines voll, lässt sich einfach dieses Heft im Notizbuch austauschen. Oder man trennt Besprechungsnotizen und Mindmaps und ToDos.

Eine Weiterentwicklung aus dem gleichen Hause ist X47 das mit Federschienen arbeitet.

Ein wenig ähnlich – nämlich mit Klammern – arbeitet Roterfaden Taschenbegleiter.

Mit dem Midori Traveler Notebook kommen eine Vielzahl von Einlagen, die man selbständig im Notizbuch kombinieren kann.

Moduletto – ein Produkt aus Österreich – geht einen etwas anderen Weg. Es gibt zwar auch ein Gummiband, aber hier werden speziell geformte Blätter zwischen zwei Karton-Einbände (Vorder- und Rückseite) eingespannt. Während man bei X17 mit etwas Improvisation noch andere Hefte etc. einhängen kann ist das wohl bei Moduletto nicht möglich. Aber das System klingt trotzdem interessant und ich werde es mir in Bälde ansehen bzw. das Geschäft in Wien bald besuchen gehen.

Den wohl schrägsten Ansatz habe ich bei Rekonect entdeckt, dass gerade bei Kickstarter läuft und schon jetzt ausfinanziert ist. Hier werden die einzelnen Seiten mittels Magneten an ihrer Stelle gehalten. Es ist wohl das System (zumindest wirkt es auf dem Video so) bei dem man am einfachsten Seiten austauschen kann.

Vom Papier ins Digitale

Manch eineR notiert auf Papier, will aber die Notizen dann doch gerne digital speichern.

Wer es einfach machen will, für den gibt es eine Vielzahl an Apps fürs Smartphone, dass Notizbuchseiten (und vieles andere) in guter Qualität scannt, ordnet und als JPG oder PDF nach iCloud, Evernote, Dropbox und Co speichert.

Einige Notizbuch Produzenten versuchen auf den Zug aufzuspringen und bieten spezielle Editionen ihrer Notizbücher an.

Die einzelnen Seiten Evernote Notebooks by Moleskine werden von der Evernote Smartphone App speziell erkannt und (trotz karierter Seiten) reinweiß abgespeichert. Wer mag kann noch kleine Sticker auf die einzelnen Seiten kleben. Je nach Sticker werden die Seiten in unterschiedlichen Notizbüchern in Evernote abgelegt.

Ähnliches bietet Leuchtturm1917 mit Whitelines an – spezielle Notizbücher und eine App, die das digitalisieren vereinfachen soll.

Moleskine hat ein Livescribe Notebook im Angebot, dass insbesondere mit dem Livescribe 3 Smartpen zusammenarbeitet.

Selbst basteln

Und dann habe ich noch hunderte Seiten „gefunden“, die zeigen, wie man sich Notizbücher (oder ähnliches) selbst basteln kann.

Viel zu viele um sie alle aufzuführen. Wer erste Anregungen sucht probiert doch z.B. den Suchbegriff „Notebook DIY! auf Pinterest.

Für ein ganz ganz winziges Notizbuch aus einem A4 Blatt (du brauchst nur eine Schere) gibt es die eine Anleitung How to maximize your used paper.

Neben der geheimen belgischen Bindung finden sich zig Anleitungen im Netz wie man ein Notizbuch binden kann.

Nicht ganz ein Notizbuch

Und wenn man so sucht findet man viele andere Ansätze Papier zu einem Notiz-System zu verbinden.

X17 bietet mit Mind-Papiers eine Hülle plus Haltung für Karteikarten.

Leider ist mir der Link „entglitten“. Auch ein Clipboard/Klemmbrett kann sehr interessant gestaltet werden. So habe ich eine Variante gesehen, die Zettel und Postits miteinander kombinierte. Wenn ich sie wieder finde, dann gibt es einen Artikel dazu.

Rückblick und Vorschau

Habt ihr noch weitere Hinweise auf Notizbuch-Systeme? Bitte nur her damit.

Als nächstes folgen von mir Artikel über meine Fundstücke, wie man Notizbücher organisieren kann. Außerdem möchte ich euch die Version 0.9 meines eigenen Systems vorstellen.

Bisher erschien in meinem Blog dazu:

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