Aufgrund meines Artikels Mein Leben als Barcamper hat Henriette nochmals nachgefragt, ob ich mich nicht doch ein wenig als „Barcamp-Nomaden“ sehe. Ein wenig verspätet eine Antwort dazu. Nochmals Wikipedia zitiert:
Als Nomaden (altgr. νομάς nomás, „weidend“, „herumschweifend“) werden Menschen und Gesellschaften bezeichnet, die aus kulturellen, ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen eine nicht sesshafte Lebensweise führen. In übertragener Bedeutung, unter Abhebung auf das Umherziehen von Ort zu Ort, wird das Wort in jüngerer Zeit auch für sogenannte „Mietnomaden“ oder „Jobnomaden“ verwendet, letztere verstanden als Personen, die aus eigener Entscheidung keine dauerhafte berufliche Anstellung anstreben, sondern die Stellung und in Verbindung damit auch den Wohnort häufig wechseln.
Die Wikipedia kennt aber auch den Digitalen Nomaden.
Digitale Nomaden arbeiten typischerweise mit Remote-Internet-Technologie – von zu Hause, im Hotel, im Kaffee, im Internetcafé oder in öffentlichen Bibliotheken. Ihr Arbeitsplatz ist zumeist dort, wo Internet-Zugriff besteht.
In der Regel handelt es sich um Wissensarbeiter, die ihre Arbeit dank dem Internet unabhängig von einem bestimmten Ort ausführen können.
Nun, auch so ein Digitaler Nomade bin ich nicht. Aber ich wandere durchaus … von Barcamp zu Barcamp.
Nicht nur, dass ich DAS eine Barcamp regelmäßig in meiner Heimatstadt besuche. Mal Wien, mal Graz, mal Vöcklabruck, mal Linz – mal 20 Teilnehmer/innen und mal 250.
In diesem Sinne packe ich mein iPhone, iPad – sprich meine Arbeitsgeräte, die ich auch zu Hause habe – und bewege mich zu einem Barcamp.
Als Barcamp Nomade stellt man bei einem Barcamp seinen Lagerplatz auf. Einchecken auf Foursquare (jetzt Swarm), Nutzung des speziellen Hashtags, Eintrag im Barcamp-Wiki,…
Barcamp-Druide 😉
Ehrlich gesagt fühle ich mich aber eher manchmal als Barcamp „Druide“. So meint die Wikipedia:
Ein Druide wäre demnach ein „besonders weit Sehender“ oder „besonders viel Wissender“
Versteht mich nicht falsch. Nicht dass, ich meinen Weitblick als besonders einschätze. Noch bin ich einer, der besonders viel über das Internet und seine Technologien weiß.
Aber ich habe viele Barcamps besucht, tausche mich mit Menschen über die Thematik aus und blogge auch darüber.
In diesem Sinne versuche ich zumindest in die Zukunft der Barcamps zu blicken und habe doch einiges an Wissen (oder nennen wir es lieber Erfahrung) gesammelt. So passiert es mir doch manchmal, dass ich von Barcamp-Teilnehmenden gefragt werde, wie es bei anderen Camps so sei, wie es dort abläuft oder wie ich denn so die eine oder andere Barcamp Regel interpretieren würde.
Und wenn ich schon selbst nicht „besonders weit sehe“, so versuche ich doch, mit anderen gemeinsam (Barcamp-like, in Sessions, in Pausengesprächen) weiter in die Zukunft zu blicken und neue Ideen zu entwickeln.
Leider ist es mir noch nicht ganz gelungen, das auch umzusetzen. Bloggen, ja. So findet ihr Artikel über Ideen wie „FlipCamp“, „PubCamp“ oder den „WebPlausch“ und einiges mehr.
Doch einen Bart zu haben und weise zu lächeln genügt mir nicht ganz. Daher wird es wohl an der Zeit auch entsprechend tatkräftig an der Weiterentwicklung der Barcamps mitzuwirken. Vielleicht ist dieser Artikel der erste Schubs für mich in diese Richtung.

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