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Mein Leben als Barcamper

Die @hzirl hat meine Aktion Auch 2014: 10 Fragen – 10 Antworten sehr ernst genommen und mir weitere Fragen zum Thema „barcampen“ geschickt, die ich gerne beantworte.

T-Shirts

Lampe, davor liegen auf einem Tisch übereinander gestapelt und zusammengerollte T-Shirts

Frage: Du hast ja mal ein Bild von deinen ganzen Barcamp T-Shirts gepostet – trägst du die auch oder sind die mehr ein Souvenir für dich? Die sahen ja fast makellos aus :).

Nun, ich trage sie nicht so oft. Es gab früher nur maximal XL-Shirts, noch dazu eng geschnitten. Mit meiner wohlabgerundeten Figur pass(t)e ich einfach nicht hinein. Mit der Umstellung meines Lebensstils wurde und wird das aber anders. Ein Shirt habe ich aber schon so oft getragen, dass „Barcamp Vienna“ nicht mehr zu lesen ist – die Waschmaschine ist schuld.

Am Barcamp Traunsee 2008 gab es für mich eine besondere Überraschung. Ein einziges Mehrfach-X-L-Shirt, nur für mich. Nochmals danke an die OrganisatorInnen für diese kleine inklusive Geste 🙂

Barcamp-Nomade

Frage: Würdest du dich als Barcamp-Nomade bezeichnen? 😉

Was sagt die Wikipedia zu Nomaden:

Als Nomaden (altgr. νομάς nomás, „weidend“, „herumschweifend“) werden Menschen und Gesellschaften bezeichnet, die aus kulturellen, ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen eine nicht sesshafte Lebensweise führen. In übertragener Bedeutung, unter Abhebung auf das Umherziehen von Ort zu Ort, wird das Wort in jüngerer Zeit auch für sogenannte „Mietnomaden“ oder „Jobnomaden“ verwendet, letztere verstanden als Personen, die aus eigener Entscheidung keine dauerhafte berufliche Anstellung anstreben, sondern die Stellung und in Verbindung damit auch den Wohnort häufig wechseln.

Wikipedia

Nun, in diesem Sinne bin ich keiner, da ich meinen Mac zu Hause stehen habe und von zu Hause blogge, twittere,…

Andererseits treibt es mich immer wieder hinaus. Ich möchte mit Menschen zusammentreffen, mich direkt vor Ort vernetzen und Neues kennenlernen. Mobile Geräte wie mein iPad ermöglichen mir dabei auch digital vernetzt zu bleiben und die Erfahrungen und Erkenntnisse ins Netz zu vermitteln bzw. auch andere Menschen in meine kleinen Reisen einzubinden.

Ever and ever

Frage: Warum fährst du immer wieder auf Barcamps?

Eintausend Gründe. Das Veranstaltungsformat ist für mich immer wieder faszinierend. Was machen die einzelnen OrganisatorInnen und die TeilnehmerInnen (bzw. TeilgeberInnen) daraus.

Ich lerne neue Menschen kennen, sehe manches Twitterprofil zum ersten mal auch offline als Menschen und freue mich „alte“ Bekannte wieder einmal zu treffen.

Barcamps sind für mich die Sessions, in denen ich neues erfahre. Manchmal setze ich mich zu einem Thema, dass mir so rein gar nichts sagt, dass mich auf den ersten Blick gar nicht so interessiert – einfach um meinen Horizont ein wenig zu erweitern. Im schlimmsten Fall hat mich das 40 Minuten Lebenszeit gekostet. Und schlussendlich gibt es bei Barcamps die Abstimmung per Fuß, d.h. ich kann mittendrin noch immer rausgehen.

Es sind auch die Pausengespräche, die Gespräche nach den Sessions. Manch eineR hat beim Barcamp einfach mehr Zeit. Man kommt ins Reden, entwickelt aus dem gesamten kreativen Umfeld heraus eine neue Idee, ein neues Projekt.

Barcamps sind für mich auch ein Aussteigen aus dem Alltagstrott, ein paar Stunden oder Tage in denen ich alte Bahnen verlasse (zumindest teilweise) und mich auf Neues einlassen kann.

Ich glaube ich sollte mal ein längeres Plädoyer für Barcamps verfassen um meine Argumente ein wenig tiefgründiger darzulegen.

Eines kann ich für mich nur festhalten. Ich bin noch von keinem Barcamps zurückgekommen ohne neue Ideen, Anregung oder zumindest die Motivation wieder aktiv werden zu können.

Barcamps sind daher für mich auch ein wenig die Inseln zum auftanken in meiner Fahrt meinem kleinen Schiff namens „Nur ein Blog“ 🙂

Danke

Danke Henriette für die Fragen. Ich freue mich immer wieder aus Fragen heraus etwas zu bloggen. Wenn du auch eine hast, dann schreib mir einfach.

4 Kommentare

  1. Danke für deine langen ausführlichen Antworten :). Würdest du dich nun ein klein wenig als Barcamp-Nomade bezeichnen? Ich hab diesen Begriff irgendwann einmal für mich erfunden, als ich Leute kennengelernt habe, die regelmäßig quer durch Österreich auf verschiedene Barcamps fahren :). Hat doch etwas von einem Nomaden-Dasein, oder?

    • Du lässt nicht locker 🙂

      Die Antwort wird aber nicht kurz … und daher tippe ich in meine nvALT App und werde das in Kürze verbloggen.

      • Wenn ich was wissen will, kann ich sehr hartnäckig werden ;-).

  2. Aufgrund meines Artikels Mein Leben als Barcamper hat Henriette nochmals nachgefragt ob ich mich nicht doch ein wenig als “Barcamp-Nomaden” sehe. Ein wenig verspätet eine Antwort dazu.Nochmals Wikipedia zitiert Als Nomaden (altgr. νομάς nom

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