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Tumblr, WordPress und der Rest

h2. Vorab

Diesen Artikel habe ich im Juni 2011 geschrieben aber nie veröffentlicht. Jetzt wieder „ausgegraben“ wollte ich ihn nicht löschen, denn manche Fragen sind noch immer aktuell bzw. diskussionswürdig (nun, das wird man sehen…). Also hier ist er

h2. Was sagen Zahlen

Mashable hat die Zahlen der gehosteten Blog zwischen „WordPress“:http://wordpress.com und Tumblr „verglichen“:http://mashable.com/2011/06/15/tumblr-surpasses-wordpress/. Mit 20,8 Millionen Blogs hat „Tumblr“:http://tumblr.com wordpress.com mit knapp weniger anscheinend zum ersten mal überholt.

Was sagt uns das?Zuerst einmal recht wenig.

Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich auf beiden Plattformen ein Blog schon mal schnell anlegen lässt, aber ob es dann wirklich befüllt wird oder dumpf vor sich hin brütet ist eine andere Geschichte.

Tumblr gab zwar an diesem Tag an, dass rund 31 Mio Posts getätigt wurden. Aber gerade bei einem Blog wie Tumblr ist das nicht aussagekräftig. Denn die Eigenart von Tumblr ist es ja über diverseste Apps etc. rasch Fundstücke aus dem Netz ins sein Blog zu posten – ganz ohne eigene Schreibarbeit.

So ist – rein theoretisch – vorstellbar, dass nur eine Million aktive NutzerInnen halt täglich ihre 30 Fundstücke schnell mal beim lesen von Websites, ihrer Feedreader, der Timeline auf Twitter etc. in Tumblr stecken.

An sich ist die Zahl recht irrelevant. Denn schlußendlich ist die wichtige Frage, ob die jeweiligen Betreiber genügend Geld hereinbekommen um den Dienst auch längerfristig betreiben zu können.

Doch wie sieht es z.B. bei „Posterous“:http://posterous.com aus? Leider bietet dieser Dienst keine Kennzahlen. Vielleicht könnte man mittels der „neuen Posterous API“:http://posterous.com/api etwas herausfinden. Meiner einer ist dazu technisch aber nicht in der Lage.

Aber nochmals.

h2. Was sagen uns die obigen Zahlen?

* Schnelles bloggen – quasi á la Twitter – wird beliebter?
* Tumblr wird nicht als Blog wahr genommen. WordPress hingegen schon und wer will sich so etwas antun?
* Rein gar nichts, weil sie eine Momentaufnahme sind?
* Dass wir nicht vergessen dürfen, dass WordPress auch in einer selbst zu hostenden Variante vorliegt, die hier nicht mit gerechnet wurde?
* …

Bei den selbst gehosteten Blogsystemen ist WordPress quasi Monopolist. Aber auf dem Weg in die Cloud stellt sich die Frage, wer noch überhaupt etwas selbst hosten, selbst administrieren will. Wer hat die Zeit bei all den Diensten sich noch um die Technik dahinter kümmern zu wollen/müssen?

Ist das ein Trend, dass einfache und schnelle Dienste im kommen sind. Nur ja nicht zu viel in Einstellungen, etc. investieren – lieber einfach, schnell nutzen können?

Heute versuche ich dazu noch keine Antwort zu finden. Manchmal muss man Fragen einfach reifen lassen.

3 Kommentare

  1. Ich für meinen Teil finde Dienste alla tumblr/pinterest sehr angehm um mal eben schnell irgendwas zu posten und zu veröffentlichen – ähnliches eines kleinen Notiz- oder Tagebuches. Im Idealfall kann ich noch eine Domain aufschalten und schon ist das Thema für mich durch und erledigt. Extended Twitter quasi – passt und erfüllt seinen Zweck.

    Mit WordPress hingegen werde ich nicht warm – es ist zwar oft vertreten, kann vieles (wenn man ordentlich mit Plugins und diversen PHP Schnipseln nachhilft) ist aber meines Erachtes überbewertet. Und bis ich da ein Theme so umgebaut oder selbst erstellt habe wie ich es will ist die Lust und Idee an der Seite meist schon wieder vergangen. Was das angeht bin und bleibe ich Textpattern treu – wahrscheinlich komme ich damit auch nur deshalb so gut zurecht, weil ich es seit Ewigkeiten einsetze und quasi von Anfang an nutze.

    • Eben. Das System, dass man nutzt ist immer das Beste – weil man mit den Mucken zu leben gelernt hat und es auch ausreizen kann.

      JedeR hat andere Bedürfnisse und daher ist es schon gut, dass es unterschiedliche Systeme gibt.

      Meiner einer möchte wieder mehr im eigenen Blog schreiben, die selbst gehostete Insel begrünen. Daher auch meine Intention mein Sideblog bei Posterous langsam aufzulösen…

  2. Bedenken sollte man vielleicht noch, dass man im Gegensatz zu Tumblr bei wordpress.com keine eigene Domain aufschalten kann bzw. das nur kostenpflichtig und mit wenig Kontrolle.

    Nach einigem hin und her bin ich jedenfalls auch wieder beim Selbsthosten gelandet.

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