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#FediJune

MIt Ende April bin ich ein wenig in das Fediversum eingetaucht und habe insbesondere das soziale Netzwerk Mastodon kennengelernt.

In dem einem Monat konnte ich viel dazu lernen und auch einiges zum Nachdenken über geschlossene und offene System bekommen.

Für den Monat Juni habe ich mir nunmehr selbst ein Experiment „verordnet“. Ich probiere einen #FediJune.

In diesem Monat möchte ich nicht aktiv auf Facebook, Instagram und Twitter posten. Das heißt, von meiner Seite aus Postings beginnen. Antworten werde ich natürlich, weil ich verweigere mich ja nicht der Kommunikation an sich. Und mein WordPress wird weiter automatisiert Artikel nach Twitter werfen.

Aber alles was ich von mir aus poste, das sind Texte und Bilder, werde ich allein im Fediverse machen. Meine Hauptplattform wird mein @roblen Account auf microblog.at sein. Mein Blog lasse ich nicht allein – weil das ist und bleibt das Kernstück meines Schreibens.

Warum?

Weil ich es kann, würde ich sagen. Ich bin kein Influencer, der unbedingt Likes braucht. Ich nehme kein Geld über das Netz ein und brauche mich nirgends zu beweisen.

Ich möchte einfach nur schauen, ob sich meine Kommunikation verändert. Microblogge ich anders? Gehen mir Facebook, Twitter und Instagram ab?

Eigentlich ist der Juni kein guter Monat. Ich weiß jetzt schon, dass ich beruflich viel zu tun habe und ich vielleicht gar nicht viel Lust und Laune habe, um mich auf Mastodon zu bewegen. Andererseits erwartet dort niemand, dass ich viel poste. Und kein Algorithmus bestraft mich dafür.

Was mache ich in Mastodon?

Ich schreibe zwar manchmal vom Fediverse, also all den Diensten, die untereinander verknüpft sind. Aber hauptsächlich habe ich Mastodon kennengelernt und schreibe daher lieber vorerst nur darüber.

Wie ich oben schon schrieb. Es gibt keinen Algorithmus. Artikel kommen in meinem Timeline, in dem Moment in dem sie gepostet werden. Allein wenn jemand den Artikel boostet (was einem Retweet auf Twitter entspricht) kann er in meiner Timeline später auftauchen. Möchte ich mehr lesen, gehe ich in die Zeitleiste der miteinander verbundenen Server oder auf einen bestimmten Server.

Auf Mastodon fand ich schon etliche Fotobegeisterte Menschen. Folgt man manchen Profilen, so bekommt man kreative Fotos in seine Zeitleiste, Tipps zum fotografieren und interessante Geschichten über Fotograf:innen und das Thema Fotografie.

Das zweite für mich interessante Thema ist Open Source. Es finden sich etliche Entwickler:innen und Anwender:innen. Und als ich eine Frage zum Thema Hosting stellte, waren da gleich etlichste Antworten. Und – siehe Thema Algorithmus und Zeitleiste – viele der Antwortenden folgen mir nicht, noch folge ich ihnen. Sie haben meine Frage in der allgemeinen Zeitleiste gesehen und geantwortet.

Ja, das Antwortverhalten ist generell hoch und das Gesprächsklima in den meisten Ecken sehr gut. Dort, wo es besonders schlimm abgeht, sind es Server, die die anderen Serverbetreiber schon blockiert haben. Damit kommen deren Diskussionen gar nicht bis zu mir.

Schlußendlich fasziniert mich der technische Ansatz von Mastodon bzw. des Fediverse. Es gibt keinen Besitzer des Netzwerks, keine einheitliche Software. Jede:r kann mit einem eigenen Werkzeug mitmachen, mitreden, sofern dieses Werkzeug die gemeinsame Schnittstelle AcitivityPub verwendet.

Das ist aber nicht nur technisch interessant, sondern auch eine netzpolitische Frage. Das Fediverse unterstützen, heißt auch ein Netz von vielen für alle zu unterstützen und nicht den Monopolisten in die Hand zu spielen. Naja, so mal die Theorie.

Mein Juni im Fediversum

Vielleicht bietet mir mein #FediJuni die Möglichkeit ein wenig tiefer in das Fediversum einzutauchen um mir klar zu werden, wie ich weiter mit den großen kommerziellen Anbietern umgehen möchte. Vielleicht schaffe ich es auch ein paar andere Dienste des Fediversums kennenzulernen.

Soweit ich Zeit finde möchte ich einzelne Lernschritte gerne mit euch auch hier im Blog teilen.

Und wer jetzt Interesse hat und ebenfalls einen #FediJuni probieren will. Ja, für den oder die stehe ich gerne für Fragen oder Hilfestellung (soweit ich mich schon auskenne) zur Verfügung.

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