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Weniger Musik (Lärm) im Alltag

Auf der BIZEPS Website finde ich heute den Artikel „Ruhe bitte. Bitte!„.

Der Artikel macht deutlich, dass Lärm und Hintergrundmusik im Alltag oft unterschätzt werden. Was für manche nebensächlich ist, kann für andere, etwa für neurodivergente Menschen oder Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, zur echten Belastung werden. Der Text plädiert deshalb dafür, Stille nicht als Luxus, sondern als wichtigen Bestandteil von Barrierefreiheit zu betrachten.

Der Artikel hat mir quasi aus der Seele gesprochen. Ich habe daher gleich mal kommentiert (im Moment noch nicht freigeschalten):

Danke für diesen Artikel. 
Obwohl nicht neurodivergent empfinde ich lautstarke Musik in Geschäften und Lokalen oft störend, manchmal sogar unerträglich.
Insbesondere starker Bass tut mir fast körperlich weh und lässt mich Geschäfte rasch wieder verlassen. 
Und auch wenn ich die Musik (als Geräusch) halbwegs vertrage. Warum muss ich mich auf den Musikgeschmack des Lokalbetreibers, des Geschäftspersonals einlassen. 
Wenn ich mit gutem Essen und netten Menschen einen feinen Abend verbringen möchte, dann gehört auch die richtige Musik dazu (sofern ich überhaupt Musik dazu hören möchte) – und nicht die, die jemand Fremder für mich auswählt.
Ich sollte wohl öfters Lokalinhaber darauf hinweisen, dass ich „ihre“ Musik nicht brauche. Lokale könnten sich als „Musikfrei“ auszeichnen. 
PS: Die Idee U-Bahn-Stationen zu beschallen wurden ja glücklicherweise schnell wieder aufgegeben.

Comicartige Illustration eines überfüllten Lokals: Mehrere Menschen sitzen an Tischen, halten sich genervt die Ohren zu oder versuchen vergeblich, miteinander zu sprechen. Um sie herum prasseln verschiedenste Lärmquellen auf sie ein – dröhnende Lautsprecher, Motorradgeräusche, Baustellenlärm, ein Megafon, Fluglärm und laute Knalleffekte. Sprechblasen und Geräuschwörter verdeutlichen das akustische Chaos.
Das Bild wurde mit einer KI erstellt

Ich frage mich, warum in jedem Lokal Musik gespielt werden muss. Oft ist es keine speziell ausgewählte Musik, sondern ein Musiksender, der leise im Hintergrund läuft. Solange es leise ist, ist es noch erträglich, aber es gibt auch Lokale, in denen dadurch ein Gespräch über den Tisch hinweg nur noch schwer möglich ist. 

Vielleicht sollte ich wirklich öfter aufstehen und dem bzw. der Lokal- bzw. Geschäftsinhaber:in sagen, dass ich das als störend oder sogar belästigend empfinde.

Oder stört das sonst kaum jemanden? Und wenn es schon nicht stört: Braucht ihr Dauermusik in Lokalen und Geschäften?

4 Kommentare

  1. Mo Mo

    @roblen Musik nervt mich auch überall. Wie Du sagst, ist es oft nicht mein Geschmack. Es ist oft viel zu laut, so dass man sich anschreien muss oder am nächsten Tag heiser ist.

    Noch schlimmer finde ich Radio in Hotels, Restaurants und Geschäften. Ich mag kein Gerede, Nachrichten oder Verkehrshinweise hören.

    Ich finde es eine gute Idee, wenn wir zukünftig, Lokalbetreiber darauf aufmerksam machen.

    • Robert Lender Robert Lender

      @motroet Ja, Radio ist eigentlich schräg. Hier will man nicht mal Stimmung verbreiten sondern bietet rein nur eine Geräuschkulisse.

      Probieren wir es aus mit dem aufmerksam machen aus. Vielleicht hilft es ja bei manchen zum umdenken.

  2. In Cafes finde ich Musik okay. Da geht es um die Stimmung, zudem dämpft das ein bisschen wieviel man von den Gesprächen der anderen Tische mitbekommt (und sie vom eigenen). Darf halt nicht zu laut sein, und fehlende Lärmschlucker sind bei modernen Cafedesigns bzw Restaurants nochmal ein eigenes Thema. Dass es nicht meine Musik ist ist okay, ich sitze ja mit Grund nicht in meinem Wohnzimmer.

    Wo ich Musik als nervig empfinde ist der Supermarkt. Dann am besten noch der Jingle und eingesprochene Werbung dazu, urgs. Und die Musikauswahl spielt da auch rein, die ist bei meinem bevorzugten Markt abends angenehmer als tagsüber. Gar keine Musik wäre aber am besten.

    • Stimmung finde ich ja in Ordnung. Dann wählt aber jemand bewusst die Musik für dieses Lokal aus – zumindest die Stilrichtung. Und ich gehe vielleicht sogar dorthin, weil das für mich gut passt. Gute Musik, gute Getränke, gute Stimmung.
      In Gastwirtschaften oder Restaurants ist das für mich schon ein wenig anders. Ein wenig klassische Musik im Hintergrund mag für das eine Lokal auch ganz passend sein. Bezüglich Gespräche: Manchmal ist es leider so, dass (wie du schreibst) die Akustik des Raums alles verstärkt. Menschen reden, alles wird lauter. Die Musik macht alles noch unverständlicher, alle werden noch lauter.

      In den großen Supermarktketten gibt es ja schon eigene Radiosender mit Werbejingles etc. Im besten Fall kann ich es ausblenden oder sie spielen mal ein Lied, dass ich gerade mag. Ansonsten wäre ein „stiller“ Supermarkt aber noch besser.

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