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Testbericht SonyEricsson K700i von Dreamer

Testbericht SonyEricsson K700i von Dreamer

Einleitung

Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Testbericht überhaupt. Wieso ich mich für das SonyEricsson K700i entschieden habe? Das kann ich ganz gut erklären: Eigentlich wollte ich auf den Nachfolger vom PalmOne Treo600 warten. Da ich aber überraschenderweise einen Palm Tungsten T3 bekommen habe, hat sich das natürlich erledigt. Das TelMeT919 ist mir dann zu gross geworden. Also suchte ich nach einem handlichen Telefon mit vielen Funktionen. Als Nokia-Hasser konnte ich schon mal mit einem lächeln auf das 6230 verzichten. Wer will schon ein Handy mit schlechter Verarbeitung und einem Miniatur-Display? Ganz wichtig war für mich Bluetooth, damit ich kabellos mit dem T3 kommunizieren kann.

Ich hatte dann noch das K700i und das Motorola E398 zur Auswahl. Ich entschied mich fürs K700i weil es vor allem günstiger zu haben war. Der erweiterbare Speicher ist zwar ganz nett, aber mit da ich mit dem E398 nicht die SD-Karten vom T919 hätte benutzen können, spielte das auch keine grosse Rolle mehr. — Gekauft hab ich das K700i in einem normalen Elektronik-Laden in der Nähe, welchen ich mit einer Preissuchmaschine ermittelt hatte. 😉 Natürlich musste es ein Brandingfreies Gerät sein. Ich möchte nicht für einen falschen Klick sofort Verbindungsgebühren bezahlen.

Technische Daten

Display176×220 pixel, Color LCD mit 65.536 Farben

Maße & Gewicht

99 x 46.5 x 19.5 mm, 91 g

Speicher

41 MB (!)

Netze

TriBand, GSM 900, 1800, 1900

Akku

700mAh, Standby: max. 360h, Sprechzeit: max. 420min

Imaging / Messaging

Videoclips, Sucher-Display, Hintergrundbild, Bildergalerie, MMS-Vorlagen, Bild-Telefonbuch, Bildeffekte, Klangrecorder, Integrierte Kamera, E-Mail, MMS (Multimedia Messaging Service), QuickShare, Farbthemen-Display, EMS (Enhanced Messaging Service), Lange SMS(Textnachrichten), VGA-Kamera , Video-Streaming, Bildschirmschoner

Unterhaltung

Connectivity

Kabellose Bluetooth-Technologie, Sync ML, InfrarotanschlussPC-Synchronisierung, USB-Unterstützung, RS232-Kabelunterstützung (IrDA), GPRS, Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung, Apple®-Synchronisierung,

Internet

WAP 1.2.1, WAP 2.0, cHTML, Modem, OTA-Einstellungen, WTLS

Steuerelemente

Sprachsteuerung, Vibrationsalarm, SIM-Kartensperre, Tastensperre, Auswahltasten, Joystick, Navigationstaste, Desktop 12 Symbole, Menü “Verknüpfungen”, Ruhemodus, Internet-Taste, Kamerataste, Seitliche Lautstärketasten, Mailbox

Organizer

Anrufliste, Uhr, Code-Memo, Rechner, Lautsprecher, Aufgaben, Timer, Wecker, Stoppuhr, PIM Sync, Visitenkartenaustausch, Kontakte, Konferenzschaltung, Kalender

Lieferumfang, Design, Verarbeitung

Das K700i kommt in der SonyEricsson -Typischen Verpackung, also nichts aufregendes. In der Schachtel befindet sich das Handy, der Akku, Akkudeckel, Ladegerät, Bedienungsanleitung (bei mir in Deutsch, Italienisch und Französisch), ein paar Werbezettel, CD mit Software, und ein Stereo-Headset. Das Handy selber mach einen guten Eindruck. Es ist gut verarbeitet (es knarzt (noch) nichts) und der mit gebürstetem Alu überzogenen Akkudeckel ist der Hammer! Leider beginnt dieser nach ein paar mal wegnehmen und wieder dranmachen ein klein wenig zu wackeln. Auf der Rückseite ist ebenfalls die Kameralinse (leider ohne Verschluss), mit einem Spiegel und einem “Blitz”. Die Anschlüsse fürs Aufladegerät, Headset oder Datenkabel sind vorbildlich mit einer Gummiabdeckung geschützt. Auf der linken Seite vom Gerät befinden sich eine Wippe für die Lautstärke und der Start- und Auslösebutton für die Kamera. Auf der rechten Seite ist ein Onlinebutton, auf welchen man IMHO hätte verzichten können. Wen man den gedrückt haltet, kommt man direkt ins Internet zur Startseite. An der Oberseite befindet sich das Infrarot-Auge und der Ein- und Ausschaltknopf. — Das Display ist wirklich toll. Mit der Auflösung von 176 x 220 Pixel ist es schön “Feinpixlig” und die Farben kommen toll zur Geltung. Die Beleuchtung ist regelmässig. Die Bedienung erfolgt über einen Joystick, welcher sein Dienst ganz gut tut. Die Softkeys haben einen guten Druckpunkt. Die Tastatur find ich allerdings nicht so wahnsinnig gut. Sie ist im Gegensatz zu den Softkeys etwas rutschig. Zudem liegen die Tasten vertikal zu nah aneinander. Die Tasten sind so etwas zwischen weiss und violett beleuchtet. Auf der 5er Taste befindet sich zudem eine kleine Erhöhung, damit man sie beim Blindschreiben besser erkennt. Design ist zwar Geschmackssache, aber ich denke, das K700i ist ein wirklich schönes Handy, welches äusserlich überzeugen kann.

Bedienung

Der “Desktop” kann man mit einem eigenen Hintergrundbild gestalten. In der Statuszeile oben werden Empfangsanzeige, BT- & Infrarot-Status, ankommende Nachrichten, Mediaplayer, Akkustand, usw. angezeigt. Der linke Softkey ist mit dem Menü Anrufe verknüpft. Darin befindet sich die Anrufliste. Schade ist, dass dort die Gesprächsdauer nicht angezeigt wird. Der rechte Softkey ist mit dem Menü Mehr verknüpft. (Dieser Button ist bei gebrandeten Geräten oftmals direkt mit dem Internet verbunden.) Darin kann man schnell den Rufton, Bluetooth und Infrarot ein- und ausschalten. Ebenfalls kann man den Status des Telefons anzeigen lassen und die Shortcuts für den Joystick ändern. Diese Shortcuts bewirken folgendes: Wenn man den Joystick auf dem Desktop nach oben, unten, links, oder rechts bewegt, kommt man ins damit verknüpfte Menü. Finde ich sehr praktisch! Mit Druck auf den Joystick kommt man ins Hauptmenü. Das Menü ist übersichtlich und schnell zu begreifen. Es gibt folgende 12 Menüpunkte auf der obersten Ebene:

  • Providerabhängige Internetverknüpfung (bei mir sunrise live)
  • Internet services (damit kommt man noch nicht direkt ins Internet, sondern auf eine interne WAP-Seite, welche dann weitere Verknüpfungen ins Internet beinhaltet)
  • Unterhaltung (Spiele, ““MusicDJ”“, Rekorder)
  • Kamera (für Fotos und Videos)
  • Nachrichten (SMS, MMS, E-Mail)
  • Radio (nur mit Headset benutzbar)
  • Datei-Manager (Bilder, Sounds, Videos, Designs, Spiele, Anwendungen, Andere)
  • Telefonbuch
  • Media Player (MP3s, Videos)
  • Verbindungen (Bluetooth-, Infrarot-, Internet-Einstellungen…)
  • Organizer (Kalender, Aufgaben, Notizen, Anwendungen, Alarme, Timer, Stoppuhr, Rechner, Codememo)
  • Einstellungen (Allgemein, Sounds + Alarme, Display, Anruf-Info)

Die einzelnen Menüpunkte sind beim Auswählen mit einer Vergrösserung animiert. Die Menüpunkte kann man auch via Tastatur anwählen. Wie gesagt ist die Bedienung eigentlich ganz einfach: mit den beiden Softkeys (der Druck Joystick hat praktisch immer die selbe Funktoion wie der linke Softkey) kann man auswählen oder Optionen anschauen, mit der Zurücktaste kommt man eine Menüebene höher und mit der C-Taste kann man eingegebene Zeichen oder Dateien löschen. Das Telefon reagiert eigentlich recht zügig auf die Eingaben. Allerdings ist das SMS-Schreiben etwas langsam. Da ich aber ohnehin immer auf die Tasten schauen muss, damit ich den richtigen Buchstaben finde, spielt das für mich keine Rolle. 😉

Messaging

Das Gerät beherrscht SMS, EMS, (Viedo-)MMS und E-Mail. Das ist eigentlich alles was das Herz begehrt. MMS können selbstverständlich mehrseitig sein. SMS, EMS und MMS landen alle im selben Posteingang. Man kann eigene Vorlagen für Nachrichten erstellen. Die Konfiguration vom E-Mail-Client gelingt relativ schnell. Man kann zuerst nur den Betreff aller auf dem Server befindlichen Nachrichten abrufen und anschliessend die Nachrichten einzeln vollständig abrufen. Das ist wirklich gut gelöst und man spart so auch Verbindungsgebühren. 🙂

Datenfunktionen & PC-Synchronisation

Das K700i bietet in diesem Bereich praktisch alles, was man sich wünschen kann. Bluetooth, Infrarot und USB-Anschluss (Kabel nicht im Lieferumfang) sind zur Kommunikation mit anderen Medien vorhanden. Den Datenaustausch jeglicher Dateien (z.B. Bilder, MP3s, Kontakte) hat bei mir problemlos geklappt. Ob es in gebrandeten Versionen Unterschiede gibt, weiss ich nicht. Die Synchronisation mit dem PC wollte mir beim besten Willen aber nicht Klappen. Die mitgelieferte Software kann das Handy via Bluetooth einfach nicht erkennen 😉 . Da ich aber niemand Anders in Foren gefunden habe, der das gleiche Problem hat, ist das bei mir wohl eine Ausnahme. Hoffentlich! Kalender & Kontakte konnte ich dann aber dennoch mit der Widcomm Bluetooth-Software synchronisieren.

Telefonbuch, Organizer, Spiele, etc.

Das Telefonbuch ist wirklich gelungen. Pro Kontakt können bis zu 5 Nummern, E-Mail-Adresse, Webseite, Bild, Sprachbefehle, Adresse, Firma und eine Notiz gespeichert werden. Es können bis zu 30 Sprachbefehle aufgenommen werden, um damit schnell jemanden anzurufen.

Wie der obigen Beschreibung der Funktionen zu entnehmen ist, besitzt das K700i einen Organizer. Dieser beinhaltet Kalender, Aufgaben, Notizen, Anwendungen, Alarme, Timer, Stoppuhr, Rechner, Codememo. Der Kalender ist als “Viewer” ganz praktisch, dennoch IMHO nur eine Notlösung. Um einen vernünftigen Kalender zu verwalten, braucht es mehr als ein Handy. Zu Aufgaben (eine Checkliste), Alarme (einmaliger und wiederkehrender), Notizen, Timer, Stoppuhr, Rechner gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Unter Anwendungen sind Java-Applikationen gemeint (nicht Spiele). Codememo ist ein passwortgeschützter Bereich in dem man seine Passwörter für EC-Karte, E-Mail, etc. aufschreiben kann.

Das Handy unterstützt JAVA-Anwendungen nach dem Standard MIDP 2.0. Für Spiele ist sogar eine 3D-Engine vorhanden. Von Haus aus integriert ist allerdings nur ein (schweres) Tennis-Spiel.

Ebenfalls an Bord ist ein Klingelton-Komponier-Tool. Mit diesem kann man ganz schöne Lieder zusammenstellen. Was ich vermisse ist ein “normaler” Klingelton. Dank MP3-Klingeltöne konnte ich nun aber was vernüftiges reinbasteln. Ein Sprachrekorder ist auch dabei. Dieser tut seinen Dienst ganz gut, aber all zu viele Erfahrungen habe ich damit auch nicht gesammelt.

Kamera & Video

Wie immer ist die Kamera ein nettes Feature, welches niemand so wirklich braucht. Der Grund dafür ist klar: Die Qualität ist einfach zu schlecht. Das K700i macht da keine Ausnahme. Die Qualität der Bilder ist trotz der Aufmachung mit Leuchte und den vielen Einstellungsmöglichkeiten nicht viel besser als andere Kamerahandys. Als Auflösung stehen folgende Stufen zur Auswahl: Gross (640 x 480), Mittel (320 x 240), Klein (160 x 120), Vergrössert (Interpolation auf 1 Megapixel). Ebenfalls kann man Panorama-Bilder machen. Als Effekte hat man einiges zur Auswahl: Man kann heller und dunkler stellen, Nachtmodus, Schwarzweiss, Negativ, Sepia, Solarisieren, viele Rahmen und Zoom. Das Zoom ist allerdings nur bei der kleinsten Auflösung voll anwendbar. Praktisch ist übrigens der “Blitz”. Das ist eine kleine LED neben der Kamera, welche Motive im Abstand von ca. 1m gut beleuchtet. Man kann sie auch gut als Taschenlampe “missbrauchen”.— Video ist auch ganz nett, aber auch hier sind die Aufnahmen zu Pixelig und in zu schlechter Qualität für um sie auf dem PC zu betrachten. Alles in allem ist die Fotofunktion gut ausgestattet, auch wenn die VGA-Cam IMHO nicht mehr wirklich zeitgemäss ist. Ein paar Beispielbilder mit dem K700i gemacht (Anklicken zum Vergrössern):

640×480

320 x 240 160 x 120 Panoramabild: Ein Teil des Hafens von La Valletta (Hauptstadt von Malta)

Die ersten drei Bilder sind alle aus ca. 1m Distanz von einem Poster gemacht.

Radio & MP3s

Ebenfalls eingebaut ist ein Radio. Das Radio kann nur mit angeschlossenem Headset betrieben werden, welches als Antenne benutzt wird. Man kann Radio auch über den Lautsprecher hören. Das Gerät beherbergt Total ca. 41 MB an frei belegbaren Speicher. Für ein Mobiltelefon ist das viel, für einen MP3-Player hingegen wenig. So kann man gerade max. eine CD in knapp befriedigender Qualität darauf abspeichern. Der MP3-Player hat sogar einen Equalizer integriert. MP3s kann man ebenfalls über den Lautsprecher hören (Headset muss nicht angeschlossen sein). Angeblich kann man auch AAC-Dateien abspielen, ich habs aber noch nie probiert. Die Soundqualität ist erstaunlich gut. Sie kann zwar nicht mit meinem iRiver H120 konkurrieren, aber mich kann sie dennoch überzeugen. Der Lautsprecher hat ebenfalls gute Qualität, er spielt laut und klar. Sogar besser als das TelMeT919.

Der „Rest“

Ja, man kann es sich kaum Vorstellen, aber man kann mit dem Ding sogar noch telefonieren! 😉 Die Sprachqualität ist in meinen Ohren ganz gut, auch hat noch niemand geklagt, dass er oder sie mich nicht versteht. Man kann auch über das Headset telefonieren, welches eine Annahmetaste für Anrufe integriert hat. Ebenfalls kann man via Freisprecheinrichtung telefonieren. Die Empfangsleistung ist ebenfalls ordentlich, auch wenn die Anzeige ein paar mal etwas stark schwankt. Die Bedienungsoberfläche kann man auch mit anderen Themes verändern und so den Style wechseln. Die Kommunikation zum Palm Tungsten T3 funktioniert eigentlich seit dem Update von Palm ganz gut. SMS zum Beispiel kann man problemlos mit dem Palm abrufen. Die Akkulaufzeit ist nicht überragend, aber besser als ich es erwartet habe. Ich bringe es auf ca. 4 Tage bei Normalgebrauch.

Fazit

Ich habe noch nicht alles beschrieben, was man beschreiben kann. Irgendetwas übersieht man immer. Insgesamt hab ich einen sehr positiven Gesamteindruch vom Gerät. Hier nochmals einige Stärken: gute Verarbeitung und Design, leicht verständliche Menüführung, tolles Display und hohe Connectivity-Rate. Man hat auch wirklich das Gefühl, dass bei dem Gerät überlegt wurde, da nur wenige Schwächen zu finden sind. Nun aber noch einige Schwachstellen: Der ““QuickShare”“-Button löst sich mit der Zeit, was ich mit einigen Tropfen Sekundenkleber behob. Die Kameralinse ist leider durch die tiefe Versenkung ein Staubfänger in der Hosentasche. Die Tastatur habe ich oben erwähnt. Alles in allem kann ich das Gerät wirklich empfehlen. Es vereint für mich hohe Funktionalität und schönes Design auf kleinem Raum. Über die Software hört man Verschiedenes. Mal sei sie gut und stabil und mal stürze sie immer ab. Bei mir ist der Stand noch R2A, welcher nicht wirklich der neueste ist. Bisher ist das Handy ein paar mal abgestürzt, was aber nicht weiter schlimm ist. Die neuere Firmware soll angeblich die Akkulaufzeit verlängern und das Ganze auch etwas stabiler machen. Wie gesagt: In meiner Hinsicht ein wirklich tolles und gelungenes Gerät, welches absolut empfehlenswert ist!

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