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MDA Compact Test


Dieser Beitrag wurde mir freundlicher Weise von Matthias Büsing zur Verfügung gestellt.
Matthias betreibt auch ein rege besuchtes Forum rund um den MDA compact und seine Nachfolger.

Vorweg

Seit Jahren schon bin ich begeisterter User von Palm PDAs, wir Ihr auch in meiner PDA-Ahnengalerie nachlesen könnt. Seit jeher sehnte ich mich danach, die Vorteile eines PDA mit denen eines Handys zu verbinden, so daß man nur noch ein Gerät immer dabei hat. Umgangssprachlich geht es also um "Smartphones"

Mein erster Vorstoß in diese Richtung war das Sony Ericsson P900 – allerdings ist das P900 mehr ein Handy mit angehängtem PDA, verfügte aber schon über ein Touchscreen und mit Symbian OS UIQ immerhin über ein offenes Betriebssystem. Nichtsdestotrotz – insbesondere das sehr träge Ansprechverhalten machte schon bald keinen rechten Spaß mehr. So kam es, daß ich den Blick auch man links und rechts über den Tellerrand richtete und vor Kurzem im Telefontreff auf die Neuvorstellung des MDA Compacts von T-Mobile stieß. Ich war sofort begeistert und musste das Teil unbedingt haben, auch wenn ich als jahrelanger Palmjünger Windows Mobile (ehemals Windows CE bzw. später Pocket PC) eher ablehnend gegenüberstand.

Der erste Eindruck

Nach Auspacken des originell designten Kartons sah ich den neuen MDA Compact von T-Mobile das erste Mal in Natura und war auf Anhieb sehr angetan. Das Gerät ist unterm Strich sogar etwas kleiner als das P900, im Prinzip sieht es aus, als hätte man einen normalen MDA zu heiss gewaschen 😉

Neben dem MDA Compact, den obligatorischen Handbüchern und CDs (inkl. Outlook 2002) lag auch noch eine hochwertige Gürteltasche sowie ein USB-Kabel, ein separates Ladekabel (für die computerlose Zeit), ein Stereo-Headset und eine Displayschutzfolie bei. Für eine SD-Karte hat’s bei T-Mobile leider nicht mehr gereicht.

Das Gerät an sich ist ansonsten sehr übersichtlich gehalten:

  • Auf der rechten Gehäuseseite findet man die An/Aus-Taste sowie den extrem unauffällig eingepassten Stylus, der hinsichtlich Wertigkeit und Gewicht sehr hochwertig und praxisnah ausgefallen ist. Ein Herausfallen ist praktisch ausgeschlossen.
  • Links sind Hardwaretasten für die Lautstärkenregelung, Sprachnachrichten und die 1,3 Megapixelkamera
  • Oben ist der Slot für MMC- und SD-Karten
  • Unten ist ein Mini-USB-Anschluss sowie der Kopfhörerausgang
  • Auf der Gerätevorderseite sind 4 Tasten für die wichtigsten Anwendungen (frei konfigurierbar) sowie ein 4-Wege-Navigationskreuz und ein zentraler Knopf, der i.d.R. als "OK" gilt.
  • Oben ist eine LED integriert, die je nach Situation auch optisch Betriebszustände (Mobilfunkempfang an/aus, Neue Nachrichten oder auch verpasste Erinnerungen) signalisiert

Das Gehäuse selbst macht einen extrem hochwertigen Eindruck, es handelt sich rundherum um einen metallähnlichen Kunststoff, der an den Seiten mit einem sehr griffigen schwarzen Kunststoff abgesetzt ist.

Alles in allem macht der MDA Compact schon jetzt den sprichwörtlichen "schlanken Fuß" 😉

Die Bedienung

Wie schon gesagt – in Sachen Windows Mobile (hier genauer: Windows Mobile 2003 Second Edition) bin ich noch ganz unbeleckt. Trotzdem kam ich auf Anhieb mit dem MDA Compact sehr gut zurecht, weil eben doch alles sehr an die gewohnte Windows-Desktopumgebung erinnert. Mit einen paar Programmen zur Erweiterung, Individualisierung und zusätzlichen Anwendungen (s. Softwarefavoriten Windows Mobile 2003) war das Ganze dann wirklich rund. Mit an Bord ist übrigens eine Lösung, auf die sicherlich viele gewartet haben – wenngleich dies in der heutigen Zeiten schon fast wieder antiquiert wirken mag: eine Lösung zum Faxversenden und -empfangen!

Nach der Geschwindigkeitspleite mit dem P900 war ich gespannt, wie schnell der MDA Compact arbeitet. Um’s gleich vorweg zu nehmen: dank seiner 416 MHz-CPU ist jede Anwendung rasend schnell. Ich habe einige Spiele probiert (z. B. Virtual Pool oder Mini Dogfight), bei denen die Grafiken sogar an PC-Spiele erinnnern).

Auf Windows Mobile 2003 will hier nicht weiter eingehen, dass haben andere schon zuhauf gemacht. Unterm Strich ist es wirklich sehr gut, einfach und leistungsfähig. Schön auch in der SE, dass der Bildschirm in jede beliebige Richtung gedreht werden kann und dass 4 verschiedene Eingabemethoden implementiert sind. Wer keine Lust auf Buchstaben lernen hat (a la Palm OS), kann die virtuelle Tastatur nutzen oder die wirklich sehr gute "Transcriber"-Methode, bei der die eigene Handschrift automatisch Wort für Wort umgesetzt wird. Interessant, dass dies sehr gut funktioniert! Übrigens sei angemerkt, dass das sanfte T-Mobile-Branding komplett entfernbar ist…jeden Tag dieses Magenta wäre allerdings auch zuviel.

Das Syncronisieren

Nach Installation von Active Sync (der Syncronisierungssoftware von Microsoft) ging alles sehr schnell: MDA angeschlossen, erkannt und schon war das Syncronisieren mit Outlook durch. Wirklich unglaublich schnell und kein Vergleich zu dem P900 oder meinen verflossenen Palms.

Schön übrigens auch, dass die Software gleich ein Verzeichnis auf dem PC anlegt. Speichert oder kopiert man in dieses z. B. Officedokumente, so werden diese beim Syncen automatisch für die Pocketvarianten (Pocket Word, Pocket Excel etc.) konvertiert. Sehr schön und einfach.

Neben dem Syncen per USB-Kabel funktioniert das Ganze übrigens auch per Bluetooth völlig problemlos. Auch mein Bluetooth-Headset (Plantronics M3000) liess sich problemlos mit dem MDA Compact koppeln und nutzen.

Telefonieren

Ja, tatsächlich – telefonieren kann man mit dem MDA Compact auch  Da Zifferntasten fehlen, ist hier naturgemäß eine gewisse Umstellung notwendig. Im Telefonmodus werden virutelle Tasten angezeigt, die so gross dimensioniert sind, dass man sie ruhig auch mit den Finger bedienen kann. Alternativ sind folgende Möglichkeitn realisiert, um zu wählen:

  • Komfortabel mit Stylus über die Kontakte
  • Per Hardwaretasten über die Kontakte
  • Per Sprachwahl (Name oder Nummern)

Wahlweise kann das Telefonmodul auch über die Funktion "Flugzeugmodus" deaktiviert werden, so dass Akkukapazität eingespart wird. Die Sprachqualität auf MDA-Seite ist, wie nicht anders zu erwarten war, mittelprächtig. Nicht schlecht, aber auch ein wenig blechern. Ein Zugeständnis an Preis und natürlich Grösse. Die Empfangsqualität empfand ich auch in kritischeren Situation als gut bis sehr gut, der MDA scheint sogar besser als das P900 zu sein.

Als Klingeltöne (genau wie alle anderen Systemsounds) sind Dateien im Format WMA, WAV und MIDI möglich. Darüber hinaus verfügt der MDA Compact über einen recht kräftigen Vibrationsalarm, der auch in einer Tasche m. E. noch gut spürbar ist.

Kamera

Im Unterschied zu MDA II und MDA III verfügt der MDA Compact sogar über eine 1,3 Megapixelkamera. Die Optik ist naturgemäß nicht die beste, aber für gelungene Schnappschüsse ist das Ganze allemal gut. Ein Beispielfoto findet Ihr hier (Bitte anklicken für 1:1-Darstellung).

Foto aufgenommen mit MDA Compact

Fazit

Für mich das perfekte Smartphone! Klein + elegant wie ein Handy, so dass man ihn immer gerne dabei hat. Andererseits sehr leistungsfähig und flexibel wie ein erwachsener PDA – für ein Zweitgerät besteht m. E. wirklich kein Bedarf mehr. Alle wichtigen Dinge (Bluetooth, IrDA, PIM, Megapixelkamera) sind auch schon dabei.

Für mich gibt’s momentan nichts besseres, irgendwann kommt vielleicht noch der Bedarf nach WLAN on board, aber selbst dass liesse sich im Zweifel genau wie die Möglichkeit des Ausbaus auf ein Navigationssystem auch noch nachrüsten.

Matthias Buesing

Unter http://forum.buesing.de/ findet ihr auch ein "MDA Compact" Forum zum weiterdiskutieren.

4 Kommentare

  1. Am 29. Dezember 2004 habe ich in einem T-Mobile Shop meinen MDA compact
    erstanden. Die ersten Stunden waren hart, da ich das Gerät vorerst
    einmal nicht angriff und nur aufladen liess.

    Vorab: Unter MDA Compact Test
    findet ihr einen früheren Test v

  2. Seit Dezember 2004 besitze und benutze ich einen MDA Compact als Mobiltelefon und PDA. Knapp nach meinem Kauf habe ich auch einen ersten Erfahrungsbericht geschrieben. Hier findet sich auch ein zweiter Bericht von Matthias Büsing. Matthias betreibt auße

  3. werner feigl werner feigl

    hallo hätte nur eine frage wie bekommt man das tmobile branding weg beim MDA Copact
    vielen dank lg

    • Ich empfehle einen Blick in die [url=http://www.maisfeld.de/mda/] MDA Compact FAQ [/url] von Maisfeld. Gib in der Suche „T-Mobile“ ein und du wirst einige Antworten finden. Hoffe, dass für dich richtige ist dabei.

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