Im Rahmen meiner Aktion will Martin Ladstätter von mir wissen:
Was müsste passieren, damit Du Dich endgültig von Facebook abmeldest?
Konkrete habe ich mir die Frage selbst noch nicht gestellt – daher nun meine erste Annäherung.
Was könnten Gründe für mich sein?
- Meine Kontakte/Freunde sind nicht mehr aktiv auf Facebook.
Es tut sich einfach nichts mehr. Das ist wohl in nächster Zukunft nicht zu erwarten. - Facebook verlangt für Grundfunktionen auf einmal Geld.
Dann würde ich mir zumindest überlegen, ob es mir das wert ist.
Führt das zu einem Abwandern meiner Kontakte, dann kommt Punkt 1 wieder ins Spiel. - Die Spamlawine kommt.
Facebook wird nicht mehr den Spammern Herr und sie überhäufen die Timeline mit seltsamen Meldungen. - Seltsame Freundschaftsanfragen nehmen überhand und werden zur Dauerbelästigung.
- App- und Spieleinladungen werden forciert.
Diffiziler wäre es, wenn – um Interaktion und Werbung zu fördern – Facebook die Einladungen zu Apps, Spielen etc. meiner Kontakte noch weiter vereinfacht.
Wenn mich auf einmal Farmville (gibt’s das noch?) Meldungen überschwemmen, die ich vorher großteils ausblenden konnte. - Facebook verwendet meine Daten für dubiose Werbung.
Schon jetzt bin ich immer wieder fasziniert, welche Produkte meine Kontakte geliked haben (das sagt mir meine Seitenleiste täglich).
Ein ganz anderes Argument wäre, wenn mich ein anderes Netzwerk so in den Bann zieht, dass ich meine Aktivitäten auf Facebook immer mehr verringere.
Dann würde ich mich wahrscheinlich nicht abmelden – man will ja für alte SchulkollegInnen oder FreundInnen erreichbar sein – aber mein Account wäre einfach inaktiv. So wie es bei mir und Netlog der Fall ist.
Vielleicht ist es ein ganz anderer Grund, an den ich im Moment noch nicht einmal denke. Wer weiß?
Das ist ein Artikel im Rahmen meiner Aktion Blog das Robert. Du kannst mir eine Frage stellen, die ich in meinem Blog beantworte. Das kann auch anonym geschehen. Es muss keine Frage sein, auch ein Themenvorschlag wäre interessant.
Alle bisherigen Antworten findest du unter dem Schlagwort BlogDasRobert.

Die Reihenfolge Deiner Argumente finde ich interessant.
Wovor du überraschenderweise gar keine Angst hast ist, dass bald auch Staaten/Behörden/usw. bei Facebook auf Dich zugreifen können (egal, was du eingestellt hast.)
Die Reihenfolge war nicht so bewußt gewählt, aber im nachhinein gesehen, sagt sie wohl etwas aus.
Der allgemeine Zugriff auf meine Daten besorgt mich jetzt nicht so. Ich habe von Beginn an für mich definiert, dass ich alles öffentlich halte. Das schränkt mich einerseits ein wenig in meiner Kommunikation ein, andererseits muss ich nicht nachdenken, welche Nachricht an welche Personengruppe ergeht.
Aber du hast recht. Da gibt es natürlich noch die Direktnachrichten an Einzelpersonen oder Gruppen. Die möchte ich nicht unbedingt immer öffentlich haben. Nicht, dass darin etwas verwertbares für Behörden wäre, aber einen gewissen Umgang mit Privatsphäre und Datenschutz verlange ich schon von einem solchen Netzwerk.
Schlussendlich muss mir aber wohl bewusst sein, dass hier Server in anderen Staaten stehen und ich nicht jeden Tag die dortige Rechtslage verfolge…
Am Beispiel eines anderen Social Networks (wenn die Geschichte jetzt aktuell stimmt) zeigt sich aber eine andere Gefahr. Nämlich, dass Einbrüche in die Server stattfinden und Zugangsdaten gestohlen werden. Dann mache ich mir nicht Sorgen um das ein Bild oder die eine Nachricht die gelesen werden kann sondern darum, was jemand in „meinem Namen“ in dem jeweiligen Netzwerk an Nachrichten absetzt oder für anderweitige Zwecke nutzt.
Ist schon irgend wie unglaublich, was die alles mit uns machen und man dennoch bereit ist das soziale Netzwerk zu nutzen. Aber ich schätze, dass irgend wann eine große Welle der Entpörung kommt und viele Nutzer sich davon abwenden.
Übrigens entdeckt und wegen dem Facebook-Artikel an Dich gedacht: „Youtube Video“:http://www.youtube.com/watch?v=SmRdsVvOYsg
Ich denke aufgrund aktueller Meldungen jetzt öfters an meinen eigenen Artikel.
Danke für den Video-Link. Nun, einiges davon habe ich in Ansätzen sogar erwähnt.
Aber ich muss mich selbst ergänzen. (Fast) alles in meiner Timeline ist offen lesbar. Aber es ist ein Unterschied, ob jemand dies sukzessive liest oder jemand beginnt mit Algorithmen und Bots oder mit Facebooks Unterstützung auszuwerten und zu verknüpfen.
Noch ein Grund: Wenn Facebook nicht mehr lesenswert ist. Ich muss langsam mal anfangen, die Status-Updates bestimmter Freunde aus meinem Feed zu blocken,weil da echt nur noch Dünnpfiff kommt. Nein, es interessiert mich nicht, dass gerade eine Spinne durch euer Haus gelaufn ist! War Sinn von Social Networks nicht mal, relevante Informationen zu streuen? Das Niveau ist in letzter Zeit drastisch gefallen!