Zum Inhalt springen

Das Mediencamp Vienna 2010

Mediencamp Vienna 2010
Am Samstag, 18.09.2010, fand das Mediencamp Vienna 2010 statt.

Links zu einzelnen Vorträgen, Videomitschnitte, etc. gibt es auf der „Mediencamp Seite“:http://www.barcamp.at/Mediencamp. Nachfolgend möchte ich eher kleine subjektive Schnipsel (sprich Eindrücke) niederschreiben.Apropos Schnipsel. In meinem Schnipselblog habe ich meine „Fotoaufnahmen“:http://www.schnipselblog.info/mediencamp-vienna-2010 vom Mediencamp gepostet. Meine Amateurhaftigkeit habe ich gleich zur Kunst erhoben und nur mit iPhone 3G und der „Hipstamatic App“:http://hipstamaticapp.com/ fotografiert – und hier nur eher „Anderes“. Weitere Fotos gibt es in der „Mediencamp Flickr Gruppe“:http://www.flickr.com/groups/1487733@N24. Im Moment findet sich fast nur meine. Aber ich hoffe auf baldiges auffüllen durch andere.

Im Webstandard gibt es einen „Artikel von Anita Zielina“:http://derstandard.at/1284594658491/Wenn-Blogger-auf-Journalisten-treffen?_blogGroup=1 zum Mediencamp. Zitiert wird eine Teilnehmerin:

bq. „Das wahre Wesen des Barcamps findet in den Pausen statt“

Jemand anderer hat einmal formuliert, dass das beste an klassischen Tagungen die Pausen seien. Und Barcamps wären eben eine Veranstaltung nur mit Pausen (oder so ähnlich).

Ein nicht einmal 8-stündiges Barcamp ist schnell vorbei. In den Pausen kann man gerade mal alte Bekannte begrüßen. Gut war daher die Vorstellungsrunde – klassisch mit Name, Twittername und drei Tags. Das hilft den einen oder die andere interessante Person zu finden, die man eben noch nicht kennt. Das konnte ich immerhin für zwei Kontakte nutzen.

Ansonsten habe ich diesmal keinen Zeitslot versäumt und mich daher von Session zu Session bewegt.

Das iPad (ja, ich habe mir eines gekauft 🙂 hat sich bewährt. Noch dazu, da Twitter und die Hashtagsuche „#mcvie“ wohl die Hauptkommunikationsform für mich darstellte. Denn so kann ich doch nach außen kommunizieren, etwas von anderen Sessions mitbekommen – und trotzdem noch dem Inhalt der jeweiligen Session folgen 🙂

Nicky Bäck präsentierte „M-Media“:http://www.m-media.or.at/. Und wieder stand die Frage im Raum, wer die relevanten BloggerInnen sind, die man nicht mehr erreichen muss, da die Mehrzahl von diesen schon konstruktiv über das Thema Migration schreiben.
Ich wage ein wenig zu widersprechen bzw. die Frage zu stellen, ob wir Relevanz nicht etwas schief messen. Sind BloggerInnen mit 50 LeserInnen nicht manchmal relevanter, wenn sie diese 50 LeserInnen stärker mobilisieren oder zum nachdenken anregen können. Schauen wir in dieser Frage nur auf die Politik-, Tech-,… BloggerInnen?
Auch wenn vielleicht Migration und Stricken nicht in einem Atemzug genannt werden, so sind doch viele dieser Spartenblogs oft größer (im Sinne von LeserInnen) als die, die man so gemeinhin Blogosphäre nennt. Und wäre nicht gerade hier eine interessante Zielgruppe?

Interessant war der Einblick wie das „Rote Kreuz Social Media nutzt“:http://www.slideshare.net/redcrosswebmaster/social-media-in-der-integrierten-kommunikation-best-practices-zu-den-katastrophenhilfe-in-haiti-und-pakistan. So weiß ich jetzt, dass gerade regionale und lokale Medien das Fotoarchiv benutzen. Denn der Retter aus Wels mit seinem Suchhund in Pakistan ist für die dortigen Zeitungen und Co. eben das interessantere Motiv.

Wer hätte gedacht, dass sich manche Firmen sogar „Trolle“:http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29 mieten, damit etwas mehr Pepp in ihr eigenes Blog, Forum,… hinein kommt. Quasi eine „Selbstbetrollung“. Klaudia Mattern verwies uns in der Session auch auf Spammer, Zündler, Spinner, Hit&Runner, PsychoTrolle und noch eine Menge mehr an Troll-Unterarten.
Neben ernsthaften Gedanken war dann Twitter der Ort, an dem der Witz mit uns durchging und so manches trollironisches getwittert wurde. Ja, der Spass kommt bei Barcamps nicht zu kurz. Gut, wenn man sich manchmal nicht zu ernst nimmt.

Robert Harm präsentierte einige Ansätze von OpenData. Dazu gleich der Hinweis auf „Open3“:http://www.open3.at/, dem Verein zur Förderung von openSociety, openGovernment und openData in Österreich.

Gut war die Abschlusssession mit dem Titel „Brauchen wir eine Informations-Verzicht-Kompetenz (trotz Filter)?“. Ein „klassischer“ Ideen- und Meinungsaustausch. Auf alle Fälle hängt es von einem selbst ab, wie man mit all den Informationen umgeht. Während die eine sich selbst unter Stress setzt, wenn sie morgens Twitter aufruft, ist es für den anderen ein entspannter Morgenbeginn.

Danken möchte ich „Susanne Mandl“:http://www.podcasterin.at/, die mir auf drei Notizblockseiten (echt auf Papier) eine Anleitung zusammenschrieb, wie ich technisch einen Podcast hinbringen. Ein guter Schritt hin zum „S9y Podcast“:/blog/archives/3191-Wie-waere-es-mit-einem-S9y-Podcast. Quasi eine Minisession in der Mittagspause. Unglaublich was sich alles in der Zeit ausging.

Foxy´s Blog bietet „ebenfalls einen Rückblick“:http://www.foxyline.net/?p=311. Mehr Beiträge habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.

Auf alle Fälle war es ein dichtes Barcamp. Gut, dass es auch zweitägige Varianten gibt. Denn so findet man mehr Zeit zwischen den Sessions mit Menschen ins Gespräch zu kommen, am zweiten Tag weitere adhoc Sessions zu konzipieren etc.
Aber ich will das gar nicht gegeneinander aufwiegen. Beide Veranstaltungslängen haben ihren Reiz. Und das nächste Barcamp kommt für mich sowieso schon bald („Barcamp Vienna im Oktober“:http://www.barcamp.at/Barcamp_Vienna_10/2010.

Zum Schluss: Danke an die beiden Hauptorganisatorinnen „Susanne Liechtenecker“:http://twitter.com/sueholzer und „Veronika Mauerhofer“:http://twitter.com/ronni_m sowie allen anderen, die mitgeholfen haben. Danke natürlich auch an die SponsorInnen.
Durch all diese Personen und Firmen können wir MediencamperInnen Raum, Infrastruktur nutzen und noch dazu kostenlos Frühstück und Mittagessen (Mousse war super 🙂 genießen.

Mehr Gedanken vielleicht in ein paar Tagen…

*Ergänzung vom 20.09.:* „Ebensolch hat auch getippt“:http://www.ebensolch.at/blog/archives/672.

6 Kommentare

  1. Danke für den Rückblick! Da schein ich ja echt etwas verpasst zu haben, dafür war ich ja am HorizontSoccerCup fleissig. 😉
    Liebe Grüße,
    René

  2. Hey, sehr gerne. Beim Barcamp im Oktober mache ich vielleicht wirklich eine Session.

    Und @René – ja, Du hast echt was verpasst 😉

    • Ich danke mal ebenfalls für die Minisession. Nach allem, was Robert mir zuletzt dazu mailte, scheint die sehr fruchtbar gewesen zu sein. 🙂

    • Bitte! Bitte, Susanne mach so eine Session. Ich bin auf alle Fälle dabei um dazu zu lernen. Und Podcast Newsbies bzw. Interessierte gibt es sicherlich mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.