Zum Inhalt springen

Warum tue ich mir das eigentlich an…

Ich krame gerade in „meinem Formspring Antworten“:http://www.formspring.me/roblen herum. Und da fand ich auch „die Frage“:http://www.formspring.me/roblen/q/10365511

bq. Warum findest Du tun wir uns diese ganze 2.0 Sache eigentlich an? Persönliche Einschätzung… 😉

Meine damalige Antwort:

Mitteilungsdrang? 🙂 Ich denke ein Grund allein ist keine zufriedenstellende Antwort.

# Es ist ein Geben und Nehmen. In Foren, in „Bewertungsplattformen“,.. habe ich schon viele gute Tipps, Infos, Hilfestellungen gefunden. Daher gebe ich dort auch gerne einen Teil zurück, in dem selbst schreibe, poste, klicke, sammle,..
# Spieltrieb. Local Based Services wie Gowalla reizen irgendwie das Spielkind in mir. Neue Plätze finden, Gimmicks dafür erhalten. Andererseits lerne ich dort aufgrund meiner Friends auch interessante neue Locations (wow, man wird so Denglish im Web 2.0) kennen.
# In Kontakt bleiben. Twitter und Facebook helfen mir auch ein wenig am Leben (oder Teilen davon) von Bekannten und Freunden teilzuhaben, die ich nicht tagtäglich (oder wochwöchentlich) treffen kann. So hat man dann bei einem Treffen in „real life“ schon viele Anknüpfungspunkte für Gespräche.
# Neugier. Ähnlich wie der Spieltrieb bin ich einfach neugierig, wie manches funktioniert und insbesondere was manches Tool so aus uns macht. So finde ich eben an formspring interessant, was denn für Fragen kommen werden und wohin sich diese Plattform entwickelt.
# Experimentieren. Aus einem Web 2.0 Tool etwas machen, was sich vorher keineR gedacht hat.
# Menschen kennenlernen. Gerade über das Web 2.0 bin ich mit Menschen in Kontakt gekommen, die in anderen Städten, Ländern, Kontinenten leben. Die hätte ich wahrscheinlich nie getroffen.
# …
# …
# …
# Ich glaube, ich könnte noch eine lange Liste niederschreiben. Aber wie wäre es mit einer „Detailfrage“ zu den Punkten 1 bis 6 🙂

—–

Das stimmt noch immer. Wie schaut das eigentlich bei euch aus?

8 Kommentare

  1. Guter Artikel und ich kann dich eigentlich nur ermutigen weiterzumachen. Innerhalb von einem Jahr hat sich in meinem Bundesland (dem Saarland) einiges in Sache Web 2.0 & Kontakte knüpfen getan.

    Wir haben einen saarländischen Twitterstammtisch gegründet, das SaarCamp (das erste BarCamp im Saarland) im Mai 2010 organisiert und noch vieles mehr.

    Ich habe vor Monaten auch einen Blogpost darüber verfasst, warum ich im Web 2.0 aktiv bin. Nachlesen kann man ihn unter http://www.leben-zwonull.de/blog/?p=1060.

    Liebe Grüße,

    Andreas

    • Keine Angst ich mache weiter 🙂 Dein Artikel hat ein paar interessante Hinweise, Links. Danke dafür.

  2. Nette Fragen! Ich hab in letzter Zeit nur noch so Fragen wie ‚Magst mir an blosn?‘ und ‚Ich will ein Kind von dir – wie kommen wir zusammen?‘ – also den üblichen, anonymitätsgestützen Sexismus. Da stell ich mir dann nicht die Frage ‚Warum tu ich mir den Web 2.0-Kram an?‘ sondern eher ‚Heast, den nächsten, der mir was vom Web als hierarchiefreien Raum erzählt, der darf mein Formspring-Sekretär werden!‘ Diagnose also eher: Web 2.0 – nun genauso dumm wie der Rest der Welt!

  3. Ja, das:
    >>
    Das Web 2.0 ist nicht gescheiter oder dümmer als das Web 1.0. Seltsame Menschen gibt und gab es immer.
    >>

    meinte ich mit:
    >>
    Web 2.0 – nun genauso dumm wie der Rest der Welt!
    >>

    Nur klingt’s aus meinem Mund pauschal immer etwas wütender:)

    • Jetzt kenne ich mich aus. Dein „nun“ hatte ich so interpretiert, als wenn „das“ Web 2.0 früher schon mal intelligenter gewesen wäre.

      Tja, je mehr etwas nutzen, umso größer die Chance auch Deppen dabei zu haben.

      Ich verwende ungern Worte wie „Deppen“, aber hier stimmts und ich verstehe deinen Frust/Wut, wenn man solch bescheuerte, sexistische, abwertende Fragen erhält.

  4. „Nun“ nur als Verweis darauf, dass Web 2.0 häufig mit Erwartungen (bzw. Utopien) von mehr Transparenz, mehr Dialog, mehr Intelligenz etc. verbunden wurde/wird – m.E. hat diese Sicht aber eben vor allem als Wunsch und Utopie eine Berechtigung. Der Mensch wird aber eben nicht besser (aber auch nicht schlechter) dadruch.

  5. Maximilian Maximilian

    Ja, die Deppen, die die vermeintliche Anonymität nutzen, werden nicht weniger werden, man darf ihnen nur keine Aufmerksamkeit schenken. Obwohl es auch zu Erheiterung beitragen kann, wenn man sich mal bei einschlägigen Tageszeitungen die comments unter den Artikeln durchliest… Die sorgen für feuchte Augen, garantiert…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.