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Barcamp Vienna – der zweite Tag

Barcamp Vienna T-Shirt - Rückseite

Nun ist es vorbei, das sechste Barcamp Vienna in der Modul University am Kahlenberg.

Ich möchte noch immer kein Fazit schreiben, da sich jetzt noch mehr an Gesprächen, Ideen und Informationen angesammelt haben, die ich erst „verdauen“ möchte.

Daher wieder nur ein paar Einblicke und Informationssplitter zum Barcamp.Vorab ein herzliches Danke an all die Helferinnen und Helfer aus dem StudentInnenkreis der Modul University und danke für die Gastfreundschaft, die alle ausstrahlten. Es war ein stressfreies Barcamp. Trinken, Essen, wunderbarer Ausblick, sonnige Terrasse, gut ausgestattete Session Räume. Wie sagt man: Eine tolle Location.

Der zweite Tag war meiner Meinung nach viel diskursiver als der Erste. Vielleicht lag es an den Themen, vielleicht waren wir alle schon aufgewärmter…

So gab es in der Session zu „blögger“:http://bloegger.at zuerst einmal die Frage warum sich vernetzen, was kann man denn überhaupt austauschen. Was brauchen BloganfängerInnen, wie kann man auf die Unterschiede zwischen „Business“ BloggerInnen und PrivatbloggerInnen Rücksicht nehmen. Dabei sammelten sich einige Ideen an, u.a. auch die Idee ein reines Blogcamp zu veranstalten. Da wäre ich natürlich sofort dabei – sofern der Termin stimmt.

Mein Wunsch war nur, dass man das Blogcamp doch gleich in die Zeit der „Vienna Web Week“:http://vienna.webweek.at/ legt (10. bis 18. Oktober 2009). Spontan gab es heute eine zweite Minisession dazu, bei dem wir einige Eckpunkte für die Webweek sammelten. Auf alle Fälle braucht es noch einen Slogan „unter“ dem sich die einzelnen Initiativen versammeln können. Meine Ideen wie der WebPlausch da mitspielen kann sind schon etwas weiter gediehen – und folgen alsbald in einem eigenen Artikel. Grundidee ist in dieser Woche die unterschiedlichsten Veranstaltungen rund um das Thema Web in Wien durchzuführen. Große und kleine Initiativen sind herzlich eingeladen mitzumachen.
Die Web Week hat auch schon einen eigenen Twitter Account „@viennawebweek“:http://twitter.com/viennawebweek.

Apropos Minisession. Spannend bei einem Barcamp sind all die Aktivitäten rundherum, die Menschen mit denen man ins Gespräch kommt und gemeinsam mit ihnen Neues plant. So entstanden beim Barcamp die Ideen zu einem „Future Music Camp Vienna (Gruppe bei Facebook)“:http://www.facebook.com/group.php?gid=117436931054 sowie zu einem „Travelcamp (Gruppe bei Facebook)“:http://www.new.facebook.com/home.php#/group.php?gid=96923902329.

Special Interest Camps können der Barcamp Idee vielleicht einen ganz neuen Schwung geben. Einerseits erreichen sie eventuell ganz neue Zielgruppen und andererseits sind sie vielleicht auch wieder kleiner und damit intensiver.

Wobei es nicht heißen muss, dass große Barcamps nicht intensiv sind. Das Barcamp Vienna war wahrscheinlich das größte Barcamp Österreichs. Vielleicht fehlten aus diesem Grund ein paar typische Elemente, nämlich die allgemeine Vorstellungsrunde und die Feedbackrunde. Schade eigentlich. Denn die Vorstellungsrunde muss dann zwar straff sein (also Name und drei Tags) aber sie hilft zur Orientierung, wer denn so da ist und wen man eventuell ansprechen möchte. Denn bei rund 150 Personen komme ich nicht mehr automatisch mit jedem ins Gespräch und muss mir neue Kontakte teilweise gezielt „heraus picken“.

Und wenn wir schon bei der „Kritik“ sind, dann fehlten mir noch die Twitter Namen auf den Namensschildern. Denn viele kenne ich halt nur mit @name und nicht mit dem richtigen Familiennamen. Aber so kann man andererseits Menschen gleich nochmals kennen lernen und freut sich umso mehr, dass man schon per Twitter in Kontakt war oder ist 🙂 Das sind aber alles relative Kleinigkeiten und das mindert nicht die sehr gute Organisation des Barcamps.

Sessions zu Facebookstatistiken, Privatsphäre, Freewave, laconi.ca, Blögger, cloud computing, WALjournal und Google Wave boten viel Abwechslung und Einblicke in Themen für die ich sonst oft wenig Zeit verwende. Zu einzelnen der Themen werde ich sicherlich noch eigene Artikel schreiben.

Ein sehr kontroversielles Thema bleibt weiterhin die Aktion des Österreichischen Internetrats, dem nunmehr am Barcamp ein Onlinerat folgte. Eine ironische Aktion mit Augenzwinkern, die etlichen einen Spiegel vorsetzt, wie sie es denn mit Gremien, Kontrolle im Internet, Legitimationen etc. halten. Aber gleichzeitig habe ich ein Grummeln im Bauch, dass man – wie es ein Teilnehmer formulierte – die „Büchse der Pandora“ öffnet. Es bleibt die Frage, ob das was aus dieser Kunst(?)aktion entsteht nicht mehr unter Kontrolle zu halten ist. Aber das Thema ist zu vielfältig als das es in zwei Zeilen abzuhandeln ist. Ich wollte es hier in meiner kurzen Reflexion nicht ganz verschweigen (als wäre ich nicht bei der Diskussion dabei gewesen) aber auch nicht weiter verlinken. Ich warte einfach ein paar Tage ob sich die Diskussion und die Dynamiken eines Barcamps legen oder ob es doch in ein, zwei Wochen noch mehr zu sagen gäbe.

Nun zu etwas profaneren. Meine gesammelten Fotos vom Barcamp sind im entsprechenden „Album bei Flickr“:http://www.flickr.com/photos/lender/sets/72157619614808377/ zu finden. Weiters möchte ich noch eine Liste von Blogbeiträgen zum Barcamp zusammen stellen.

Auf alle Fälle: Es hat sich für mich wieder einmal gelohnt an einem Barcamp teilzunehmen. Auf diesem Wege danke ich allen TeilnehmerInnen für die anregende Zeit miteinander.

5 Kommentare

  1. blog update: #Barcamp Vienna – der zweite Taghttp://tinyurl.com/lv6tqy #bcvie

  2. Mafra Mafra

    Wenn möglich: wo und wie kann man das T-Shirt kaufen?

    • Barcamp T-Shirt gibt es an sich nie zu kaufen. Sie sind das spezielle Geschenk an diejenigen, die beim jeweiligen Barcamp dabei waren.

      Oder meintest du ein anderes T-Shirt?

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