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Submenüs in Kinetic – eine Usability Frage

Ich stelle mir beim ausprobieren von „Kinetic“:http://www.optional-necessity.com/demo/kinetic/pages/features.html eine Frage, die ich gerne an meine LeserInnen weiter reichen möchte.

Schaut auch mal folgenden Screenshot an:

Kinetic Menü mit Submenü

Ihr seht einen Ausschnitt aus einem Menü. Der Menüpunkt „Über mich“ ist ausgeklappt (da der – hier nicht sichtbare – Mauszeiger darauf steht) und gibt ein Submenü „Meine Webwelt“ frei. Nebenbei: Die Einträge im Submenü könnten mehrere sein, aber zum testen reicht mal eines.

Jetzt die Frage. Wenn ihr auf ein solches Menü stosst, würdet ihr meinen, dass „Über mich“ auch klickbar ist oder nur die Überschrift darstellt um dann auf „Meine Webwelt“ und ev. weitere Submenü Einträge zu klicken?

Gleich vorab. Beides wäre in Kinetic realisierbar. Ich bräuchte eine Einschätzung was sinnvoller ist. Das immer im Wissen, das man es nie perfekt machen kann, aber zumindest für viele einfacher.

Ich ersuche euch daher um eure Meinung.

15 Kommentare

  1. Wir haben auch ein ausklappbares Menü und unser Menüpunkt ist nicht anklickbar, weil sich einfach keine sinnvolle Seite dahinter verbirgt.

    Im SHop selber haben wir das aber auch anders gelöst, wenn sich hinter dem „Sammellink“ eine sinnvolle Seite verbirgt.

    Persönlich bevorzuge ich es, wenn nur die Unterlinks anklickbar sind.

    Harald

    • Danke für das schnelle Feedback. Wie ich sehe nutzt du auch Kinetic 🙂

  2. Bei Dropdown-Menüs fahre ich normalerweise mit dem Mauszeiger über das Submenü und wenn sich der Mauszeiger dann __verändert__ oder der Text via „hover“ animiert wird, dann geh ich davon aus das es ein klickbarer Link ist.

    I. d. R. geh ich aber davon aus das das Submenü klickbar ist.

    • Mache ich an sich auch so. Aber ich habe keine Ahnung ob die Mehrzahl meiner LeserInnen auch so mit dem Mauszeiger umgehen bzw. diese Veränderung richtig interpretieren können.

      • Ich würde auch davon ausgehen, dass es klickbar ist, wenn sich das Feld oder der Mauszeiger verändern.

        Wobei vermutlich all Deine Blogleser auch versierte Internet-Surfer sind.

        Vielleicht hast Du im Bekanntenkreis jemanden, der wenig im Netz unterwegs ist und der die Navigation mal bei Dir ausprobiert? Das kann ziemlich aufschlussreich sein.

        Grüße,
        Klaus

        • Die Mehrheit wird wohl versiert sein. Aber ich habe auch Themen wie Heinz Conrads die durchaus „GelegenheitssurferInnen“ anzieht.

          Ein kleiner Usabilitytest ist eine gute Idee. Noch dazu wo ich im „neuen T3N“:http://t3n.yeebase.com/magazin/ausgaben/15/ über Usability Tests selbst durchführen gelesen habe 🙂

  3. Jan Jan

    Ich denke, ein Usability-Fachmann wird Dir sagen: Alles, was klickbar aussieht, muss auch klickbar sein. Ich klicke bei solchen Menüs z.B. dann auf den Oberpunkt, wenn ich die Unterpunkte nicht verstehe. Ich erhoffe mir dann eine Seite mit weiterführenden und erläuternden Informationen zu den Unterpunkten.

    • Wer entscheidet denn bitte, was „klickbar aussieht“? Die Avatare hier etwa sehen z.B. durchaus klickbar aus.

      • Jan Jan

        Genau: Der Nutzer entscheidet das. Damit hast Du Deine Frage ja schon selbst beantwortet 😉

        • Prima — das bedeutet nach Deinem Ansatz, alles, was Besucher potentiell für klickbar halten könnten, müsste auch klickbar sein. Ist doch Unfug.

  4. Kleine Erinnerung an die Benutzbarkeit mit Tastatur! Du musst mit Tastaturbedienung auch an die Untermenüpunkte rankommen.

    Offenbar kann das aber dieses Kinetic – oder wie das Ding auch immer heißt – nicht.

    Irgendwie scheinen diese Ausklappmenüs eine magische Anziehungskraft für Betreiber und Designer zu haben.
    Für Benutzer hält sich das in Grenzen:

    1. Wenn du nur wenige Menüpunkte hast, ist es nicht wirklich notwendig.

    2. Wenn du komplizierte und verschachtelte Menüstrukturen hast, wird es mit Ausklappmenüs nicht übersichtlicher, dafür aber unzugänglicher.
    Viele ältere Menschen oder welche mit nur leichten motorischen Problemen verzweifeln an eng verschachtelten Ausklappmenüs. Oft sind diese Menüs dann auch nicht mit Tastatur zu bedienen.

    Mein Fazit:
    In jedem Fall sind solche Dinger ein hochsensibler Drahtseilakt der Usability und Accessibilty. Und nach der ersten Euphorie und genauerer Analyse sind solche Lösungen meist nur eine scheinbare Verminderung der Komplexität (aus Sicht des Gestalters).

    • Danke für die „Mahnung“.

      Die Submenüs würde ich eher nur für Subkategorien einsetzen. So habe ich derzeit in meinem Blog die Kategorie „Mobiler Alltag“ in dem man auch über das Betriebssystem „Android“ Artikel lesen kann. Diese sind auch der Kategorie „Android“ zugeordnet. Meine Idee war jetzt, dass, wer möchte, statt auf „Mobiler Alltag“ gleich auf „Android“ klickt und so genauer auf das Thema kommt. Die Submenüs wären daher eher ein Fall für die Untergliederung von Artikeln die im Hauptmenü zu finden.

      Aber du hast natürlich recht, dass man hier vorsichtig sein muss. Ich bin daher eben am überlegen und experimentieren, wo ich noch weiter reduzieren kann.

      Wie ich schon unter [[Kinetic: Ein paar Details]] geschrieben habe ist man leicht in Versuchung alle Features zu nutzen. Hier gilt es sparsam zu bleiben und diese nur dort einzusetzen, wo es einen Mehrwert für die LeserInnen hat.

      Soweit ich es ausprobiert habe sind Submenüs über Tastatur (Tab-Taste) erreichbar. Man springt – im obigen Fall – zuerst den Link zu „über mich“ an und danach kommt man auf den Link zu „Meine Webwelt“. Aber das Menü klappt dabei nicht aus. D.h. für Sehende tabbt man sozusagen im dunkeln weiter. Außerdem fehlt noch der Fokus um zu sehen, wo man gerade ist.
      Tja, noch einiges zu basteln an dem Ding.
      Aber für mich ist die Beschäftigung damit interessant, da ich so mich auch ein wenig mehr in die Technik (auch bezüglich Accessibility) einarbeite und nicht immer nur theoretisiere.

      • Jo, sind ja ein nettes Spielzeug und faszinieren im ersten Moment, diese Ausklappdinger.

        Letztendlich sind es meiner Ansicht nach nur visuelle Verführer (aus Sicht des Gestalters) und erhöhen auf Websites (anders bei Anwendungsprogrammen und Werkzeugen) nur in speziellen Fällen tatsächlich die Benutzbarkeit.

        • Naja, der Reiz liegt natürlich auch darin, dem Nutzer eine vom Desktop her vertraute Navigationsform zu geben. Ob das im Web noch sein muss, ist sicherlich diskussionswürdig.

          Andererseits nähern sich natürlich viele Web“anwendungen“ in Look ’n‘ Feel immer mehr Desktopanwendungen an — auf die Gefahr hin, dabei auch das Schlechte zu übernehmen. Und das schwappt — für meine Begriffe leider — auch auf „normale“ Webseiten über.

          • All das ist eine schwierige Frage. Vieles von dem was eigentlich nicht wirklich gut ist funktioniert trotzdem, da wir uns User einfach seit Jahren daran gewöhnt haben.
            Deshalb sind auch immer die Betriebssysteme, die Programmiersprachen, die Weblog Engines die Besten, die man selbst schon lange verwendet. Man hat sich an Umständlichkeiten gewöhnt, Workarounds geschaffen,…

            Über die Ausklappmenüs muss ich noch weiter nachdenken…

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