Schlagwort: Barrierefreiheit

  • Wie der Blue Beanie Day nach Österreich kam

    Der Blue Beanie Day 2014 nähert sich und jährt sich somit zum 8. mal. Die Idee, die in den USA ihren Ursprung nahm, war schon beim ersten mal auch in Österreich ein Begriff.

    Blaue Haube mit Aufschrift "Blue Beanie Day"

    Aber wie kam es dazu?

    Der erste Artikel

    Am 21. November 2007 schrieb Maria Putzhuber im MAIN_blog (dieses gibt es leider nicht mehr ) einen kleinen Artikel. Anmerkung vorab: Der Blue Beanie Day war damals selbst noch nicht standardisiert 😉 und fand immer an einem anderen Tag im November statt. Aber nun zur ersten Erwähnung (Text Maria Putzhuber):


    Am Montag, den 26. November 2007 tragen Mann und Frau in Amerika (und überschwappend überall?) blaue Mützchen „Blue Beanies“ um ihre Unterstützung für Webstandards und Accessibility zu demonstrieren.
    Der Webstandards Vorreiter, Autor (Designing with Webstandards) und Mützenträger Jeffrey Zeldman findets jedenfalls unterstützenswert: Blue Beanie Day und sagt:

    Is this silly or serious? Seems to me, it’s a bit of both. If enough people do it on enough social networks, it might even raise web standards awareness in a small but positive way. (As opposed to, say, busting people for a validation error, which, surprisingly, doesn’t win you their love.)

    Er liefert auch die nötigen Instruktionen: Blaue Mütze tragen, abfotografieren, auf Flickr (Blue Beanie Day group) stellen und bei Facebook (der DWWS Gruppe dort ist das eingefallen) und all den anderen Social Networks posten.

    Da bin ich mal gespannt, ob auch beim Tag der Barrierefreiheit am Montag im Sozialministerium ein paar blaue Mützen rumlaufen werden: Sehr verehrter Herr Minister Buchinger, ach halten Sie doch bitte wieder Ihren Kopf hin für die gute Sache und machen Sie mit ;-)!


    Der Tag der Barrierefreiheit

    Am 26. November 2007 schrieb dann Beate Firlinger ebenfalls im MAIN_blog:


    Mit Aktionismus allein wird das Internet natürlich noch nicht barrierefrei. Aber, dachten wir uns: „Wenn es nicht hilft, so schadet es wenigstens nichts“ wie es unser Paraden-Partner Robert Lender in seinem Nur ein Blog so schön formulierte. Und so nutzten wir das zeitliche Zusammentreffen zweier Termine, um eine kleine Schnappschuss-Idee für Web Accessibility in die Tat umzusetzen.

    Tag der Barrierefreiheit

    Also zogen wir heute, am 26. November 2007, bewaffnet mit blauen Mützen zum Tag der Barrierefreiheit im Internet, der unter dem Motto “Online ohne Ausnahme” im Sozialministerium über die Bühne ging. Die Tagung wurde vom Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt veranstaltet und von Bundesminister Erwin Buchinger und Staatssekretärin Heidrun Silhavy eröffnet.

    Und weil die Gelegenheit eine günstige war, baten wir einfach einige der anwesenden Accessibility Fachleute blau bemützt vor die Kamera. Denn heute ist der Blue Beanie Day 2007, der Tag der blauen Mützen, der im MAIN_blog bereits angekündigt wurde. Der amerikanische Webstandards Vorreiter Anhänger des amerikanischen Webstandards Vorreiters Jeffrey Zeldman, (die DWWS Group bei Facebook) riefen die Aktion ins Leben, um ein sichtbares Zeichen für Webstandards und Accessibility zu setzen, eben in Form einer blauen Mütze, einer Blue Beanie, die alle tragen sollen, denen dies ein Anliegen ist.

    Wien grüßt mit blauen Mützen

    Brigitta Aubrecht verteilte die blauen Accessoires, Maria Putzhuber fotografierte, ich habe Maria beim Fotografieren geknipst. Unter den Abgelichteten auch Staatssekretärin Heidrun Silhavy, die sich nicht lange bitten ließ und gerne mitmachte beim Blue Beanie Fotoshooting

    Alle Ergebnisse der bemützten Aktion sind in der Blue Beanie Day group auf Flickr abgelegt. Die Fotos sind auch in einem eigenen Album Talking Caps von mir zu finden. Mit besten Grüßen vom Tag der Barrierefreiheit aus Wien.


    Und ab dann begingen wir jedes Jahr den Blue Beanie Day.

  • Web Standards: Ein Video zeigt uns warum

    Microsoft und W3C zeigen in einem Video Web standards for the future.

    Die Firma mit dem „Fenster-Betriebssystem“ kennt wohl jedeR, aber kennt jedeR auch W3C? Lesen wir mal auf der about Seite der deutschsprachigen Seiten des W3C:

    Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein fest angestelltesTeam, und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln.

    Und da gibt es einiges an Standards, wie z.B. HTML und CSS. Das W3C definiert auch Standards für ein barrierefreies Web. Einen Einblick in die Gründung und die ersten Schritte gibt auch die Seite W3C Geschichte.

    Aber die Standards, die dasW3C festlegt sind keine rechtlich bindende Normen, sondern allein Empfehlungen. Es liegt daher an uns diese Empfehlungen zu unterstützen, damit sie mehr Gewicht bekommen.

    Immerhin werden z.B. die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 als Richtschnur für die Bewertung von Barrierefreiheit der Österreichischen Bundesverwaltung (siehe Digitales Österreich).

    Dies ist dann auch ein Anliegen des Blue Beanie Day am 30. November 2014 – den Web Standards ein wenig Aufmerksamkeit zu geben. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass jeder Browser dieses Blog so einfach darstellen kann und das ihr den Artikel auch in jedem RSS Reader geliefert bekommt.

  • Countdown zum Blue Beanie Day

    In 30 Tagen ist Blue Beanie Day.

    Was tut sich:

    • Es wird voraussichtlich einige (Online)-Zeitungsartikel zum Thema geben
    • Ich werde ab morgen einige Menschen mit Interviewwünschen quälen
    • Über weitere Ideen grüble ich

    Jeder und jede ist herzlich willkommen mitzumachen, selbst aktiv zu werden. Danke schon an alle, die im Hintergrund mitwerken.

    PS: In den USA gab es Hoodies mit der Abbildung von Hrn. Zeldman (auf den der Blue Beanie Day zurückgeht) und blauer Mütze. Ehre wem Ehre gebührt. Ich persönlich würde den Blue Beanie Day ungern als „Personenkult“ (so wird es in den USA wohl nicht gemeint gewesen sein) sehen. Es geht um Webstandards und ein Web ohne künstliche Barrieren – an dem jede und jeder beitragen kann – für uns alle. So, damit ich das auch mal gesagt habe.

  • Social Media Wall für den Blue Beanie Day

    Für den Blue Beanie Day 2014 gibt es nun auch eine eigene Social Media Wall, die unter walls.io/bluebeanieday erreichbar ist.

    Auf dieser „Wall“ werden alle Beiträge zum Blue Beanie Day aus Twitter, Facebook, Flickr, Instagram und Co. gesammelt. Im Moment ist noch etwas still, aber da sollte noch einiges kommen.

    Walls.io ist ein Angebot der Social Software Agency Die Socialisten. Diese (danke, Michael Kamleitner) haben mir die Pro-Version kostenlos zur Verfügung gestellt um das Anliegen Webstandards/Barrierefreies Web zu unterstützen. Neben der Wall habe ich damit auch die Möglichkeit alle gesammelten Beiträge in einer Datei zu sammeln und nachträglich ein wenig „auszuwerten“ (nicht maschinell).

    Beiträge zum Blue Beanie Day 2014, zu Webstandards und barrierefreien Web mit dem Hashtag #bbd14 sind somit doppelt Willkommen.

    PS: Vollkommen unpassende Beiträge kann ich aus der Wall ausblenden. Nur falls das jemand nur zu Werbung oder ähnliches nutzen will. Und am Layout der Wall bastle ich auch noch ein wenig.

  • Am 30. November ist Blue Beanie Day 2014

    Heute ist der 15. Oktober und damit der „Internationale Tag der Tastatur„, den ich schon zum 7. mal „feiere“. An dem Tag ist jedeR eingeladen nur mit der Tastatur eine Website zu bedienen. Für manche Menschen ist dies der einzige Weg – der Ihnen durch viele Hindernisse erschwert werden kann.

    Mit diesem Tag starte ich auch die Vorbereitung für den Blue Beanie Day am 30. November 2014. An diesem Tag setzen (einige) Menschen weltweit blaue Hauben auf um ein wenig Awareness für Webstandards zu schaffen. Im deutschsprachigen Raum haben wir dies immer auch mit dem Thema „barrierefreies Web“ verbunden.

    Erste Links

    Details folgen noch, heute gibt es ein paar Links

    • Das „offizielle“ Blue Beanie Day Tumblr
    • Flickr Gruppe in die jeder sein Porträtfoto mit blauer Haube einfügen kann
    • Unter dem Kurzlink roblen.at/bbd14 verlinke ich vorerst auf diese Seite und in weiterer Folge auf eine Übersichtsseite mit Hinweisen, Infos und Co.

    Profilfoto austauschen

    Wer zu Hause eine Haube aufsetzt, wird nicht viel Aufmerksamkeit erreichen. Daher tauschen viele Mitmachende (zumindest am 30.11.) ihre Profilfotos auf Twitter, Facebook und Co. durch welche mit blauen Hauben aus. Wichtig ist auch der Hashtag #bbd14, der das alles für entsprechende Aggregatoren zusammen führt.

    Also: Blaue Mütze aufsetzen nicht vergessen 🙂

  • Martin Habacher – Ein Smart Hero

    LKW, dahinter ein Mann im Rollstuhl mit gelber Mütze (Martin Habacher, @mabacher)

    Martin Habacher bittet mich um meine Stimme beim Smart Hero Award.

    Das Ziel des Award:

    Facebook und die Stiftung Digitale Chancen schreiben 2014 zum ersten Mal den Smart Hero Award – einen Award für smarte Heldinnen und Helden – aus. Mit dem Preis wollen die Veranstalter Menschen und Organisationen auszeichnen, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media realisieren. Smart steht dabei für den klugen Einsatz von Social Media für Anerkennung, Respekt und Toleranz.

    Smart Hero Award

    Auf Facebook habe ich dann gleich eine kleine Laudatio gehalten.

    Smart steht für „schnell“, „gewitzt“ oder „schlau“. Nun, kann der Martin Habacher alles vorweisen – und würde gerne den „Smart Hero“ Award gewinnen. Dafür braucht er noch ein paar „Votes“.
    Mit dem BarChair hat er schon 2010 uns alle in einen Rollstuhl gesetzt. JedeR Barcamp BesucherIn konnte erproben, wie kleine Hürden im Rollstuhl zu großen werden. Das Video selbst drückt für mich dann eines aus: Es ist nicht der Rollstuhl, der im Mittelpunkt steht, es sind die Menschen und ihre Antworten.

    Nebstbei: Würden wir 4 Jahre nach dieser Aufnahme noch so über Social Media reden?

    Mabacher.TV war dann die logische Fortsetzung und hat mir einige Einblicke in sein Leben, in das Thema „Persönliche Assistenz“ und vieles mehr gegeben.

    Und wer nicht voten möchte – reinschauen bei mabacher.tv lohnt sich trotzdem….

    Nähere Details, wie man für Martin voten kann gibt es direkt in seinem Blog.

    Wer kennt Smart Heros?

    Gerade das Web ermöglicht es „Smart Heros“ aktiv zu werden, unabhängig von großen Medien, von Parteien und Institutionen. Netzwerken (im positiven Sinne), gewiefter Einsatz von Web, Web 2.0 und Social Media ermöglicht ein wirksam werden über den eigenen Bekanntenkreis hinaus.

    Kennt ihr noch andere, die „Smart Heros“ sind oder sein könnten. Dann mailt mir doch an robert@nureinblog.at. Würde mich freuen, wenn ich noch weitere in mein kleines Blog-Rampenlicht holen könnte.

    PS: Das Foto stammt von Martin Habacher selbst und ist über Instagram aufrufbar.

  • Die Erbschaft – ein „Leicht Lesen“ Krimi

    Cover "Die Erbschaft - Ein Krimi von capito"

    Auf der BIZEPS Website habe ich von „Die Erbschaft“ gelesen. Das ist ein Krimi, der von der Firma Capito herausgebracht wurde.

    Das besondere an dem Buch. Es ist nach dem Leicht Lesen Standard von Capito geschrieben. Capito schreibt darüber:

    Leicht Lesen ist ein Wort-Zeichen für Informationen,
    die auch Menschen mit Lernschwierigkeiten
    leicht lesen und verstehen können.
    Man sagt oder schreibt dann:
    „Das ist eine Information in Leicht Lesen“.
    Oft verwendet man auch die Abkürzung „LL“ für Leicht Lesen und sagt:
    „Das ist eine Information in LL.“

    Capito

    Aber nun zum Roman.

    Mich hat interessiert, wie ein solcher Roman geschrieben ist. Daher habe ich ihn bestellt.

    Außerdem wurden von dem Roman nur 500 Stück gedruckt. Daher ist es etwas besonderes ein Stück in Händen zu halten.

    Zum Inhalt

    Anfang ist es etwas ungewohnt nur kurze Zeilen zu lesen. Es fällt einem gleich auf, dass viele Füllwörter fehlen. Alles wird recht direkt erzählt. Aber ganz so simpel ist der Roman nicht. Es gibt mehrere Handlungszweige: Die Sicht des Täters, die Sicht des Opfers und die der Freundin. Damit gibt es auch mehrere Hauptpersonen. Und durchaus taucht man auch ein wenig in die Gefühlswelt dieser Personen ein.

    Ich habe den Roman in rund 45 Minuten gelesen. Natürlich erwartet man sich keine großen Wendungen, aber er hat durchaus einen Spannungsbogen. Immer wieder kommt natürlich (und das ist wohl legitim) die Botschaft, dass behinderte Menschen selbständig agieren können, für sich Entscheidungen treffen können. Es ist dann auch ein Netzwerk von behinderten Menschen, dass zur Aufklärung beiträgt.

    Das ist meiner Meinung ein wenig auch eine „Schwachstelle“ des Romans. Die Menschen nutzen dabei ein Soziales Netzwerk (online) um sich auszutauschen – so weit so gut. Aber über dieses Netzwerk aufzurufen einen Verdächtigen zu beobachten, das geht doch ein wenig Richtung Selbstjustiz. Eventuell wollten die Autoren aber das „werdet aktiv und gemeinsam sind wir stark“ damit mehr in den Vordergrund rücken. Denn der Roman kann auch anregen, über die Frage nachzudenken, wie selbständig behinderte Menschen in unserer Gesellschaft agieren können.

    Die Sprache des Romans ist gar nicht so simpel als ich mir dachte. Außerdem … Oft denke ich mir bei Büchern oder Filmen: So spricht doch kaum einer in der Realität, so geschliffen, so abgerundet in der Formulierung. Die „Vereinfachung“ in „Die Erbschaft“ kommt eigentlich unserer Alltagskommunikation sogar näher – so als würde mir meine Nachbarin davon erzählen.

    Mehr vom Inhalt will ich gar nicht erzählen, um nichts vorweg zu nehmen 🙂

    Fazit

    Natürlich möchte ich weiterhin gerne auch hochkomplexe, durchkonstruierte Geschichten lesen. Aber der Roman macht mich neugierig, wie man z.B. ein Liebesgedicht in „Leichter Lesen“ schreiben würde. Gleichzeitig stelle ich mir die Frage, ob „Leichter Lesen“ den Sprachstil einfach einebnet oder ob AutorInnen – sofern sie schon in „Leichter Lesen“ schreiben – noch erkennbar bleiben.

    Ich wollte zuerst versuchen, den Text dieses Artikels auch in einfacher Sprache zu halten (habe dies dann nicht durchgezogen). Das ist gar nicht so einfach, als man denkt. Es ist wie bei manchen Informationstexten, die ich schreibe. Zuerst hat man 5 Seiten. Dann streicht man alles weg, was eigentlich nur um die Sache herumredet. Füllwörter müssen dann auch dran glauben. Und dann gilt es zu überlegen, wie ein Satz mit drei Beistrichen in zwei kurze Sätze zerlegt werden kann – damit er verständlicher wird. Leichter Lesen geht wohl noch – zumindest – einen Schritt weiter.

    Mehr zum Thema

    Zu Capito und Leicht Lesen gibt es natürlich auch eine Leicht Lesen Erklärung auf deren Website. Wobei es für Leicht Lesen als allgemeinen Begriff keine einheitlichen Standards gibt.

    Wer mehr Texte lesen will, die in leicht verständlicher Sprache geschrieben sind, für den ist eventuell die Online-Bibliothek des Vereins bidok von Interesse.

    Der ÖAR hat einen eigenen „Leitfaden für verständliche Information“ herausgegeben. Dieser wendet sich nicht nur an TexterInnen, die für Menschen mit Lernschwierigkeiten schreiben. Die Punkte sollte eigentlich jedeR von uns beherzigen, wenn wir Informationstexte verfassen.

    Eine etwas kürzere Anleitung gibt es bei Freak Online, der Website des „Freak Radio„.

    Zum Schluss. Am 8. Mai 2014 findet der A-TAG 2014 zum barrierefreien Internet statt (Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich). Beim A-TAG wird es auch Neuerungen zu easy-to-read zu hören geben.

    Bestellen

    „Die Erbschaft“ gibt es als gedrucktes Werk – aber auch als barrierefreies PDF – auf der capito Bestellseite zu einem Preis von 11 Euro (plus Versandkosten). Update vom 28.12.2021: Das Buch gibt es jetzt online zu lesen auf der Seite „Sommerkrimi“ von Capito.

    Wer das Buch gelesen hat oder anderweitige Erfahrungen mit Leicht(er) Lesen mit mir teilen möchte. Ich freue mich über Kommentare.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

  • Einen Link setzen will gelernt sein

    Über uns Blogger wird in letzter Zeit immer geklagt (insbesondere unter BloggerInnen selbst), dass wir zuwenig verlinken.

    Wer verlinkt, der/die sollte dabei auch auf die Barrierefreiheit des Links achten. Maria Putzhaber hat dazu im Wienfluss Weblog den Artikel „Accessibility Checkliste – Links“ verfasst. Lasst euch vom Umfang nicht abschrecken. Es geht hier eben ins Detail.

    Als BloggerIn gibt es ein paar Punkte, an die man bei jedem Artikel denken sollte:

    • Der Linktext selbst sollte für sich selbst aussagekräftig sein. Lies hier ist nicht sehr hilfreich. Mein 10 Fragen – 10 Antworten Artikel schon eher.
    • Wer direkt auf ein Dokument verlinkt, der/die gebe das auch an, wie z.B. „Linktext, PDF“.
    • Wenn das verlinkte Dokument recht groß ist, dann gib auch das an, wie z.B. „Linktext, PDF, 3 MB“.
    • Links sollten als solche erkennbar sein. Wer Links mit Unterstreichung anzeigt sollte „unterstreichen“ dann nicht mehr als Formatierung für normalen Text verwenden. [Ergänzung: Wie Fritz in seinem Kommentar anmerkt ist die Unterstreichung eigentlich nur für Links zu verwenden. Alles andere würde NutzerInnen nur verwirren, da man eben einen Link hinter einem unterstrichenen Text erwartet.]

    Ich muss mich natürlich auch selbst an der Nase nehmen. Es gilt diese „kleinen“ Dinge immer wieder einzuüben, bis sie in den eigenen BloggerInnenalltag eingehen.

    Wie so oft gilt. Obige Hinweise helfen auch nichtbehinderten NutzerInnen sich besser in einem Blogartikel (insbesondere mit vielen Links) zurecht zu finden.

  • Tab Parade 2008 – TeilnehmerInnen

    Im Jahr 2008 veranstalteten der Verein „MAIN“ und Nur ein Blog die Blog Parade zum Internationalen Tag der Tastatur.

    Was war die Tab Parade?

    Bei der Tab Parade wünschen wir uns von euch Beiträge rund um das Thema Tastaturbedienung (von Websites). Probiert euer eigenes Blog aus, probiert andere Seiten aus und bloggt über eure Erfahrungen. Habt ihr gute Tipps gefunden, wie man auf einer Website Tastaturbedienung unterstützen kann, habt ihr Links zu BloggerInnen gefunden, die schon über das Thema geschrieben haben – bloggt darüber. Vielleicht findet jemand auch ganz andere Wege mit seiner Tastatur zu navigieren… oder jemand erklärt besser wie ich warum Tastaturbedienung so wichtig ist, wie sie genau funktioniert und was einE WebdesignerIn so beachten muss. Oder… oder…

    MAIN hat damals die Beiträge gesammelt. Da die Vereinseite in Kürze offline geht nachfolgend die damaligen Beiträge.

    Beiträge zur ‚Tab Parade‘ in anderen Blogs

    • Christian Spanring
      25.11.08 Christian Spanring navigiert für die Tab Parade per Tastatur durch Google Maps, Microsoft Live Maps und Mapquest.
    • digiom
      24.11.08 Jana Herwig bringt Firefox das Tabben bei: Browser Accessibility oder Wie mich die Tab Parade auf Mac OSX zur Hackerin machte.
    • Wissen belastet
      24.11.08 Max Kossatz prüft zur Tab Parade die “Parteiseiten im Vergleich” und hat auch ein Video dazu gemacht: Damit man sieht, wie mühsam das Ganze sein kann.
    • Nur ein Blog
      24.11.08 Robert Lenders Last Call: Morgen endet die Tab Parade.
    • miradlo bloggt
      22.11.08 miradlo bloggt zur Tab Parade: Navigieren mit Tabs, statt mit der Maus.
    • Barrierefreies Webdesign
      19.11.08 Jan-Eric Hellbusch über das “Tabben bei invertierten Farben”. Ist zwar kein aktueller Blogbeitrag zur Tab Parade, aber eine praxisnahe Anleitung, die darauf eingeht, dass der aktuelle Ort in der Navigation auch ohne Farben erkennbar sein muss.
    • Peter Rozek
      17.11.08 Der Accessibility Experte Peter Rozek greift für die Tab Parade zur Tastatur und schreibt über “Succes Criterium: Focus Visible” (Erfolgskriterium: Sichtbarer Focus).
    • Genes Lebenswerk
      17.11.08 Christian Geue aka “mr.gene” fragt anlässlich Tab Parade nach der dem Warum und Wie der Bedienung von Webseiten ohne Maus.
    • sprungmarker
      17.11.08 Sylvia Egger nimmt für die Tab Parade Seniorkom.at kritisch unter die Lupe. Ihr Fazit: Die Website, die unlängst mit dem e-Inclusion Award ausgezeichnet wurde, punktet nicht mit optimaler Tastaturnutzung.
    • webdesign weisshart
      10.11.08 Fritz Weisshart fasst anlässlich der Tab Parade zusammen, was er in seinem Blog schon so alles zum Thema Tastatur statt Maus verfasst hat.
    • Sprungmarker
      07.11.08 Sylvia Egger zur Tab Parade: Nutzer helfen sich selbst.
    • Gartenmöbel aus Holz
      06.11.08 Das Gartenmöbel-Blog tabbt in der Parade mit und befürchtet: Bekommen wir noch einen Tastaturarm?
    • Kammerer Barrierefreie Weblösungen
      02.11.08 Peter Kammerer nimmt anlässlich der Tab Parade den Webautritt der deutschen Postbank kritisch unter die Lupe und kommt zu keinem befriedigenden Befund.
    • Technikwürze
      02.11.08 Sylvia Egger erwähnt im aktuellen Technikwürze Podcast die Tab Parade.
    • WAI AUSTRIA
      02.11.08 Eva Papst zur Tab Parade: Es muss auch ohne Maus funktionieren.
    • Upload
      26.10.08 Das Magazin für digitales Publizieren bewirbt die Tab Parade.
    • Nur ein Blog
      28.10.2008 Tab Parade – die ersten zwei Wochen. Robert Lender zieht eine erste Bilanz und gibt gute Tipps, wie BloggerInnen in der Parade mittaben können.
    • hyperkontext
      23.10.08 Gerald Brozek’s Appell an Web-GestalterInnen: Der Tastatur den Fokus zeigen.
    • Paris und Bel Ami
      15.10.08 Mauslos: Die Tab Parade ist sozusagen auf den Hund gekommen. Die beiden Doggenrüden Paris und Bel Ami tabben mit, und zwar im Blog des Hundeliebhabers und Kultur- und Accessibility Experten Johannes Reiss.
    • Liechtenecker’s Blog
      15.10.08: Jürgen Liechtenecker zum Tag der Tastatur – barrierefreies Webdesign für mausfreie Bedienung.
    • Nur ein Blog
      15.10.08: Robert Lender über den Tag der Tastatur und andere internationale Gedenktage.
    • Barrierefreie Informationskultur
      15.10.08: Kerstin Probieschs Mini-Tastaturstreifzug durch’s Web 2.0 am Beispiel Twitter, Delicious und Stumble.
    • Pegasus’ Traum
      15.10.08 Mausmensch Liliana Mielich tabbte zum Internationalen Tag der Tastatur durchs Web und ist geschafft.
    • BIZEPS INFO
      15.10.08 Ohne Maus geht’s auch? Martin Ladstätter ruft zur Teilnahme an der Tab Parade auf, berichtet von seinen Erfahrungen als Tastaturbenutzer und gibt Tipps zum Testen.
    • Nur ein Blog
      13.10.08 Robert Lender erklärt den 15. Oktober zum 2. Internationalen Tag der Tastatur. Anlass: Am 15. Oktober 2007 wurde bei der Accessibility Blog Parade unter dem Motto “Maus raus” die Idee dazu geboren.

    Es war eine tolle Aktion.

  • Blue Beanie Barcamp 2014 – erste Ideensplitter

    Der „Blue Beanie Day“ ist vorbei. Danke an alle fürs mitmachen und mitreden.

    Manch eineR bemäkelte, dass der Schwung ein wenig nachgelassen hat. Von @yatil kam dann die Idee eines #bbbc14 – ein BlueBeanieBarCamp2014. Dabei soll es natürlich – im Format eines Barcamps – um Webstandards und barrierefreies Web gehen … und online soll es werden.

    Wir diskutieren auf Facebook schon, wie das gehen könnte. Ist Hangout eine Möglichkeit? Ist das überhaupt barrierefrei? Wie kann man gebärdende Menschen einbinden (oder reicht ein zusätzlicher Textchat?)? Sind MOOCs ein gutes Beispiel dafür? Kann uns ununi.tv. dabei helfen bzw. die Plattform sein?

    Daher suche ich jetzt gleich einmal Menschen mit Erfahrungen mit Barcamps, die nur online stattfanden. Danke an alle, die schon erste Gedanken und Hinweise äußerten. Weitere sind mehr als willkommen.

    PS: Fein, dass nicht alle in Trübsal und sudern ausbrachen, sondern das der Mangel an Teilnahme (im Vergleich zum Vorjahr) zu einem mehr an Ideen für eine Neubelebung führte.