Schlagwort: Barrierefreiheit

  • Ein Web für alle – Blue Beanie Day

    Blue Wollhaube mit Aufschrift "Blue Beanie Day"

    Damals. Damals gab es Modems und für jeden Dienst musste man sich neu einwählen. Es gab da und dort grafische Oberflächen für Netzwerke. Und jedes funktionierte anders.

    Dann kam das Internet und ein wenig später das Web.

    Wir hatten einen Browser mit dem wir eine Adresse aufriefen. Dort gab es Texte, Fotos und Links. Ein Klick auf einen Link und ich kam auf eine andere Seite, auf der ich wiederum Text lesen konnte.

    Dann kamen andere Browser, jeder versuchte den anderen zu verdrängen. Manch Hersteller versuchte den Websites spezielle Fähigkeiten aufzunötigen, die nur mit seinem Browser klappten.

    Aber die Basis war immer dieses sogenannte HTML. HTML ist frei, jeder und jede kann es verwenden, jede und jeder kann es lernen. Es ist ein Standard.

    Standards

    Das Web lebt von solchen Standards. Nur so kann unser Browser quer durch die Welt Websites aufrufen. Auf diesen können wir lesen, Videos ansehen, spielen und vieles mehr. Hauptsache wir haben einen Browser.

    Aber immer wieder passiert es, dass Standards nicht eingehalten werden. Dann kann mein Browser etwas gut darstellen und in deinem siehst du es ganz anders. Oder noch schlimmer. Menschen, die z.B. auf Vorlesegeräte (weil sie sehbehindert oder blind sind) angewiesen sind, wird der Zugang ganz verwehrt. Websites, die sich nicht an Standards halten, verhindern, dass solche Geräte sie nutzen können. Oder jemand denkt nicht nach und schreibt dunkelgraue Schrift auf hellgrauen Grund und schon habe ich oder du Probleme das zu lesen.

    Heutzutage haben Apps die Smartphone Welt erobert. Statt einer Website gibt es eine App. Dann kann ich diese zwar auf meinem Smartphone nutzen aber nicht du mit deinem von einem anderen Hersteller. Für das gibt es die App nicht. Dasselbe Angebot könnte auch auf einer Website laufen und wir hätten beide etwas davon.

    Wie offen ist das Web

    Die einen bieten Texte, Bilder und Daten so an, dass viele Menschen sie nutzen können. Sie bieten ihre Daten über offene und standardisierte Schnittstellen an, sodass viele Programme, Browser, Apps sie nutzen können.

    Die anderen nehmen ihre Texte aus dem Web und sperren sie in eigene Magazin-Apps. Sie legen Zäune um ihre Daten oder stellen sie so ins Netz, dass du es nutzen kannst, ich aber nicht.

    Wir müssen immer darauf achten, dass dieses Web nicht eines wird, das sich in viele teilt, in dem Grenzen durch Apps, Betriebssysteme, Firmen etc. gezogen werden. Grenzen, die man kaum oder nur mühselig überwinden kann.
    Wir müssen darauf achten, dass Menschen nicht aus dem Web ausgegrenzt werden. Mag es sein, weil sie aufgrund ihrer Behinderung eine Website nicht lesen können, weil sie sich eine bestimmte Anwendung nicht leisten können, weil sie ….

    Wir sind alle gefragt

    Was kann ich tun? Ich bin einfacher Nutzer. Ich möchte ein Web nutzen, dass so wenig Hindernisse wie möglich vorweist, das weiterhin mich von Link zu Link trägt.

    Was kann ich tun?

    Zum Beispiel am 30. November eines jeden Jahres eine blaue Mütze aufsetzen!

    Blue Beanie Day

    Denn am Montag, dem 30. November jeden Jahres, findet der Blue Beanie Day statt. Die Übersetzung „Blauer Mützen Tag“ passt. Denn an diesem Tag tragen weltweit Menschen blaue Mützen um für Webstandards und Barrierefreiheit im Web einzutreten bzw. öffentlich aufzutreten. Auch mit dem Hashtag

    Warum eine blaue Mütze?

    Autor und Webdesigner Jeffrey Zeldman hat vor etlichen Jahren ein Buch über Webstandards geschrieben und sich dabei mit einer blauen Mütze für das Cover abbilden lassen. Einige Menschen nahmen diese Idee und setzen am 30. November eines jeden Jahres eine blaue Mütze auf.
    Wenn es interessiert. Ich schrieb vor einiger Zeit auch wie der Blue Beanie Day nach Österreich kam.

    Einen Tag mit blauer Mütze

    Der Blue Beanie Day ist der Tag ein (kleines) Zeichen zu setzen. Eine blaue Mütze (es darf auch eine Kappe sein) aufsetzen, sich fotografieren und das Foto als Profilbild auf Facebook, Twitter und Co. verwenden. Natürlich darf man auch darüber bloggen, twittern, die Idee in Foren weiterverbreiten. Andere treffen sich auch, überreichen Entscheidungsträger/innen blaue Mützen oder verteilen diese auf der Strasse. Viele Ideen sind möglich.

    Ist das nicht ein wenig schräg?

    Nun, vielleicht. Aber es macht Spass, bringt Menschen zusammen. Viele blaue Mützen können auch einige diejenigen erreichen, die sich noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt haben.

    Nochmals: Webstandards?

    Es gibt Organisationen wie das World Wide Web Consortium (W3C), das Standards festlegt, wie Webseiten technisch zu gestalten sind. Für behinderte Menschen sind dabei insbesondere die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) von Bedeutung. Denn nur wenn Webdesigner sicherstellen, dass sie die WCAG anwenden, können viele behinderte Menschen das Web ohne Einschränkung nutzen.

    Wir verändern nicht die Welt, aber uns!

    Wie ich schon mal schrieb. Eine blaue Mütze verändert nicht die Welt. Aber der Mensch darunter kann viel bewirken. Im Großen wie im Kleinen.

    Blue Beanie Day im Netz

    Es gibt natürlich für alle FacebookerInnen (trotz aller Vorbehalte erreicht man so viele) eine eigene Facebook Gruppe.

    Einen Hashtag gibt es natürlich auch: #BlueBeanieDay.

    Und wer auf diese Seite hier verweisen möchte: roblen.at/einweb.
    Diesen Artikel gibt es auch in englischer Sprache unter roblen.at/oneweb.

  • Ein Web für alle – Blue Beanie Day 2016

    Am 30. November ist es wieder soweit. Da setzen sich manche blaue Hauben auf um ein sichtbares Zeichen für Webstandards und somit ein barrierefreies Web zu setzen.

    Siehe dazu mein Artikel vom Vorjahr.

    Dieser Artikel kommt ohne Foto, ohne blaue Haube daher.

    In den Tagen bis zum #bbd16 möchte ich überlegen, wie ich außer einer blauen Haube einen Beitrag zu einem #onewebforall leisten kann.

    Vielleicht können wir zusammen Ideen sammeln. Nicht nur die großen Pläne, die großen Aktionen. Ich fände besonders die „kleinen“ Aktionen interessant. Eine blaue Haube aufsetzen (oder ohne) und jemand anderen den Zugang erleichtern, eine Petition unterstützen, das nicht barrierefreie Captcha Plugin entfernen, sich um den RSS Feed im Blog kümmern oder jemand erklären, was das vorherige überhaupt bedeutet.

    Für ein Web für alle.

  • Für die Gesellschaft geleistet

    Martin Habacher ist Unternehmer, Blogger, Twitterer. Er betreibt mit MabacherTV einen Youtube Kanal und jeden Montag gibt es auf Youtube den Montagswitz, mal einen besseren, mal einen schlechteren.

    Aufgrund seiner Behinderung sitzt Martin in einem Rollstuhl. Muss man nicht erwähnen, ist aber für das Weitere von gewisser Bedeutung.

    Martin testet immer wieder Lokalitäten auf ihre Barrierefreiheit. Vor kurzem hat er ein Burgerlokal, dessen Bestellannahme per Terminal und den so fabrizierten Burger getestet und daraus wieder ein Video gemacht. Über Martins Bewertung kann man natürlich auch geteilter Meinung sein, insbesondere ob einem so ein Burger schmeckt oder nicht.

    Gestern bloggt Martin einen Kommentar den jemand zu seinem Video abgeben hat – hier nachzulesen.

    Ich will gar nicht auf all die Punkte eingehen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Lest einfach selbst.

    Zwei Sätze sind mir aber besonders hängen geblieben:

    Du hast in deinem Leben – und ich möchte dir deine Behinderung selbstverständlich nicht vorwerfen – noch nie etwas von Wert für die Gesellschaft geleistet. Das ist mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Fakt.

    Ich könnte jetzt einwenden, dass Martin schon einiges im Leben geleistet hat. Dass er sich einsetzt für … aber damit komme ich nur in eine Schiene, wo es eigentlich nicht um Gegenargumente gehen dürfte.

    Denn unsere Gesellschaft ist glücklicherweise anders gestaltet – oder zumindest hoffe ich das.

    Unsere Gesellschaft fragt nicht, was deine Eltern für die Gesellschaft geleistet haben, damit sie finanzielle Unterstützung für dich als Kind erhalten, damit du eine Ausbildung erhalten kannst.

    Unsere Gesellschaft fragt nicht, was du für sie geleistet hast, damit du wie jedeR andereR Strassen benutzen darfst, öffentliche Bibliotheken, deinen verletzten Arm verarzten oder im Notfall Polizei, Rettung und Feuerwehr rufen darfst.

    Und das ist auch gut so. Wer von uns könnte denn bewerten, welchen Wert jemand für eine Gesellschaft hat … und wie schnell kämen wir dann zu dem Begriff des „unwerten Lebens“.

    Unsere Gesellschaft baut (durchaus mit Rissen da und dort) darauf auf, dass wir nicht den Menschen bewerten und seine erbrachten Leistungen, damit er/sie Anrecht auf die Gleichheit vor dem Gesetz hat. Und Justitia trägt zu Recht eine Augenbinde um allein die Tat und nicht den Menschen zu bewerten.

    Und unsere Gesellschaft baut darauf auf, dass viele Menschen dies so schätzen, dass sie dann durchaus etwas für die Gesellschaft leisten – z.B. durch die große Zahl an Freiwilligenarbeit in Österreich. Aber das ist nur ein Weg, eine Möglichkeit und innerhalb dessen gibt es auch tausende Möglichkeiten, die zu bewerten ebenso vermessen wäre.

    Und wenn unsere Gesellschaft nicht so ausgerichtet ist, dann versuche ich zumindest meinen Beitrag zu leisten in einer solchen Gesellschaft zu leben.

  • Ein Web für alle: Barrierefreiheit liegt auch an uns

    Das T3N Magazin nimmt sich des Thema [Barrierefreies Web](http://t3n.de/news/grundlegende-accessibility-aspekte-pruefen-679078/) an. Gut so.

    Sie verweisen auch auf die [Grundregeln zugänglicher Webseiten]) von Marco Zehe.

    Im Artikel finde ich dann diesen Satz

    > Natürlich ist es eigentlich nicht in erster Linie Aufgabe des Kunden, sich um die Barrierefreiheit zu kümmern, sondern die des Entwicklers.

    Nun, stimmt auf der einen Seite. Dort wo es um Technik geht, muss ich als Kunde nicht alle technischen Kenntnisse aufweisen – dafür habe ich meinen Auftragnehmer.

    Aber mein Unternehmen, meine Institution muss gewillt sein, ihre Angebote barrierefrei zu gestalten. Das heißt

    * MitarbeiterInnen, die mit dem ContentManagementSystem arbeiten, zu schulen, was Barrierefreiheit bedeutet.
    * zu überlegen, ob eine Info wirklich in ein PDF gehört oder doch lieber als Webseite abgebildet wird.
    * sich zu fragen, wie verständlich Texte sind (das hilft vielen anderen NutzerInnen ebenfalls).
    * zu überlegen, ob man behinderte Menschen zum testen der Website einlädt und auf Feedback eingeht bzw.
    * prinzipiell wie man auf Rückmeldungen von behinderten NutzerInnen reagiert.

    Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    „Ein Web für alle“ ist auch (mit Betonung auf „auch“) eine technische Frage, aber es ist auch eine Frage der eigenen Einstelllung.

  • Marco Zehe über die Grundregeln für ein zugängliches Web

    Wir schreiben das Jahr 2016. Trotzdem muss man noch manch WebentwicklerIn erklären, dass es so etwas wie die WCAG 2.0 gibt und dass man auch auf die Barrierefreiheit einer Website schauen muss.

    Marco Zehe hat nun in einem kompakten Artikel – zumindest für das Thema kompakt – die Grundregeln zugänglicher Webseiten zusammen gefasst.

  • Ein Web für alle: Accessibility Basics

    Marco Zehe – Web Accessibility Evangelist bei Mozilla – hat in einem Artikel die web accessibility basics zusammen gefasst.

    Für jeden und jede, die das Thema ein wenig interessiert bzw. interessieren sollte, eine gute Möglichkeit sich ein klein wenig einzulesen.

  • Es ist noch immer Blue Beanie Day

    Bei „uns hier“ ist der 30. November schon bald vorbei und damit auch der Blue Beanie Day. Rund um den Globus ist das noch lang nicht so. Das merkt man zumindest auf Twitter.

    Schön zu sehen, dass es weltweit doch etliche blaue Mützen gab, doch die eine oder andere Aktion.

    Einiges davon findet sich auf der Social Media Wall zum Blue Beanie Day.

    Heute ist es mir zu spät. Ich werde morgen eine kleine Übersicht erstellen, was sich getan hat. Bin schon selbst gespannt, durch den einen Tag zu browsen.

  • Vor dem Blue Beanie Day ist nach dem Blue Beanie Day

    Robert Lender mit blauer Mütze reflektiert im Spiegel


    Am Montag setze ich wieder meine blaue Mütze auf und setze damit auch ein Zeichen für Webstandards und ein barrierefreies Web. Denn ich möchte ein Web für alle.

    Der 30. November 2015 ist der neunte Blue Beanie Day. Manch eineR mag sagen, dass der Tag nicht viel verändert hat.

    Ja, im Großen sicher nicht. Ob er vielleicht den einen oder die andere ein wenig für das Thema sensibilisiert hat – ich kann es nicht sagen. Aber er ist auch eine Erinnerung, eine kleines Symbol und vielleicht auch ein wenig ein öffentliches Sichtbar machen derer, die sich das Ganze Jahr für ein gemeinsames Web, ohne trennende Barrieren einsetzen.

    Auch wenn ich in ein paar Tagen wieder die blaue Mütze aus meinem Profilfotos entferne. Ich möchte sie diesmal nicht weit weg legen.

    Ein Web für alle

    Den Blue Beanie Day habe ich nach der Rede von Joe Spelbrink am A-TAG 2015 unter das Motto „Ein Web für alle“ gestellt. Und dieses Motto möchte ich das ganze Jahr pflegen. Daher wird es – so nehme ich es mir vor – die blaue Mütze und das Motto im ganzen nächsten Jahr 2016 immer wieder hier auftauchen.

    Denn eine blaue Mütze aufsetzen ist das eine – ein gutes Symbol. Das andere ist auch Aktivitäten zu setzen.

    Im Jahr 2016 möchte ich einige der AktivistInnen vor den Vorhang holen, mir überlegen, was ich selbst für ein barrierefreies Web tun kann und aufzeigen, was jeder und jede von uns tun kann. Vielleicht selbst ein paar meiner eigenen Ideen umsetzen.

    Also: Setzen wir am Montag eine Mütze auf. Und danach legen wir los …

  • Blue Beanie Day – Viele kleine Aktionen für ein Web für alle

    Am 30. November setzen wir wieder eine Blaue Haube auf um für Webstandards, ein barrierefreies Web – ein Web für alle – ein Zeichen zu setzen.

    Mehr zum Hintergrund unter roblen.at/bbd15.

    Es wäre schön, wenn ihr jetzt nicht nur eure Profilfotos für einen Tag mit einer blauen Haube schmückt. Wer will kann noch die eine oder andere kleine Aktion setzen und den Hashtag #bbd15 verwenden.

    Nachfolgend dazu ein paar Ideen. Weitere sind Willkommen.

    #tabparade

    Manch eineR kann eine Website nicht mehr der Maus nutzen. Die Hand schmerzt, ist eingeschränkt, gelähmt,… Da braucht es andere Steuergeräte, die darauf aufbauen, dass eine Seite auch per Tastatur steuerbar sein muss. Wenn du mehr wissen willst, kannst du bei der „TabParade 2008“ nachlesen.

    Es gibt einiges was du selbst probieren kannst:

    • Die Maus auf die Seite legen und probieren für eine Website, für eine Stunde, für einen ganzen Tag im Web nur per Tastatur unterwegs zu sein.
    • Als Webdesigner die eigenen Erfahrungen mit Tastaturbedienung niederschreiben.
    • Ausprobieren ob auch Video-, Audioplayer oder andere spezielle Tools im Web nur mit der Tastatur bedienbar sind.
    • Über die eigenen Erfahrungen bloggen, twittern, facebooken,… oder hier kommentieren.
    • Werkzeuge, wie sie Sylvia Egger unter Tab Parade: Nutzer helfen sich selbst beschreibt, ausprobieren
    • Es gab eine Zeit, da hatten unsere Homecomputer gar keine Maus. Wenn du – wie ich – schon zu den etwas älteren Semestern zählst, dann erzähle uns doch davon, wie das damals war.
    • ….

    5 kurze Gedanken

    Setz dich alleine hin oder triff dich mit anderen, setzt blaue Mützen auf und denkt über einen der Punkte nach:

    • 5 Tipps für Blogger/innen, ihr Blog barrierefreier zu machen
    • 5 Wünsche an Webdesigner, was sie in Angeboten berücksichtigen sollten
    • 5 Links, die jeder Web Accessibility Interessierte kennen sollte
    • 5 Leitgedanken, die Auftraggeber von Websites beherzigen sollten
    • 5 wichtige Punkte aus den WCAG 2.0, die noch immer zu wenig beachtet werden
    • 5 Verbesserungsvorschläge für die Website eurer Gemeinde.

    Nehmt diese 5 Sätze, Gedanken, veröffentlicht (bloggt, facebookt, twittert) diese und schickt sie auch an die gedachte Zielgruppe, z.B. an den/die Bürgermeister/in eurer Gemeinde.

    • Oder schreibe nur eine Zeile, einen Satz, warum du den Blue Beanie Day unterstützt!

    Damit können auch die Köpfe unter den Blauen Mützen zeigen, dass sie etwas bewegen wollen.

    Einen habe ich noch

    Oder nimm eines der nachfolgenden Beispiele, adaptiere sie oder mach etwas ganz anderes. Denn die Blaue Haube ist nur ein Symbol. Du bist es, die/der daraus eine Botschaft machen.

    Setz eine blaue Haube auf und ….

    • surf durch das Web um herauszufinden, warum Webstandards auch für dich als Internetnutzer/in wichtig sind.
    • stell ein Foto mit blauer Mütze von dir ins Netz. Ich habe immer wieder erlebt, wie das manche meiner Facebook Friends, Twitter Follower irritiert und sie nachfragen, was das soll. Das ist dann vielleicht der Beginn über das Thema zu diskutieren.
    • schreib dem Website Betreiber, der noch immer „Captchas“ (siehe mein Artikel Captchas – Nein danke) verwendet, warum das ein Hindernis für viele darstellt.
    • mach bei deiner eigenen (oder einer anderen) Website, Blog,… einen Schnelltest zur Barrierefreiheit – und wenn du Probleme findest, dann such eine Lösung und schreib drüber.
    • mach mit beim W3C mit.

    Das ist auch mein Web

    Und wenn das alles nicht passt: Überlege dir warum das Web für dich wichtig ist … und ob du etwas dafür tun kannst, dass das auch so bleibt. Wenn dir etwas einfällt – und dir fällt sicher etwas ein – dann sage/schreibe es anderen.

    Sprich darüber

    Denn der Blue Beanie Day ist dafür da um mit anderen darüber zu reden, Fragen und Antworten an andere weiter zu tragen.

    Also: Setzen wir uns eine Mütze auf und ….

  • Blue Beanie Day – One Web for All

    One Web for all

    Blue Beanie with inscription "Blue Beanie Day"

    Way back then. Back then, there were modems and for every service one had to dial in anew.

    Here and there, there were graphic interfaces for networks and each one worked differently. Then came the internet and then, a little later, the world wide web.

    We had a browser in which we entered an address. There were texts, photos and links. A click on a link took me to another page on which I could read another text.

    Then other browsers appeared; each one trying to oust the other. Many manufacturers tried to equip websites with special features that could only be used with their own specific browser.
    But the foundation was always this so-called HTML. HTML is free, everyone can use it and everyone can learn about it. It is a standard.

    Standards

    The web exists because of such standards. These allow our browser to call up websites from around the world.
    Thanks to these we can read, watch videos, play games and much more. But it all hinges on having a browser. Yet, time and again it happens that standards are not adhered to. Then my browser manages to picture something very well but it looks very different on yours. Or even worse.

    For instance, people who are reliant on spoken word devices ( because they are visually impaired or blind) – so called screen reader – are denied access. Sites that do not comply to the standards prevent the use of such devices.
    Or someone uses a dark grey text on a light grey background without thinking and you or I have trouble reading it.
    Today apps have conquered the smartphone world. Instead of a website you get an app. But while I can use this on my smartphone you, with a phone of different make, cannot. If the same offer could be featured on a website then we could both use it.

    How open is the web?

    Some offer texts, images and data in a way that many people can use them. They offer their data via open and standardized interfaces so that many programmes, browsers and apps can use them.
    Others remove their texts from the web and lock them up in their own magazine apps. They fence off their data or place it in such a way that you may be able to access it but I can’t.

    We must be on the guard that the web will not become divided into many parts in which the borders are drawn by apps, operating systems and companies. Borders and limits that can only be overcome with great difficulty.
    We must ensure that people are not marginalized from the web, be it because they cannot read a website because of their disability or because they can’t afford a particular app or because of….

    It’s all up to us!

    What can I do? I am simply a user. I want to use a web with as few hindrances as possible, which continues to carry me from link to link.

    What can I do? For example: put on a blue woolly hat on 30th November every year, because this will be the Blue Beanie Day. On this day people all around the world will wear blue woollen hats in order to speak out for web standards and accessibility. Also with the Hashtag

    Blue Beanie: A day with a blue woollen hat

    Blue Beanie Day is the day to set a (small) example. Put on a blue woollen hat, have a photo taken, and use the photo as a profile picture on Facebook, Twitter and co. Of course you can also blog and tweet about it and spread the idea on forums. Others will meet and hand blue beanies to decision makers or hand them out in the street and inform the public about the subject. A multitude of ideas are possible.

    Is this not a little odd ? Well, maybe. But it’s also fun and brings people together. Blue woollen hats may reach the notice of those who have never looked into the subject.

    Why a blue beanie?

    Author and web designer Jeffrey Zeldman brought out a book about web standards several years ago and had a picture of himself wearing a blue woollen hat (a blue beanie) on the cover. People took up on it and every 30th of November put on a blue beanie.

    One more time: Web standards

    There are organizations such as the World Wide Web Consortium (W3C) that sets standards such as how webpages must be designed technically. For people with disabilities, the Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) are of particular importance. Because only when web-designers are sure to apply the WCAG, can people with disabilities use the web without restrictions.

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    Blue Beanie Day on Facebook

    Thanks to Clemens for his help in the translation of this article – German version.