Schlagwort: Bloggen

  • Ich kann, muss aber nicht

    Ich kann bloggen, muss aber nicht. Ich kann twittern, muss aber nicht. Ich kann Fotos auf Instagram stellen, muss aber nicht.

    Dieses Nicht-Müssen entlastet. Ich verdiene kein Geld mit meinem Blog. Daher gibt es keinen Zwang, außer dem Druck, den man sich selbst setzt.

    Ally Auner hat darüber geschrieben. Ich gebe ihr noch in einem Punkt recht. Wenn ich meinen Feedreader anwerfe und quer durch viele Blogs lese merke ich, dass bestimmte Themen in recht vielen Blogposts auftauchen. Manchmal klingen auch die Blogbeiträge wie abgeschriebene Meldungen von Nachrichtenagenturen.

    Ich erwarte mir nicht von jedem und jeder geniale Ideen, spritzige Artikel und wunderbare Fotos. Es klingt flapsig, wenn ich sage: „Schreibt doch worüber ihr wollt.“ Aber ich meine es so. Schreibt darüber was euch Spaß und Freude macht, was euch bewegt oder was ihr einfach von der Leber tippen möchtet. Und wenn ihr das so schreibt, dann darf es auch der fünfzigste Artikel über das neue iPhone sein. Denn dann spüre ich, dass es ganz eure Art ist es auszudrücken.

    So will ich bloggen oder auch nicht. Denn es sind gerade wieder die Tage wo ich nach Hause komme, mich auf ein Privatleben freue und auch auf meine Couch und den guten Film in dem ich versinken kann. Dann will ich nicht mal in Twitter lesen geschweige denn einsteigen. Und dann will ich schon gar nicht mein Blog anwerfen.

    Denn ich kann, muss aber nicht. Ich muss nicht … und wenn ich das verinnerliche, dann reizt es mich doch wieder etwas in die Tasten zu tippen.

  • Kommentieren wir am 20. August 2017

    Blogheim.at, die Website für BloggerInnen in Österreich, ruft am Sonntag, den 20. August 2017 zum Blogger-Kommentiertag.

    Kommentare sind quasi das Salz in jeder Blog-Suppe. Natürlich blogge ich, weil ich etwas erzählen will. Aber ich freue mich, wenn es dazu Feedback und Diskussion gibt. Dies findet aber immer öfters auf Facebook statt. Oft lese ich andere Blogartikel und nehme mir nicht die Zeit danke für die Recherche zu sagen, ein weiteres Argument einzubringen oder meine gegensätzliche Meinung einzubringen.

    Dabei sind Kommentare manchmal richtige Co-Artikel. Und manchmal helfen sie mir auch, mich selbst zu korrigieren. Kleines Beispiel ist dieser Artikel, bei dem ich ankündigte, eine Seite offline zu nehmen. Die Kommentare dazu haben mich jedoch zum umdenken bewogen.

    Kommentiertag

    Und wie funktioniert nun dieser Tag. Wer mag trägt sich mit seinem Blog beim Facebook Event ein. Alle Teilnehmenden sind eingeladen an diesem Tag sich gegenseitig zu besuchen und zu kommentieren. Natürlich könnt ihr auch ganz andere Blogs besuchen. Es geht einfach darum ein wenig Awareness über das Salz des Bloggens zu erzeugen.

    Einen Wunsch von Dominik Leitner will ich hier noch weitergeben:

    Falls ich mir was wünschen darf: Bitte keine Kommentare wie "Wow, toller Text. Schau mal bei mir vorbei: http:///…". Da merkt man, dass meist der Text nichtmal gelesen wurde und man nur seinen Link hinterlassen wollte.
    Ich glaube, man findet in jedem Blog einen Artikel, der für einen interessant ist und wo man etwas mehr dazu schreiben kann. Dauert zwar ein bisschen länger, aber macht auch mehr Sinn. 

    Man liest und kommentiert sich.

    PS: Wer kein eigenes Blog hat, der/die kann trotzdem beim kommentieren mitmachen 🙂

  • Ja, das ist nur ein Blog

    Kleiner Nachtrag zu Plain Blogging.

    Vor einiger Zeit überlegte ich, ob ich den Namen meines Blogs ändern sollte.

    Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann ist „Nur ein Blog“ Programm und passt wunderbar.

    Zuletzt noch eine kleine Nachlese. Ähnliche Ansätze hat auch der Blogclub.

  • Plain Blogging

    Beim Mediencamp 2015 habe ich – quasi als Gegenentwurf zu manchen Ansprüchen einkommensorientierter BloggerInnen – ein paar Punkte notiert, die ich gerne nochmals diskutieren möchte.

    Lasst es mich „Plain Blogging“ nennen, oder vielleicht radikales bloggen.

    In diesem Sinne die 5 Punkte (der Begriff „Regeln“ passt nicht) des „Einfach Bloggen“:

    • Wenn du etwas zu sagen hast, dann blogge – und frag nicht, ob das jemanden interessiert.
    • Technik und Design sind zu Beginn nicht so wichtig – das kommt dann schon.
    • Ein Blog ist kein Produkt, das es zu vermarkten gilt. Es ist ein Teil deiner Interessen, deiner Ideen, deiner Gedanken, die du gerne in die Welt streust.
    • Ein Blog ist ein Ort des experimentierens. Probier etwas aus und wenn das Thema, die Idee nicht geht: Ok, dann probier was anderes. Es ist dein Ort und du stellst die Regeln auf.
    • Ein Artikel ist nie fertig. Daher lasse ihn lieber früher als später los. Sprich: veröffentliche ihn.

    Das wäre es.

    In einem folgenden Artikel möchte ich das Ganze noch um das Open Blogging Manifest ergänzen bzw. erweitern.


    Disclaimer: Anstoss zu diesem Artikel ist das Mediencamp 2016. Ich möchte teilnehmen. Um sich ein Ticket (es gibt immer mehr Interessierte als Platz) frühzeitig zu sichern hat die Orga aufgerufen über Session-Ideen einen Beitrag zu verfassen. Obiges Thema möchte ich gerne in die Planung vor Ort einbringen.

  • Mein Blog weiß alles

    Der Titel ist ein wenig übertrieben 😉

    [Claudia Jakobi](https://twitter.com/jakobi_claudia) hat mich darauf gebracht.

    Ein wenig stimmt es aber auch. Denn immer wieder suche ich nach früheren Veranstaltungen, nach Ideen, nach Gedanken – und dann finde ich sie in meinem Blog.

    Das Blog als externes Tagebuch, als Sammlung von Gedankensplittern, als … allein schon all meine Berichte von Barcamps, von Aktionen, von anderweitigen Veranstaltungen. Ich kann sie hier immer wieder nachblättern und ihr auch.

    Würde ich sie in irgendein Notizbuch schreiben oder eine App tippen wäre das anders. So stehen sie jedem der mag zur Verfügung. Wenn man weiß, dass man LeserInnen hat, wenn ein wenig positiver Druck da ist, dass man wieder etwas schreiben sollte …

    Ja, dann schreibt man auch all die Ereignisse, Erfahrungen und Ideen nieder, die man aus Faulheit oder Verschieberitis nie in ein Notizbuch geschrieben hätte.

    Andererseits. Auch wenn ihr den einen Bericht nicht lest – für mich kann er fünf Jahre danach nützlich zum nach“blättern“ sein.

    Ich muss dir nicht den Text kopieren und mailen – ich schicke dir einfach einen Link, oder zwei oder drei.

    Und manchmal surfe ich durch mein eigenes Blog und hole mir Inspiration für Neues. Die Aktion, die ich vor fünf Jahren doch nicht durchführte oder die Idee, die ich noch immer umsetzen konnte.

    Das Blog: Tagebuch, Newsletter, Datenspeicher, Kalender, Berichterstatter,… einfach eine Quelle, die man immer wieder nutzen kann.

  • Langlebige Blogs

    Vor ein paar Tagen wünschte ich [[Alles Gute zum Geburtstag mein Blog]].

    Gleichzeitig erreichte mich ein Trackback (falls das noch jemand von euch etwas sagt…) aus Stefan Grafs Blog. Stefan bloggte über „Die letzten Überlebenden“:http://www.stefan-graf.com/die-letzten-ueberlebenden/2016/05/08.

    Im August 2007 führte Stefan eine Blogparade „Show me your Feed“:http://www.stefan-graf.com/blog-parade-show-me-your-feed/2007/08/29/ durch. Damals nahmen 71 Blogs teil.

    Stefan hat nun nachgeprüft wieviele davon (nach knapp 9 Jahre) noch immer aktiv sind. Nun, es sind 9 (von 71). Eines davon ist „Nur ein Blog“.

    Nein, das heißt natürlich nicht, dass Blogs aussterben. Es ist ganz normal, dass täglich Menschen mit dem bloggen aufhören und andere mit dem bloggen erst beginnen. Aber den ganz langen Atem, den haben nicht alle. Wobei natürlich noch die Frage im Raum steht, was Menschen hinter den geschlossenen Blogs machen. Sind sie vielleicht anderweitig im Web aktiv (Snapchat, Instagram, Twitter,…)? Sprich, „publizieren“ oder kommunizieren sie noch immer – aber einfach auf anderen Kanälen?

    Ich war natürlich neugierig, wie es die neun Blogs steht, die ich „damals nannte“:/blog/archives/2201-Neun-Blogs-aus-meinem-RSS-Feedreader.

    Nun, zumindest 5 sind noch aktiv. Zwei davon sind in der Zwischenzeit auf eine andere Domain umgesiedelt – verweisen aber auf ihrer alten Adresse auf die neue Heimat. Einer von den vieren hat aber zuletzt 2014 gebloggt – gilt daher nur halb.

    Es gibt also einige mit Ausdauer…

  • Alles Gute zum Geburtstag mein Blog

    Am 8. Mai 2005, 21.50 Uhr, schrieb ich einen Artikel mit dem Titel Online. Der Inhalt war kurz

    Dieses Blog ist erstmals online…mal sehen was aus ihm so wird.

    Nun, es ist wohl einiges aus „Nur ein Blog“ geworden. Elf Jahre ist es her, dass ich mit [[Serendipity]] als technische Plattform zum bloggen gestartet bin.

    Ich will euch gar nicht viel erzählen, was in den elf Jahren alles passiert ist – ich könnte es kaum in wenigen Zeilen. Es gab viele Themen, viele Ideen, viele Menschen,… Ja, Menschen sind bis heute das wichtigste in meinem Blog. Ich lese gerne Kommentare, komme über meine Artikel gerne in Kontakt mit anderen. Gemeinsam haben wir unterschiedlichste Projekte gestartet, die ich auch in meinem Blog dokumentierte. Und immer wieder denke ich darüber nach, was dieses Internet aus Menschen wie mir und dir macht.

    Mein Blog ist in den elf Jahren zum Mittelpunkt eines Netzwerks geworden. Und dafür bin ich dankbar. Dankbar für all das was ich rund um mein Blog erleben durfte.

    Wer in mein Archiv blickt wird sich vielleicht wundern. Dort finden sich Artikel, die schon älter als „Nur ein Blog“ sind.

    Der älteste inhaltliche Artikel stammt vom 31. Oktober 1997 und ist der erste der „tExas News“.

    Denn eigentlich blogge ich schon viel länger, länger als ich überhaupt wusste, dass ich das „bloggen“ nennen kann.

    Meine erste Seite war noch (ich glaube es selbst kaum mehr) mit Microsoft Word gestaltet, das eine HTML-Exportfunktion hat(te). Die „tExas News“ waren Beiträge in denen ich über den Personal Digital Assistent „Texas Instruments Avigo“ schrieb. Schon damals legte ich die Artikel in umgekehrter chronologischer Reihenfolge – der neueste zuerst – ab. Ich denke, man darf das dann schon bloggen nennen.

    Es folgten andere technische Geräte. Mit b2evolution verwendete ich einige Zeit eine andere Blogsoftware – lange vor meiner Serendipity-Ära. Auch Wikis kamen zum Einsatz – und wieder mit einem Blog-Plugin – oder Forensoftware mit News-Beiträgen.

    Wichtig war mir von Anbeginn der open blogging Gedanke. Sobald es ging gab es einen RSS Feed. Mailinglisten, offene Foren, Kommentarfunktion, offenes Wiki,… all das war mir wichtig um andere Menschen einzubinden, Kontakt zu halten, Feedback zu bekommen und Teil einer Community zu sein.

    Ich blogge somit in irgendeiner Form seit rund 18 Jahren und seit genau 11 Jahren in „Nur ein Blog“. Trotz der langen Zeit macht es mir noch immer Freude. Das schönste: Es gibt noch immer Menschen, die meine Artikel lesen und sogar hin und wieder kommentieren.

    Wie sich die Technik weiter entwickelt wissen wir nur eingeschränkt. Was bloggen in 11 Jahren bedeutet noch weniger. Aber das bloggen immer den Austausch mit anderen heißen wird, darauf hoffe ich.

    Danke fürs Lesen. Danke fürs dabei sein.

  • Matthias Mees „bastelt“ live sein Blog um

    Der Matthias sollte manch LeserIn meines Blogs bekannt sein. Immerhin hat er all die letzten Jahre das Aussehen meines Blogs gestaltet – dazu gibt es in Bälde auch etwas Neues.

    Matthias hat in seinem Ausblick: 2016 die Idee entwickelt, dass er ein Redesign seines Blogs live gestalten möchte. Die Idee kam an, es gab einige Kommentare.

    Matthias hat sich „gefügt“ und nun ein wenig den Ablauf skizziert. Wir werden 2016 (und vielleicht bis 2017) in einzelnen Schritten mitverfolgen können, wie Matthias Ideen umsetzt, auf welche Standards er achtet, etc. All das wird er dokumentieren und kommentieren.

    Dies ist natürlich insbesondere für alle interessant, die schon mal selbst ihr Serendipity Blog neu gestalten möchten. Ich denke, es wird aber auch für alle anderen, die sich mit Website-Gestaltung beschäftigen (wollen) interessant werden. Denn vieles gilt immer, egal welches System man verwendet.

    Also, Matthias, ich bin gespannt.

  • Es gibt einen Blogger Award zu gewinnen

    Über Jürgen Kollers Projekt Blogheim.at habe ich schon öfters geschrieben.

    Jürgen startet nun mit 14. November die Nominierungen zum „Blogger Award„.

    Ein paar Details (aus der Award-Seite):

    • Das Voting beginnt am Samstag, dem 14.11.2015 und endet am Samstag, dem 12.12.2015.
    • Teilnahmeberechtigt sind alle registrierten User auf Blogheim.at, die auch einen Blog haben und diesen verifiziert haben.
    • JedeR registrierte BloggerIn darf für 5 Lieblingsblogs (die auch in der „Topblogliste“ vertreten sind) 25, 20, 15, 10 und 5 Punkte vergeben. Sieger ist jener Blog mit den meisten Punkten.

    Wer also mitbestimmen will und/oder gewinnen will, der/die (auch Bloggerinnen sind gefragt) … einfach in der blogheim.at registrieren.

    Eine Bitte: Nehmt das alles nicht zu ernst. Denn jede und jeder, der ein Blog mit Freude betreibt – der/die hat schon gewonnen.

  • Als ich der Robert Basic von Österreich werden wollte

    Es gab eine Zeit, da schrieb Robert Basic in seinem Blog Basic Thinking. Er war eines der ersten Blogs, die ich regelmäßig las. Robert schrieb über Technik und manch anderes. Was mich dabei faszinierte war die Art wie er schrieb. An manchen Tagen gab 5, 6, 7, 10 Artikel. Robert warf sie quasi raus. Er schrieb – wie man so schön sagt – frei von der Leber weg. Es waren manchmal tiefgehende Artikel, andere waren roh, einfach mal so raus getippt.

    Für manche war Robert eine Blogmaschine, die lieber auf Quantität als auf Qualität achtete. Aber mir gefiel, dass er einfach das, was er dachte, was er so an Fundstücken fand, verbloggte.

    Es gab Zeiten, da verbloggte ich manchmal selbst 2, 3, 4 Artikel am Tag. Es gab Stimmen, die meinten, ich wollte dem Robert in Deutschland Konkurrenz machen. Nicht inhaltlich, aber von der Quantität her. Ich nahm mir etwas vor und schaffte es dann nie … an einem Tag 20 Artikel rauszuwerfen. Einfach mal so alles verbloggen, was mir „unter die Nase“ bzw. in meinem Feedreader landete. „Der lange Tag des bloggens“ sollte es werden.

    Vielleicht gelingt mir das einmal. Einen Tag im eigenen Blog aufgehen…

    Dann kam der Tag an dem Robert Basic sein Blog verkaufte. Das ist lange her. Aber jetzt ist er wieder da im Basic Thinking Blog. Zumindest kurzzeitig. Denn er schrieb gestern seinen ersten Artikel (von drei) mit einer kleinen Historie über das Bloggen.

    Also taucht ein in die gute alte Zeit des bloggens, als mancher noch nicht einmal das Wort buchstabieren konnte.