Schlagwort: Bloggen

  • Haben Blogs Nachwuchs? 

    Diese Frage kann man unterschiedlich verstehen. Daher möchte ich mich auch auf unterschiedlichen Wegen an ein paar Antworten heranarbeiten.

    Das Fediverse

    Spätestens als Twitter 2007 Fahrt aufnahm, begann das Microblogging, das Bloggen ein wenig zu verdrängen. Zumindest ich postete immer weniger. Kurze Texte kamen nach Twitter, mittellange wurden einfach in Threads aufgeteilt. Faszinierend war die viel raschere und zeitnahe Interaktion mit anderen, die Ping- und Trackbacks oder Kommentare im Blog um einiges übertraf.

    Das Fediverse gibt es schon länger, aber 2022 nahm es ein wenig Fahrt auf. Mastodon wurde als Twitter-Ersatz beworben – zumindest von manchen. Aber Mastodon und Co. waren mehr als das. Einige dieser Apps konnten lange Texte verarbeiten. Eigene Instanzen waren möglich. Die Grenze zwischen Blogs und dem Fediverse verschwamm zunehmend.

    Dann kam das ActivityPub-Plugin für WordPress und Blogs wurden auf einmal immer mehr Teil des Fediverse.

    Das Fediverse ist vielleicht kein Nachfolger des Bloggens. Aber es verschmilzt damit. Und auch einige Grundsätze des Bloggens, zumindest meiner Auffassung, finde ich im Fediverse wieder. Es ist das Interesse am Gemeinsamen, an der Vielfalt und am Austausch.

    Die jungen Blogger:innen

    Gibt es sie, die jungen Blogger:innen? Gibt es junge Menschen, die mit dem Bloggen anfangen? Dabei müssten wir, siehe oben, erst einmal klären, was denn alles als Blog gelten darf.

    In den letzten Jahren habe ich eher Projekte von Erwachsenen gefunden, die jungen Menschen einen Platz zum Bloggen gegeben haben. Meistens sollten/konnten sie dort mit einem thematischen Fokus ihre Gedanken, Erlebnisse oder Aktivitäten erfassen. Leider sind etliche dieser Projekte wieder verschwunden. Ein noch bestehendes Projekt ist das Schülerblog, über das Schulen eigene Blogs anbieten können – im Sinne von „Schülerzeitung war gestern”.

    Vielleicht finden wir im Rahmen der BlogWochen aber noch die Unter-20-Jährigen bzw. Unter-16-Jährigen, die selbst ein Blog betreiben. Wenn du eine:r bist oder von jemandem weißt, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

    Vielleicht müssen wir uns fragen, ob wir junge Blogger:innen einfach übersehen. Weil sie „ihr Ding” ganz einfach mit anderen Plattformen machen, die wir einfach nicht als Blog wahrnehmen.

    Zurück zum Ursprung

    Auch Blogs entwickeln sich technisch weiter. Den Sprung ins Fediverse habe ich bereits angesprochen. Bei den BlogWochen haben wir uns zuletzt mit Blogsystemen abseits von WordPress beschäftigt.

    Und da findet sich vieles.Flat File Systeme, Statische Website Generatoren,… Für manche sind diese Systeme die bessere Wahl. WordPress wirkt ihnen zu aufgebläht und sie möchten wieder reduzierter bloggen.

    Vielleicht ist der nächste Schritt die Reduktion auf die Kernfunktionen des Bloggens. Oder geht es doch in die Richtung, dass ich nun alles, was es an Text, Bildern, Videos und sonstigen Inhalten von mir gibt, über mein Blog gestalten und verwalten kann?

    Senior Blogger und Co.

    Und nochmals zurück zum Thema Blogger:innen-Nachwuchs. Wer sagt, dass dieser immer jung sein muss? Vielleicht sind Blogs etwas für Menschen im Ruhestand, für die sie ein Weg aus der Einsamkeit sein können. Ein Ort, an dem sie ihre Lebensgeschichte und ihre Lebenserfahrung teilen oder einfach ein Hobby ausüben können.

    Und wer weiß, wer sonst noch Interesse als Blogger:innen-Nachwuchs haben könnte, wenn jemand diesen Menschen das Bloggen näherbringt.

    Es liegt auch an uns Blogger:innen

    … ob es Nachwuchs gibt. Vielleicht probieren wir einfach mal ein paar Dinge aus.

    Wir könnten junge Menschen als Gastblogger:innen einladen. Wir könnten in Jugendzentren und Jugendclubs gehen oder zu den Nachbarn und ihnen vom Bloggen erzählen und was es so interessant macht. Auch der Seniorenclub um die Ecke ist ein Ort, an dem wir Interesse wecken können.

    Wenn wir noch ein bisschen nachdenken, werden uns sicherlich noch viel kreativere Ideen einfallen, um anderen das Bloggen näherzubringen.

    Wenn ich mich jetzt selbst motivieren konnte und einen solchen Versuch starte, berichte ich euch gerne.

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  • Blogsysteme jenseits von WordPress – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Blogsystem jenseits von WordPress“ der BlogWochen 2025 gesammelt.

    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Im Gegensatz zu früheren Artikeln werde ich aber pro Artikel nicht ein Zitat bringen sondern die System auflisten, die dort genannt werden.

    Einige der Blogger nennen auch WordPress als ihr System der Wahl und das ist natürlich in Ordnung. Es ging ja nur darum, aufzuzeigen, dass wir noch die Wahl haben. Nicht jedes System ist für jede:n geeignet. Systeme wie WordPress sind für manche Anwendungszwecke eigentlich vollkommen überdimensioniert. Manche Blogsysteme (z.B. im Flat-File Bereich) sind auch noch auf dem kleinstdimensionierten Webspace gut lauffähig.

    Aber jetzt zu den Artikeln und der Vielzahl an Alternativen, die wir zusammengetragen haben.

    Blogsysteme jenseits von WordPress | Dirks Logbuch

    Blogger, Ghost, Medium, Writefreely, Dotclear, Serendipity/S9y, Movable Type, Hugo, Pelican

    Blogsysteme jenseits von WordPress | Nur ein Blog

    Serendipity/S9y

    Blogsysteme jenseits von WordPress: Serendipity | onli blogging

    Serendipity/S9y

    Blogsysteme jenseits von WordPress? | benedikt.io

    Drupal, Joomla, Typo3, NucleusCMS, Hugo, Jekyll

    Bloggen ohne WordPress | Thomas Gigold

    Textpattern, ClassicPress

    Blogsysteme jenseits von WordPress | C0d1

    Gullah, Hugo, Jekyll, Ghost

    Blogsysteme jenseits von WordPress | 51 Nord

    Movable Type, Blogger, Tumblr, Drupal, Medium, Ghost, Write.as, Hugo.

    Blogsysteme jenseits von WordPress | Maurice Renck

    Ghost, Steady, micro.blog, Blot, Kirby

    Blogsysteme jenseits von WordPress | fedispace

    WriteFreely

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

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  • Blogsysteme jenseits von WordPress

    Bloggen ist gleich WordPress. Diese einfach Formel gilt wohl für viele Blogger:innen. Im Rahmen der BlogWochen 2025 wollten wir aber auch den anderen Systemen ihren Platz geben.

    Ich habe in den letzten Jahren vieles ausprobiert. Eher nur aus Neugier. Darunter fanden sich viele Flat-File-Systeme, die keine eigene Datenbank brauchen sondern alle Artikel als Dateien ablegen. Darüber könnte ich einiges schreiben.

    Aber da gibt es eine Software, mit der ich 2005 mein Blog begonnen habe und die mich über 15 Jahre lang begleitete: Serendipity – auch S9y genannt. Viel habe ich darüber geschrieben – siehe Schlagwort Serendipity

    Einschub: Kurz nach Veröffentlichung dieses Artikels sehe ich, dass auch onli über Serendipity im Rahmen der Blogwochen schreibt. Als Nutzer und Mitentwickler bietet er noch viel mehr Gründe, warum S9y eine feine Sache ist.

    Die Macher beschreiben es in aller Kürze so (Übersetzung durch mich):

    Serendipity ist eine PHP-basierte Weblog-Engine, mit der Benutzer auf einfache Weise einen Blog pflegen können. Das Standardpaket ist für gelegentliche Blogger konzipiert, Serendipity bietet jedoch ein erweiterbares Framework mit Funktionen für professionelle Anwendungen.

    Ein wenig Webspace und eine mySQL Datenbank und schon läuft S9y. Es ist kein aufgeblähtes System mit dem alle möglichen Websites gestalten will. S9y konzentriert sich auf seine Kernaufgabe: Bloggen.

    Aber mit seinem Plugin System kann man schon einiges weiter ausbauen, wie das S9y InfoCamp zeigt, ein Seite über die Matthias Mees und ich unseren Podcast zu S9y laufen ließen.

    Ich verwende seit einigen Jahren WordPress. Das ist ein mächtiges System mit vielen, allzuvielen Plugins. Aber manches geht mit S9y noch immer ein wenig besser.

    So ist im Kern schon eingebaut, dass sich Kommentarschreiber:innen über weitere Kommentare informieren lassen können. Da braucht es keine aufwändigen Plugins.

    Die Plugin Liste ist überschaubar. Aber da gibt es Plugins, die es einfach erlauben jeder einzelnen Kategorie eigene Eigenschaften zuzuweisen. Damit kann man auch ohne Eingriff in irgendwelche Dateien jede Kategorie mit einem eigenen Theme versehen.

    Jahrelang war auch die Devise (die soweit ich weiß noch immer eingehalten wird), dass es nicht zwei Plugins mit ähnlichen Eigenschaften geben soll. Lieber dann darüber reden und die Plugins fusionieren. Das hat dazu beigetragen, dass ein Plugin alle wichtigen Optionen erhielt und eher aktuell gehalten wurde.

    Ein Lücke besteht derzeit an der Anbindung ins Fediverse. Hier gibt es keine passenden Plugins. Aber auch das braucht nicht jede:r.

    Ebenso sind ganz aktuelle Themes rar. Ein einfaches Layout lässt sich einfach aktivieren. Viele Variationen findet man nicht, solange man nicht selbst ins System eingreift.

    Die Anzahl der Supporter ist gering, daher ist auch die Weiterentwicklung nicht rasant. Aber ein Blog, dass auf guten technischen Grundlagen aufbaut altert auch nicht so schnell. Serendipity ist somit vielleicht auch ein wenig eine Entschleunigung im Web. Im Vergleich zu WordPress und seinen Plugins dürfte es auch um einiges sicherer sein. Allein schon, weil es nicht Angriffsfläche für viele „Hacker“ mit schlechten Absichten ist.

    S9y ist wohl nicht für jede:n, aber für manche wohl einen Blick wert.

    Wer auf simples bloggen Wert lägt und ein stabiles, schnelles System möchte, der ist bei Serendipity gut aufgehoben.

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  • Nextcloud Kalender im Blog einbinden

    Bei gnulinux.ch finde ich den Artikel Nextcloud Kalender per Homepage zur Verfügung stellen.

    Ich habe es hier gleich mal probiert und den Kalender für die Blogwochen 2025 eingebaut. An der Formatierung kann man arbeiten. Aber es schaut schon mal praktikabel aus. Damit ist das eine feine Möglichkeit mit (gemeinsam bearbeiteten) Kalender im Blog zu arbeiten.

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  • Zwischen Micro­blogging, TikTok-Videos und Social Media – wo steht das Bloggen heute? – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Zwischen Micro­blogging, TikTok-Videos und Social Media – wo steht das Bloggen heute?“ der BlogWochen 2025 gesammelt.

    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Ich habe mir wieder erlaubt ein für mich interessantes Zitat (ganz subjektiv) aus den jeweiligen Beiträgen zu bringen.

    Zwischen Microblogging, TikTok-Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute? | Dirks Logbuch

    Interessant ist, dass das eigene Blog jeden einzelnen Dienst ersetzen könnte.

    Zwischen Microblogging, TikTok-Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute? | Nur ein Blog

    Doch Blogs zeigen immer wieder ihre „Widerstandskraft”. Sie sind das Beständige im Fluss der Internetentwicklung.

    Zwischen Microblogging, TikTok-Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute? | My-IT-Brain

    Ich kann schreiben, während nebenbei das Fernsehen oder Radio läuft oder ich im Park oder einem Biergarten sitze. Podcasts und Videos lassen sich in diesen Umgebungen nur schwierig aufzeichnen.

    Wo steht das Bloggen heute? | Blogissimo

    Das Bloggen befindet sich in einer Nische und das wird sich auch nicht ändern. 

    Zwischen Micro­blogging, TikTok-Videos und Social Media – wo steht das Bloggen heute? | Benedikt.io

    Ein Blog kannst du heute betreiben wir vor 25 Jahren. Nur für dich. 

    Zwischen Microblogging, TikTok -Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute? – 51 Nord

    Ich denke, Blogs werden vielfach unterschätzt, weil sie mehr Arbeit und persönlichen Einsatz brauchen als die großen und bekannten Sozialen Medien.

    Blogwochen: Zwischen Microblogging, TikTok-Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute? | COd1

    Mein Blog muss sich nicht irgendwelchen Konzernentscheidungen unterordnen. Ich alleine bestimme, wohin die Reise geht, was angesagt ist, was nicht, ob Texte nun lang oder kurz oder gemischt sind.

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

  • Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz“ der BlogWochen 2025 gesammelt.

    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Ich habe mir wieder erlaubt ein für mich interessantes Zitat (ganz subjektiv) aus den jeweiligen Beiträgen zu bringen.

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | Dirks Logbuch

    Zum anderen ist es so, dass es über einen fast in Vergessenheit geratenen Mechanismus möglich ist, dass sich Blogs untereinander vernetzen können, nämlich über Trackbacks (oder Pingbacks). 

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | -=Blog4u=-

    Worte haben nicht nur eine tiefe Bedeutung, Leser und Schreiber gehen für den Augenblick eine Verbindung ein, ein unschätzbarer Wert.

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | Nur ein Blog

    Durch Links steht der eine Text nicht allein. Er reiht sich sozusagen in eine Kette von Texten ein. 

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | C0d1

    Dennoch, ohne Blogs hätte ich mir Vieles wesentlich aufwändiger erarbeiten müssen und deswegen sind sie für mich nicht einfach nur lose Texte, sondern teilweise wirklich große Hilfen.

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | Schreiblehrling

    Ein veröffentlichter Text nimmt außerdem oft einen anderen Entstehungsweg als der in einem privaten Tagebuch. 

    Blogs mit höherer Mission | onli blogging

    Hinter manchen Blogs steckt mehr als üblich, sie haben einen höheren Zweck.

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | benedikt.io

    Unterm Strich kann ein Blog neben Text also auch jede Menge andere (audiovisuelle) Medien enthalten.

    Texte sind mehr als nur Buchstaben | Blogissimo

    Nur eine Emotion möchte ich vermeiden: Langeweile. Wenn ich merken sollte, dass ich die Leser mit meinen Artikeln langweile, dann höre ich auf mit dem Bloggen 😉

    Bloggen – Mehr als nur Texte | YADL

    Das Potenzial ist gewaltig.

    Grüße vom Blogwart: Es sind mehr als nur Texte | Henning Uhle

    Es ist der Austausch, die Information, es ist quasi eine Einstellung, nicht alles vorgesabbert zu bekommen.

    Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz | Logsequenz

    Ich erlebe es sehr oft, dass mich Beiträge von Blogger:innen über den eigentlichen Textinhalt hinaus beschäftigen. 

    Eigentlich sind Texte im Netz Gewebe und UX das eindeutige Muster | UX Blog

    Und doch sagen wir: Ich schreibe einen Text. Was für ein trauriges Wort für etwas, das so viel mehr sein kann.

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

  • Zwischen Microblogging, TikTok-Videos und Social Media – Wo steht das Bloggen heute?

    Ich möchte mir nicht anmaßen, allgemeine Aussagen darüber zu treffen, wie es in der Blogosphäre wirklich aussieht. Ich würde jedoch gern einen Blick darauf werfen, wie ich mich und meinen Blog zwischen all den neuen Entwicklungen positionieren kann.

    Twitter kills the Blogging Star

    Es war um das Jahr 2007, als ich bei Twitter einstieg. Es war wirklich spannend. Wir experimentierten und erforschten, was damit alles möglich war. Live-Berichte von Veranstaltungen, auf die andere sofort reagieren konnten. So konnte ich beispielsweise über eine Diskussion twittern. Jemand stellte eine Frage, die ich dann live einbrachte.

    Durch Twitter veränderte sich mein Bloggen. Kleine, kurze Artikel verschwanden und wurden durch Twitter ersetzt. Die schnelle Möglichkeit des gegenseitigen Kommentierens und Weiterleitens von Nachrichten war verlockend. All das konnten Blogs eigentlich auch. Aber sie waren darin behäbiger und standen quasi für sich allein.

    Die Wurzel bleibt

    Dazwischen erkannte ich aber immer wieder die Qualität meines Blogs. Er war meine Insel, auf der Texte langfristig besser gefunden werden konnten. Es war der Ort, an dem ich längere Texte schreiben konnte, auf die ich dann verlinkte.

    Facebook und Twitter waren damals noch offener. Man konnte Blogartikel automatisiert ankündigen, darauf verlinken bzw. sie teilweise sogar erneut posten.

    Dann kam die Zeit, in der sich die Schnittstellen von Twitter und Co. verengten. Man machte daraus „Walled Gardens”. Wieder einmal zeigte sich, dass das eigene Blog der Ort ist, an dem man noch Freiheiten hat.

    Blogs sind das offene Netz

    Twitter strauchelte, und dann kam auch noch Musk. Mein Blick auf Twitter, Facebook und Instagram wurde immer kritischer. Man war nicht mehr Herr der eigenen Timeline. Algorithmen grätschten hinein und entschieden, was ich zu lesen hatte und was andere von mir zu lesen bekamen.

    Im Jahr 2022 stieg ich dann (eigentlich zum zweiten Mal) in das Fediverse ein. Ab hier beginnen die Begriffe „Bloggen” und „Micro-Bloggen” zu verschwimmen. Denn im Fediverse gibt es Anwendungen wie Friendica, die das Veröffentlichen langer Artikel ermöglichen. Viele Fediverse-Anwendungen erlauben das Abonnieren der Timeline per RSS.

    Und dann kamen auch noch Plugins hinzu, die WordPress mit dem Fediverse verbinden. So kann mein WordPress-Blog im Jahr 2025 quasi eine Fediverse-Instanz werden.

    Aufstehen und den Staub aus der Tastatur schütteln!

    Blogs wurden und werden immer wieder für tot erklärt. Die neuen Technologien würden ihnen das Wasser abgraben. TikTok würde der Generation mit einer Aufmerksamkeitsspanne von zehn Sekunden mehr entgegenkommen. Das mag alles stimmen.

    Doch Blogs zeigen immer wieder ihre „Widerstandskraft”. Sie sind das Beständige im Fluss der Internetentwicklung. Sie bieten Platz für Ausführlichkeit. Artikel müssen nicht im Sekundentakt entstehen. Ich nehme mir Zeit, damit mein Artikel über Tage reifen kann und ich somit Zeit fürs Schreiben und Redigieren habe. Das ist vielleicht ein massiver Unterschied zu Social Media. Ein Beitrag wird meistens in einem Zug getippt, vielleicht noch einmal gelesen und etwas ausgebessert, dann ist er weg. Ein Blogartikel entsteht oft bedächtiger.

    Postings in den sozialen Medien verschwinden schnell wieder im Stream. Blogtexte hingegen sind noch Jahre später Ziel von Suchmaschinentreffern. Wer meinem Blog folgt, liest vielleicht auch frühere Texte – in sozialen Netzwerken passiert das wohl nicht so oft.

    Der Text ist es, der bleibt

    TikTok hat es bisher nicht in meine App-Liste geschafft. Es wird mir einfach zu viel, all diesen Kanälen zu folgen. Und ich muss es auch nicht.

    Ich tippe lieber. Ich schreibe Texte und spiele mit Worten, nicht mit Grafiken und Bildausschnitten. Da kommt mir ein Blog sehr gelegen. Und doch bietet mir ein Blog die Möglichkeit, auch Fotos und Filme einzubinden. Ein Blog ist somit ein Baukasten, aus dem vieles entstehen kann.

    Wo stehen wir, wo stehe ich also heute?

    Blogs sind noch immer da und aktiv.

    Blogs sind vielseitig: Texte, Bilder, Filme, … Alles ist möglich.

    Alles ist möglich, aber nicht alles muss sein. Ich kann mich auch aufs reine Tippen von Texten „reduzieren”.

    • Blogs haben (meistens) keine Einschränkung hinsichtlich der Länge von Texten.
    • Blogs erlauben die Gestaltung und Strukturierung von Texten. Überschriften, Zwischenüberschriften, Aufzählungen, Fettdruck, Kursivdruck, … Vieles ist möglich.
    • Im Gegensatz zu Social Media verweise ich in meinen Blogs oft auf frühere Texte und schaffe so ein Netzwerk innerhalb meines eigenen Blogs.
    • Mit dem Activity-Plugin und vielen weiteren ist mein Blog stark in das Fediverse integriert. Damit bin ich ebenfalls in einem Netzwerk, das sich Offenheit und Vielfalt verschrieben hat. Ganz im Gegensatz zu der Enge der großen Non-Social-Monolithen.
    • Mein Blog ist offen. Wer mag, kann mit geringer Hürde kommentieren. Wer mag, kann meinen Blog ohne weitere Hürden lesen und sogar per RSS abonnieren.

    Wir sind immer noch da!

    Das Bloggen verändert sich mit der Zeit bzw. ich als Blogger entwickle mich weiter. Im Internet kommen und gehen Dienste, die anscheinend mit Blogs konkurrieren. Aber letztendlich bleiben Blogs bestehen. Denn es gibt eine feste Größe: Menschen, die etwas zu sagen haben, und Menschen, die das gerne lesen.

    Fediverse reactions
  • Was ich so schreibe

    Inge Bateman hat mich zu ihrer Blogparade „Was schreibst du, und warum?“ eingeladen.

    Und weil ich mein Blog schon im Rahmen der BlogWochen 2025 rund um das Thema bloggen zumülleschreibe, dann kann ich da doch auch gleich mitmachen.

    Warum ich schreibe habe ich wohl in meinem Artikel Blogger:innen und ihre Motivation – Was uns antreibt ausgeführt. Daher erlaube ich mir hier mal zusammenfassen, was bzw. worüber ich denn so schreibe.

    Vorab sei nochmals festgehalten, dass ich rein privat blogge und damit kein Geld verdiene und auch gar nicht verdienen will. Ich muss mich daher nicht viel darum kümmern, was ich schreibe, solange es mir Freude macht.

    Mein Blog ist ein Gemischtwarenladen. Es gibt viele Themen. Alles kann ich nicht aufzählen, aber ein paar Schwerpunkte, denen ich in den letzten Jahren so folgte.

    Vorab: Damit du gleich einen schnellen Überblick über meine Themen hast, habe ich die in fett markiert. Wo immer auch ein Begriff in meiner Schlagwortwolke auftaucht habe ich diese gleich mit verlinkt. Dann kannst du alle Artikel dazu in einer Zeitlinie nachlesen.

    Ganz zu Beginn bloggte ich über den Personal Digital Assistant TI Avigo. Das war noch vor der Zeit, als ein Nur ein Blog überhaupt gab. Ich formatierte das Ganze in Word und speicherte es als HTML ab. Ja, so war das damals. Nachdem die tExas News hier im Blog wiederzufinden sind, könnte ich die Texte noch immer nachlesen. Mein Blog war zumindest schon so bekannt, dass mir Texas Instruments Österreich einen Brief schrieb und mir sogar Erweiterungen zum testen schickte.

    Der Avigo wurde eingestellt und ich lernte die österreichische Mobilfunk Firma Tel.Me. kennen. Auch darüber bloggte ich, ohne zu wissen, dass man es so nennen könnte. Auch die t-Seite News finden sich in diesem Blog wieder. Ich habe damals alles händisch rüber kopiert. Mit der Firma Tel.Me. gab es einen intensiven Kontakt. Und das kam so: Bevor das erste Smartphone von ihnen rauskam las ich alles darüber, was es im Web gab. Das war nicht viel. Auch auf der Tel.Me. Website waren nur ein paar Angaben zu finden. Durch ein Gemisch von Zufall und Recherche fand ich das Handbuch zum Tel.Me. T919 schon in den Untiefen des Servers der Firma. Sollte ich es Ihnen melden oder lieber meinen Fund mit der Welt teilen. Nun, ich entschied mich ihnen die Schwachstelle zu melden – aber mit ein paar Anmerkungen, was ich am Handbuch verbessern würde. Tja. Und damit begann eine interessante Geschichte. Ich bekam Beta Software zum testen, durfte meine Leserinnen einbinden …

    Auch Tel.Me. ging in die Geschichte ein.

    Mein Interesse an Technik blieb und ich blogge immer wieder über technologische Entwicklungen, Geräte oder auch Software, die mir im Alltag begegnen. Dabei interessiert mich weniger der neueste Hype, sondern vielmehr, was wirklich nützlich ist – und was nicht. Ich mag es, Dinge auszuprobieren, zu hinterfragen und darüber zu berichten, wie sich Technologien im Alltag bewähren. Oft sind es Tools oder Dienste, die nicht in jedem Tech-Magazin auftauchen, aber für mich eine Relevanz haben – und vielleicht auch für meine Leser:innen.

    Ein großer Teil meines Blogs beschäftigt sich mit Tools, die ich nutze oder ausprobiert habe: etwa die JoplinApp für verschlüsselte Notizen, Keepass für Passwortverwaltung und sicherer Tresor für sensible Daten. Ich experimentiere mit Markdown oder RSS und versuche, möglichst viel lokal und datensparsam zu erledigen.

    Meine digitale Infrastruktur besteht aus Diensten wie Nextcloud, FreshRSS und Linkding, mit denen ich Notizen, Dateien und Lesezeichen selbst hoste. Gerade dieser Aspekt der digitalen Selbstbestimmung zieht sich wie ein roter Faden durch mein Blog.

    Neben Technik interessiert mich auch das Netz als soziales Gebilde: Ich schreibe über das Fediverse und wie sich dezentrale Netzwerke gegenüber Plattformen wie X oder Facebook verhalten. Ich probiere neue Dinge aus, beobachte, reflektiere und ziehe Vergleiche. Mein Blog versteht sich da auch ein wenig als Beobachtungsstation.

    Mit TextExperiment versuche ich mich immer wieder an unterschiedlichen literarischen Texten.

    Das Bloggen selbst ist mir ein Anliegen. Immer wieder greife ich diverse Themen rundherum wie Blogparaden (wie diese hier), die BlogWochen 2025 oder die Frage auf, was Blogs eigentlich ausmacht. Ich denke hier darüber nach, warum wir bloggen, wer uns liest, wie wir schreiben. Das sind keine abgeschlossenen Gedanken, sondern laufende Prozesse, die ich mit meinen Leser:innen teile.

    Nicht zu vergessen sind die vielen kleinen Formate: SpamPoetry, Experimente mit Captchas, Berichte über Barcamps, Einblicke in Photowalks und andere Veranstaltungsformate.

    Ich verstehe mich dabei immer wieder als OpenBlogger und versuche diesen Ansatz immer neu zu beleuchten, nicht zuletzt mit meiner Kreativitätserklärung. Diese war eigentlich Ausfluss dessen, dass ich in meinem Blog seit einiger Zeit immer wieder das Thema Künstliche Intelligenz thematisiere.

    Open Blogging hat mich auch zum Angebot BlogDasRobert geführt, in dem ich meine Leser:innen einlade, mir Themen zu nennen oder Fragen zu stellen, zu denen ich etwas schreiben sollte. Es sind Experimente wie diese, das bloggen für mich ebenfalls interessant machen.

    Was mir wichtig ist, dass wir über ein Web für alle reden und entsprechende Aktivitäten setzen. Immer wieder versuchte ich mein Blog barrierefrei zu gestalten. Zusammen mit Accessibility Expert:innen gab es eine Blogparade, die sogar zu einem gedruckten Buch führte. Bis heute versuche ich den Blue Beanie Day in Erinnerung zu halten.

    Das sind ein paar der Themen, mit denen sich Artikel in meinem Blog – und damit auch ich – in den letzten 20 Jahren beschäftigten. Viele davon sind bis heute immer wieder Anregung für neue Artikel.

    Mein Blog ist für mich ein Ort, an dem ich mich ausprobieren kann. Ein Speicher für Gedanken, Tests und Beobachtungen. Und obwohl es „nur“ ein Blog ist, ist es für mich ziemlich viel.

  • Bloggen – Mehr als nur Texte im Netz

    Nun, man könnte meinen, das sei ohnehin klar. In so ein Blog kann ich auch Fotos hochladen und ansonsten jedes andere Dokument, das mir einfällt. Damit hätte sich der Titel dieses Artikels erledigt.

    In meiner Interpretation des Titels möchte ich jedoch auf zwei andere Punkte eingehen..

    Ich schreibe hier nicht einfach einen Text in mein Blog. Ein bisschen sachlich und mit Fakten versehen.

    Es gibt auch Texte, die viel Emotion beinhalten. Sie beinhalten meine Lebenserfahrung, meine Sorgen, meinen Ärger und meine Freude.

    Mancher Text ist – ich erlaube mir das jetzt – ein Teil von mir. Den möchte ich unbedingt veröffentlichen. Er soll im Netz stehen, und bei dem freue ich mich über Kommentare (das tue ich fast immer).

    Manchmal sind es sogar literarische Texte, mit denen ich experimentiere. Bei manchen kommt ein Stückchen meines Innersten hervor und breitet sich vor euch aus.

    Ja, auch das sind Texte. Für mich sind sie aber viel mehr als das.

    Wenn ich es schaffe, dass ein Text nicht nur gelesen wird, sondern auch Bilder in euren Köpfen erzeugt, dann ist mir etwas gelungen.

    Verlinke mal wieder

    Es gibt noch einen weiteren Aspekt. Er war von Beginn an mit dem Web verbunden und machte es erst zum verbindenden Netzwerk.

    Der Link.

    In den von mir kreierten Regeln des Blog Clubs findet es sich zentral:

    1. Regel: Ihr verlinkt auf eure Quellen.
    2. Regel: Ihr VERLINKT auf eure Quellen.

    Ein Link kann aus einem einfachen Blogtext noch viel mehr machen. Ich verknüpfe damit meinen Text mit vorher geschriebenen Texten. Ich verweise auf Quellen und bereichere damit meinen Text. Selbst nach der Veröffentlichung kann ich meinen Artikel noch einmal herannehmen und ihn mit Links zu Antworten und Reaktionen anderer Blogs verlinken.

    Durch Links steht der eine Text nicht allein. Er reiht sich sozusagen in eine Kette von Texten ein. Im besten Fall kann ich mich so quer durch viele Blogs zu einem Thema hangeln, komme auf neue Ideen oder weiterführende Gedanken.

    Natürlich lieben manche Blogger:innen, Redaktionen, … Links nicht. Sie mögen Links auf ihre Seiten, aber selbst verlinken wollen sie nicht. Denn diese Links führen weg von ihrem Blog. Die Frage ist, ob die Leser:innen wiederkommen. Mich kümmert diese Frage nicht. Ich verlinke gerne, denn so entsteht auch ein wenig von dem, was man vielleicht als Blogosphäre bezeichnen kann. 

    Ich bin halt ein Open Blogger. Aber das kommt zu einem späteren Zeitpunkt der BlogWochen 😊

    Fediverse reactions
  • Ein Blog sollte man immer dabei haben

    Was haben wir uns bei diesem Thema für die BlogWochen eigentlich gedacht? Was andere darüber denken, werde ich wohl in Kürze lesen.

    Bei der Ausformulierung kam mir gleich ein Gedanke: Mein Blog ist eine wunderbare Quelle, auf die ich verweisen kann.

    Mit über 3.400 Artikeln habe ich natürlich einen recht großen Fundus. Ehrlich gesagt bin ich selbst oft überrascht, wenn ich ältere Artikel lese und sehe, worüber ich alles geschrieben habe.

    Mein Blog als Quelle

    In manchen Diskussionen im Fediverse würde ich gerne etwas näher ausführen, was sich in meinem Microblog mit 500 Zeichen nicht ganz ausgeht. Dann gibt es oft zwei Möglichkeiten:

    • Ich schreibe in meinem Blog einen längeren Artikel, auf denen ich dann verlinke.
    • Ich finde in meinem Blog einen Artikel, der passend ist. Dann ist schnell mal auf den verlinkt.

    In letzter Zeit mache ich mir auch etwas mehr Gedanken über das Taggen (Stichworte) von Artikeln. Über Tags kann ich all die dazugehörigen Artikel auflisten. Wie z.B. mit dem Schlagwort BlogWochen2025.

    Mein Blog als TextPad

    Manchmal geht es gar nicht um die Länge des Artikels sondern allein um dessen Auffindbarkeit. In einem Microblog / in Social Media verschwinden Beiträge eigentlich recht schnell. Dann kommt wieder das Blog zum Einsatz. Andere verwenden Textpads online oder anderes. Warum ein weiteres Tool verwenden, wenn ich doch mein Blog dabei habe. Das kann ich sogar als Zweit-CMS verwenden.

    Das eh für alles Blog

    Egal, ob Fotos, PDFs, Straßenpläne oder Screenshots – in einem Blog ist für alles Platz. Zusätzlicher Text kann einen gegebenenfalls notwendigen Kontext beschreiben. Nicht, dass ich das oft mache. Insbesondere für Fotos habe ich eine eigene Pixelfed-Instanz.

    WordPress mit all seinen Plugins ist verführerisch, um alles Mögliche in sein Blog zu integrieren. Fotoalbum, Linkliste, Fediverse-Instanz, Landkarte, Leseliste und vieles mehr.

    Es hat seinen Reiz, alles in seinem Blog zu versammeln. Andererseits möchte ich es nicht überladen.

    Je mehr Inhalte in meinem Blog landen, desto schwieriger wird es mit der Zeit, den Überblick zu behalten. Daher wird meine nächste Recherche wohl in die Richtung gehen, welche Möglichkeiten es gibt, die Suchfunktion in WordPress zu verbessern.

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