Schlagwort: BlogWochen2025

Die BlogWochen 2025 fanden von Mai bis Oktober 2025 statt. In dieser Zeit gab es zahlreiche Themen, zu denen Blogger:innen eingeladen waren, ihre eigenen Gedanken und Ideen niederzuschreiben. Als Mitinitiator habe ich zu jedem Thema einen Beitrag verfasst und auch die Artikel der anderen Blogger:innen gesammelt.

  • Blogstöckchen, Blogparaden, Trackbacks & Co. – Tradition oder Renaissance?

    Blogstöckchen? Blogparade? Sagen die Begriffe überhaupt jedem etwas?

    Am Beginn steht ein:e Blogger:in, die ein Thema vorgibt.

    Bei einem Blogstöckchen schreibt der:die Blogger:in über ein bestimmtes Thema und nominiert dann ein, zwei oder mehrere andere Blogger:innen. Diese sind eingeladen, das Stöckchen aufzunehmen, über das Thema zu bloggen und das Stöckchen wiederum weiterzureichen. In ihrem Artikel reichen sie das Stöckchen wiederum weiter. Das kann tagelang, wochenlang oder monatelang gehen. Manchmal werden solche Stöckchen auch von anderen gefunden, die nicht genannt wurden, und diese nehmen sie trotzdem auf und schreiben …

    Bei der Blogparade ergeht der Aufruf an alle, die mitmachen möchten. In der Regel gibt es einen Aktionszeitraum, in dem der Artikel erscheinen soll. „Brave” Blogparaden-Teilnehmende verlinken auf den Ausgangsartikel. Dadurch ergab sich früher ein Trackback, mit dem das Startblog von der Erwähnung informiert wurde. Ansonsten musste man per E-Mail oder Kommentar über die Teilnahme an der Parade informieren. In der Regel gab es am Schluss einen Artikel, in dem alle teilnehmenden Blogs aufgelistet waren und zu deren Artikeln verlinkt wurde.

    Und somit sind die BlogWochen 2025 eigentlich eine Vielzahl von Blogparaden in kurzem zeitlichen Abstand. Wir haben auch Themen, laden jede:n ein und listen dann alle auf, die irgendwie auf sich aufmerksam machen.

    Tradition oder Renaissance?

    Es ist wie wohl wie bei Blogs allgemein. Ich habe den Eindruck in letzter Zeit entdecke ich mehr Blogstöckchen und -paraden.

    Aber sie waren beide wohl nie wirklich weg. An irgendeiner Ecke des Blogiversums fand sicherlich immer wieder eine solche Aktion statt. Was fehlt sind halt zentrale Seiten, die Blogparaden sammeln und auf denen man sich interessante Themen zusammensuchen kann. Ja, die gab es früher.

    Was wir jetzt haben ist unter anderem das Fediverse. Hier entdecke ich Hinweis auf Blogartikeln Und da nehme ich – ohne ein Stöckchen zu sehen – dann gerne mal den Faden auf und blogge auch über das Thema.

    Wie auch immer. Stöckchen und Paraden sind einfach ein Ausdruck dessen, dass wir Blogger:innen uns gerne austauschen. Und sie sind hilfreich für alle, denen mal kein Thema einfällt.

    Mehr fällt mir heute dazu nicht mehr ein. Außer, dass ihr bei der langwährenden Blogparade, den BlogWochen, gerne mitmachen könnte. Ob dieses Thema, ein früheres Thema oder ein kommendes. Zu allem sind (noch) Artikel willkommen.

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  • Warum wir schreiben sollten – auch wenn niemand liest

    Im Rahmen der BlogWochen haben wir auch einen Artikel vorgesehen, den wir gemeinsam mit einer KI planen oder von ihr schreiben sollten.

    Nun, dann stellte ich ChatGPT die Frage:

    Wenn du nur einen Artikel in einem Blog veröffentlichen könntest, welcher wäre das?

    Die Antwort hätte ich auch gerne geschrieben:

    Ein Plädoyer für das persönliche, öffentliche Denken

    In einer Welt voller schneller Likes, kurzlebiger Trends und optimierter Sichtbarkeit verliert etwas leises, unscheinbares an Boden: das Schreiben um des Schreibens willen. Nicht fürs Publikum. Nicht für Reichweite. Sondern für dich selbst – und die, die vielleicht zufällig darüber stolpern.

    Ein Blog ist mehr als ein Publikationskanal. Er ist ein Denkraum. Er erlaubt es, Gedanken aus dem Kopf in die Welt zu entlassen – unfertig, unperfekt, offen für Resonanz. Schreiben klärt. Schreiben zwingt zur Auseinandersetzung. Es ist eine Form der Selbstfürsorge, der Erinnerung und der Dokumentation.

    Du brauchst kein Thema, keine Nische, keine Strategie. Du brauchst nur den Mut, dir selbst zuzuhören.

    Denn irgendjemand liest immer mit. Und manchmal ist dieser Jemand dein zukünftiges Ich.

    Auch den Titel dieses Artikels hat mit dir KI vorgegeben.

    Ohne weiter zu fragen, gab mir die KI auch gleich noch eine weitere Antwort:

    Warum dieser Artikel?
    Weil er für mich den Kern trifft: das Web als öffentlicher Möglichkeitsraum, der durch persönliches Schreiben lebendig bleibt – jenseits von Algorithmen, Monetarisierung oder Performance. Wenn ich nur einen Beitrag setzen dürfte, dann soll er nicht über Technik, Politik oder Gesellschaft reden, sondern über das, was all das zusammenhält: das menschliche Bedürfnis, sich mitzuteilen.

    Das lasse ich einfach mal stehen.

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  • Warum Feeds wichtiger sind, als viele denken

    Feeds? RSS? Manch eine:r kennt dieses „Icon“ mit den orangen Symbolen aus den frühen 2000ern. Kaum jemand spricht heute noch davon – und doch nutzen Millionen Menschen täglich Feeds, oft ohne es zu wissen. Sie sind ein Teil der unsichtbaren Infrastruktur des Internets.

    Für manche sind Feeds nur ein Relikt aus der alten Blog-Ära. Damals prangte das RSS Icon mehr oder minder groß auf der Startseite (fast) jedes Blogs.

    Andere haben noch nie etwas davon gehört oder steigen schon beim Wort Feedreader aus.

    Unsichtbare Infrastruktur des Internets

    Viele Apps, die wir selbstverständlich nutzen, basieren auf Feeds. Ein paar Beispiele:

    • Podcast-Apps: Jeder Podcast existiert im Kern als Feed. Ohne Feeds gäbe es keine automatische Aktualisierung und kein Abonnieren neuer Folgen.
    • Nachrichten-Apps: Einige greifen direkt auf RSS- oder Atom-Feeds zu, um Inhalte an einem Ort zu bündeln.
    • Fediverse: Auch das Fediverse ist im Prinzip eine riesige Landschaft von Feeds. Fast jede App, die sich ins Fediverse einklinken kann (per ActivityPub Schnittstelle) bietet diese Technik im Hintergrund an. Jeder Account ist ein Feed, der abonniert werden kann. Oft kann man auch einzelne Tags eines Accounts extra als Feed beziehen und vieles mehr.
    • Blogs: Auch wenn z.B. WordPress seinen Feed immer besser versteckt, so ist er in jeder Installation implementiert. Als begeisterter Feed-Nutzer habe ich den Feeds meines Blogs eine eigene Seite gewidmet.

    Feeds sind die stillen Transportkanäle des Netzes. Sie liefern Inhalte zuverlässig, ohne dass man es bemerkt – wie Leitungen, die Strom bringen.

    Kontrolle statt Algorithmus

    Die großen Plattformen haben uns an „kuratierte“ Feeds gewöhnt. Doch kuratiert heißt in Wahrheit: aussortiert, umsortiert, priorisiert – und zwar nach Interessen der Plattform, nicht nach unseren.

    Ein Blog- oder Podcast-Feed funktioniert anders. Er zeigt alles, was veröffentlicht wird – in der Reihenfolge der Veröffentlichung. Kein Algorithmus entscheidet, was du sehen sollst.

    Das bedeutet:

    • Keine versteckten Inhalte.
    • Keine Bevorzugung bestimmter Formate oder Themen.
    • Keine künstliche Dringlichkeit („Trending!“).

    Ein Feed ist schlicht ein Werkzeug der Selbstbestimmung. Wer Feeds nutzt, holt sich ein Stück digitale Souveränität zurück.

    Digitale Archive statt Vergessen

    Social-Media-Inhalte verschwinden schnell im Strom der Timeline. Ein Tweet von gestern? Praktisch weg. Ein Instagram-Post aus dem Vorjahr? Kaum auffindbar.

    Ein Feed dagegen ist ein dauerhaftes Archiv. Jede neue Folge eines Podcasts, jeder Blogartikel, jeder Beitrag wird in meinem Feedreader automatisch gespeichert und bleibt erreichbar. So entsteht ein langfristiges Gedächtnis – nicht abhängig von der Gnade einer Plattform.

    Gerade für Nischen-Themen oder persönliche Blogs ist das entscheidend: Sie leben davon, dass Inhalte auch nach Jahren noch gefunden und gelesen werden können.

    Einschränkung: Nicht jeder mag Voll-Feeds

    Als Open Blogger bekommst du natürlich meine Artikel als Voll-Feed. Das möchte jedoch nicht jeder. Manche Blogs bieten per Feed nur den Titel und einen kurzen Text. Den Rest muss man dann doch auf der jeweiligen Website lesen. Einige Feedreader kompensieren dies, indem sie den restlichen Artikel aus dem Blog auslesen und dann direkt im Reader zum Lesen anbieten.

    Ich kann diese gekürzten Feeds durchaus verstehen. Manche Blogger:innen fürchten, Leser:innen bzw. Zugriffszahlen zu verlieren. Aber immerhin bleibt dann der Feed im Feedreader und informiert mich über neue Artikel, ohne dass ich dauernd zu dem Blog surfen muss.

    Offene Standards als Gegengewicht

    Feeds sind offen. Jeder kann sie erzeugen, jeder kann sie lesen. Es gibt keine Genehmigungspflicht, keine API-Beschränkung (nur die gekürzten Feeds), keine exklusiven Verträge.

    In einer digitalen Welt, die immer stärker von geschlossenen Silos geprägt ist, sind Feeds ein kleines Stück Freiheit. Sie sind ein Versprechen: Inhalte bleiben zugänglich, unabhängig davon, welche Plattform gerade in Mode ist.

    Man könnte sagen: Feeds sind das Rückgrat des offenen Webs. Ohne sie wären wir längst vollständig auf die Wohlwollen von Facebook, TikTok & Co. angewiesen.

    Praktische Beispiele

    • Wissenschaft & Forschung: Neue Paper oder Journals abonnieren und automatisch im Reader sehen.
    • Politik & Medien: Lokale Nachrichten direkt von der Quelle lesen, ohne Clickbait-Filter großer Portale.
    • Blogs: Persönliche Blogs im Auge behalten, auch wenn sie nur sporadisch veröffentlichen.
    • Selbstorganisation: Eigene private Feeds für Projekte, Aufgaben oder Notizen erstellen (z.B. mit Tools wie IFTTT oder eigenen Generatoren).

    Meine Feed-Welt

    Als Feedreader verwende ich eine Online-Lösung auf meinem Webspace: FreshRSS

    Mittels Fiery Feeds greife ich über meinen Mac und iPhone auf FreshRSS zu.

    Eigentlich müsste ich da noch viel mehr aufzählen. Aber das hebe ich mir aus Zeitgründen für einen weiteren Artikel auf.

    Fazit

    Feeds sind unsichtbar – und gerade deshalb so mächtig. Sie geben uns Kontrolle über das, was wir lesen, hören und sehen. Sie sind offen, stabil und unabhängig von Plattformen.

    Vielleicht sind Feeds deshalb sogar wichtiger, als viele denken.

    Und vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, sie wieder bewusster zu nutzen.

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  • BlogWochen 2025: Online-Treffen im November?

    Diese Woche haben Benedikt, Dirk und ich uns online zusammengesetzt und einen Zwischenrückblick auf die BlogWochen 2025 gemacht.

    Dabei kam erneut die Frage auf, ob wir auch ein Online-Treffen organisieren sollten. Immerhin haben sich durch die BlogWochen einige neue Kontakte ergeben. Es gab viele Diskussionen und Einblicke, die vielleicht noch weiter diskutiert werden könnten.

    Einen passenden Zeitpunkt zu finden, ist nicht das Problem, und auch die Technik ist heutzutage kein Hindernis mehr.

    Wenn aber 10 Menschen online zusammenkommen, kann man nicht einfach losdiskutieren oder nur mit dem Tischnachbarn plaudern. Jede:r ist für jede:n hörbar. Das bedeutet, dass immer nur eine Person sprechen kann, nacheinander.

    Da braucht es ein Konzept.

    Mini-Barcamp

    Eine Idee wäre so etwas wie ein Mini-Barcamp – wie ich es schon 2019 erlebt habe.

    Die Rahmenbedingungen wären dann (kann man noch im Detail ändern):

    • Wir sammeln vorher oder Vor Ort Themen für Kurzpräsentationen
    • Jede Präsentation dauert nur drei Minuten
    • Nach drei Präsentationen gibt es sechs Minuten Zeit für Fragen oder Diskussion
    • Danach geht es weiter oder es gibt eine kurze Pause

    Damit können in einer Stunde rund 12 Menschen ein Thema einbringen. Das kann wirklich eine Präsentation sein, oder ein Thema, eine Frage, die man anreissen möchte. In drei Minuten.

    Ein Thema

    Andere Möglichkeit ist, wir konzentrieren uns auf ein Thema und jeder kann etwas beitragen. Mit etwas Moderation funktioniert dann eine Diskussion recht gut.

    Das Thema könnten Benedikt, Dirk und ich uns ausdenken. Oder jede:r Interessierte:r kann eines einbringen und wir stimmen gemeinsam ab.

    Ist es eines der Themen der BlogWochen? Ist es ein anderes? Solange es irgendwas mit bloggen zu tun hat, ist es aus meiner Sicht passend.

    Deine Idee

    Daher wollen wir mal rundfragen:

    • Würde dich ein Online-Treffen Anfang November interessieren?
    • Hättest du eine Idee für die Struktur des Treffens?
    • Hättest du ein Thema, dass du gerne bereden möchtest?

    Jede Idee ist mal willkommen. Auch nur ein „aufzeigen“, dass man prinzipiell dabei wäre. Dann können wir mal abschätzen, wie groß es werden könnte und wie wir es organisieren.

    Ergänzung: Dirk hat auch darüber gebloggt.

  • Von UseNet bis Webforen – Die Vorläufer des Blogs

    Ja, das UseNet habe ich auch verwendet. Aber nicht sehr ausgiebig. Ich landete rasch in der Blackbox und ihrem kommerziellen Pendant Magnet. Schon in den 90er hatte die Blackbox mit dem First Class Client eine grafische Oberfläche. Es gab dort Foren mit unterschiedlichsten Themen. Das spannendste war wohl das „Anarchy“ Forum. Dort konnte jede:r ein Subforum aufmachen. Einfach so – das war kaum sonst wo möglich. Solange in dem jeweiligen Subforum diskutiert wurde, blieb es bestehen. War rund 30 Tage Ruhe wurde es gelöscht. Manche beliebte Anarchie-Foren wanderten dann in das reguläre Blackbox Angebot.

    Immer ging es dabei um Austausch, miteinander in Kontakt kommen. Viele wollten einfach Spaß haben, Witze und Memes austauschen (also Twitter Null Punkt Zwei). Andere wollten über mehr oder minder wichtige Themen reden.

    Dann erstellte ich meine erste Website und gestaltete sie mittels Word für Windows. Ja, ernsthaft. Wordseiten konnten als HTML gespeichert werden. Danach kam Frontpage. Ein fürchterliches Programm, das ganz viel „Schrott“ im Code ablegte.

    Dort führte ich auch eine Art Blog über meine Erfahrungen mit dem Personal Digital Assistent Avigo und danach für die Smartphones der österreichischen Firma Tel.Me. (die es nicht mehr gibt).

    Bei den Nutzer:innen dieser Geräte kam bald auch ein größeres Interesse am Austausch auf. Also richtete ich mein erstes Forum ein und wurde Forumsadministrator. Es war eine feine Community – ich glaube, es waren rund 200 Menschen registriert.

    Insgesamt verwendete ich im Laufe der Zeit drei unterschiedliche Forensysteme. Das zweite (ComaWiki) bot auch eine kleine Blogfunktion. Damit schließt sich fast der Kreis.

    Die Firma Tel.Me. schloss, die Forenbeiträge wurden weniger und mein erstes richtiges Blog nahm Gestalt an.

  • 25 Jahre Medienwandel – Das Blog als Konstante?

    Der obige Titel ist bei einem Brainstorming von Benedikt, Dirk und mir im Rahmen der BlogWochen 2025 entstanden.

    Nun saß ich einige Zeit vor dem WordPress-Backend und überlegte, was ich dazu schreiben könnte. Naheliegend war die Aussage, dass das Blog die große Konstante war und ist, während sich das Internet rundherum veränderte. Vom Web 2.0 zu Social Media, zu Mikroblogs, zu Bewegtbild und vielem mehr.

    Das war mir dann doch irgendwie zu klassisch. Nach einigem Hin und Her in meinem Kopf entstand schließlich Folgendes:

    Ja, das Blog ist die Konstante. Aber nur, weil es mein eigenes Blog ist, meine Seite, die chronologisch Gedanken, Ideen und vieles mehr abbildet. Ein Blog, das mir gehört, und in dem ich selbst entscheide, was ich poste oder lösche.

    Das ist die Konstante: das Blog als spezieller Ort für mich. Aber das Blog an sich wandelt sich, so wie sich die Medien rundherum gewandelt haben.

    Blogs haben sich immer wieder angepasst. Zunächst konnten nur Textbeiträge veröffentlicht werden, später kamen Bilder und sogar Videos hinzu.

    Zu Beginn waren es Ping- und Trackbacks, dann kamen Plugins, die Artikel nach Twitter und Facebook brachten. Twitter war verlockend und manch einer verließ sein Blog ganz und zog dorthin. Doch die Blogs blieben bestehen und boten die Möglichkeit, Tweets einzubetten. Sie waren der Ort, an dem man Tweets länger kommentieren und auch gleich Antworten auf Twitter nochmals einbinden sowie kommentierend einordnen konnte.

    Während man anfangs einige gute Blogs in der Blogroll permanent auf der Startseite auflistete, waren es später die letzten zehn Tweets – die eigenen oder die zu einem Hashtag.

    Kommentare sind das Salz in der Blogsuppe. Twitter und Co. begannen, diese langsam auszudünnen. Kommentare spielten sich direkt in den „sozialen” Medien ab. Es gab Versuche, die Kommentare wieder in das Blog zu integrieren. Doch vieles, was technisch ausgeklügelt wurde, wurde durch Änderungen der APIs von Facebook, Twitter und Co. immer wieder verhindert.

    Dann kam das offene Fediverse und die Schnittstelle ActivityPub. Jetzt kann mein Blog meine Postings aus Mastodon vollständig hereinholen. Mittels Plug-ins ist mein Blog immer stärker mit dem Fediverse verbunden. Entweder landen meine Artikel (oder kurze Verweise darauf) automatisiert in meinem Mastodon-Profil oder ich binde mein Blog immer mehr direkt als Instanz in das Fediverse ein.

    Noch dazu ist manche Fediverse-Applikation eigentlich schon ein Blog an sich.

    Blogs sind keine Konstante im Web, weil sie sich nicht verändern. Sie sind eine Konstante, weil sie sich andauernd ändern und anpassen. Die Konstante ist der Ort, den ich selbst gestalten kann, um meine Gedanken in die Welt zu schicken.

    Und die Konstante ist, dass Blogs schon immer darauf ausgelegt waren, dass man in ihnen blättert. Suchmaschinen finden auch frühere Artikel, und diese können auch noch kommentiert werden. Im Gegensatz zu vielen Social-Media-Postings, die nur so an einem vorbeirauschen und bei denen es niemanden mehr interessiert, was ich vor zwei Wochen gepostet habe.

    All das, was ich gerade geschrieben habe, stimmt – und auch nicht. Das Schöne am Bloggen ist, dass jede:r es anders gestaltet. Manche löschen regelmäßig die älteren Artikel im Blog, bieten keine Kommentarfunktion und vernetzen sich auch nicht anderweitig.

    Andere kehren derzeit wieder zum einfachen Blog zurück, das nicht mehr als ein Textfeld bietet.

    Vielleicht ist das aber auch eine Konstante des Wandels. Blogger:innen haben von Beginn an experimentiert. Mit dem Was und Wie des Bloggens. Sie haben technisch und layoutmäßig immer wieder Neues probiert. Die einzige Konstante war, dass es sich Blog nannte – und doch immer wieder neu gestaltet wurde.

    Ich bin gespannt, wie andere dieses Thema interpretieren und ob bzw. wo sie eine Konstante sehen. Und ihr, wie seht ihr das?

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  • Meine 15 Minuten Ruhm – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „´Meine 15 Minuten Ruhm´ – Blogartikel und Erlebnisse, die für mich bedeutsam waren“ der BlogWochen 2025 gesammelt.

    Und wieder gibt es pro Artikel ein subjektiv ausgewähltes Textstück. Eine Teilnehmende berichten über mehrere Highlights ihres (Blogger:innen-)Lebens. Das müsst ihr euch dann selbst erlesen.

    Was immer wieder herauskommt. Das Wort „Ruhm“ ist nicht das was, was das bloggen für die meisten ausmacht. Die besonderen Erlebnisse finden sich in kleinen Momenten, in der Begegnung mit anderen, das Interesse an dem einen Blogposting. Es ist für einen ganz persönlich bedeutungsvoll. Und das ist wohl das wichtigste.

    Meine 15 Minuten Ruhm – Blogartikel und Er­leb­nis­se, die für mich be­deut­sam waren | benedikt.io

    Irgendwann, mittendrin in der Pandemie, erhielt ich aber unverhofft eine Einladung zu einer Presse-Vorführung des Films »Je suis Karl« vom Verleih Filmladen. 

    „Meine 15 Minuten Ruhm“ – Blogartikel und Erlebnisse, die für mich bedeutsam waren | Dirks Logbuch

    Interessant war auch, dass ich früher von Privatpersonen auf das Blog angesprochen wurde und, dass die Ankündigung, dass ich über etwas einen Artikel schreibe je nach Inhalt sogar als Drohung aufgefasst wurde.

    Meine 15 Minuten Ruhm – oder wie das mit Netlog war | Nur ein Blog

    Heute möchte ich eine andere Geschichte erzählen, eine – was mich betrifft – etwas kuriose.. Nämlich die von Netlog und warum ich dort kurzzeitig teilweise den Support und danach auch noch das gesamt Internet übernahm.

    „Meine 15 Minuten Ruhm“ – Blogartikel und Erlebnisse, die für mich bedeutsam waren | c0d1

    ch habe es irgendwann genutzt, um meine Expertise zu zeigen und mir ein Standing aufzubauen. Ein Standing, auf das ich beruflich verweisen konnte.

    Blog der Woche | Blogissimo

    Aber 2010 wurde ein Blog von mir zum Blog der Woche gekürt und ich denke, die Geschichte, wie es dazu kam, ist es wert erzählt zu werden.

    „Meine 15 Minuten Ruhm“ – Blogartikel und Erlebnisse, die für mich bedeutsam waren | fedispace

    Ich betrieb das Blog schon recht lange, ohne dass es jemals einen Anruf gab – bis auf den einen Tag, als der Anrufbeantworter eine neue Nachricht signalisierte.

    “15 Minuten Ruhm“: Blogartikel, die für mich bedeutsam waren – Schreiblehrling

    Meine beiden Texte machen anderen Menschen im Zweifelsfall das Leben schwerer, in der besten aller Welten bringen sie einen Erkenntnisgewinn. Aber so lautete nun mal die Aufgabe.

    „Meine 15 Minuten Ruhm“ – Blogartikel und Erlebnisse, die für mich bedeutsam waren | Alltägliches + Ausgedachtes

    Was ich vortrug, weiß ich nicht mehr, jedenfalls fühlte es sich großartig an, auf einer Bühne mit einem Mikrofon einem größeren Publikum selbst verfasste Texte vorzutragen.

    Blogwochen: Meine 15 Minuten Ruhm | Jansens Pott

    Auf meine 15 Minuten Ruhm im Internet, mit meinem Blog, hätte ich sehr gerne verzichtet. Denn der Anlass war alles andere als positiv.

    Blogwochen – Meine 15 Minuten Ruhm – Blogartikel und Erlebnisse, die für mich bedeutsam waren | Das BlaBlog.

    Geschrieben hatte ich ihn mehr für mich selbst, um mich in diesem und zukünftigen Jahren an diese Termine zu erinnern. Interessiert wohl auch andere. 

    Meine 15 Minuten Ruhm – Er­leb­nis­se, die für mich be­deut­sam waren | WuselGewusel

    Es geht um echten und gar auch wütenden Punk und um meinen kleinen, aber feinen Auftritt im Musikvideo der Band Erection.

    Meine 15 Minuten Ruhm – YADL

    Zwei Worte, die mich zum Lächeln bringen: »Großartiger Content 👏«

    3+1 für mich bedeutsame Blog-Artikel

    Einer der wenigen persönlich privaten Artikel, die ich geschrieben habe. Daher war es aufregend, den Artikel zu veröffentlichen.

    Meine 15 Minuten Ruhm | 51 Nord

    Das alles war ganz nett und ist immer wieder für eine Geschichte gut. Aber mehr eben auch nicht.

    Meine 15 Minuten Ruhm, die Blogwochen und unvermeidliche Porngeschichten | Tales from the Mac Hell

    Ich glaube, der Knackpunkt grade bei privaten Blogs ist weniger, dass es zu gelegentlichen 15 Minuten Ruhm kommt, sondern dass unbeabsichtigt Bedeutsames entsteht.

    Das finde ich einen interessanten Punkt. Das wäre schon ein eigenes Thema bei den BlogWochen wert. Aber vielleicht mag dies jemand von euch auch „einfach so“ aufnehmen.


    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

    Fediverse reactions
  • Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben“ der BlogWochen 2025 gesammelt.

    Zusammenfassend kann man sagen, das einige Flickr kaum bis gar nicht nutzten. Einige waren bei spezielleren Fotoplattformen, um sich auch stärker mit anderen über Fotos auszutauschen.

    Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben | Dirks Logbuch

    Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben | Nur ein Blog

    Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben? | -=Blog4u=-

    Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben | C0d1

    Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben | fedispace

    Vor Flickr: Wir wir unsere Bilder geteilt haben | benedikt.io

    Vor Flickr: wie wir unsere Bilder geteilt haben – 51 Nord

    Blogwochen: Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben | Jansens Pott

    Blogwochen – Vor Flickr: Wie wir unsere Bilder geteilt haben | Das BlaBlog.

    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

  • Mein schönstes selbstgemachtes Bild – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Mein schönstes selbstgemachtes Bild“ der BlogWochen 2025 gesammelt.

    Bringe ich ansonsten pro Beitrag ein Zitat daraus erscheint mir das bei Bildern nicht so sinnvoll. Schaut daher selbst und lest die dazugehörenden Geschichten.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass das „schönste“ selbstgemachte Bild nicht immer das eindrucksvollste sein muss. Oft geht es um den Ort, den Zeitpunkt der Entstehung – um das Erlebnis das dahintersteht. Das macht sie zu etwas besonderem. Danke an alle, die diese Erlebnisse geteilt haben.

    Mein schönstes selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | Dirks Logbuch

    Mein schönstes selbst gemachtes Bild | koenig-limburg.de

    Mein schönstes selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | Nur ein Blog

    Mein schönstes selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | Cd01

    Blogwochen – Schönstes selbstgemachtes Bild | YADL

    Mein schönstes selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | fedispace

    Mein schönstes selbstgemachtes Bild – 51 Nord

    Blogwochen: Mein schönstes selbstgemachtes Bild | Jansens Pott

    Blogwochen: Mein schönstes selbstgemachtes Bild | Oliverswelt

    Mein schönstes(?) selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | onli

    Mein schönstes selbstgemachtes Bild – ein Blick zurück | benedikt.io

    Blogparade Mein schönstes selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | Jana Mänz – Naturfotografie mit Seele

    Blogwochen – Mein schönstes selbstgemachtes Bild – Ein Blick zurück | Das BlaBlog.

    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

    Fediverse reactions
  • Haben Blogs Nachwuchs? – ein erster Rückblick (BlogWochen 2025)

    Nachfolgend habe ich die Beiträge zum Thema „Haben Blogs Nachwuchs?“ der BlogWochen 2025 gesammelt. Die Frage war wohl nicht so einfach – denn diesmal haben weniger mitgemacht als sonst. Aber auf die Menge ist es uns bei den BlogWochen noch nie angekommen. Ich freue mich über jeden Beitrag, über neue Blogs zum Kennenlernen und interessante Einsichten.

    Abe jetzt zu den Beiträgen. Neben den Links gibt es jeweils ein Zitat aus dem Artikel. Ganz subjektiv von mir herausgehoben.

    Blogwochen – Haben Blogs Nachwuchs (Wo sind die jugendlichen Blogger*n?) | Das BlaBlog.

    Man sieht den Blogs das Alter der Autor*n kaum an. Jugendlich ist doch relativ.

    Haben Blogs Nachwuchs? | Dirks Logbuch

    Mittlerweile habe ich allerdings das Gefühl, dass die deutschsprachige Bloggerszene oder „Blogosphäre“ eine Rennaissance erlebt. 

    Haben Blogs Nachwuchs? | Nur ein Blog

    Das Fediverse ist vielleicht kein Nachfolger des Bloggens. Aber es verschmilzt damit.

    Haben Blogs Nachwuchs? | 51 Nord

    Wenn man „Nachwuchs“ definiert als Leute, die bisher noch nie oder seit langer Zeit nicht mehr gebloggt haben, so gibt es wohl den ein oder anderen, die seit kurzem (wieder) dabei sind.

    Haben Blogs Nachwuchs? | Timmers Blog

    Als ich mir diese Frage gestellt habe, musste ich mir unweigerlich die Folgefrage stellen: “Bin ich eigentlich noch Nachwuchs?”.

    Haben Blogs Nachwuchs? | benedikt.io

    Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob es nicht bereits Statistiken zu dem Thema gibt. Auch hier die Antwort: Wenig. 

    Ihr könnte natürlich weiter die früheren Themen aufgreifen. Wir sammeln gerne alle Beiträge.

    Wir freuen uns über die Teilnahme jeden Blogs bei den BlogWochen 2025 – zu früheren Themen oder noch kommenden.

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