Schlagwort: Notizbuch

  • Mein Notizbuch #5 – Wie ich meine Notizen organisiere

    Wenn man in seinem Notizbuch Aufgaben, Telefonate, Besprechungen, … notiert stellt sich bald die Frage, wie man das so organisiert, dass man die Übersicht behält.

    Fotos eines Notizbuchausschnitts, Schriftzug "Das neue Notizbuch - Ein Test"

    Hierzu gibt es einige „Systeme“ und Hilfestellungen. Ich habe für mich den Weg gewählt, ein eigenes „System“ zu entwickeln, welches in nunmehr drei Monate im Einsatz habe.

    Nachfolgend daher eine umfangreiche Beschreibung.

    Vorab: Manches habe ich von anderen System übernommen. Manches liegt so auf der Hand, dass ich es für mich „erfunden“ habe und dann anderorts ebenfalls fand. Das System ist natürlich im Fluss. Ich lerne dazu und werde es vielleicht in ein paar Monaten adaptieren. Außerdem fehlt mir da und dort noch etwas. Aber für 95 Prozent der Fälle halte ich es (für mich) für praktikabel.

    Roberts Journal

    Nachfolgend einige Bilder (einfach draufklicken, damit sie größer werden) mit Ausschnitten aus meinem Notizbuch. Diese sind nicht „echt“. Ich kann meine Arbeitsnotizen nicht ins Netz stellen. Daher habe ich die einzelnen Seiten ein wenig nachgestellt. Im echten Notizbuch sind die Seiten voller, aber es soll ja nur mal das System vorgestellt werden.

    Im Gegensatz zu vielen „Papershots“ in Notizbuch Blogs seht ihr hier auch eine Handschrift, die nicht wie gedruckt arbeitet 🙂

    Aber fangen wir mal an.

    Das Grundsystem

    Ich werde manches nochmals erwähnen. Das Grundsystem besteht aus regelmäßigen Todo-Listen (Woche, Monat). Aufgaben, Besprechungen, Telefonate,… werden speziell mit einem ganz einfachen Symbol versehen bzw. auch kombiniert. Damit muss ich mir nicht viel merken um alles trotzdem so „auszuzeichnen“, dass ich den Überblick auch noch nach Wochen bewahre.

    Das Inhaltsverzeichnis

    Ich verwende Notizbücher mit vorgegebenen Seitenzahlen. Natürlich kann man dies auch händisch nachtragen. Man muss ja nicht auf einmal das ganze Notizbuch durchnummerieren, es reichen immer 10 Seiten im voraus.

    Bild 1

    Zu „Bild 1“. Dies ist ein Inhaltsverzeichnis (auch das bieten manche Notizbücher). Hier hinein kommen die Jahresaufgaben („Themen“), die Todo-Liste für die jeweilige Woche und das Monat (dazu später). Das kann man machen, muss man aber nicht.

    In das Inhaltsverzeichnis kommen Seiten, in denen ich etwas notiere, das ich auch später oder immer wieder auffinden möchte. Auf S. 11 meines Notizbuchs habe ich mit Ideen zu Blogartikeln begonnen. Dafür habe ich 2 Seiten reserviert. Diese Notiz möchte ich wiederfinden, da ich im Laufe des Jahres immer wieder etwas eintragen werde bzw. so manche Artikelideen auch wiederfinden und realisieren möchte.

    Am Schluss jedes Eintrags im Inhaltsverzeichnis kommt noch das Datum an dem ich mit diesem Eintrag begonnen habe.

    Eine Seite nach der anderen

    Anmerkung: Das ist ein Grundprinzip meiner Notizbuchführung. Einer Seite folgt der nächsten. Manche unterteilen ihr Notizbuch in mehrere Bereiche um dort etwas spezielles zu notieren.

    Sammlungen von Ideen, etc. beginne ich aber immer auf einer linken Seite und reserviere im Normalfall auch die rechte Seite dafür. Da lässt sich auch einfacher zwischen den beiden Seiten querverweisen, Pfeile ziehen etc.

    Nach diesen zwei Seiten geht es weiter mit anderen Notizen.

    Todo Woche

    Bild 2

    Zu „Bild 2“. Zu Wochenbeginn beginne ich auf einer linken Notizbuchseite eine „Todo Woche“. Hier trage ich alle Aufgaben ein, die mir gleich mal einfallen.

    Eine einfache Aufgabe bekommt einen großen Kreis zu Anfangs (siehe 2.1). Beinhaltet die Aufgabe eine Mail zu schreiben, dann kommt in den Kreis ein „M“ (siehe 2.2). Muss ich eine Besprechung planen oder anberaumen kommt ein „B“ (siehe 2.3) rein.

    Während der Woche trage ich hier hin und wieder Aufgaben ein – sofern sie nicht beim jeweiligen Tageseintrag notiert werden.

    Es reicht mir, so täglich in die Liste zu schauen, Aufgaben umzusetzen und wenn sie erledigt sind zu streichen (siehe 2.5) – dabei kommt ein Kreuz in den Kreis.

    Zu Beginn einer neuen Woche lege ich eine neue Todo Liste an. Nicht erledigte Aufgaben übertrage ich in die neue Liste. In der vorherigen Liste wird die jeweilige Aufgabe nur einmal „durchgestrichen“ (siehe 2.4). Damit ist klar, dass sie übertragen wurde – quasi eine doppelte Absicherung, dass ich beim übertragen nichts übersehe.

    Gleichzeitig gehe ich dabei die Notizen der letzten Woche – also alles zwischen neuer und alter „Todo Woche“-Seite – durch und schaue nach ob es noch Kreise ohne Querstriche gibt. Diese – noch nicht erledigten – Aufgaben trage ich ebenfalls in die neue „Todo Woche“ ein.

    Man könnte jetzt vortrefflich diskutieren, ob dies nicht viel Aufwand ist. Ich sehe das für mich nicht so. So reflektiere ich einmal pro Woche noch die übrig gebliebenen Aufgaben, kann sie vielleicht noch ändern oder in mehrere Aufgaben teilen oder nach einer Woche sogar streichen, weil sie doch nicht mehr notwendig sind.

    Die täglichen Notizen

    Bild 3

    Zu „Bild 3“. So sieht eine Seite mit meinen täglichen Notizen aus. Mein Notizbuch ist dabei ein „Superbuch“. Hier kommt alles rein, was mir einfällt und ich mir irgendwie merken will.

    Ganz oben findet sich (zumindest auf der linken Seite einer Doppelseite) jeweils das Datum. Das hilft beim schnellen durchblättern um zu diversen Einträgen zu gelangen. Den Wochentag abgekürzt einzutragen hat mir schon öfters bei der schnellen Orientierung geholfen.

    Links auf jeder Seite halte ich quasi ein imaginäre Spalte frei. Hier kommen bestimmte Markierungen hin, wie z.B.

    Das „B“ mit „Ecke“ (siehe 3.1). Hiermit leite ich Notizen zu Besprechungen ein. Drunter kommt noch (siehe 3.2) die Uhrzeit. Das Thema (siehe 3.3) wird unterstrichen (hilft auch beim wiederfinden), danach folgen die TeilnehmerInnen (siehe 3.4). Soweit sinnig wird dann die Mitschrift der Besprechung noch mittels Listenzeichen wie Punkt und Strich strukturiert.

    Stellt sich heraus, dass einer der Punkte in der Besprechung auch eine Aufgabe ist, dann kommt einfach links der schon bekannte Aufgabenkreis hin (siehe 3.5) – so brauche ich nirgends hinblättern. Ob ich die Aufgabe danach in die „Todo Woche“ übertrage entscheide ich erst nach der Besprechung.

    Bei manchen Besprechungen fällt mir auf einmal mittendrin eine ganz andere Aufgabe ein, die nichts mit der Besprechung zu tun hat. Dann wird diese ganz normal notiert, der Text dazu wird aber in eckige Klammer gesetzt (siehe 3.6). Wer mag, kann die Aufgabe später dort einmal durchstreichen und später nochmals eintragen (also übertragen).

    Und nach dieser Aufgabe fahre ich mit den Notizen für die Besprechung fort (siehe 3.7).

    Ist eine Notiz beendet kommt vom ganz linken Rand aus ein Trennungsstrich – er sollte solange sein, dass er auffällt und klar ist, dass somit die Besprechung (das Telefonat, eine Ideenliste,…) zu Ende ist.

    Gleiches gilt für Telefonate die ich führe (siehe 3.8). Nur wird als Buchstabe das „T“ verwendet. Ansonsten folgt Uhrzeit (siehe 3.9) und natürlich die Notiz (siehe 3.10) und eine eventuell besprochene Aufgabe (siehe 3.11). Nach dem Telefonat der Trennungsstrich (siehe 3.12).

    Und natürlich hat jede Seite eine Seitenzahl (siehe 3.13).

    Die täglichen Aufgaben

    Bild 4

    Zu „Bild 4“. Natürlich fallen mir während des Tages auch mal Aufgaben ein. Hier kommt wieder der Kreis mit seinen Buchstaben zum Einsatz. Eine Mail schreiben an (siehe 4.1). Mit „T“ die Aufgabe jemanden anzurufen (siehe 4.2). Ganz wichtige Aufgabe kriegen noch ein „Rufzeichen“ dazu.

    In so einen Aufgabenkreis kann auch ein „B“ wie „Besprechung“ (siehe 4.3) plus zusätzliche Notizen. Hier plane ich eine Besprechung. Gleiches gilt auch für „V“ wie „Veranstaltung“ (siehe 4.4). Wenn diese dann stattfindet gibt es eine Mitschrift (siehe 4.5) und obige Aufgabe wird durchgestrichen.

    Verweise

    Bild 5

    Zu „Bild 5“. Im Bild 4 habe ich eine Besprechung geplant. Auf dieser Seite folgt das Protokoll. Mit einer Zahl in einem eckigen Kasten (siehe 5.1) verweise ich auf diese Seite 4 auf der ich die Veranstaltung geplant habe.

    Dieser eckige Kaste kommt immer bei Verweisen auf eine Seite oder ein Datum. So kann ich Notizen auf anderen Seiten weiterführen bzw. auf ältere Notizen verweisen.

    Die kleine Tabelle (siehe 5.2) ist nur der Hinweis, dass es nicht nur klassische Notizen gibt. Man kann auch Tabellen, Mindmaps, Zeichnungen oder was einem immer hilft verwenden. Denn es gilt: „Mein Notizbuch ist mein Notizbuch“. Was immer einem hilft, man kann es in seinem Notizbuch tun.

    Mindmap „Mein System“

    Bild 6

    Zu „Bild 6“. Mindmaps funktionieren meiner Erfahrung nach auch ganz gut. Eh klar: Je größer das Notizbuch umso mehr Platz.

    Auf dieser Mindmap seht ihr in einer Übersicht aller Symbole etc. die ich in meinem Notizensystem verwende – und sie wurde auf zwei Seiten in einem A6 großen Notizbuch eingetragen.

    Aufgabenlisten

    Bild 7

    Zu „Bild 7“. Insgesamt verwende ich drei Aufgabenlisten zur selben Zeit. Um diese im Notizbuch noch schneller zu finden, habe ich sie mit farbigen Markierungsetiketten versehen.

    Die „Todo Woche“ ist rot (siehe 7.1) – da am eiligsten.

    Dann gibt es noch eine Todo Monat (siehe 7.2) in gelber Farbe. Diese funktioniert nach demselben Prinzip wie die Wochenaufgaben. Nur trage ich hier die Aufgaben ein, die erst in ein paar Wochen erledigt sein müssen/sollten. Diese Liste gehe ich ebenfalls am Ende eines Monats durch und übertrage die übrig gebliebenen Aufgaben in eine neue Monatsaufgabenliste.

    Eine dritte Liste nennt sich bei mir „Themen“ (siehe 7.3) in grün. Hier kommt rein, was mir an Aufgaben einfällt, die noch kein konkretes Datum hat oder irgendwann einmal erledigt werden könnte. Ebenso finden sich hier Ideen, die ich nicht in einer speziellen Liste (siehe Inhaltsverzeichnis, Bild 1) sammle. Das mit der dritten Liste ist noch nicht perfekt, aber vielleicht fällt mir dazu noch etwas ein.

    Bild 8

    Zu „Bild 8“. Das ist nur ein kleiner Tipp. Die Haftetikette auf der rechten Seite anbringen. Dann kann man den rausragenden Teil mit dem Daumen der rechten Hand antippen und mit der anderen Hand die Seite zielgenau aufschlagen – ohne, dass man die Etikette dauernd runterlöst.

    Das System funktioniert?

    Ja, seit fast vier Monaten in der rauhen Wirklichkeit meiner Arbeitswelt. Es klingt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig kompliziert, aber schlußendlich musste ich mir nur ein paar Grundregeln merken, die ich locker im Arbeitsalltag anwenden kann. Was ich mir anfangs ganz bewußt einüben musste, dass ich die Symbole etc. auch wirklich einsetze. Nach ein paar Tagen ging das schon automatisch.

    Was es braucht ist das konsequente Eintragen. Wenn mir eine Aufgabe einfällt oder ein wichtiger Gedanke kommt – sofort eintragen. Ob dann zum Beispiel die Aufgabe noch in eine Wochen- oder Monatsliste kommt, kann ich später auch noch entscheiden.

    Was mir auffällt ist, dass ich das Notizbuch regelmäßig durchgehe und mir so Aufgaben etc. auch mehr im Gedächtnis bleiben. Und was nicht bleibt, das ist notiert.

    Alles fließt

    Schlußendlich experimentiere ich mit diesem System noch. Da und dort lässt sich sicherlich etwas verbessern oder vereinfachen.

    Es würde mich freuen, wenn euch etwas dazu einfällt. Grenzgenial wäre es wenn jemand das System ausprobiert und mir seine Erfahrungen mitteilt. Fragen sind natürlich ebenfalls Willkommen. Und wenn ich hier etwas einfacher oder klarer beschreiben kann, dann lasst mich das bitte auch wissen. Danke!

    Und nun lasst uns fleissig notieren.

    Frühere Artikel

  • Mein Notizbuch #4 – Susanne macht Sachen und der Robert auch ein wenig

    Susanne macht Sachen

    Susanne Mandl werden manche LanzeitleserInnen vielleicht kennen. Sie ist die quasi die Patin des S9y InfoCamp Podcast. Ich war auch immer wieder beim früheren #macpcnux Podcast zu Gast.

    Fotos eines Notizbuchausschnitts, Schriftzug "Das neue Notizbuch - Ein Test"

    Susanne hat nach einer „Babypause“ ihren Podcast Susanne macht Sachen neu gestartet. Wöchentlich geht es dabei (in kurzen Folgen) um DiY, Podcasts, Handarbeiten, Kinderschminken, Steine bemalen und vieles mehr.

    In der Episode 3 ist Susanne nun auf der Suche nach dem perfekten Kalender. Es freut mich, dass sie dabei meine kleine „Mein Notizbuch“ Serie erwähnt. Susanne erzählt in dieser Episode insbesondere welche System sie selbst verwendet(e) und was sie so alles rundherum selbst gestaltet.

    Passend dazu hat sie ein Kalenderblatt selbst gestaltet, dass sie allen interessierten zur Verfügung stellt – sowie eine Anleitung für ein selbst gemachtes Kalenderheft.

    Susanne kündigt noch weitere Ausgaben rund um Notizbücher an. Ich bin gespannt.

    … und der Robert auch ein wenig

    Wer nach kreativen Ideen rund um Notizen und Notizbücher fündig werden will, für den ist „Pinterest“ eine gute Quelle.

    Ich habe daher das kleine Experiment gestartet und nutze nun Pinterest selbst um Fotos, Grafiken und Links rund um Notizbücher zu sammeln. Das Album ist für alle einsichtig: Das Notizbuch Projekt.

    Was bisher geschah

    In dieser Serie erschienen bisher

    Weitere Artikel folgen 🙂

  • Mein Notizbuch #3 – Notizbuch-Systeme

    Wer ein Notizbuch führen möchte steht natürlich als erstes vor den Fragen, welches System und welchen Anbieter man wählen sollte.

    Fotos eines Notizbuchausschnitts, Schriftzug "Das neue Notizbuch - Ein Test"

    Ich will jetzt gar nicht beginnen alle Notizbuchanbieter aufzuzählen, das kann man sich ganz gut in der Seitenleiste des Notizbuchblogs durchklicken.

    Nachfolgend möchte ich die unterschiedlichen Ansätze, die es so gibt ein wenig durchgehen. Wenn ich dabei hin und wieder Hersteller nenne, dann ist das keine Werbung – ich habe vieles davon noch nie getestet. Es soll euch nur helfen, das geschriebene nachzuvollziehen, da Bilder (auf den Herstellerseiten) wohl mehr helfen als manche Erklärungen.

    Das klassische Notizbuch

    Auch beim klassischen Notizbuch muss man sich zwischen vielen Herstellern und auch Varianten unterscheiden. Einige Fragen, die man sich dabei stellen kann:

    Welche Farbe und welches Material soll der Einband haben (Karton, Leder,…). Viele Hersteller machen aus dem Einband wahre Kunstwerke. Einige Einbände lassen sich auch beschriften. Hilfreich, wenn man mehrere Notizbücher führt oder sie archivieren möchte. Manche Hersteller bieten Aufkleber für die Archivierung an.

    Wie sollen die Blätter zusammengehalten werden: Heftung oder Klebung. Hier gibt es ebenso eine Vielzahl von Qualitäten. Wichtig ist vielleicht die Frage, wie gut sich die einzelnen Seiten aufschlagen lassen – kann ich somit ein aufgeschlagenes A5 Notizbuch als ganze A4 Seite nutzen oder wölbt sich der innere Rand doch zu sehr.

    Einige Notizbücher haben alle Seiten oder ein paar am Schluss perforiert, sodass man diese leicht heraustrennen kann. Praktisch, wenn man eine Notiz weitergeben möchte.

    Natürlich ist auch die Qualität des Papiers eine Frage. Scheint jeder Strich auf die andere Seite des Blattes durch und verwischt die Tinte meiner Füllfeder?

    Auch kann das Papier unterschiedliche Farben haben: z.B. Weiß, Creme oder eher gräulich.

    Neben der Farbe kann das Papier, die einzelne Seite, unterschiedlich bedruckt sein. Mag ich dabei lieber ganz leere Seiten, kleine Punkte oder kariertes oder liniertes Papier. Ebenso finden sich Notizbücher, die jeder Seite durchnummerieren – praktisch, um Verweise auf andere Seiten zu notieren. Dies unterstützen Notizbücher, die ein eigenes Inhaltsverzeichnis anbieten.

    Darüberhinaus gibt es noch eine Vielzahl von Vordrucken, wie Datumsfelder, oder ganz spezielle Bücher, die ihre eigenen Notiz- und Todo-Systeme umsetzen (aber dazu ein andermal)

    Ein Notizbuch soll auch beim Transport geschlossen bleiben. Da hilft ein einfaches Gummiband, ein Schloss oder andere Mechanismen.

    Für Visitenkarten, Post-its oder ähnliches haben manche Notizbücher eigene Falttaschen in den Einbänden.

    Will man den Ort der aktuellen Notiz markieren hilft ein Lesezeichen(band). Manche Notizbücher bieten auch zwei.

    Schlussendlich darf man sich noch überlegen, ob A4, A5, A6 oder eine ganz andere Größe am praktikabelsten für einen ist.

    Ach ja, der Stift will auch noch verstaut sein. Hier bieten einige Hersteller eine integrierte Schlaufe oder andere wie der Pen Loops einen zum „nachrüsten“ durch einkleben. Damit ist dieser auch für andere Notizbücher gut verwendbar. Oder man bastelt sich selbst einen Notizbuch Hack für Stifte.

    Selbst zusammenstellen

    Klassische Notizbücher haben einen Nachteil. Man kann Blätter nicht einfach so entnehmen und an anderer Stelle einfügen. Man kann nicht karierte Seiten und linierte mischen.

    An diesem Problem haben einige Hersteller gearbeitet. Nachfolgendes als Beispiel für die Möglichkeiten.

    X17 ist quasi ein Einband mit einigen „Gummiringen“ In diese lassen sich dann einzelne Hefte (oder ähnliches) einhängen. So kann man damit z.B. ein Heft für Arbeits- und das andere für private Notizen führen. Wenn eines voll, lässt sich einfach dieses Heft im Notizbuch austauschen. Oder man trennt Besprechungsnotizen und Mindmaps und ToDos.

    Eine Weiterentwicklung aus dem gleichen Hause ist X47 das mit Federschienen arbeitet.

    Ein wenig ähnlich – nämlich mit Klammern – arbeitet Roterfaden Taschenbegleiter.

    Mit dem Midori Traveler Notebook kommen eine Vielzahl von Einlagen, die man selbständig im Notizbuch kombinieren kann.

    Moduletto – ein Produkt aus Österreich – geht einen etwas anderen Weg. Es gibt zwar auch ein Gummiband, aber hier werden speziell geformte Blätter zwischen zwei Karton-Einbände (Vorder- und Rückseite) eingespannt. Während man bei X17 mit etwas Improvisation noch andere Hefte etc. einhängen kann ist das wohl bei Moduletto nicht möglich. Aber das System klingt trotzdem interessant und ich werde es mir in Bälde ansehen bzw. das Geschäft in Wien bald besuchen gehen.

    Den wohl schrägsten Ansatz habe ich bei Rekonect entdeckt, dass gerade bei Kickstarter läuft und schon jetzt ausfinanziert ist. Hier werden die einzelnen Seiten mittels Magneten an ihrer Stelle gehalten. Es ist wohl das System (zumindest wirkt es auf dem Video so) bei dem man am einfachsten Seiten austauschen kann.

    Vom Papier ins Digitale

    Manch eineR notiert auf Papier, will aber die Notizen dann doch gerne digital speichern.

    Wer es einfach machen will, für den gibt es eine Vielzahl an Apps fürs Smartphone, dass Notizbuchseiten (und vieles andere) in guter Qualität scannt, ordnet und als JPG oder PDF nach iCloud, Evernote, Dropbox und Co speichert.

    Einige Notizbuch Produzenten versuchen auf den Zug aufzuspringen und bieten spezielle Editionen ihrer Notizbücher an.

    Die einzelnen Seiten Evernote Notebooks by Moleskine werden von der Evernote Smartphone App speziell erkannt und (trotz karierter Seiten) reinweiß abgespeichert. Wer mag kann noch kleine Sticker auf die einzelnen Seiten kleben. Je nach Sticker werden die Seiten in unterschiedlichen Notizbüchern in Evernote abgelegt.

    Ähnliches bietet Leuchtturm1917 mit Whitelines an – spezielle Notizbücher und eine App, die das digitalisieren vereinfachen soll.

    Moleskine hat ein Livescribe Notebook im Angebot, dass insbesondere mit dem Livescribe 3 Smartpen zusammenarbeitet.

    Selbst basteln

    Und dann habe ich noch hunderte Seiten „gefunden“, die zeigen, wie man sich Notizbücher (oder ähnliches) selbst basteln kann.

    Viel zu viele um sie alle aufzuführen. Wer erste Anregungen sucht probiert doch z.B. den Suchbegriff „Notebook DIY! auf Pinterest.

    Für ein ganz ganz winziges Notizbuch aus einem A4 Blatt (du brauchst nur eine Schere) gibt es die eine Anleitung How to maximize your used paper.

    Neben der geheimen belgischen Bindung finden sich zig Anleitungen im Netz wie man ein Notizbuch binden kann.

    Nicht ganz ein Notizbuch

    Und wenn man so sucht findet man viele andere Ansätze Papier zu einem Notiz-System zu verbinden.

    X17 bietet mit Mind-Papiers eine Hülle plus Haltung für Karteikarten.

    Leider ist mir der Link „entglitten“. Auch ein Clipboard/Klemmbrett kann sehr interessant gestaltet werden. So habe ich eine Variante gesehen, die Zettel und Postits miteinander kombinierte. Wenn ich sie wieder finde, dann gibt es einen Artikel dazu.

    Rückblick und Vorschau

    Habt ihr noch weitere Hinweise auf Notizbuch-Systeme? Bitte nur her damit.

    Als nächstes folgen von mir Artikel über meine Fundstücke, wie man Notizbücher organisieren kann. Außerdem möchte ich euch die Version 0.9 meines eigenen Systems vorstellen.

    Bisher erschien in meinem Blog dazu:

  • Mein Notizbuch #2 – Erste Erkenntnisse

    Fotos eines Notizbuchausschnitts, Schriftzug "Das neue Notizbuch - Ein Test"

    Nach rund einem Monat, in dem ich mich intensiver mit Notizbüchern beschäftige habe ich ein paar Erkenntnisse, die gerne mit euch teilen möchte.

    Nix ist fix lautet die Devise. Manches von dem kann/wird sich im Laufe der Zeit noch ändern. Vielleicht habt ihr auch nach Anmerkungen, die mir bzw. uns allen weiter helfen.

    Aber nun zu meinen ersten Erkenntnissen.

    (M)ein Notizbuch ist (M)EIN Notizbuch

    Klar, könnte man sagen, das ist selbstverständlich. Aber ich muss mich erst daran gewöhnen, dass meine Notizen nicht dafür gedacht sind, dass sie jemals jemand anderer liest.

    Sie müssen nicht schön geschrieben sein, ich muss sie nur lesen können. Ich kann quer schreiben, ich kann zeichnen, ich kann Querverweise machen. All das was im Auge des Puristen nach „Schmiererei“ aussieht kann ich in meinem Notizbuch machen, wenn es mir hilft.

    Verschwende Papier

    Ich bin es gewohnt, Notiz an Notiz zu reihen, nur keinen Platz zu verschwenden. Aber oft ist es besser Platz zu lassen. Die eine oder andere Anmerkung will dann noch später Platz finden. Da soll noch eine Zeichnung rein.

    Es wird einfach (für mich) übersichtlicher, wenn jeder Tag auf der linken Seite oben beginnt. Dann braucht es wieder eine Doppelseite (auch wenn vorher rechts eine leere Seite war) für eine kleine Mindmap.

    Mehr Grafiken, mehr Tabellen

    Ein Notizbuch muss nicht nur eine Abfolge von Textzeilen sein. Es bietet viele, sehr viele andere Möglichkeiten, die man sich langsam erarbeiten kann.

    Statt einem Text eine Grafik, die viel mehr aussagt.

    Einfach eine kleine Tabelle skizzieren, die mehr Übersicht bringt.

    Eine Mindmap zeichnen, die hilft Gedanken und Ideen zu ordnen.

    Das beste System ist dein System

    Es gibt alle möglichen Systeme wie man To-Dos, Notizen, etc. organisieren kann.

    Diese kann man 1:1 übernehmen oder sein eigenes System daraus erschaffen. Das wichtigste ist – so erfahre ich es derzeit im täglichen einüben und probieren – dass man es eben übt.

    Es muss einem leicht von der Hand gehen. Mitten im Alltags“stress“, mitten in einer Sitzung oder bei einem Telefonat muss man wissen, welche Symbole, welche Ordnung oder was auch immer man verwendet und wie man es einsetzt.

    Ich erarbeite mir gerade mein eigenes System und lerne in dessen Anwendung laufend dazu, revidiere manches und probiere neues aus. Sobald ich mir ein wenig sicherer bin, werde ich ebenfalls darüber bloggen.

    Ein gutes Papier braucht einen guten Stift

    Ich wechsle gerade von Kugelschreiber zu anderen Schreibstiften. Schreibt der Stift immer – auch wenn ein wenig „Köperschweiß“ am Papier? Ist die Strichstärke geeignet auch kleinere Schrift zu nutzen?

    Der Stift ist das wichtigste Werkzeug im Notizbuch. Man verwendet ja auch nicht jede Billigtastatur am PC.

    Alles muß rein – und auch nicht

    Ich möchte mein Notizbuch in Richtung „Superbuch“ entwickeln. Wenn mir eine Aufgabe oder Idee einfällt, dann soll sie auch gleich ins Notizbuch, damit sie nicht verloren geht. Auch das braucht Übung. Es ist wieder diese Hemmnis, dass eventuell unfertiges doch nicht so zu Papier gebracht werden kann.

    Andererseits habe ich schon jetzt eine alte Regel ausgegraben und versuche sie ebenso einzuüben: Was du innerhalb von zwei Minuten erledigen kannst, erledige gleich. Irgendwann ist das notieren fast genauso aufwendig als es in das Notizbuch einzutragen. Auch das hat seine Grenzen. 30 kurze Ideen/Aufgaben brauchen dann doch wieder eine Stunde um sie abzuarbeiten…

    Was offen bleibt

    • Wie kann ich einzelne Ideen so notieren, dass ich sie wieder finde?
    • Für Aufgaben, die mir mitten in einer Besprechung einfallen, aber mit dieser nichts zu tun haben: Wie notiere ich diese am sinnigsten?
    • Wird meine Handschrift besser, wenn ich länger mit einem Notizbuch arbeite (die Notizbuch-BloggerInnen haben ja schon fast Druckschrift in ihren Notizbuchaufnahmen)?
    • Soll ich „radikaler“ sein und die linke Seiten für Notizen und die rechte Seite jeweils für Ideen, Aufgaben, etc. offen halten?
    • Wohin kommen Aufgaben, die langfristig angelegt sind?

    Weiter schreiben

    Diese Blognotizen werden weiter geführt. Ich habe schon zwei weitere Artikel in Vorbereitung.

    Noch dazu habe ich den Eindruck, dass mich meine Beschäftigung mit Notizen und Notizbüchern mich Fragen der Selbstorganisation näher bringt. Und das ist ein weiteres spannendes Thema.

    Bisher in meinem Blog erschienen dazu:

  • Mein Notizbuch #1 – Warum noch Papier


    In letzter Zeit habe ich mich etwas näher mit dem Thema „Notizbücher“ beschäftigt. Ja, diese aus Papier. Ja, ich 🙂

    Fotos eines Notizbuchausschnitts, Schriftzug "Das neue Notizbuch - Ein Test"

    Ich bin für mein Alter wohl recht digital. Ich nutze Dropbox und Evernote gerne. Das funktioniert aber nur dort, wo ich meine Daten im Netz verwalten kann. Sprich, ich kann am iPad schreiben, am Mac weiter bearbeiten und am iPhone suchen und lesen. Oder ich notiere am iPhone und …

    Aber das geht nicht immer, nicht mit allen Daten.

    Da schreibe ich Zettel voll, Post-its, mal in einen Notizblock oder skizziere auf A4 Blättern Ideen, male kleine Mindmaps etc. Und dann finde ich den einen Zettel nicht, ist alles irgendwo abgelegt.

    Die Reaktivierung des Papiers

    Langsam reifte in mir die Idee wieder mein Notizbuch heraus zu holen und zu aktivieren. Eine erste Googlesuche fand das Superbuch. Mir gefiel die Idee alles an einem Platz abzulegen – Aufgaben, Ideen, Zeichnungen, Notizen, Mitschriften,….

    Ich las jetzt weiter. Z.B. 89 Tipps für Moleskine Notizbücher oder über Organisationsideen wie das Bullet Journal. Nicht vorüber gehen kann man natürlich am Notizbuchblog.de – hier habe ich mir sogar das eBook „25 Notizbuchregeln“ gegönnt – wenn schon, denn schon.

    Was soll in mein Notizbuch?

    Nun, die Antwort ist leicht und schwierig. Leicht, weil:

    • Besprechungsnotizen
    • Mitschriften bei Veranstaltungen
    • Ideen
    • Aufgaben
    • Kleine Mindmaps
    • Skizzen

    Schwierig (zumindest jetzt), weil ich wahrscheinlich erst im ausprobieren rausfinden werde, was für mich geht und was nicht.

    Es ist mein Notizbuch

    Das soll heißen: Über Regeln zu lesen ist das eine, sie anzuwenden das andere. Ich bin gerade dabei mein eigenes System zu entwickeln und werde sehen, wie ich damit umgehen kann. Sobald ich ein wenig Übung und Erfahrung habe werde ich euch gerne davon erzählen.

    Und was ich jetzt schon lernen muss. Es ist mein Buch. Ich darf entscheiden, wie ich darin arbeite, was und wie ich darin schreibe. Es muss keinen Schönheits- oder Literaturwettbewerb gewinnen. Ich darf quer schreiben, Verbindungslinien ziehen, … All das, was ich brauche um kreativ zu arbeiten oder plakativ zu dokumentieren.

    Gleichzeitig muss ich aber darauf achten, dass es übersichtlich bleibt. Auch hier braucht es vielleicht ein paar eigene „Regeln“.

    Mein Ziel

    Ich möchte ein wenig effizienter in meiner Aufgabenverwaltung werden. Und ich möchte keine Ideen, Gedanken, … verlieren. Ob ich sie auch wiederfinde, das ist eine andere – aber wichtige – Frage.

    Also. Folgt mir in meinem Experiment. Schreibt mir, ob ihr Notizbücher verwendet – und warum bzw. warum nicht. Und was sind eure Methoden und Tipps?