Schlagwort: Keepass

  • Bernd wechselt von 1Password zu Strongbox

    Vor über einem Jahr bin ich von 1Password zu Strongbox (für Mac und iOS/iPadOS) gewechselt.

    Bernd hat das jetzt auch getan und ein paar Lektionen gelernt. Wer also umsteigen möchte, der:die lese auch dort nach.

    Ansonsten bin ich mit Strongbox sehr zufrieden. Der Umstieg auf das dahinterliegende Keepass-Datenformat hat es mir jetzt auch erleichtert, die gleichen Passwort-Daten unter Linux zu nutzen.

  • KeepassX eingestellt, Strongbox fokussiert auf MacOS

    Im einen Teil der Netzwelt hat die Meldung für Aufregung gesorgt, dass der Passwort Manager KeepassX eingestellt wurde. Das war aber anscheinend schon seit einiger Zeit zu erwarten, da die letzte Version von 2016 stammte.

    Die Entwickler:innen von KeepassX verweisen daher auch auf Weiterentwicklung KeepassXC, die für Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht.

    Die App Keepass ist das eine, dass Keepass-Datenformat das andere. Und mit diesem können eine Vielzahl von Apps umgehen. Das heißt, dass zum Beispiel KeepassX Nutzer:innen ganz einfach auf KeepassXC wechseln können.

    Ich selbst verwende seit dem Wechsel auf das Keepass-Format die Mac und iPhone/iPad Apps von Strongbox. Siehe auch

    Daher hat mich auch der letzte Newsletter von Ende November 2021 erfreut. Die Macher schreiben unter anderem

    Wir wissen, dass wir viel zu tun haben, wenn es darum geht, unsere macOS-Benutzeroberfläche auf den neuesten Punkt zu bringen, den wir auf iOS haben. Die aktuelle macOS-App sieht ein wenig veraltet aus und hat ihre Eigenheiten. Ein bisschen wie wir selbst. In den nächsten Monaten investieren wir also Ressourcen, um die Dinge für Sie wirklich zu verbessern.

    Text aus dem englischen übersetzt

    Also kein Grund meinen Wechsel von 1Password zu bedauern.

  • Strongbox #4: 1Password Import ist da

    Kaum blogge ich darüber ist sie da und viel schneller als erwartet, die neue Importfunktion des Passwortmanagers Strongbox.

    Konkret lassen sich nun Einträge aus 1Password in die Strongbox und damit in das „freie“ Keepass Format übertragen. Siehe die Ankündigung bei Strongbox.

    Auch wenn ich schon migriert bin musste ich es ausprobieren – siehe dazu auch die englischsprachige Anleitung.

    Es geht wirklich einfach.

    Auch wenn die 1Password Einträge in der Cloud sind lassen sie sich als „PIF“ Datei exportieren. Dann den Import in Strongbox starten. Dieses möchte noch ein gutes Passwort für die neue Datei und in Sekunden waren meine 1.600 Einträge in der Strongbox App.

    Die Ordnerstruktur bleibt erhalten, Icons für die Ordner sind auch vorhanden. Jedes Datenfeld, dass das Keepass Format nicht kennt ist als benutzerdefiniertes Feld angelegt. Auf den ersten Blick einwandfrei. Laut Strongbox lassen sich aber keine Dateien/Attachments mit übertragen. Das heißt, wer PDFs, Bilder, etc. in Passwort gespeichert hat, muss diese per Hand kopieren.

    Wer die Strongbox und die Importfunktion mal ausprobieren möchte, einfach im Mac App Store herunterladen. Strongbox bietet die Pro Features für 90 Tage kostenlos an. Erst danach muss man überlegen, ob man rund 22 Dollar dafür löhnen möchte. Der Zeitraum sollte lang genug sein um sich zu entscheiden. Und für eine App, die meine sensibelsten Daten verwaltet, zahle ich den Betrag gerne. Noch dazu, wenn ich damit sicherstelle, dass es regelmäßig Updates gibt.

  • Strongbox #3 E-Mail Adressen und 1Password Import

    Über den Passwortmanager Strongbox habe ich schon ein wenig geschrieben:

    Jetzt fiel mir auf, dass das Datenbank-Format Keepass (das auch Strongbox verwendet) als Standard auch ein Feld für E-Mails anbietet. Dieses sehe ich zwar in der Strongbox iOS/iPadOS App jedoch nicht in Strongbox am Mac. Naja, ich sehe es schon, aber ein wenig anders …

    Eine Mail an den den Strongboxentwickler brachte Licht in die Sache. Die Grafische Oberfläche der MacOS Version von Strongbox hinkt noch ein wenig nach. E-Mails im Standardfeld werden am Mac als benutzerdefiniertes Feld mit dem Namen „Email“ angezeigt. Wenn ich ein solches am Mac anlege, dann sehe ich am iPhone die Mailadresse im Standardfeld.

    Laut Marc wird das bald geändert, da in den nächsten Monaten eine größere Überarbeitung der Mac App ansteht. Was aber in Kürze folgt ist eine Importfunktion von 1Password. Für mich kommt das zu spät, da ich schon auf Keepass/Strongbox migriert habe. Wie ich mitbekomme, überlegen aber einige zu anderen Passwort Managern zu wechseln. Und da ist ein solches Feature natürlich ein Grund mehr, der für Strongbox spricht.

    Ich bin gespannt, wie gut es umgesetzt ist und ob ich nur lokale Dateien importieren kann oder ob auch Daten aus der 1Password „Wolke“ herausholbar sind.

  • Strongbox #2

    Vor ein paar Tagen habe ich begonnen mich mit dem Passwort Manager Strongbox zu beschäftigen.

    Bisher gefällt er mir recht gut und ich glaube, ich werden nicht mehr zu 1Password zurückkehren. Ein paar Dinge habe ich schon über Strongbox geschrieben. Nachfolgend ein paar Erkenntnisse der letzten Tage

    In der Mac App lassen sich mehrere Datenbanken gleichzeitig offen halten. So kann ich ganz einfach einen (oder gleich mehrere) Einträge kopieren.

    Bis zu 100 Backups pro Datenbank sind einstellbar. Diese werden automatisch erstellt. Damit kann man sehr rasch zu einem früheren Bearbeitungszeitpunkt zurückkehren. Jedes Backup ist auch als .kbdx Datei abspeicherbar. Das heißt, als Keepass Datei, die in einer Vielzahl von Apps geöffnet werden kann. Wo die Mac App die Updates ablegt muss ich aber erst herausfinden.

    Ein paar Funktionen, die mir beim aufräumen geholfen haben:

    • Strongbox zeigt bei jedem Eintrag an, ob das Passwort zu schwach ist oder ob es schon ein weiteres mal verwendet wurde.
    • Wenn man mag, kann Strongbox jeden Eintrag bei „have i been pwned“ abfragen. Damit kann man herausfinden, ob die eigene Mailadresse etc. in einer gehackten Datenbank auftaucht.
    • Nicht mehr existente Websites kann man indirekt entdecken, in dem Strongbox bei allen Einträgen (die mit einer URL hinterlegt sind) nach einem FavIcon im Web zu suchen. Wird keines gefunden ist das schon mal ein guter Hinweis.

    Jedes dieser Feature ist natürlich nur optional und lässt sich ein- und ausschalten.

    Immerhin bin ich jetzt dadurch von über 700 Einträgen bei nur mehr 500 gelandet. Der Rest war entweder veraltet oder doppelt bis dreifach eingetragen. Diese Mehrfacheinträge kommen wohl auch daher, dass 1Password einem sehr viel abnimmt, aber man dadurch nicht mehr merkt, wenn etwas zu viel an Einträgen in der Passwortdatenbank landet.

    Die Integration von Strongbox in MacOS, iOS und iPadOS funktioniert insofern gut, als das ich beim Login auf einer Website automatisch (auch das kann ich in Strongbox optional wählen) von Strongbox Username und Passwort vorgeschlagen bekomme und mit einem Klick die Daten eingefüllt sind.

    Ebenso mit mehreren Optionen versehen ist die Kollisionskontrolle von Strongbox. So eine Datenkollision kann dann passieren, wenn man am Mac und am iPhone dieselben Einträge ändert ohne vorher zu syncen. Hier kann Strongbox recht intelligent den Konflikt selbst regeln oder Vorschläge machen. Wobei der Sync über iCloud sehr gut funktioniert und nur einmal gehakt hat, als ich gleichzeitig etliche Gigabyte verschoben habe.

    Nur damit ich es erwähnt habe. Natürlich braucht es auch keine Online-Verbindung um zum Beispiel am iPhone auf eine Passwortdatenbank zuzugreifen.

    Nachdem ich nunmehr ein Gefühl für die Apps habe werde ich auch Kopien meines Reisepasses etc. in einer Datei ablegen. Dann habe ich für Reisen und Co. immer Reserve“Dokumente“ bei mir.

    Natürlich gibt es auch Dinge, bei denen ich Verbesserungsbedarf sehe. So gibt es zwar Tags, aber die Verwaltung ist in der Mac und der iPhone App unterschiedlich und nicht Immer ganz intuitiv. Aber das sind Kleinigkeiten, die die App(s) nicht minder leistungsfähig machen.

  • Passwort Verwaltung: Keepass, Strongbox und Co

    Zur Vorgeschichte.

    Ich verwende seit Jahren 1Password auf dem Mac, iPad und iPhone zur Verwaltung meiner Passwörter und zum speichern von sensiblen Daten. Mit der neuen Version von 1Password haben diese auf einmal meine in der eigenen Cloud gespeicherte Datenbank für obsolet erklärt und mich zum syncen mit Online-Version gebracht.

    Ja, das abspeichern der Daten in Dropbox, iCloud und Co geht noch – aber das habe ich erst nach der Umstellung mitbekommen. Tja, man sollte sich erkundigen …

    Was mich bei 1Password in den letzten Monaten störte, war die Art, wie sich die Verwaltung in Safari einklinkte. Da wurden große Icons mitten in die Formularfelder eingeblendet und verdeckten mir oft die Sicht aufs Wesentliche. Kleinigkeit könnte man sagen, aber mich nervte es und ich fand keine Möglichkeit dies zu beheben.

    Open Source

    1Password ist ein sogenannte propietäres Projekt. Sprich, da steht eine Firma dahinter und in die Software kann keiner hineinsehen. Bei einem Passwort Manager heißt das natürlich dieser Firma zu vertrauen. Aber das muss man oft und in vielen heiklen Fällen.

    In den letzten Wochen habe ich mich aber mal umgesehen, was es denn sonst noch gäbe. Und da bin ich auf KeePass gestossen. Das ist ein offenes Datenbankformat mit entsprechender Verschlüsselung der Daten – einfach gesagt.

    Keepass

    Mehr über Keepass weiß die Wikipedia. Es ist nämlich auch das Programm, mit dem seine Passwörter verwalten kann. Nachdem Open Source haben sich rundherum einige Entwickler:innen gefunden, die eigene Programme/Apps entwickeln, die Keepass-kompatibel sind.

    Nach einer kleinen Umfrage auf Twitter habe ich mir daher mal angesehen:

    • KeePassXC – läuft auch unter MacOX
    • KeePassium, dass unter iOS (und somit am iPad und am iPhone läuft)
    • Strongbox, welches in einer Version für den Mac und einer für iPad und iPhone vorliegt

    Transfer

    Wenn man wie ich rund 700 Datensätze in 1Password gesammelt hat, dann will man das nicht unbedingt händisch übertragen. Aber es gibt eine einfache Lösung.

    Sofern man die Datenbank-Datei noch selbst irgendwo abgespeichert hat – oder die 1Password Inhalte in eine solche verfrachtet – gibt es in KeePassXC einen Importer. Der funktioniert an sich klaglos und schnell. KeePassXC ist in den Grundfunktionen kostenlos und somit kostet mir der Import mal keinen Cent, nur ein paar Sekunden.

    Allein ein paar Dateianhänge hat der Importer ausgelassen, die ich nun händisch nachziehen muss.

    Somit kann ich meine Passwörter im KeePass Format abspeichern und auch in anderen Apps verwenden, die darauf aufbauen.

    Strongbox

    KeePassXC funktioniert schon mal recht gut. Schlußendlich habe ich Strongbox gewählt, da ich dort Auswahlliste und Detailansicht am Mac nebeneinander stehe habe und mir das recht liegt.

    Beide Apps lassen sich etliche Zeit nutzen, Strongbox sogar 90 Tage in der Vollversion ohne zu zahlen. Damit probiert es einfach selbst aus, was euch besser liegt. Dabei kann man auch auf die gleiche Datei von beiden Apps (besser aber nicht gleichzeitig zugreifen).

    So, aber jetzt zu Strongbox.

    Die App kostet für iOS (und ist dann auf iPad und iPhone verwendbar) entweder nichts, aber dann fehlen ein paar Features. Oder man zahlt monatlich $ 2,49, jährlich $ 13,49 oder einmalig $ 49,99. Für die Mac App gibt es entweder die abgesteckte Version kostenlos oder mit allen Features um einmalig $ 22,99. Für eine App, der ihr eure Passwörter anvertraut ist das aus meiner Sicht ganz ok. Noch dazu, wo die Entwickler:innen regelmäßig Updates veröffentlichen.

    Ihr könnt so viele Datenbanken anlegen wie ihr wollt und diese innerhalb der App verwalten. Ablageorte sind vielfältig: Dropbox, iCloud, euer eigener Server, eure Festplatte, Owncloud, etc. Kommt halt auch immer darauf an, ob ihr mit mehreren Geräten auf eine Datei zugreifen wollt.

    Standardmäßig gibt es ein paar Datenfelder:

    • Titel
    • Benutzername
    • Passwort
    • URL
    • Ablaufdatum
    • Tags
    • Anmerkungen / Notizen
    • Anhänge (hier können ein oder mehrere PDFs, Bilder, etc. hinein)

    Damit ich auch andere Daten als nur Webzugänge verwalten kann bietet das KeePass Format – und damit auch die Strongbox – benutzerdefinierte Felder. Diese bestehen aus einem Namen und einem Wert. Der Wert kann dabei x-beliebigen Text enthalten. Damit ist man auch für Kreditkartendaten und ähnliches gerüstet. Das ist natürlich nicht so angenehm wie bei 1Password. Dieses hat mir auch erlaubt zu definieren, welche Art von Daten hier reindürfen: Telefonnummer, Mailadresse, etc.

    Mal abgespeichert können sich diese einzelnen Daten mit einem Klick jeweils in die Zwischenablage kopierten. Eine zusätzliche Funktion bei der URL ruft diese auf und versucht die Benutzername und Passwort korrekt einzutragen.

    Einträge lassen sich in Ordner/Gruppen zusammenfassen und so mehr Ordnung reinbringen. Jeder Ordner kann mit einem eigenen Icon versehen werden und für die Einträge kann Strongbox auch nach den jeweiligen Favicons der Websites suchen.

    Was nicht unwichtig ist. Es gibt einerseits einen Papierkorb. Aus versehen gelöschte Einträge sind damit schnell wieder hergestellt. Jeder Eintrag hat auch eine Historie. Das heißt, ich kann noch nachsehen, wie mein voriges Passwort ausgehen hat oder andere Änderungen nachvollziehen. Das brauche ich selbst immer wieder.

    Auf der Strongbox Website gibt es eine Übersicht der Features (zwischen kostenloser und Pro Version).

    Manch einer meinte, so komfortabel wie 1Password können die KeePass kompatiblen Apps nicht sein. So bietet 1Password eine einfache Möglichkeit Benutzerdaten und Passwörter in entsprechende Formularfelder auf Websites automatisch einzufüllen.

    Nun, unter iOS kann ich in den Einstellungen statt 1Password auch Strongbox (bzw. KeePassium) als Passwort Manager einbinden und somit diese Auto-Fill-Funktion nutzen. Auch am Mac funktioniert das meistens recht gut, sogar unter Safari, obwohl für dieses gar kein Plugin angeboten wird.

    Umstieg

    Ich bin gerade dabei auf Strongbox umzusteigen.

    • Ich kann mehrere Datenbanken anlegen. Eine für Passwörter, eine für sensible Dokumente, eine für die gemeinsame Verwaltung mit anderen und eine weitere … für alles mögliche. Strongbox meint selbst, dass 250 MB für eine Datenbank kein Problem wäre.
    • Jede Datenbank kann ich auch an einem anderen Ort ablegen. In der Cloud oder direkt nur auf meinem Mac bzw. Mobilgerät. Damit bin ich zwar selbst für die Sicherung/Backup der Daten zuständig, aber das soll mir recht sein.
    • Ich mag zwar ein wenig Komfort verloren haben. Aber für meine Zwecke ist es ok. Die Registrierung auf einer neuen Website sollte man sowieso mit bedacht vornehmen.

    Und wenn sogar der Herr Leyrer KeePass verwendet, dann dürfte es ja etwas sicheres sein. Weil ich kenne ihn da als recht sensiblen Zeitgenossen in dieser Hinsicht.

    Update vom 17. Oktober 2021. Es gibt einen Nachfolgeartikel: Strongbox #2