In 15 Tagen beginnen die BlogWochen 2026 und du kannst mit dem bloggen beginnen

Am 15. September 2026 geht es los, da beginnen die BlogWochen 2026.

Wir machen es ein wenig spannend und veröffentlichen erst an diesem Tag den Ablauf und die Themen. Aber keine Sorge: Danach ist noch genügend Zeit, bis zum 15. Dezember 2026 mitzumachen.

Unter „Wozu BlogWochen?“ habe ich ein wenig über meine Motivation geschrieben, auch heuer wieder dabei zu sein.

Vielleicht sind die BlogWochen für manche auch einfach eine Gelegenheit, den eigenen „inneren Bloghund“ zu überwinden. Jenen, der darüber wacht, dass man zwar viele Ideen hat, diese aber nie in die Nähe einer Tastatur gelangen.

Das würde ich schön finden: Wenn jemand dadurch die Motivation findet, wieder einmal einen Blogbeitrag zu schreiben.

Oder vielleicht überhaupt mit dem Bloggen anzufangen.

Bloggen muss nicht teuer sein

Wer ein Blog ausprobieren möchte, muss nicht gleich Webspace mieten, eine Domain registrieren und sich mit der Installation und Wartung von WordPress beschäftigen.

Man kann das natürlich machen. Muss man aber nicht.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Möglichkeiten, mit wenig oder gar keinem finanziellen Aufwand ein eigenes Plätzchen im Web zu bekommen.

Der vielleicht bekannteste Einstieg ist WordPress.com. Dort kann man kostenlos ein Blog anlegen und bekommt eine Adresse nach dem Muster meinblog.wordpress.com. Hosting, Updates und die technische Grundlage übernimmt WordPress.com. Wer später mehr möchte, kann das Blog erweitern oder irgendwann auf ein selbst gehostetes WordPress umziehen.

Auch Blogger gibt es nach wie vor. Der zu Google gehörende Dienst (das muss man wollen) wirkt vielleicht nicht mehr ganz so modern wie manche andere Plattform, erfüllt aber genau seinen Zweck: anmelden, Blog anlegen und losschreiben.

Bloggen im Fediverse

Interessant finde ich auch Dienste aus dem Fediverse.

Ein Beispiel ist Friendica. Friendica wird meist als soziales Netzwerk im Fediverse wahrgenommen, eignet sich aber durchaus auch für längere Beiträge. Beiträge können Titel und Kategorien haben und es gibt RSS-Feeds. Auf zahlreichen öffentlichen Friendica-Instanzen kann man sich ein Konto anlegen, ohne selbst einen Server betreiben zu müssen.

Wer vor allem schreiben möchte, kann sich außerdem WriteFreely ansehen. Das ist eine sehr reduzierte Blogsoftware, die ebenfalls mit dem Fediverse verbunden werden kann. Neben der Möglichkeit, sie selbst zu installieren, gibt es öffentliche WriteFreely-Instanzen, auf denen man sich – abhängig von der jeweiligen Instanz – anmelden kann.

Das Fediverse besteht eben nicht nur aus Mastodon.

Wer ein paar Euro pro Monat investieren möchte, kann sich auch eine Fediverse Instanz hosten lassen.

Ein Blog kann auch sehr klein sein

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, auf einem bereits vorhandenen Webspace ein kleines Flatfile-Blog einzurichten.

Solche Systeme benötigen keine Datenbank. Die Beiträge liegen im Wesentlichen als Dateien am Server. Ein Beispiel ist Pureblog, bei dem die Inhalte als Markdown-Dateien gespeichert werden. Etwas umfangreicher ist zum Beispiel Grav.

Ganz ohne technische Beschäftigung geht es hier zwar nicht. Wer aber ohnehin ein wenig Webspace besitzt und gerne herumprobiert, bekommt damit ein erstaunlich schlankes Blog.

Und natürlich könnte man ein Blog sogar einfach selbst aus HTML-Seiten bauen. So haben schließlich viele private Websites einmal angefangen.

Einfach anfangen

Welche dieser Möglichkeiten die beste ist, hängt davon ab, was man möchte.

Aber für den Anfang würde ich daraus keine Wissenschaft machen.

Es braucht nicht die perfekte Domain. Wobei: Wenn man sich halbwegs sicher ist, dass man bloggen möchte, sollte man sich eine eigene Domain zulegen. Man kann dann Systeme wechseln, aber die Adresse bleibt. Aber da bin ich sogar ein wenig ein schlechtes Beispiel.

Kein ausgefeiltes Theme. Keine zehn Plugins. Und man muss auch nicht schon wissen, worüber man in den kommenden fünf Jahren schreiben wird.

Vielleicht reichen für den Anfang ein Name, eine halbwegs passende Plattform und ein erster Beitrag.

Blogs dürfen sich entwickeln. Sie dürfen ihr Aussehen verändern. Themen können kommen und wieder verschwinden. Und man darf nach drei Beiträgen feststellen, dass Bloggen doch nichts für einen ist.

Das Risiko hält sich also in Grenzen.

Und wer ohnehin schon länger mit dem Gedanken spielt, ein Blog zu beginnen, könnte die BlogWochen 2026 einfach als Anlass nehmen, es einmal auszuprobieren.

Die Themen dazu gibt es am 15. September.

Vielleicht schafft es bis dahin ja schon der eine oder andere innere Bloghund, ein wenig Platz vor der Tastatur zu machen.

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