Monat: August 2025

  • Warum Feeds wichtiger sind, als viele denken

    Feeds? RSS? Manch eine:r kennt dieses „Icon“ mit den orangen Symbolen aus den frühen 2000ern. Kaum jemand spricht heute noch davon – und doch nutzen Millionen Menschen täglich Feeds, oft ohne es zu wissen. Sie sind ein Teil der unsichtbaren Infrastruktur des Internets.

    Für manche sind Feeds nur ein Relikt aus der alten Blog-Ära. Damals prangte das RSS Icon mehr oder minder groß auf der Startseite (fast) jedes Blogs.

    Andere haben noch nie etwas davon gehört oder steigen schon beim Wort Feedreader aus.

    Unsichtbare Infrastruktur des Internets

    Viele Apps, die wir selbstverständlich nutzen, basieren auf Feeds. Ein paar Beispiele:

    • Podcast-Apps: Jeder Podcast existiert im Kern als Feed. Ohne Feeds gäbe es keine automatische Aktualisierung und kein Abonnieren neuer Folgen.
    • Nachrichten-Apps: Einige greifen direkt auf RSS- oder Atom-Feeds zu, um Inhalte an einem Ort zu bündeln.
    • Fediverse: Auch das Fediverse ist im Prinzip eine riesige Landschaft von Feeds. Fast jede App, die sich ins Fediverse einklinken kann (per ActivityPub Schnittstelle) bietet diese Technik im Hintergrund an. Jeder Account ist ein Feed, der abonniert werden kann. Oft kann man auch einzelne Tags eines Accounts extra als Feed beziehen und vieles mehr.
    • Blogs: Auch wenn z.B. WordPress seinen Feed immer besser versteckt, so ist er in jeder Installation implementiert. Als begeisterter Feed-Nutzer habe ich den Feeds meines Blogs eine eigene Seite gewidmet.

    Feeds sind die stillen Transportkanäle des Netzes. Sie liefern Inhalte zuverlässig, ohne dass man es bemerkt – wie Leitungen, die Strom bringen.

    Kontrolle statt Algorithmus

    Die großen Plattformen haben uns an „kuratierte“ Feeds gewöhnt. Doch kuratiert heißt in Wahrheit: aussortiert, umsortiert, priorisiert – und zwar nach Interessen der Plattform, nicht nach unseren.

    Ein Blog- oder Podcast-Feed funktioniert anders. Er zeigt alles, was veröffentlicht wird – in der Reihenfolge der Veröffentlichung. Kein Algorithmus entscheidet, was du sehen sollst.

    Das bedeutet:

    • Keine versteckten Inhalte.
    • Keine Bevorzugung bestimmter Formate oder Themen.
    • Keine künstliche Dringlichkeit („Trending!“).

    Ein Feed ist schlicht ein Werkzeug der Selbstbestimmung. Wer Feeds nutzt, holt sich ein Stück digitale Souveränität zurück.

    Digitale Archive statt Vergessen

    Social-Media-Inhalte verschwinden schnell im Strom der Timeline. Ein Tweet von gestern? Praktisch weg. Ein Instagram-Post aus dem Vorjahr? Kaum auffindbar.

    Ein Feed dagegen ist ein dauerhaftes Archiv. Jede neue Folge eines Podcasts, jeder Blogartikel, jeder Beitrag wird in meinem Feedreader automatisch gespeichert und bleibt erreichbar. So entsteht ein langfristiges Gedächtnis – nicht abhängig von der Gnade einer Plattform.

    Gerade für Nischen-Themen oder persönliche Blogs ist das entscheidend: Sie leben davon, dass Inhalte auch nach Jahren noch gefunden und gelesen werden können.

    Einschränkung: Nicht jeder mag Voll-Feeds

    Als Open Blogger bekommst du natürlich meine Artikel als Voll-Feed. Das möchte jedoch nicht jeder. Manche Blogs bieten per Feed nur den Titel und einen kurzen Text. Den Rest muss man dann doch auf der jeweiligen Website lesen. Einige Feedreader kompensieren dies, indem sie den restlichen Artikel aus dem Blog auslesen und dann direkt im Reader zum Lesen anbieten.

    Ich kann diese gekürzten Feeds durchaus verstehen. Manche Blogger:innen fürchten, Leser:innen bzw. Zugriffszahlen zu verlieren. Aber immerhin bleibt dann der Feed im Feedreader und informiert mich über neue Artikel, ohne dass ich dauernd zu dem Blog surfen muss.

    Offene Standards als Gegengewicht

    Feeds sind offen. Jeder kann sie erzeugen, jeder kann sie lesen. Es gibt keine Genehmigungspflicht, keine API-Beschränkung (nur die gekürzten Feeds), keine exklusiven Verträge.

    In einer digitalen Welt, die immer stärker von geschlossenen Silos geprägt ist, sind Feeds ein kleines Stück Freiheit. Sie sind ein Versprechen: Inhalte bleiben zugänglich, unabhängig davon, welche Plattform gerade in Mode ist.

    Man könnte sagen: Feeds sind das Rückgrat des offenen Webs. Ohne sie wären wir längst vollständig auf die Wohlwollen von Facebook, TikTok & Co. angewiesen.

    Praktische Beispiele

    • Wissenschaft & Forschung: Neue Paper oder Journals abonnieren und automatisch im Reader sehen.
    • Politik & Medien: Lokale Nachrichten direkt von der Quelle lesen, ohne Clickbait-Filter großer Portale.
    • Blogs: Persönliche Blogs im Auge behalten, auch wenn sie nur sporadisch veröffentlichen.
    • Selbstorganisation: Eigene private Feeds für Projekte, Aufgaben oder Notizen erstellen (z.B. mit Tools wie IFTTT oder eigenen Generatoren).

    Meine Feed-Welt

    Als Feedreader verwende ich eine Online-Lösung auf meinem Webspace: FreshRSS

    Mittels Fiery Feeds greife ich über meinen Mac und iPhone auf FreshRSS zu.

    Eigentlich müsste ich da noch viel mehr aufzählen. Aber das hebe ich mir aus Zeitgründen für einen weiteren Artikel auf.

    Fazit

    Feeds sind unsichtbar – und gerade deshalb so mächtig. Sie geben uns Kontrolle über das, was wir lesen, hören und sehen. Sie sind offen, stabil und unabhängig von Plattformen.

    Vielleicht sind Feeds deshalb sogar wichtiger, als viele denken.

    Und vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, sie wieder bewusster zu nutzen.

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  • Long Covid und ME/CFS Geschichten

    Wir dachten, die Corona-Pandemie längst hinter uns zu haben. Doch noch immer erkranken Menschen daran. Bei den meisten verläuft die Erkrankung glimpflich. Bei einigen bleiben jedoch nach einer SARS-CoV-2-Infektion (so lautet die korrekte Bezeichnung) weiterhin Symptome bestehen. Hier beginnt Long Covid. Hinzu kommen dann noch Erkrankungen wie ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom).

    Lange Zeit wurde diskutiert, ob es Long Covid überhaupt in dieser Form gibt. Barbara Wimmer ist eine derjenigen, die daran erkrankt ist.

    Ich kenne sie schon seit Längerem als Journalistin und Buchautorin. Vor rund zwei Jahren erkrankte sie zum zweiten Mal an Corona, seitdem hat sich ihr Leben völlig geändert. Vor kurzem hat sie beschlossen, dass mehr Menschen über diese Krankheit erfahren müssen, und sich daher entschlossen, ihre Geschichte(n) öffentlich zu machen. Auf der Website finden sich auch einige Informationen zu Long Covid und ME/CFS.

    Ich habe Barbara ein paar Fragen geschickt, die sie mir schriftlich beantwortet hat.

    Ich: Wie würdest du ME/CFS heute in 2–3 Sätzen für dich beschreiben?

    Barbara: Permanente Erschöpfung, viele Schmerzen, Reizempfindlichkeit – und beim kleinsten „zu viel“ droht eine Zustandsverschlechterung. Auf zellulärer Ebene wird ME/CFS mit einer gestörten Energieproduktion in den Zellen in Verbindung gebracht. Für mich bedeutet es ein permanentes Haushalten müssen mit meiner Energie – und viel davon geht drauf, um meine Grenzen klar zu kommunizieren.

    Gab es den einen Moment, an dem dir klar wurde: „Das ist mehr als eine langsame Genesung“?

    Um ehrlich zu sein: Ich glaube noch immer daran, dass manche Subtypen von ME/CFS eines Tages geheilt werden können! Ich gebe auch nicht auf, was meine eigene Genesung betrifft. Es kann noch immer besser werden, auch wenn das nach 2 Jahren faktisch immer unwahrscheinlicher wird.

    Siehst du dein Blog eigentlich als journalistische Aufgabe oder eher als Ausdrucksmöglichkeit einer Betroffenen? Oder beides?

    Meinen Blog habe ich gestartet, um Menschen einen Einblick zu geben in das Leben mit dieser Krankheit, die sich einfach keiner vorstellen kann und vor der viele Menschen die Augen verschließen. Denn Covid-19 gibt es noch immer und mit jeder Virusinfektion kann es einen selbst treffen. Davor verschließen viele lieber die Augen. Und Menschen, die es „getroffen“ hat, verschwinden aus dem öffentlichen Leben. Ich finde es aber wichtig, dass die Geschichten von Betroffenen erzählt werden.

    Was würdest du Medienschaffenden raten, wenn sie über ME-CFS schreiben. Gibt es Begriffe/Aussagen, die sie vermeiden sollten?

    Es gibt ein paar Dinge, die viel zu wenige Menschen über die Krankheit wissen und die man bei jedem Beitrag kommunizieren sollte: Es handelt sich um weit mehr, als nur „Müdigkeit“. Die tiefe Erschöpfung findet in den Muskeln und auf Zellebene statt und ist klar körperlicher Ursache. Es handelt sich dabei um keine psychische Erkrankung. ME/CFS ist derzeit außerdem unheilbar. Unheilbar heißt aber nicht, dass man nichts tun kann. Man kann einzelne Symptome bekämpfen und verbessern. Deshalb braucht es medizinische Versorgung. Die Erkrankung sollte dringend im Lehrplan an der Uni verankert werden!

    Gibt es etwas, das du fast nie gefragt wirst, dir aber wichtig ist zu sagen?

    Viele Geschichten, die man als Betroffene erlebt, glaubt man erst, wenn man sie selbst erlebt hat. Wenn einem Gutachter etwa trotz 20 vorliegender Arztbriefe, Laborwerten, Rehaberichten und diverser Tests erklären, dass deine Erkrankung „nicht objektivierbar“ sei, während die Forschung gleichzeitig eine neue Studie nach der anderen raushaut. Die Krankheit lässt sich mittlerweile auch ziemlich gut belegen – etwa mit einem Schellong Test sowie einem Handkraftmessungstest. Von Gutachter*innen werden diese jedoch ignoriert. Das ist so, wie wenn man zum Arzt geht wegen eines gebrochenen Beins und der schaut einem stattdessen in den Hals. Dieses System muss sich dringend ändern!


    Danke dir Barbara für das Interview.

    Heute hat Barbara einen neuen Artikel veröffentlicht: Post Covid ME/CFS: Mein schlimmster Crash nach einer Zahn-OP

    Wer erfahren möchte, wie es ist, mit dieser Krankheit zu leben, sollte diesen Artikel lesen. Er gibt einen Einblick in die Schwierigkeiten, die ein Leben mit dieser Krankheit mit sich bringt.

    Es geht jedoch nicht darum, Mitleid zu erregen. Barbara hat es selbst gut beschrieben.

    Ich möchte mit diesem Blog Menschen, die von Long Covid und/oder ME/CFS betroffen sind eine Stimme geben und ihre Geschichten erzählen. Das kann ich glücklicherweise von zu Hause aus, sonst wäre es mir nicht möglich. Ich möchte außerdem Einblicke geben, in ein Leben mit der Krankheit, vor der alle wegsehen. Ich wünsche mir, dass Betroffene auch fünf Jahre nach Beginn der Covid-19-Pandemie nicht einfach vergessen werden.

    Deshalb veröffentliche ich auch diesen Artikel.

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  • Newsletter: Stand der Dinge

    Vor einiger Zeit überlegte ich, ob ich einen Newsletter für mein Blog einrichte.

    Benedikt – der mich damals inspirierte darüber nachzudenken – hält seinen Newsletter für einen Flop. Aber er macht trotzdem weiter.

    Ich habe dann noch – siehe dieser Artikel – noch über die Option eines reinen Artikel-Ankündigungs-Newsletters nachgedacht.

    Wenn ich nun darüber nachdenke, dann ist es nicht sinnvoll einen eigenes gestalteten Newsletter zu überlegen. Denn ich stecke diese Energie liebe in (weitere) Artikel.

    Ich möchte niemanden seinen Kommunikationsweg draufdrücken. Aber ich würde liebend gerne versuchen, einigen meiner Leser:innen RSS als Abo-Mittel der Wahl zu vermitteln.

    Im Hinblick auch auf die Frage der Datenhaltung (wo speichere ich die Mailadressen der Abonnenten) wird es vorerst daher keinen Newsletter von Nur ein Blog geben. Ich behalte aber die Idee im Hinterkopf.

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  • Android is in da House

    Nein, es war kein Impulskauf. Und es ist noch kein Umstieg. Es ist ein Versuch.

    Meiner einer hat im Jahr 2008 das erste Smartphone mit Android getestet. Doch ich war schon in der Apple Welt verhaftet und das iPhone 3G war dann auch mein Einstieg in Apples mobile Welt.

    Seither ist viel Zeit vergangen. Beide Systeme habe sich massiv weiter entwickelt. Wir leben nun in Zeiten, in denen man nicht weiß, ob man mehr Sorge vor den Aktivitäten von Betriebssystemen aus den USA oder China oder … haben soll.

    Außerdem bin ich immer ein neugieriger Mensch und möchte auch selbst über etwas urteilen. Deswegen war es für mich ganz persönlich – und mein Hobby „Technologische Weiterentwicklung“ – interessant, doch auch mal wieder in die Android Welt zu schnuppern.

    Die Wahl: Motorola Edge 60 Pro

    Daher bin ich seit dem 13. August Besitzer eines Motorola Edge 60 Pro mitsamt Moto Buds+ Bluetooth In-Ear Kopfhörer. Das gab es im Bundle. Ein 68W Netzladegerät legte ich noch in den Einkaufskorb dazu.

    Ich werde hier nicht alle technischen Details aufzählen. Die gibt es bei den obigen Links sowie bei vielen anderen Blogger:innen und Youtuber:innen.

    Warum ich mich für das Gerät entschieden habe? Ein paar Punkte:

    • Es sollte nicht zu teuer sein, aber auch etwas leisten können. Rund 500 Euro für das Gerät waren für mich noch angemessen.
    • Die Kameras sind leistungsfähig. Ich möchte auch nur mit dem Edge herumspazieren – ohne iPhone – und mich dann nicht ärgern, dass ich DAS Foto nicht in guter Qualität schießen konnte.
    • Ein 6.000-mAh-Akku klingt nach einer recht guten Laufzeit.
    • Motorola packt neben seinen eigenen Apps kaum etwas in das Smartphone hinein. Wir haben hier quasi ein pures Android ohne viel Bloatware (wenn ich den Tester:innen vertrauen darf).
    • Mit 186 Gramm ist es recht leicht.
    • Die Prozessorleistung ist für die Dinge, die ich ausprobieren will, wohl mehr als ausreichend.
    • Das Display ist groß und leuchtstark.
    • Mit 512 GB ist der Speicher vorerst ausreichend groß. Leider gibt es keinen Erweiterungsschacht.
    • Das Edge ist eSIM-fähig, sodass ich gleich einen günstigen Vertrag online erstehen und das Gerät für dessen Mobilfunknetz freischalten konnte.

    Erste Eindrücke

    Ich werde natürlich vieles mit meinem iPhone 16 Pro Max vergleichen. Das ist natürlich nicht ganz fair. Das hat mich letztes Jahr das Dreifache gekostet. Unter anderem hat es aber 1 TB Speicher. Für das Geld sollte es einiges mehr können. Aber schauen wir mal.

    Mir geht es gar nicht um den reinen Leistungsvergleich. Vielmehr interessiert mich, wie sich Android bedienen lässt, ob die Anwendungen, die ich auf dem iPhone verwende, besser oder schlechter bedienbar sind und ob Android wirklich so viel mehr Freiheit bietet – und ob ich diese überhaupt will.

    Am Anfang – und dort bin ich eigentlich immer noch – haben mich die vielen Einstellungsmöglichkeiten und die entsprechenden Apps verwirrt. Beim iPhone ist das viel eleganter. So dachte ich jedenfalls. Aber das ist der Klassiker. Das, was man verwendet, ist immer einfacher als etwas Neues. Daher nehme ich mir lieber Zeit, um das Gesamtsystem zu verstehen und beurteilen zu können, was wirklich einfacher funktioniert.

    Daher bleiben wir beim Edge und seinen Daten.

    Es ist wirklich viel leichter. Er fühlt sich nicht wie ein Klotz in der Hand an. Die Rückseite ist etwas rauer, sodass es nicht so leicht rutscht. Der Screen ist subjektiv genauso lang wie der meines iPhones, nur etwas schmäler. Dadurch lässt es sich besser mit einer Hand halten.

    Ein Fingerabdrucksensor ist für mich wieder etwas Neues, obwohl die älteren iPhones das noch hatten. In manchen Situationen ist es praktischer. Wenn das Edge auf dem Tisch liegt, muss ich mich nicht seltsam darüber beugen, um ins Blickfeld einer Kamera zu kommen. Andererseits muss ich unterwegs genau den Sensorbereich am Screen treffen, statt einfach in Richtung Screen zu schauen. Das Edge kann auch Gesichtserkennung, aber das soll nicht so sicher sein, da keine weiteren Sensoren verbaut sind.

    Die Kameras probiere ich gerade aus. Das Edge kann bis zu 3-fach optischen und bis zu 50-fach digitalen Zoom. Bis zum 10-fachen Zoom schaut das Ganze noch gut aus. Bei 50-facher Vergrößerung wird manches nachbearbeitet und wirkt etwas … seltsam. Die Fotos machen einen natürlichen Eindruck und mir gefällt manches besser als das, was das iPhone daraus macht. Nachtaufnahmen gelingen dem iPhone eindeutig besser. Aber hier muss ich wirklich noch einiges probieren.

    Joplin, Nextcloud, Keep etc. sind schon installiert und laufen recht gut. Für Nextcloud gibt es einige Apps mehr als für iOS. Ob das einen Mehrwert bringt, werde ich noch herausfinden. Die Mastodon-Apps wirken bisweilen alle nicht so ausgereift wie die Mona-App für iOS.

    Wie es weitergeht

    Das Edge wird mir auch als Testgerät dafür dienen, wie unabhängig ich werden kann. So möchte ich den Kalender, die Aufgaben und die Kontakte von Nextcloud nutzen.

    Ob Android einmal mein iPhone ersetzen wird. Im Moment sehe ich das nicht. Denn es ist ja nicht nur das iPhone allein sondern das Zusammenspiel zwischen iPhone, Watch, MacBook, iMac und Apple TV. Aber auch das kann sich irgendwann – mit Betonung auf irgendwann – ändern.

    Ich werde euch daher immer wieder über einzelne Entdeckungen und Vergleiche berichten.

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  • BlogWochen 2025: Online-Treffen im November?

    Diese Woche haben Benedikt, Dirk und ich uns online zusammengesetzt und einen Zwischenrückblick auf die BlogWochen 2025 gemacht.

    Dabei kam erneut die Frage auf, ob wir auch ein Online-Treffen organisieren sollten. Immerhin haben sich durch die BlogWochen einige neue Kontakte ergeben. Es gab viele Diskussionen und Einblicke, die vielleicht noch weiter diskutiert werden könnten.

    Einen passenden Zeitpunkt zu finden, ist nicht das Problem, und auch die Technik ist heutzutage kein Hindernis mehr.

    Wenn aber 10 Menschen online zusammenkommen, kann man nicht einfach losdiskutieren oder nur mit dem Tischnachbarn plaudern. Jede:r ist für jede:n hörbar. Das bedeutet, dass immer nur eine Person sprechen kann, nacheinander.

    Da braucht es ein Konzept.

    Mini-Barcamp

    Eine Idee wäre so etwas wie ein Mini-Barcamp – wie ich es schon 2019 erlebt habe.

    Die Rahmenbedingungen wären dann (kann man noch im Detail ändern):

    • Wir sammeln vorher oder Vor Ort Themen für Kurzpräsentationen
    • Jede Präsentation dauert nur drei Minuten
    • Nach drei Präsentationen gibt es sechs Minuten Zeit für Fragen oder Diskussion
    • Danach geht es weiter oder es gibt eine kurze Pause

    Damit können in einer Stunde rund 12 Menschen ein Thema einbringen. Das kann wirklich eine Präsentation sein, oder ein Thema, eine Frage, die man anreissen möchte. In drei Minuten.

    Ein Thema

    Andere Möglichkeit ist, wir konzentrieren uns auf ein Thema und jeder kann etwas beitragen. Mit etwas Moderation funktioniert dann eine Diskussion recht gut.

    Das Thema könnten Benedikt, Dirk und ich uns ausdenken. Oder jede:r Interessierte:r kann eines einbringen und wir stimmen gemeinsam ab.

    Ist es eines der Themen der BlogWochen? Ist es ein anderes? Solange es irgendwas mit bloggen zu tun hat, ist es aus meiner Sicht passend.

    Deine Idee

    Daher wollen wir mal rundfragen:

    • Würde dich ein Online-Treffen Anfang November interessieren?
    • Hättest du eine Idee für die Struktur des Treffens?
    • Hättest du ein Thema, dass du gerne bereden möchtest?

    Jede Idee ist mal willkommen. Auch nur ein „aufzeigen“, dass man prinzipiell dabei wäre. Dann können wir mal abschätzen, wie groß es werden könnte und wie wir es organisieren.

    Ergänzung: Dirk hat auch darüber gebloggt.

  • Von UseNet bis Webforen – Die Vorläufer des Blogs

    Ja, das UseNet habe ich auch verwendet. Aber nicht sehr ausgiebig. Ich landete rasch in der Blackbox und ihrem kommerziellen Pendant Magnet. Schon in den 90er hatte die Blackbox mit dem First Class Client eine grafische Oberfläche. Es gab dort Foren mit unterschiedlichsten Themen. Das spannendste war wohl das „Anarchy“ Forum. Dort konnte jede:r ein Subforum aufmachen. Einfach so – das war kaum sonst wo möglich. Solange in dem jeweiligen Subforum diskutiert wurde, blieb es bestehen. War rund 30 Tage Ruhe wurde es gelöscht. Manche beliebte Anarchie-Foren wanderten dann in das reguläre Blackbox Angebot.

    Immer ging es dabei um Austausch, miteinander in Kontakt kommen. Viele wollten einfach Spaß haben, Witze und Memes austauschen (also Twitter Null Punkt Zwei). Andere wollten über mehr oder minder wichtige Themen reden.

    Dann erstellte ich meine erste Website und gestaltete sie mittels Word für Windows. Ja, ernsthaft. Wordseiten konnten als HTML gespeichert werden. Danach kam Frontpage. Ein fürchterliches Programm, das ganz viel „Schrott“ im Code ablegte.

    Dort führte ich auch eine Art Blog über meine Erfahrungen mit dem Personal Digital Assistent Avigo und danach für die Smartphones der österreichischen Firma Tel.Me. (die es nicht mehr gibt).

    Bei den Nutzer:innen dieser Geräte kam bald auch ein größeres Interesse am Austausch auf. Also richtete ich mein erstes Forum ein und wurde Forumsadministrator. Es war eine feine Community – ich glaube, es waren rund 200 Menschen registriert.

    Insgesamt verwendete ich im Laufe der Zeit drei unterschiedliche Forensysteme. Das zweite (ComaWiki) bot auch eine kleine Blogfunktion. Damit schließt sich fast der Kreis.

    Die Firma Tel.Me. schloss, die Forenbeiträge wurden weniger und mein erstes richtiges Blog nahm Gestalt an.

  • Wie schwer ist es, eine informative Website zu gestalten?

    In den letzten Tagen habe ich mir einige Hotel-Websites sowie Websites von Restaurants und Gaststätten angesehen.

    Es ist wirklich traurig.

    Die einen verweisen auf ihre Facebook- und/oder Instagram-Seiten. Aber grundlegende Informationen sind weder dort noch da zu finden.

    Und manche Lokale haben eine Website, auf der ich nicht einmal die Öffnungszeiten finde. Andere erklären, dass die Öffnungszeiten im Sommer andere sind. Wenn man dann aber auf das Datum blickt, stellt man fest, dass die Information von 2024 stammt.

    Wir schreiben 2025, und es gibt einige Content-Management-Systeme, die man sich einmal einrichten lässt und denen man vielleicht sogar ein eigenes Template spendiert. Aber dann müsste es doch möglich sein, die eine oder andere Information hin und wieder selbst zu aktualisieren.

    Ich erwarte dabei gar keine toll gestylte Website. Ich möchte die Adresse erfahren, eventuell auch die Anfahrtsmöglichkeiten (das kann aber auch das Smartphone), die Öffnungszeiten und ein paar Zusatzinfos über Speisen und Getränke. Wenn es eine Speisekarte gibt, wären Preise ganz praktisch, um abschätzen zu können, ob ich mir das leisten möchte.

    Bei Hotels würde ich gerne ein paar Informationen zu den Zimmern erhalten. Sind sie ohne Stufen erreichbar? Gibt es eine Dusche oder eine Badewanne? Letzteres wird einem oft als Luxus verkauft. Wenn man jedoch nur ein wenig mobilitätseingeschränkt ist, ist so eine Wanne nicht sehr zugänglich.

    Schon 2012 wollte ich nur ein Zimmer reservieren und erlebte dabei auch einiges. 13 Jahre später ist es leider nicht viel besser geworden. Nur hat sich das Ganze noch auf Social Media ausgebreitet. Aber informativer ist damit vieles nicht geworden.

    Entschuldigung, dass ich da ein wenig ausholen musste. Aber irgendwann muss es eben sein.

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  • Danke für eure Kommentare

    Es ist nicht mmer brüsten, wenn man mit Zahlen wirft. Benedikt freut sich über seine 200 Kommentare in seinem Blog, die dieses Jahr schon reingekommen sind.

    Da musste ich natürlich auch nachzählen. Wer sagt, dass nicht mehr kommentiert wird, der mag im Verhältnis recht haben. Aber 186 Kommentare sind doch eine erkleckliche Anzahl. Da gab es nur zwei eher zynische Dabei. Sonst Dank und auch viele Anregungen und hilfreiche Tipps.

    Das sind dann noch die besonderen Kommentare, die einen Blogartikel nochmals erweitern und somit Artikel und Kommentare gemeinsam ein viel breites Bild von etwas ergeben.

    Wie bei Benedikt haben sicherlich die BlogWochen 2025 zu einem Anstieg der Kommentare geführt.

    Apropos Blogwochen. Wer mag, kann am 15. September bei dem Thema

    📅 15.09. – Kommentare – Das Salz in der Blogsuppe

    mitschreiben. Wenn du eher meinst, das Kommentare alles versalzen, dann schreib doch darüber. Es geht um das persönlich Für oder Wider Kommentare oder vielleicht eine ganz andere Sichtweise auf das Thema.

    Und wie bei Benedikt tut es mir auch leid, dass noch viel zu wenige Artikel der BlogWochen kommentiert habe. Aber im Laufe des Jahres wird sich da schon noch was ausgehen.

    Auf alle Fälle: Danke für eure Kommentare. Für mich sind sie Ansporn, Anregung, Provokation, Unterstützung und vieles mehr. Sie sind auf alle Fälle der Hinweis, dass meine Artikel auch gelesen werden und in irgendeiner Form anregen.

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  • Jirafeau: File-Sharing zum einfachen selbst hosten

    Jirafreau ist eine File-Sharing Applikation, die man sehr einfach auf dem eigenen Webspace installieren kann.

    Dateien hochladen, damit jemand anderes sie runterladen kann. Dazu braucht es nicht immer Drittanbieter – von denen man nicht weiß, was sie mit den Dateien noch so tun (Stichwort: Training von KI). Und es braucht nicht immer aufwendige Anwendungen wie Nextcloud, die man oft selbst nicht hosten kann.

    Jirafreau braucht kein Docker oder einen Server. Jeder einfache Webspace geht auch. Einfach die Dateien mittels FTP in einen Ordner ziehen und dann per Weboberfläche drei Schritte vollziehen. Der Entwickler hat diese drei Schritte auch per Screenshot abgebildet, wie auch die Schritte zur Bedienung – siehe auf der Entwicklerseite.

    Die Möglichkeit zum Upload kann man einschränken in dem man ein Passwort setzt – oder mehrere. Ebenso ist die Größe der Dateien reglementierbar.

    Beim Upload selbst kann man ebenfalls ein Passwort setzen, ohne das die Datei(en) nicht heruntergeladen werden können. Auch ein ein Ablaufdatum ist setzbar, nachdem die hochgeladenen Dateien gelöscht und somit nicht mehr abrufbar sind. Mittels Checkbox ist ein einmaliges aufrufen ebenfalls einstellbar.

    Je nach Einstellung wird dann auch die Datei entsprechend verschlüsselt, sodass sie sicher am Webspace liegt.

    Nach dem Upload bekommt man einen Link zum aufrufen bzw. zum download der jeweiligen Datei.

    Das ist es. Einfach zu handhaben und leicht zu administrieren und damit ein feines Stück Software.

    PS: Ich gebe ja gerne meine Quellen an, aber leider kann ich den Artikel nicht mehr finden, über den ich Jirafeau gefunden habe.

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  • Blogvorsatz 2025 – Stand der Dinge

    Nachdem das Jahr 2025 schon recht alt geworden ist möchte ich mal nachsehen, inwiefern mein Blogvorsatz 2025 noch Gültigkeit hat.

    Blogwochen: Da sind wir mitten drin. Es beteiligen sich einige Blogger:innen mit interessanten Interpretationen der vorgegebenen Themen. Mich freut es, dass ich so einige Blogs und deren Betreiber:innen neu kennenlernen durfte.

    Blue Beanie Day: Der findet am 30. November statt und ich werde bald mit der Bewerbung beginnen.

    Barcamps: Leider konnte ich bisher nicht viele neue Barcamps auf Barcamper.at aufnehmen. Aber ich pflege die Seite natürlich weiterhin. Falls jemand noch eine Idee für weitere Informationen auf der Seite hat – bitte, nur her damit.

    Newsletter: Ich grüble noch ein wenig und werde darüber bald einmal bloggen.

    Interaktion: Aus den „10 Fragen 10 Antworten“ ist das „Blog das Robert“ geworden. Bisher gab es eine Frage, die ich in meinem Blog beantworten durfte. Ich muss das sicherlich öfters erwähnen. Dann tröpfeln vielleicht mehr Fragen und Themen herein.

    Fazit

    Somit halte ich aus meiner Sicht meine Vorsätze für 2025 eigentlich ganz gut ein. Damit kann der Blogherbst beginnen …