Nikolaus Coradello fragt mich:
Haben Pflanzen Gefühle?
Ich bin leider kein Botaniker, um so etwas wissenschaftlich zu beantworten.
In Wäldern dürfte es so etwas wie ein „Wood Wide Web“ geben, also eine Verflechtung der Bäume untereinander über die sie Botschaft austauschen. Zum Beispiel, wenn sie von Schädlingen befallen werden oder ähnliches.
Aber sind das schon Gefühle? Wohl eher nicht. Ab wann ist etwas ein Gefühl, eine Emotion?
Im Film Ex Machina meint ein Programmierer einen Roboter mit menschlichen Gefühlen vor sich zu haben, einer der sogar Zuneigung verspürt. Und doch tut der Roboter dies nur um ausbrechen zu können. Hat er Gefühle nur vorgetäuscht – im Sinne von simuliert. Oder hat er innerlich ganz andere Gefühle (z.B. des eingesperrt seins) und tut alles (wie wir es wohl auch tun würden) um hinaus zu gelangen.
In „I, Robot“ – nicht der Film, sondern die Kurzgeschichten von Isaac Asimov (sehr empfehlenswert) gibt es eine Roboterpsychologin, die versucht zu verstehen, warum manche Roboter so ganz anders handeln, als es die Robotergesetze (ihre Programmierung) erlauben würden.
Wann wüssten wir also, dass eine Pflanze Gefühle hat und sie nicht nur simuliert bzw. rein auf bestimmte Stimulationen reagiert?
Ich weiss nur, dass man Gefühle für eine Pflanze entwickeln kann. Ich hatte eine im Büro. Aus ihrem Trieb wurde nur ein Stil mit einem Blatt. Aber das habe ich sehr gemocht, gehegt und gepflegt und mich gefreut, sie morgens zu sehen. Sie war das grün in meinem Arbeitsalltag. Und ich war traurig als sie einging.
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