Monat: April 2020

  • Online Barcamps gestalten (8)

    Es wird wieder einmal Zeit für eine Fortsetzung, denn es gibt doch einiges zu berichten.

    Die Edunauten – Online Lernen Zeitgemäß haben im Rahmen ihrer FAQ Online Lernen den Artikel Was sollte ich bei der Durchführung eines Online-Barcamps beachten? veröffentlicht.

    Open Edcutational Ressources sind Themen des #OERcamp beim Barcamp politische Bildung, dass natürlich online stattfindet.

    Das AbiCAMP#ESG hat schon Ende März 2020 stattgefunden. Auf der Seite finden sich ein paar Hinweise zu dem was ging und was nicht funktionierte.

    Im Praxisprojekt – digitales Barcamp für (angehende) Lehrkräfte organisieren werden Lehramtsstudierende gesucht, die ein Barcamp organisieren und dort selbst eine Session zum “Lernen und Arbeiten mit digitalen Medien (in Zeiten von Corona)” anbieten sollen.

    Das eBildungslabor – Unterstützung für zeitgemäße Bildung gibt 7 Tipps für produktives Lernen bei Online-Barcamps. Punkt 3 „Non-verbale Kommunikation ausbauen“ ist mir selbst schon in Online-Konferenzen aufgefallen. Das zustimmende Nicken, das aufmunternde Lächeln sind gerade bei mehreren Teilnehmenden kaum mehr wahrnehmbar. Offline vollkommen ungewohnt könnte und sollte man online zu „drastischeren“ Mitteln greifen. Arme hoch, breit Winken, etwas auffälliges hochhalten. Gewöhnungsbedürftig, aber eine Form der Teilnahme, des Feedbacks und des emotionalen Support-Gebens.

    Spannend, was da tagtäglich bei mir auf unterschiedlichen Wegen reinschwappt. Langsam verliere ich bei schon acht Beiträgen die Übersicht. Ich glaube, es wird wieder Zeit für ein erstes Resümee und eine Zusammenfassung. Aber bis dahin: Wer immer etwas findet, bitte schickt es mir. Damit ich noch viele neue Ausgaben dieser kleinen Serie zusammenbringe.

    Frühere Beiträge

  • Emoji Artikel auf BIZEPS

    Es freut mich, dass mein Artikel über die barrierefreie Nutzung von Emojis in Social Media nunmehr auch bei BIZEPS zu finden ist.

    Hier nachzulesen: Barrierefreie Emojis und Emoticons

  • Serendipity 2.3.5 veröffentlicht

    Die Entwickler rund um die von mir geschätzte Blog Engine Serendipity sind hochaktiv. Daher gibt es seit gestern ein neues Update auf Serendipity 2.3.5.

    Das Update ging auch bei meinem Blog flott vonstatten. Einfach nur die alten Dateien überspielen. Aufgrund gewisser Sicherheitseinschränkungen meines Providers muss ich nach einem Update immer eine Datei anpassen. Aber das dauert dann auch nur zwei Minuten.

    Jetzt läuft (anscheinend) wieder alles einwandfrei.

  • Ich ändere meine Creative Commons Lizenz

    Ein kleiner Artikel mit vielen Auswirkungen.

    Am 20. April 2020 schrieb ich über Blue Beanie Day in der Wikipedia . David Neuber erstellte daraufhin den Blue Beanie Day in der deutschsprachigen Wikipedia. Aus dieser Erfahrung heraus schrieb er „de Wikipedia-Artikel erstellen anhand des Blue Beanie Days“.

    Und wir kommen darauf, dass es wenige „Blue Beanie“ Fotos gibt, die man in die Wikipedia stellen könnte, da deren Linzenz nicht mit den Anforderung der Online-Enzyklopädie übereinstimmen.

    Auch meine Fotos unterlagen bis vor kurzem einer Creative Commons Linzenz , die nicht passte.

    Creative Commons?

    Creative Commons, fragt sich vielleicht mancherR was soll das sein. Im Detail beschreibt es wieder mal die Wikipedia. Creative Commons – oder kurz: CC – Lizenzen, sind Standard-Lizenzen unter denen man seine Werke (egal ob Text, Bild, Software,…) veröffentlichen kann. Manche CC Lizenzen schränken stark ein, manche erlauben (fast) alles damit zu machen.

    Das Problem war, dass meine bisherige CC-Lizenz die kommerzielle Nutzung durch andere ausschloss. Ich wollte einfach nicht, dass Firmen meine Fotos oder Texte einfach so nutzen und vielleicht noch damit Geld verdienen. Die Wikipedia will aber diesen Ausschluss nicht.

    Und das aus recht guten Gründen. David hat mich dazu auf einen Leitfaden zu den Creative Commons (PDF) aufmerksam gemacht.

    Meine bisherige Linzenz schloß damit z.B. auch den/die „kleine/n“ BloggerIn ein (oder aus), die/der nebenbei ein paar Euro mit Amazon-Affiliate-Links verdiente. Mehr dazu in Punkt 5 des Leitfadens.

    Punkt 7 des Leitfadens hat mich dann auf einen guten Zusatz gebracht, den CC hergibt. Die „Weitergabe unter gleichen Bedingungen“. Auch wenn z.B. jemand ein Foto von mir verändert und dann in einem Magazin druckt, das man kaufen muss: Mit diesem Zusatz muss es sich der Verlag gefallen lassen, dass dieses veränderte Bild von jemanden anderen einfach weiter genutzt werden kann. Das schreckt den einen kommerziellen Verwerter ab und hilft vielen anderen.

    Abgesehen natürlich von der Frage, ob ich wirklich jemanden klagen würde, der meine Werke „widerrechtlich“ verwendet. Das lasse ich hier mal unbeantwortet.

    Ein wichtige Frage war für mich immer, was ich mache, wenn jemand meine Werke nutzt, dem ich dieses Recht eigentlich nicht geben wollte: z.B. rechtsradikale Websites etc. Punkt 6 des Leitfadens gibt dazu ein wenig Antwort und unterstützt mich in der Argumentation warum mein jetziger Weg eigentlich am besten passt.

    Creative Commons CC BY-SA 4.0

    Also: Meine meisten Werke unterliegen aber nun einer Creative Commons — Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International — CC BY-SA 4.0. Im Detail habe ich das nochmals im Impressum von Nur ein Blog erklärt.

    Selbiges gilt auch für meine Fotos auf Flickr. Auch die früheren Fotos werden gerade mit der neuen Linzenz versehen. Das geht, da diese ja keine Verschlechterung für bisherige Nutzer/innen meiner Fotos darstellt und manche vielleicht sogar auf die sichere Seite bringt.

    Danke auch an Robert Harm. Ich fand nämlich noch eine ältere österreichische Variante dieser CC-Lizenz und war mir nicht sicher, welche ich jetzt nehme soll. Robert teilte mir mit, dass die schon veraltet ist und verwies mich auf Offene Daten Österreich | data.gv.at. Dort heißt es unter anderem:

    Der Beschluss der Cooperation OGD Österreich vom 29.10.2018 sieht für Open Data ab 1. März 2019 die Lizenz „Creative Commons Namensnennung 4.0 ( CC BY 4.0 )“ vor.

    Daher habe ich dann obige genommen.

    Warum ich das mache?

    Weil ich eben ein Open Blogger bin 🙂 und das Teilen von Texten, von Bildern, von Filmen, von Software, von … soviel Neues und Kreatives ermöglicht.

    Dies wäre eigentlich eine eigene Artikelserie wert.

  • Wie man in der Wikipedia (de) einen Artikel erstellt

    David Neuber war schon wieder aktiv.

    Nachdem er den Eintrag Blue Beanie Day in der deutschsprachigen Wikipedia erstellte setzte er sich noch hin und schrieb in seinem Blog: de Wikipedia-Artikel erstellen anhand des Blue Beanie Days

    Wer immer einen Beitrag in der deutschsprachigen Wikipedia erstellen möchte findet in Davids Artikel viele gute Hinweis.

  • Barrierefreie Emojis und Emoticons

    Vor kurzem schrieb ich über barrierefrei auf Instagram, Facebook und Co posten. Auf Facebook kamen daraufhin Fragen, wie es denn mit den Emojis und Co. sei. Müsse man die ebenfalls selbst beschreiben, damit sie auch für sehbehinderte NutzerInnen verstehbar sind.

    Ich habe da mal zwei Seiten gefunden

    Und dann kam noch die Frage, wie das mit GIFs sei. #BarrierefreiPosten sagt dazu:

    • GIFs haben meistens keinen Alternativtext und Du kannst keine Bildbeschreibung eingeben. Da hilft nur: Das GIF im Text beschreiben.
    • Wenn in einem Tweet kein Platz mehr ist, kannst Du den GIF in einem Reply erklären.

    Ich habe dann auch noch Marco Zehe befragt. Marco ist sehbehindert und beschäftigt sich seit Jahren mit barrierefreier Technik. Marco hat vor kurzem ein Video über Alternativtexte erstellen auf Facebook und Twitter gestaltet.

    Marco schreibt mir:

    Screen Reader und Sprachausgaben können Emojis heute weitestgehend auswerten und bleiben auch mit den Aktualisierungen jedes Jahr eigentlich immer gut am Ball. Sie sind halt ähnlich beschreibend wie vom Unicode Consortium vorgeschlagen. Da gibt es also z. B. „Klatschende Hände mit mittelheller Hautfarbe“ genauso wie ein „grinsendes Gesicht mit großen Augen“.

    Was aber verschiedene Screen Reader mit mehrfachen Abfolgen machen, ist unterschiedlich. VoiceOver ist da recht intelligent und macht z. B. „6 Gesichter mit großen bettelnden Augen“, andere wiederholen „Gesicht mit großen bettelnden Augen“ sechsmal. Sie werden also beschrieben. Zu viele auf einmal und zu viele verschiedene hintereinander werden also anstrengend.

    Nicht umsonst bieten z. B. Twitterrific und der Mastodon-Client Pinafore die Option an, Emojis in Benutzernamen bzw. Bildschirm-Namen zu unterdrücken. Sie sind also definitiv hilfreich, aber nur in Maßen, nicht in Massen.


    Soweit die Ausführungen von Marco.

    Also. Postet mit Emotion. Aber mit bedacht. Für ein Web für alle.

  • Blue Beanie Day in der deutschsprachigen Wikipedia

    Erst gestern schrieb ich über den Blue Beanie Day in der Wikipedia. Ich freute mich, einen englischsprachigen Beitrag über den Blue Beanie Day gefunden zu haben und sinnierte, den Artikel in die deutschsprachige Ausgabe zu transferieren.

    Einen Tag danach erreicht mich ein Kommentar von David Neuber.

    Er hat die Idee aufgegriffen und auch gleich umgesetzt. Die deutschsprachige Wikipedia ist damit um den deutschsprachigen Beitrag Blue Beanie Day reicher. Der Blue Beanie Day findet sich hiermit auch in der Liste von Gedenk- und Aktionstagen der Wikipedia.

    David, an dieser Stelle einen herzlichen Dank.

    Und möge niemand auf die Idee kommen, auf Wikipedia eine Relevanzdiskussion zu starten… – dem/der ziehe ich dann eine blaue Haube über Aug und Ohren bis zur Nase über 😉

  • Blue Beanie Day in der Wikipedia

    Um drei Ecken und durch Zufall gefunden. Ein Bibliothekar aus Vermont (USA) hat sich im Jahr 2019 die Mühe gemacht und eine kleine feine Seite über den Blue Beanie Day in der Wikipedia eingerichtet.

    Natürlich freut es mich, dass mein englischsprachiger Beitrag Blue Beanie Day – One Web for All als eine der Referenzen dient.

    Zu diesem Artikel gibt es auch eine deutschsprachige Version: Ein Web für alle – Blue Beanie Day.

    Ich habe mich vor zig Jahren zuletzt als Wikipedia Autor versucht. Aber eine deutschsprachige Seite zum Blue Beanie Day hätte die Wikipedia schon verdient.

    Aktualisierung, 20.04.2020: David hat den Artikel angelegt und ich freue mich.

  • BloggerInnenbefragung 2020 (Österreich)

    Die Blogheim.at (respektive deren Betreiber Jürgen Koller) veröffentlichte vor ein paar Tagen ihre Befragung von Österreichs BloggerInnen 2020.

    Die Befragung war als Online-Fragebogen gestaltet. Nachdem jedeR mitmachen konnte, der/die wollte ist sie natürlich nicht repräsentativ. Aber sie gibt vielleicht doch ein paar Eindrücke wieder.

    Ich will hier nichts wiederholen, was ihr auf der blogheim.at sowieso nachlesen könnt. Ich probiere nur mal einen Vergleich mit meinem eigenen Blog.

    Ich glaube ich liege voll im Trend: BloggerInnen sind älter geworden, sie konzentrieren sich auf nur mehr ein Blog. Im Vordergrund steht das Interesse am Thema und der Spaß am Schreiben. Und die Mehrheit (auch da gehöre ich dazu) findet, dass bloggen eine positive Auswirkung auf ihr Leben hat.

    Allein bei der genutzten Blog-Engine setze ich mich ab. Während mehr als 80 Prozent WordPress nutzen, bin ich wohl mit [[Serendipity]] eher eineR der wenigen. Und ich gehöre derzeit zu dem Drittel mit maximal 5.000 Seitenaufrufen im Monat. Das ändert sich bei mir andauernd. Blogge ich mal längere Zeit nichts sind es so 40 herum (manchmal auch weniger) täglich. Im März/April schwankte es sehr stark zwischen 20 (absoluter Tiefpunkt) bis 200. Aber ich lebe ja nicht davon 🙂

    Lest die weiteren Zahlen zur Befragung auf der Blogheim.at nach.

    Zum Schluss noch einen Dank an Jürgen Koller, der mit der Blogheim.at seit etlichen Jahren Österreichs BloggerInnen einen feinen Platz zum diskutieren und bewerben gibt. Allen Interessierten bietet die Seite viele Möglichkeiten, neue Blogs und ihre BetreiberInnen kennenzulernen.

    Danke Jürgen!

  • Mein Profilfoto trägt keine Schutzmaske

    Viele haben in den letzten Tagen ihr Profilfoto ausgetauscht, es mit einer Maske versehen. Manche wollen damit wohl ihrem Gefühl Ausdruck verleihen, andere eine Botschaft senden: Hey, zeigen wir Verantwortung, schützen wir unsere Umgebung.

    Ich habe auch überlegt, mein Profilfoto zu wechseln. So wie ich Ende November eine Blaue Haube für ein „Web für alle“ aufsetze.

    Aber ich habe es gelassen. Versteht mich nicht falsch. JedeR kann und muss das selbst für sich entscheiden. JedeR hat dafür andere Gründe, wie er/sie in der jetzigen Situation mit Maskenpflicht und Co. umgeht.

    Aber mein Profilfoto ist im Web zu sehen. Auf Twitter, auf Facebook, auf Instagram und Co. Im Internet! Dem Raum, auf dem wir nicht unbedingt „distancing“ einhalten müssen. Hier müssen wir keine Masken tragen, können uns zumindest virtuell umarmen und versuchen uns so nah wie nur möglich (und gewünscht) zu sein.

    Mein Foto bleibt so wie es schon vorher war. Weil es hier im Netz nicht notwendig ist. Mein Webauftritt bleibt somit auch ein Stück von Normalität in meinem Leben in dieser seltsamen Zeit.

    Und wenn, dann setze ich lieber – siehe Jetzt ist die richtige Zeit für Blue Beanies – eine blaue Haube auf und kümmere mich mit euch gemeinsam darum, dass das Web ein offener Raum für uns alle bleibt. Ohne Masken, ohne Angst, ohne Ausgangsbeschränkungen. Das war es zwar „vorher“ auch nicht immer. Aber jetzt sollte das Internet es umso mehr sein und werden.