Backup Strategie #2 – Desaster Simulation

Die von mir installierte automatisierte Lösung zum Backup in die Cloud funktioniert bisher tadellos.

Aber der wichtigste Test stand noch aus: die Desaster-Simulation.

Was passiert, wenn mein Notebook crasht und ich es neu aufsetzen muss? Komme ich dann tatsächlich wieder an mein Backup in der Cloud – und kann ich danach auch einfach weiter sichern?

Den entscheidenden Teil davon habe ich jetzt durchgespielt.

Zur Sicherheit habe ich dafür in Arq einen neuen Backup-Plan angelegt und damit einen Fotoordner gesichert. Arq legt für jeden Backup-Plan ein eigenes Verzeichnis im Cloud-Speicher an.

Dieses Verzeichnis habe ich anschließend an anderer Stelle zwischengespeichert und dann aus der Cloud gelöscht. Auch den dazugehörigen Backup-Plan habe ich in Arq entfernt. Danach habe ich nur das zuvor gesicherte Verzeichnis wieder in die Cloud zurückgespielt.

Damit war für Arq im Grunde jene Situation hergestellt, die mich interessiert hat: Die lokale Konfiguration ist weg, in der Cloud liegt aber noch das Backup samt seiner Metadaten.

Eine komplette Neuinstallation von Arq auf einem frisch aufgesetzten Mac habe ich nicht durchgeführt. Dass sich die Anwendung selbst wieder installieren lässt, erscheint mir allerdings als der weniger spannende Teil. Entscheidend war für mich, ob Arq danach mit den vorhandenen Daten in der Cloud etwas anfangen kann.

Und das konnte es.

Nach dem Neustart erkannte Arq das vorhandene Backup in der Cloud. Ich konnte den gesicherten Fotoordner problemlos wiederherstellen – testweise an einem anderen Ort auf meiner Festplatte.

Noch wichtiger: Arq konnte anhand der in der Cloud gespeicherten Metadaten auch den ursprünglichen Backup-Plan wieder übernehmen. Ich müsste nach einem Rechnerverlust also nicht sämtliche Backups neu aufsetzen und alle Daten noch einmal hochladen, sondern könnte mit dem vorhandenen Backup weiterarbeiten.

Ein wichtiger Punkt: das Verschlüsselungspasswort.

Die Daten in der Cloud sind verschlüsselt. Im Ernstfall brauche ich daher nicht nur die Zugangsdaten zu meinem Cloud-Speicher, sondern unbedingt auch das Passwort, mit dem Arq das Backup verschlüsselt hat. Ist dieses Passwort weg, nützt mir auch das vorhandene Backup wenig.

Das gehört daher ebenfalls zu meiner Desaster-Vorsorge: Die notwendigen Zugangsdaten und insbesondere das Verschlüsselungspasswort müssen so aufbewahrt sein, dass ich auch nach dem Verlust meines MacBooks noch darauf zugreifen kann.

Damit ist die Desaster-Übung für mich erfolgreich verlaufen. Ich habe zwar nicht den vollständigen Ablauf auf einem komplett neu installierten Mac getestet, aber den für mich entscheidenden Teil: Arq kann ein nur noch in der Cloud vorhandenes Backup erkennen, daraus Dateien wiederherstellen und den dazugehörigen Backup-Plan wieder aktivieren.

Ein erfreuliches Ergebnis.

So soll Backup funktionieren.

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