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Backup Strategie

Etwas, das ich schon länger vor mir herschiebe, ist eine bessere Strategie – oder nennen wir es Konzept –, mit der ich all meine Daten gegen Zerstörung sichere. Mit anderen Worten: Es geht um Backups.

Besonders wertvoll sind mir natürlich meine Fotos aus den letzten Jahrzehnten, die mit vielen Erinnerungen verbunden sind. Dazu kommen die Notizen zu unterschiedlichsten Ereignissen. Es sind wichtige digitale Dokumente. Ebenso möchte ich im Notfall mein Microblog und mein Blog wiederherstellen können. Und natürlich sind da auch die Dateien meines Passwortmanagers.

Ich habe mich in den letzten Tagen ein wenig mehr damit beschäftigt und folgenden Weg eingeschlagen.

Automatische Backups

Mir ist dabei wichtig, dass ich einige Prozesse automatisieren möchte. Eine Automation kann fehlschlagen, aber der Mensch, der auf ein Backup vergisst, ist noch fehleranfälliger.

Was sich nicht automatisieren lässt, ist der Download einer Sicherung von masto.host, bei dem mein Microblog gehostet wird. Für mein Blog legt mein Hoster Sicherungskopien in einem eigenen FTP-Verzeichnis an. Diese könnte ich mir wahrscheinlich noch automatisiert laden. Das muss ich erst ausprobieren.

Ansonsten liegen Dokumente, Bilder etc. in unterschiedlichen Nextclouds, die auf meinem MacBook gespiegelt werden. Die für mich immer wichtiger werdende Joplin-App erzeugt regelmäßig Backups, die automatisch in der Nextcloud landen.

Es geht also darum, einige Verzeichnisse auf meinem MacBook regelmäßig zu sichern. 

Einerseits hänge ich immer wieder eine Festplatte an das MacBook, um mit Time Machine zu sichern. Aber „was schief gehen, geht schief“ und so braucht es immer mehrere Sicherungsorte, wie auch Rainer beschreibt.

Sicherung in die Cloud

Daher wollte ich nun auch in die Cloud sichern.

Dafür habe ich bereits einen großen Speicherplatz bei Hetzner in Finnland, den ich bisher manuell befüllt habe. Also musste eine App für den Mac her.

Nach ausprobieren einiger Apps für MacOS bin ich bei Arq Backup hängengeblieben. Deren Bedienkonzept ging mir schnell von der Hand und damit machte die Einrichtung auch Spaß, was auch heißt, dass ich mich wirklich darum kümmerte und nicht wieder verschoben habe.

Arq erlaubt, unterschiedliche Speicherorte einzurichten und dort mehrere Backup Routinen festzulegen – die zu unterschiedlichen Zeiten und Intervallen starten. 

Nachdem allein meine Fotos 300 GB umfassen, wollte ich nicht bei jedem Backup diesen Datenbestand neu hochladen. Das braucht bei meiner Internetverbindung Tage. Arq unterstützt inkrementelle Speicher. Das heißt, es wird ein aktueller Stand vollständig hochgeladen und dann nur mehr die Änderungen.

Arq kann auf Wunsch die Dateien auch verschlüsselt online speichern, sodass ohne Passwort man nicht an diese herankommt.

Derzeit rattert Arq und lädt in einer erstmaligen Runde mehrere Verzeichnisse mit über 500 GB in die Cloud. Sympathisch ist mir, dass ich genau den Upload Status verfolgen kann. 

Wichtig an einem Backup ist natürlich, dass man es auch zurückspielen kann. Das habe ich mit einem kleineren Verzeichnis durchprobiert. Einfach Verzeichnis oder einzelne Dateien aus dem Backup auswählen und Speicherort wählen. Das heißt, man kann auch ganz gezielt Verzeichnisse oder Dateien aus einem Backup wiederherstellen.

Arq hat noch ein paar weitere Features. Aber damit will ich es hier sein lassen. Arq hat ein Abomodell – aber das ist mir eine einfache und gute Sicherung meiner (zumindest für mich) wertvollen Daten wert.

Und wenn ich auf Nummer sicher gehen will, kann ich parallel dieselben Backups noch in einer anderen Cloud starten – oder in dieser nur ganz wichtige Daten sichern.

Sicherung der Zugangsdaten

Im Laufe meiner Überlegungen kam mir noch ein weiterer Gedanke. Was, wenn mein Macbook crasht und ich alle Zugangsdaten und Passwörter für die Backups in einer Keepass-Datei habe? Wie komme ich dann an diese ran?

Im Moment habe ich zwei Ideen: Entweder ich drucke die Zugangsdaten zur Cloud und die Passwörter für die Backups aus und sichere sie gut, oder ich kopiere die Keepass-Datei mit diesen Daten auf zwei USB-Sticks und lagere diese an zwei unterschiedlichen Orten.

Zwei, weil immer einer kaputtgehen kann. Allerdings lagern die Keepass-Dateien ja auch auf meinem iPhone. Im Falle eines Macbook-Crashs sind sie also nicht gleich weg.

Was fehlt?

Ein paar Menschen haben mich im Fediverse auf das Thema NAS hingewiesen, also den Network Attached Storage. Auch eine gute Idee, aber da muss ich mich noch rein vertiefen – allein die Frage, welche man hier anschafft etc., ist eine „Wissenschaft” für sich. Mit der Cloud habe ich auch schon mal eine Sicherung außerhalb meiner Wohnung, was für den schlimmsten Fall (Feuer etc.) gut ist.

Backups sind vollkommen unwichtig. Solange nichts passiert. Aber wenn mal Daten verloren gehen, dann war ich schon öfter mehr als froh, auf ein solches Backup zugreifen zu können.

Habe ich noch etwas Wichtiges vergessen?

Neuveröffentlichungen

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