Als ich heute in die Besucherstatistik meines Blog (von 1. Jänner bis heute) blickte war ich doch erstaunt:
* 45,9 Prozent meiner BesucherInnen verwenden Firefox
* 39,9 Prozent meiner BesucherInnen verwenden den Internet Explorer
Nun, soll so sein. Aber ein etwas genauerer Blick hat mich doch verwundert:
* Über 90 Prozent der Firefox User haben eine der neueren Versionen (ab 3.0) installiert
* 31,65 Prozent der Internet Explorer User haben noch die Version 6.0 oder älter installiert.
Das muss doch zu ändern sein, oder?
Ich will jetzt hier gar kein Plädoyer für „Firefox“:http://www.mozilla-europe.org/de/, „Safari“:http://www.apple.com/at/safari/, „Opera“:http://de.opera.com/ und Co. halten. Ich möchte mich hier nur an meine LeserInnen wenden, die noch den Internet Explorer 6.0 verwenden.
Hyperkontext hat es schon vor etlicher Zeit gut zusammengefasst warum „der Internet Explorer für Webgestalter ein Albtraum ist“:http://hyperkontext.at/weblog/artikel/warum-der-internet-explorer-fuer-webgestalter-ein-albtraum-ist/. Einer der Gründe ist, dass der IE6 (Kurzform für den Internet Explorer 6.0) im Jahr 2001 erschienen ist. Das ist im Web eine sehr, sehr lange Zeit.
Das die meisten Websites mit dem IE6 noch immer gut bedienbar sind liegt daran, dass fast jedeR WebdesignerIn extra für den IE6 Kunstgriffe macht. Das ist massiver Aufwand und schluckt viel Arbeitszeit, die man in viele, viele anderen Verbesserungen auf einer Website stecken könnte.
So musste „Matthias Mees“:http://yellowled.de/ auch für mein Template einiges tun, damit manches auch im IE6 noch ansehnlich wirkt. Das führte sogar dazu, dass es einen eigenen Bereich in der CSS-Datei gibt, die sich nur um so genannte IE-Fixes bemüht. „Sein Frust“:http://matthias.yellowled.de/archives/440-Zum-Schweine-einweichen.html ist noch immer nachzulesen. Zwar rief Eric Eggert vor längerem auf „sich nicht vom IE6 unterdrücken zu lassen“:http://yatil.de/Weblog/nicht-vom-ie6-unterdruecken-lassen, aber schon in den Kommentaren kommen da Zweifel auf.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass etliche keine Wahl haben. Ihr Arbeitgeber, ihre sonstige technische Umgebung,… lassen ihnen „keine Wahl bei der Wahl“ des geeigneten Browsers. Aber es gibt sicherlich noch genügend andere die wechseln könnten.
Daher zwei gute Gründe für einen Wechsel von IE6 auf etwas anderes:
* Schenkt euch selbst die Möglichkeit Websites etwas augengefälliger, stylisher,… zu sehen und ev. auch besser bedienen zu können.
* Schenkt Webdesignern mit der Nichtbenutzung von IE6 die Zeit, sich nicht mehr um Workarounds kümmern zu müssen. Damit sie mehr Zeit haben eine Website in andere Richtungen zu optimieren von denen alle BenutzerInnen etwas haben.
Fast zum Schluss noch zwei Artikel von hyperkontext
* „Techniksoziologie am Beispiel Internet Explorer“:http://hyperkontext.at/weblog/artikel/techniksoziologie-am-beispiel-internet-explorer/
* „Abwrackprämie für den Internet Explorer 6.0 (Satire)“:http://hyperkontext.at/weblog/artikel/satire-abwrackpraemie-fuer-internet-explorer-6/
Weil das WWW dieser Tage „seinen 20. Geburtstag hat“:http://info.cern.ch/www20/, lassen wir seinen „Vater“ Tim Berners-Lee auch den „Internet Explorer kritisieren“:http://derstandard.at/?url=/?id=1220458289177.
Zur Historie des Artikels. Ich schrieb einen „Tweet über meine Statistik“:http://twitter.com/RobLen/statuses/1331094242 und erhielt darauf von „@vividvisions“:http://twitter.com/vividvisions die „Aufforderung einen Artikel zu schreiben“:http://twitter.com/vividvisions/statuses/1331098412.
Für alle die doch mal wechseln wollen oder zumindest mal etwas anderes ausprobieren wollen hat Vividvisions (Walter Krivanek) eine Liste unter dem Titel „Vielfalt zum browsen gehen“:http://www.vividvisions.com/2008/01/10/vielfalt-zum-browsen-gehen/ erstellt.
Weitere Argument gegen den IE6 (pro sind natürlich auch erlaubt, wenn es diese gibt) werden gerne entgegen genommen.
*Nachtrag:* Fabian Pimmingers Beitrag „Tragen wir den IE6 zu Grabe“:http://www.fabianpimminger.com/web-development/tragen-wir-den-ie6-zu-grabe/ weist auf eine norwegische Initiative hin. Fabian gibt dabei auch Tipps wie man diese selbst auf seiner Website implementieren kann.

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