Schlagwort: NurEinBlog

  • Mein Blog läuft wieder

    Seit gestern ist mein Blog prinzipiell auch über https aufrufbar. Ich wollte daraufhin abends gleich alles umstellen, sodass nur mehr ein sicherer Zugriff möglich ist.

    Kennt ihr das. Nicht viel Anleitung lesen, nur das notwendigste. Sind ja eh nur mal zwei, drei Einstellungen in der Adminoberfläche. Tja, dann läuft auf einmal nichts mehr. Das Backend ist nicht mehr erreichbar.

    Was tun? phpMyAdmin aufrufen um in der mySQL Datenbank die Konfigurationsdaten zu ändern. Siehe da, genau diese Tabelle ist nicht bearbeitbar und SQL-Befehle befinden sich gerade nicht in meinem Wissensvorrat.

    Interessant wie unrund ich mich fühlte, so ohne Blog. Schön war, dass aufgrund eines Hilferufs über Twitter sich etliche meldeten. Danke an euch alle!

    So konnte ich die mySQL Daten ändern. Und dann lief es noch immer nicht.

    Tja. Merke – was mir der Support meines Webhosters dann mitteilte – die Adminoberfläche kann auch die .htaccess verändern. Und das war auch geschehen. Ein Eintrag – geändert – und schon ging nichts mehr.

    So und jetzt läuft wieder alles rund – hoffe ich. Https gehe ich dann in aller Ruhe an, wenn ich wirklich weiß, was da alles zu tun ist. Kann also noch ein paar Tage dauern.

    Lernerfahrungen:

    1. Es gibt viele hilfreiche Menschen
    2. Änderungen am Blog sollten gut überlegt sein
    3. Lies dich vorher in Ruhe ein oder frage jemanden, der/die sich auskennt
    4. Lass dir Zeit

    Mal sehen, ob ich mir das auch merke 🙂

  • Braucht die „Hilfe“ Seite meines Blogs ein Update?

    Auf meinem Blog gibt es eine eigene Hilfe, die auch über die Navigation am oberen Rand meines Blogs erreichbar ist.

    Die Seite stammt aus 2009. Seither hat sich im Web vieles verändert.

    Jetzt stelle ich mir zwei Fragen:

    • Welche Fragen/Antworten sollten dort stehen? Was würde ihr als LeserIn meines Blogs gerne wissen?
    • Ist „Hilfe“ die passende Bezeichnung? Wäre z.B. „FAQ“ passender oder versteht das keiner?

    Vielleicht könnt ihr mir ein wenig weiter helfen oder eure Sichtweise als Kommentar hinterlassen.

  • Ich blogge schon seit 16 Jahren

    Jetzt bin ich selbst überrascht. Bei einem Blick in mein Blog Backend stellte ich fest, dass ich im Prinzip schon seit über 16 (!) Jahren blogge.

    In meinem Impressum steht für meinen zweiten Anlauf der 8. Mai 2005, 21:50 Uhr. Nun, dass sind in Kürze auch rund 9 Jahre. #schulterklopf 🙂 Das gilt aber nur für „Nur ein Blog“ mit der Blogengine Serendipity. Vorher verwendete ich kurz andere Systeme. Als ich – siehe auch Ich stehe zu meinen Anfängen – 1997 mit den „teXas News“ begann, waren diese mittels Word erstellt und auf eine statische Seite (ohne Kommentarmöglichkeit) reduziert.

    Aber es waren Neuigkeiten, eigene Meinung und LeserInnenkommentare – die ich mangels Kommentarfunktion – die ich in zeitlich umgekehrter Reihenfolge (also neueste News ganz zuoberst) brachte. Das zu einer Zeit als ich den Begriff „Blog“ bzw. „Weblog“ noch gar nicht kannte.

    Daher gestaltete ich ab dem 31. Oktober 1997 etwas was ich heute durchaus auch noch Blog nennen würde. Die erste „tExas News“ könnt ihr hier nachlesen. Warum sie auch hier zu finden ist: Ich habe die damaligen News mit viel Handarbeit im Jahr 2005 in das neue Blog übernommen.

    Was ich besonders schön finde ist, dass mir das Ganze nach über 16 Jahren noch immer Spass macht. Das was mich damals faszinierte ist immer noch ein Antrieb: Neues suchen, mit Menschen in Kontakt kommen, neue Ideen entwickeln und (teilweise) auch umsetzen und anhand des Themas und meines Blogs (damals Website genannt) auch Neues zu lernen.

  • Mein Blog-Jahresrückblick 2013

    Und wieder ist es Zeit für meinen traditionellen Jahresrückblick (siehe auch Mein Blog-Jahresrückblick 2012).

    Vorab: Auch Dirk Deimeke hat mit 2013 im Blog… diese Tradition bewahrt 🙂

    Und ihm möchte ich es weiterhin gleich halten und mir nur einen Artikel pro Monat für den Rückblick heraussuchen.

    Im Jahr 2013 schrieb ich 124 Artikel. Weniger als 2012 (166). Wobei was sagt schon die Anzahl. Ende 2013 kamen dann noch technische Probleme mit meinem Webhosting hinzu, die mir ein wenig die Freue am bloggen nahmen.

    Aber jetzt zu den Artikeln. Nur einer pro Monat, ganz subjektiv ausgewählt.

    Jänner

    Reduktion ist ein Thema, das ich mir immer wieder in den Vordergrund holen sollte.

    Februar

    In diesem Monat hat mich u.a. Die Bedeutung der Startseite für ein Blog beschäftigt.

    März

    Curriculum Vitae – Mit dem Latein am Ende

    April

    In Anlehnung an den „Fight Club“ veröffentlichte ich die Blog Club Regeln, an die ich mich weiterhin halten möchte.

    Mai

    In Hier wird gearbeitet veröffentlichte ein wenig meinen Workflow – wie viele andere auch bei dieser Blog Paraden Idee.

    Juni

    Und weil es auch heute wieder Thema war: Captchas – Nein danke

    Juli

    Mit Ende Juli begann mein Mein neuer Lebensstil – den ich bis heute auch so einhalte.

    August

    Was ich in Kenia über Nagelpflege lernte

    September

    Und ich hoffe, dass wir das S9yCamp auf der FrOSCon 2014 wirklich hinkriegen.

    Oktober

    Mit Mein erstes Barcamp versuchte ich zu zeigen, dass man nicht einE speziellE ExpertIn sein muss um bei einem Barcamp dabei zu sein.

    November

    Blue Beanie Day – und ein Bild sagt mehr als tausend Worte (so hoffe ich): Warum Webstandards wichtig sind #1

    Dezember

    Das Ende des Jahres ist auch eine Vorschau auf das neue: Blogvorsatz

    Danke

    Nicht zuletzt ein Danke an alle, die mich und mein Blog das Jahr 2013 begleitet haben. Ohne euch wäre das alles nur halb.

    DANKE!

  • Hier wird gearbeitet

    Die Isabella hat damit angefangen, Matthias Mees hat mich erwähnt und iEnno schrieb auch darüber und hat mich ganz dezidiert darauf angesprochen weiter zu machen.

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

    Worum geht´s? Um ein paar Fragen, die jeder dieser Personen beantwortet hat (und sicherlich noch mehrere). Titel „This is how i work“.

    Nun, dann fange ich mal an.

    Bloggerinnen-Typ?

    Ich will mich nicht einengen lassen. Mein Blog ist mein großer, eigener Freiraum. So sehr ich gerne auf Kommentare, Fragen, … reagiere so sehr möchte ich immer das bloggen können, was mich gerade interessiert. Auch wenn es diametral zu den vorigen Blogposts ist.

    Gerätschaften digital?

    Sehr ilastig. IPhone 5, iPad 3, iMac, MacBook. Vorteil ist, dass sich relativ viel untereinander synchronisiert – ohne viel zutun.

    Gerätschaften analog?

    Notizbücher und A3-Papier. Notizbücher für manche Mitschriften und Skizzen. Großes Papier mag ich um Strukturen zu entwickeln, Ideen auszubreiten. Da sind zwar Programme wie „Mindmeister“ auch ganz nett, aber Papier ist manchmal geduldiger und flexibler. Oder ich bin einfach schon altmodisch.

    Arbeitsweise?

    Ich bin immer auf der Suche nach DEM Workflow. Mobil bloggen ist – auch weil meine Blogsoftware dies nur bedingt unterstützt – eher nicht meine Sache. Da wird Flickr, Twitter,… befüllt. Ich sitze klassischerweise beim bloggen im Arbeitszimmer vor meinem iMac und hämmere Texte in das Backend. Hin und wieder – wie z.B. bei diesem Artikel – schreibe ich den Text in einem externen Editor. Da ich als Markup „Textile“:/blog/archives/2978-Textile-vs-Markdown verwende (das leicht zu merken ist) tippe ich dabei gleich die Formatierungen etc. mit hinein in den Text.
    Artikel entstehen spontan, aufgrund von Fragen oder sie reifen langsam in meinem Kopf und Notizen und formen sich erst Schritt für Schritt als Blogartikel.

    Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

    Für Recherchen kommt hauptsächlich die Google Suche Arbeit. Habe ich einmal ein paar gute Seiten, Dokumente, Datenbanken gefunden, dann hangle ich mich oft über Hinweise oder Links weiter. Wichtiges Tool ist aber auch meine lange Liste an RSS-Feeds, die ich im Google Reader gespeichert habe und am iPhone, iPad oder Mac über „Reeder“ lese. Google Reader wird mit 1. Juli geschlossen. Welchem Dienst ich dann meine Feedverwaltung anvertraue habe ich noch nicht ganz beschlossen. Da ich Reeder schätze wird es davon abhängen, was die App unterstützt.

    Bookmarks speichere ich entweder in „Evernote“ – insbesondere wenn ich auch gleich den Seiteninhalt sichern möchte – oder in „Pinboard„. Pinboard wird von einem hoch engangierten Entwickler betrieben und sollte eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit erhalten. So kann Pinboard auch meine Tweets verfolgen. Jeder Link, den ich so poste wird automatisch zu einem Bookmark in Pinboard. Gut für das spätere verbloggen von Themen, die ich per Tweet nur angeteasert habe.

    Wie geschrieben blogge ich meist ohne Tools sondern tippe direkt in das Backend.

    Bilder kommen hin und wieder bei mir zum Einsatz. Screenshots und kleine Nachbearbeitung erledige ich über „Skitch“, da die Bilder dann auch zentral in Evernote landen. Ansonsten ist „Flickr“ meine Wahl. Die neue iPhone App erlaubt das mobile posten von Fotos, die ich dann in Teilen auch in meinem Blog verwende.

    Wo sammelst du deine Blogideen?

    In meinem Kopf 🙂 Nun, dort ist wohl die größte Sammlung vorhanden. Ansonsten kommt ein wenig Evernote zum Einsatz. Derzeit ist „Wunderlist“ mein Favorit. Aber ich wie bei ToDo-Listen prinzipiell bin ich da noch immer am Suchen bzw. ist mein Workflow eher eine unregelmäßige Zacke.

    Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

    Nicht dreimal überlegen, ob man es bloggen soll – sondern bloggen. Das soll nicht heißen, dass (Nach)denken auszuschalten. Aber oft grübelt man, ob das wirklich ein relevanter Artikel ist, ob der eine Satz nicht ein wenig schöner formuliert gehört. Zeit, in der man den Artikel schon dreimal getippt hat.

    Und vielleicht auch als Ausrede für oben. Scher dich nicht um Tools. Nimm irgendwas und tippe los. Workflow heißt schlussendlich, dass die Worte fliessen, die Ideen in dein Blog wandern und nicht, dass die Buchstaben von App zu App schön weiter gereicht werden.

    Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

    Achillesferse!!! 😉 Derzeit bin ich mit Wunderlist recht zufrieden. Nicht zu komplex – hach, man kann sich wunderbar in Listen und Aufgaben anlegen verlieren – aber gerade richtig um ein Mittelding zwischen Aufgabensammlung und Ideenspeicher zu sein. Noch in der Erprobung ist „Taskpaper“, das auch mit einigen recht interessanten Ideen aufwartet.

    Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

    Meine Kaffeemaschine? Ein Häferl Kaffee am Schreibtisch beflügelt ungemein beim schreiben.

    Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

    Irgendwer ist bei jeder Sache immer besser als ich. Aber die Kombination ist wohl das, was mich dann „besonders“ macht. Da geht es jetzt nicht ums Können, aber ich bin im Web immer wieder einer, der zwischen den Welten unterwegs ist, vermittelt, vernetzt, … Vielleicht, aber nur vielleicht, habe ich ein klein wenig die Gabe, manche Menschen zu motivieren, über manchen virtuellen Tellerrand zu schauen.

    Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

    Musik stört mich eher beim bloggen. Aber wenn ich im Flow bin, wird dazwischen ein Lied gesummt. Davon existieren aber keine Aufnahmen – falls wer fragen sollte.

    Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

    Ich gehe spät zu Bett (irgendwann muss ja im Feedreader gelesen, getwittert und gebloggt werden – neben Berufs- und Privatleben) und stehe wochentags auch früh(er) auf. Am Wochenende darf dann schon mal länger geschlafen werden. Denn manchmal kommt dann der richtige Flow dafür erst um 3 oder 4 Uhr früh.

    Eher introvertiert oder extrovertiert?

    Ich ruhe gerne in mir und bin dazwischen auch gerne mit Menschen zusammen. Ich mag eine gute Mischung zwischen Alleinsein und Gesellschaft.

    Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

    Jeder Bloggerin und jeder Blogger, die das gerne wollen. Ich dränge jetzt mal niemanden.

    Der beste Rat den du je bekommen hast?

    DER beste Rat, wäre wohl wie die Weltformel 🙂 Keiner, der mir so prägnant im Ohr geblieben wäre. Wenn dann ist es nicht ein Ratschlag, sondern eher Lebensgestaltungen von Menschen, Werthaltungen, die mir imponiert haben und dir mich zum nachdenken brachten.

    Aber wenn unbedingt gewünscht ein Stück Text von „Leonard Cohen„:

    Passing through, passing through. Sometimes happy, sometimes blue, glad that I ran into you. Tell the people that you saw me passing through.

    Leonard Cohen „Passing Through“

    Noch irgendwas wichtiges?

    Ja, lasst euch den Spass am bloggen nicht nehmen. Und wenn ihr noch nicht bloggt. Probiert es doch einmal. Aber Vorsicht, es könnte euch für Jahre beschäftigen …

    (Und probiert doch mal Serendipity.)

  • Interview mit meiner einer

    Robert vom Interview Blog hat vor ein paar Tagen bei mir angefragt, ob er mich interviewen dürfe.

    Nun, durfte er 😉 Das Interview ist mit dem Titel „Interview mit robertlender.info/blog“ erschienen.

    Auf Roberts Blog finden sich etliche Interviews mit „Top-Bloggern“ – definiert durch Besuche, Google PageRank,… – einige davon recht interessant zum Lesen.

    Kleiner Nachsatz. Nachdem sich das Interview Blog auch mit SEO und Geldverdienen im Internet beschäftigt habe ich kurz gezögert, ob ich das tun soll. Aber es wurde kein Backlink von mir eingefordert – das wäre auch das Ende der Kommunikation geworden. Außerdem fand ich die Fragen interessant und haben mich mal wieder zum reflektieren gebracht. Nur ein Teil dazu ist im Interview zu finden.

    Außerdem war mir das Anregung, dass ich die w2atTalks wieder auffrische.

    Also: viel Spaß beim Lesen des Interviews (wer es sich antun möchte). Feedback – dort bei Robert oder hier in meinem Blog – würden mich freuen.

    Vorab: Der nachfolgende Artikel erschien im Jahr 2011. Nachdem das „Interview Blog“ nicht mehr online ist, habe ich das Interview nun an diesem Artikel angefügt.

    1.) Hallo Robert, von Nur ein Blog. Erzähle uns doch bitte ein wenig über deine Person. Was macht dich als Mensch aus?

    Robert Lender: Was mich als Mensch ausmacht, müssten eigentlich andere über mich erzählen. Eigen- und Fremdsicht sind halt zwei unterschiedliche Sichtweisen. Probieren wir es einmal. Ich halte mich für neugierig, an neuen Ideen und Themen interessiert, manchmal recht einfühlsam und eher friedliebend. Ich plaudere gerne und bin prinzipiell nicht Kontaktscheu. Somit habe ich wohl ganz gute Voraussetzungen um ein Blog zu führen 🙂

    2.) Worüber bloggst du in deinem Online Magazin und wie lange besteht dein Blog schon?

    Mein derzeitiges Blog ist am 8. Mai 2005, 21:50 Uhr mit dem ersten Artikel gestartet. Es finden sich darin jedoch auch Artikel die bis ins Jahr 1998 zurückreichen und aus früheren Projekten (zur Mobilfunkfirma Tel.Me., zum PDA TI Avigo, etc.) stammen. Ich blogge an sich über das was mir gerade gefällt, mich ärgert, mich interessiert, … einfach worüber ich gerade bloggen möchte.

    Natürlich gibt es auch Themen, die ich immer wieder aufgreife: das Web als solches, die sozialen Interaktionen darin. Ein spezieller Schwerpunkt ist Web Accessibility, zu dem ich auch schon Blog Paraden etc. veranstaltete. Mein iPhone, mein iPad und mein iMac sind natürlich auch immer wieder Thema. Nachdem ich nicht WordPress sondern Serendipity/S9y zum bloggen verwende, ist dieses Blog-CMS ein Schwerpunktthema. Dazu gibt es auf meinem Blog auch die umfangreichste Linksammlung im Web zu anderen Blogartikeln, Templates, Hilfestellungen, etc.

    Ein ganz spezielles Thema ist der Entertainer Heinz Conrads, der auch LeserInnen von hohem Alter zu mir führt.

    3.) Du bist Österreicher, wie ich. Deutschland hat in etwa 10 mal soviele Einwohner wie Österreich. Komischerweise sind in den deutschen Blogcharts von Jens Schröder, von den zur Zeit 100 meistverlinkten Blogs im deutschsprachigem Raum, gerade mal eine Hand voll österreichische Blogger mit von der Partie. Wie kann man sich das nur erklären? :/

    Keine Ahnung. Wie heißt es so schön: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Nein, ich will da nichts unterstellen. Aber wer weiß, ob in dieser Blogchart wirklich alle Blogs erfasst sind. Gar nicht aus bösem Willen sondern weil allein schon die Frage „Was ist ein Blog“ bis heute nicht hundertprozentig und definitiv beantwortet ist. Aber das ist ja auch nicht so wichtig. Charts sind OK. Aber man sollte sie nicht zu ernst nehmen. 

    Also, ich erkläre es mir nicht – ich denke gar nicht drüber nach.

    4.) In Amerika gibt es schon immens viele Blogger, welche hauptberuflich durch ihren Blog leben können. Letztens sah ich im TV einen Bericht von einer deutschen Bloggerin, welche in die Staaten ausgewandert ist, da sie in Deutschland mit ihrem Blog nur 700 Euro pro Monat erwirtschaftete. In Amerika erwirtschaftete sie mit dem selben Blog in den ersten Monaten pro Monat rund 3000 Dollar. Wie lange denkst du, wird es dauern, bis dieser „Hype“ auch zu uns kommt?

    Dein Beispiel kann man durch ein wenig Rechnen relativieren. 700 Euro sind rund 1.000 Dollar. Der deutschsprachige Raum hat ganz grob geschätzt 100 Mio. EinwohnerInnen (also Deutschland, Österreich und Teile der Schweiz). Die USA haben mit rund 311 Mio Einwohnern rund 3 mal soviel. Macht also 1.000 Dollar mal drei. Rechnet man noch hinzu, dass der englischsprachige Raum viel, viel größer ist – dann ist es eigentlich verwunderlich, dass die Bloggerin nicht mehr verdient 😉 Nun, das ist natürlich ein wenig Milchmädchenrechnen – aber soll zeigen, dass solche Vergleiche schwierig sind.

    Außerdem weiß ich nicht, womit die Bloggerin überhaupt in ihrem Blog Geld machte. Vielleicht ist da der Markt in den USA besser. Aber ich habe zuwenig Ahnung über amerikanische Verhältnisse um zu sagen, ob es einen „Hype“ gibt und ob der jemals nach Österreich und Deutschland kommt.

    5.) Dein Template sieht echt toll aus. Welchen Stellenwert räumst du diesem samt Design ein?

    Ich habe dank Matthias Mees (@yellowled) ein wunderbares und recht barrierefreies Template für mein Blog gestaltet bekommen. Wichtig war mir in diesem Zusammenhang die Diskussionen und die gemeinsame strukturelle Entwicklung. Braucht es dieses oder jenes Blogelement, versteht überhaupt jemand, was eine Tagcloud ist, wohin gehört ein spezieller Button oder ein Icon? D.h. wichtig war mir ein gefälliges Äußeres – dem Blognamen entsprechend sollte es nicht zu dick auftragen und eine sinnvolle BenutzerInnenführung bieten. An letzterer muss man aber immer wieder feilen und Neues überlegen.

    Ansonsten erlaube ich mir aber doch auch die Sichtweise, dass Inhalt Vorrang vor Äußerem hat. Zentral in einem Blog ist der Text – und hier gilt es gute Arbeit zu leisten. Und ich hoffe, dass mir das doch hin und wieder gelingt 🙂

    6.) Was hältst du von der deutschsprachigen Blogosphäre und welche Blogs verfolgst du am liebsten?

    Das mit der Blogosphäre ist ein Konstrukt. Es gibt untereinander gut vernetzte BloggerInnen, aber auch diese in ganz unterschiedlichen Netzwerken. Nur einzelne BloggerInnen sind dann noch in mehreren zu Hause. Ich kann das natürlich im gesamten Blogosphäre nennen. Aber dies ergibt noch kein homogenes Netz oder sonst etwas. Da werden dann immer Top-Blogger herum gereicht – weil man eben in der Techno(logie)szene besser vernetzt ist. Dabei ist eventuell das Strickblog, das Weinblog, etc. von nebenan reichweitenstärker und dessen LeserInnen viel aktiver im kommentieren etc.

    Lieblingsblogs will ich gar keine nennen. Ich verfolge in meinem Feedreader rund 300 Blogs – mal lesend, mal nur über die Überschriften fliegend. Die einen mag ich wegen ihres Schreibstils, die anderen weil sie mir passende Informationen liefern und die anderen weil sie mich aufregen und dadurch zum nachdenken anregen. Wer mein Blog verfolgt wird schon das eine oder andere Blog mehrmals verlinkt gesehen haben. Aus all diesen Gründen habe ich in meinem Blog auch keine Blogroll.

    7.) Auf welche Suchwörter optimierst du so bei Google? Mit welchen Hammer-Keywords bist du ganz weit vorne gerankt? 

    Ich optimiere auf gar keine Wörter. Höchstens darauf meine Wörter so optimal zu setzen, dass verständliche Sätze daraus werden 😉

    Überrascht bin ich aber immer wieder mit welchen Suchbegriffen Leute bei mir landen – das schaue ich mir neugierigerweise schon an. Ein sehr beliebtes Thema ist „Akinator“, bei dem ich – gerade nachgeschaut – gut gerankt bin und täglich 20 bis (hatte ich auch schon) 1.000 Aufrufe der entsprechenden Artikel in meinem Blog landen. Auch mit „S9y“ kann man mein Blog gut finden. 

    8.) Erwirtschaftest du mit deinem Blog Geld? Falls ja, wie viele Euro sind dies pro Monat und wie stellst du das an?

    Mein Blog war nie mit einer kommerziellen Absicht hinterlegt. Es gibt keine Werbung, nicht mal Dienste wie Kachingle oder Flattr. Es macht mir Spass und ich möchte mir das nicht durch irgendeinen Geldeinnahmedruck verleiden lassen. 

    Aber mein Blog erzielt durchaus Mehrwert. Ich lerne Menschen kennen, werde kontaktiert, eingeladen an Projekten mitzuwirken etc. Ich lerne auch durch mein Blog, durch die Gestaltung und das recherchieren für Artikel. All das sind Erfahrungen, die ich nicht in Geld bemessen kann und die mir aber umso wertvoller sind. 

    Profan könnte man sagen, mein Blog hat eine gewisse Umwegrentabilität und dient auch meinem Reputation Management (letzteres ist zu hoffen ;).

    9.) Betreibst du sonst noch andere Webauftritte oder hast du vor, zukünftig noch welche zu erstellen?

    Ich hätte fast jeden Tag eine Idee für ein Projekt – allein mir fehlt die Zeit.

    Mein größtes Projekt – zusammen mit vielen anderen – ist die Terminplattform www.webtermine.at. Nach einem Ableger in der Schweiz (wird von jemand anderen betrieben) haben wir nunmehr auch webtermine.de eröffnet und versuchen die Plattform gerade bekannt zu machen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen und UnterstützerInnen zu finden.

    Mit www.s9ycamp.info gibt´s einen Podcast (zusammen mit dem schon erwähnten Matthias Mees) zu der Blogsoftware Serendipity/S9y.

    Und mit www.alleinr.at (oder nur alleinr.at) bin ich österreichischer Lizenznehmer von www.alleinr.de und betreibe auch den speziellen Twitterdienst @alleinrat – für alle die ein wenig Ruhe im Internet suchen.

    Weiteres wird sicherlich einmal folgen, ich kann ja keine Ruhe geben.

    10.) Wie viel Zeit investierst du pro Woche in dein Blog und warum bloggst du denn eigentlich? 🙂

    Keine Ahnung wieviel Zeit ich investiere. Im Moment sicherlich weniger, da ich eben mit webtermine.at und .de viel zu tun habe. Aber die Zeiten sind nicht so zuordenbar. Denn all die Zeit, die ich in Facebook, Google+, in meinem Mailpostfach, auf Twitter, in meinem Feedreader verbringe sind auch Zeiten in denen mir Ideen für Blogbeiträge kommen, die sich langsam in meinem Kopf entwickeln und irgendwann geschrieben werden. Das schreiben selbst kostet mir dann zwischen 5 Minuten und einigen Stunden für einen Artikel. Je nachdem wie kreativ ich bin und wieviel zusätzliche Recherche, Screenshots oder ähnliches der Artikel benötigt.

    11.) Welche Plugins nutzt du in deinem Blog? Welche Plugins machen wirklich Sinn?

    Da ich S9y benutze sind Plugin-Tipps für die Mehrzahl derer die WordPress benutzen nicht sehr sinnvoll. Aber: probiert doch mal S9y/Serendipity – ist einen Versuch wert 😉

    Auf alle Fälle braucht es ein gutes Anti-Spam-Plugin. Ich benutze eines mit Bayes-Filter. Dieses vergleicht Wortkombinationen und ist lernfähig. Damit kann Spamkommentare relativ gut eleminieren. Denn so etwas wie Captchas gibt es in meinem Blog nicht – da diese meistens nicht barrierefrei sind und sehbehinderte bzw. blinde Menschen ausschliessen.

    12.) Besucher auf seinen Blog zu bringen ist das A und O. Wie ziehst du die Besucher an Land?

    Ich mache keine spezielle Werbung. Außer das ich jeden Beitrag auch twittere – was immer wieder LeserInnen bringt. Auch in Facebook und Google+ erwähne ich einzelne Artikel – aber nicht automatisiert sondern mit individuellen Texten. Mir geht nämlich dieses Crossposting langsam auf den Nerv. Auch Kommentare in anderen Blogs bringen LeserInnen – aber Kommentare schreibe ich nach Interesse und nicht aus diesem Gesichtspunkt. Ansonsten bin ich auch viel auf Barcamps und Co. unterwegs und Mensche googlen nach mir – und kommen damit zwangsläufig auf mein Blog… Mein Blog ist somit der zentrale Punkt meiner Webaktivitäten, auf den ich immer wieder hinweise. 

    Natürlich kommen sehr viele LeserInnen über Google.

    13.) Dein Kontakt Formular ist echt toll. Ist das ein Plugin? Wie kann ich selbst solch ein Kontakt Formular in meinen Blog einbetten? Bitte um eine Step by Step Anleitung. 🙂

    Das Kontaktformular ist ein Plugin für Serendipity. Dort ist der Einbau mit ein paar Klicks erledigt – da S9y schon lange vor WordPress Plugins direkt aus dem Netz holen und installieren konnte. Eine Einbauanleitung wird dir daher wohl nichts nützen. Aber du könntest ja auf S9y wechseln 😉

    14.) Du lebst in Wien. Erzähle uns doch bitte ein wenig von meiner Hauptstadt. 🙂
    Was hat Wien, was andere Städte nicht haben? Warum sollte man Wien besuchen? Lebst du gerne in Wien?

    Ja, ich mag meine Stadt, trotz aller Ärgerlichkeiten. Aber welche Stadt muss sich nicht alltäglich verändern – oder sollte es. Wien ist eine große Kleinstadt oder eine kleine Großstadt – was sehr angenehm ist. Es gäbe viele Gründe um Wien zu besuchen: Die Sehenswürdigkeiten, das feine (und manchmal etwas heftige) Essen, Veranstaltungen,… Aber da hat jedeR wohl unterschiedliche Geschmäcker. Bezüglich des „Internet“ mag ich Wien, da es sehr viele „Offline Treffen“ gibt. Die Menschen, die sich aus dem Netz kennen treffen sich auf Barcamps, bei Twittagessen, Webmontagen, Tweetups, bei kostenlosen Weiterbildungen wie den Digitalks. Aber auch Veranstaltungen wie Photowalks werden netzmäßig begleitet oder mal ganz mit Smartphones gestaltet. Wenn ich darf möchte ich auf das nächste „CreateCamp“ hinweisen. Auch Gäste aus dem Ausland sind Willkommen mitzuwirken – mit was auch immer. Oder ihr nutzt es als Chance um einen winzigen Teil der Wiener Webszene kennen zu lernen.

    15.) Ok, ich denke ich sollte dich nun nicht mehr länger auf die Folter spannen und wünsche dir auch weiterhin viel Glück mit deinem Blog. Bis bald! 🙂

    Danke. Es war mal wieder interessant über das eigene Blog zu reflektieren. Bin gespannt ob es Kommentare zu dem Interview geben wird 🙂

    Dies ist ein älterer Artikel. Leider sind einige verlinkte Seiten nicht mehr erreichbar. Wenn möglich, findest du einen Link zur archivierten Seiten in der WayBack Machine. Wenn du etwas zu dem Inhalt ergänzen möchtest, schreib mir oder kommentiere diesen Artikel.

  • Zweitausend Beiträge oder so

    Der @hofrat hat mich darauf hingewiesen, dass in meinem Blog schon mehr als 2.000 veröffentlichte Artikel lagern. Das fasziniert sogar mich selbst, was ich in den letzten Jahren an Texten und Bildern zusammen getragen habe.

    Aber schauen wir mal kurz in die Statistik.Nach Kategorien (auch wenn ich diese nicht mehr nach außen ersichtlich mache) geordnet finden sich folgende Zahlen:

    • web: 828 Artikel
    • serendipity: 256 Artikel
    • texas – avigo: 208 Artikel
    • allerlei: 172 Artikel
    • tel.me.: 155 Artikel
    • heinz conrads: 114 Artikel
    • mac und apple: 98 Artikel
    • mobiler alltag: 68 Artikel
    • android: 36 Artikel
    • hilfe: 12 Artikel

    Aber was mich noch mehr freut sind die fast 2.000 Kommentare von meinen LeserInnen und die fast 400 Trackbacks von anderen Blogs. Denn die sind noch immer das Salz in der Artikelsuppe eines Bloggers 🙂 Daher wieder einmal danke an euch „da draußen“.

    Und dass der 2.000 Beitrag (ja, hier divergieren interne und externe Statistik in den Zahlen) dem Thema Heinz Conrads gewidmet war, war nicht beabsichtigt. Aber es passt. Denn mein Blog ist eben ein „Themen-Vielfalts-Blog“, meine kleine Webwelt. Und das genieße ich und werde ich auch weiter beibehalten: Das, was mir in den Sinn (oder in den Feedreader, Mailbox,…) kommt, das wird auch gebloggt 🙂

  • Alles Gute zum Geburtstag

    Am 8. Mai 2005 schrieb ich das Wort [[Online]] in das Titelfeld meines Blogs. Damit startete genau vor 6 Jahren meine (zweite) Bloggerkarriere.

    Ich bin im nachhinein sehr froh, diesen Schritt gesetzt zu haben. Denn über mein Blog, aufgrund meiner Artikel,… konnte ich vieles Lernen, Menschen im Internet und offline treffen, mich mit Ihnen austauschen. Es gab Ideen (und auch die Umsetzung) von vielen Aktionen.

    Das wäre alles ohne dieses Blog wohl nur beschränkt basiert. Mein Blog ist meine Webheimat, über die ich in die Onlinewelt hinausgehe und wieder zu meinem Blog heimkomme um darüber hier zu schreiben.

    Ich will gar nicht aufzählen, was in all den 6 Jahren hier so passiert ist. Wenn es interessiert, der/die nutze einfach die Archivfunktion.

    Ich möchte nur allen danken, die mich in diesen sechs Jahren hier in diesem Blog begleitet haben. Und ich möchte allen [[Serendipity]] EntwicklerInnen danken, dass sie Menschen wie mir kostenlos eine solche Blog-Engine zur Verfügung.

    Denn „Nur ein Blog“ ist erst gemeinsam mit Serendipity/S9y eine Erfolgsgeschichte 🙂

    Daher danke.

    Und alles Gute zum Geburtstag mein geschätztes „Nur ein Blog“…

  • Barcamp Graz: LeserInnenaktion

    Morgen mache ich mich auf in Richtung Süden. Am Samstag und Sonntag findet das „Barcamp Graz“:http://www.barcamp.at/BarCamp_Graz_2011. Nachdem ich schon 2010 teilgenommen habe, freue ich mich über eine „Fortsetzung“.

    Ich verspreche nicht, dass ich während des Barcamps viel twittern oder bloggen werde. Das hängt ganz davon ab, wie ich mit Sessions, Gesprächen, Ideen,… eingedeckt bin. Meinerseits möchte ich „webtermine.at“:http://webtermine.at (wieder einmal) vorstellen und neue Ideen mit den TeilnehmerInnen wälzen. Außerdem gibt´s da eine Gesundheitsidee, die ich gerne unterstützen möchte – mal sehen, ob es zu einer Initialzündung kommt 🙂

    Auch diesmal experimentiere ich mit der „BesucherInnenaktion (siehe letzte)“:/blog/archives/3221-BesucherInnenaktion-Herbst-2010. Wer immer mich auf diesen Artikel beim Barcamp anredet hat einen Artikelwunsch frei. Sei es ein Interview mit dir (Text, Video, Audio,..), sei es ein Gastartikel oder ein Thema bzw. Projekt über das ich schreiben soll.

    Nur Wünsche die diametral zu den Grundintentionen meines Blogs sind werde ich ablehnen. Damit ist fast alles möglich.

    Also – wenn ihr das lest und „zufällig“ in Graz seid – sprecht mich an.

    Danach werde ich natürlich auf alle Fälle über das Barcamp berichten.

  • Nur ein kleiner Test

    Dieser Blogbeitrag dient nur zum testen. Damit er aber nicht zu fad ist, gibt es zumindest ein Foto für euch. Ein erster Rückblick auf meinen Urlaub im April.

    Trinken Affen Kaffee?