Monat: April 2026

  • Menschen folgen meinem Blog … über das Fediverse

    ich bin gerade fasziniert.

    Im September 2024 habe ich das ActivityPub Plugin in meinem Blog nochmals installiert. Damit landet jeder Blogartikel von mir im Fediverse und kann geliked, weitergeleitet oder kommentiert werden. Kommentare landen auch wieder im Blog.

    Damit ist mein Blog ein Teil des Fediverse geworden.

    Wer mag kann dem Blog auch über das Fediverse folgen, denn es ist dort mit Profil @roblen erreichbar.

    Und jetzt komme ich zum Anfang zurück. Heute habe ich mal nachgesehen wieviele diese Möglichkeit nutzen. Siehe da, insgesamt 63 Profile folgen meinem Blog.

    Neben RSS ist das jetzt die zweite Möglichkeit keinen neuen Artikel zu verpassen – und sie funktioniert wirklich bzw. wird genutzt.

    Cool 😊

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  • Pure Blog: Blog Roll(s)

    Über das einfach zu installierende und zu bedienende Blog Management System Pure Blog gab es bei mir vor kurzem einen ersten Erfahrungsbericht.

    Damals fand ich auch im Blog von „Wer schreibt …“ eine Liste mit Blogs, die unter Pure Blog laufen.

    ThinkRoot hat nun mittels KI die Seite Pure Blog Discover erstellt. Hier kann jede:r die URL zum Pure Blog hinterlassen. Die Seite wird nach ein paar Kriterien gecheckt und danach gelistet.

    Jetzt schreibt „Wer schreibt …“ über eine offizielle Blogrolle.

    Kev Quirk, der Entwickler hinter Pure Blog, bedankt sich bei ThinkRoot für die Idee und hat festgestellt, dass eine offizielle Blogrolle doch etwas sinnvolles wäre. Denn damit könne man darstellen, was Menschen alles aus dem einfachen System so herausholen.

    Somit gibt es als dritte Liste „Pure Blog Roll„. Man kann die Liste auch nach Sprache der Autor:innen sortieren. in einem eigenen Reiter werden auch die letzten Artikel aller gelistete Pure Blogs angezeigt. Eine feine Sache, um auch ohne Interesse an Pure Blog interessante Artikel und Blogs zu finden.

    Jetzt mag jemand einwenden, dass drei Listen für ein noch nicht so häufig genutztes System zu viel seien. Aber niemand muss hier den Anspruch haben die perfekte oder größte Liste zu führen. Es sind einfach unterschiedliche Plätze um auf Pure Blogs zu stossen. Und das ist gut so.

    Somit viel Spass beim Lesen.

    PS: Ich experimentiere im Hintergrund auch mit einer Pure Blog Installation. Ob ich sie mal als Side Blog aktiviere und es aktive listen lasse … mal sehen.

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  • Blackbox.at geht in Public Beta

    Über den Neustart der Blackbox habe ich vor einiger Zeit geschrieben. Mit Februar ging es in den Beta-Test für eine geschlossene Gruppe.

    Seit kurzem ist blackbox.at nunmehr in einem „Public Beta“. Was das heißt? Da zitiere ich einfach aus der heutigen Mail an die Nutzer:innen:

    Das bedeutet für dich: Endlich kannst du nun deine Freund•innen zur black•box einladen! Du findest das Menü „Benutzer•in einladen“ in deinem Profil. Derzeit kannst du pro Woche 10 Einladungen verschicken, wir planen aber, dieses Limit deutlich zu erhöhen, wenn wir mehr Erfahrung damit haben. Jede/r Eingeladene braucht dann noch ein zweites Mitglied zur Bestätigung. Vorschläge dazu kannst Du mit dem Einladungsmail mitschicken. Die Liste der User•innen, die noch eine Bestätigung brauchen, findest Du unter „Zu bestätigende User•innen“.

    Das „Public“ in „Public Beta“ bedeutet auch, dass wir uns geöffnet haben. Die Startseite und die öffentlichen Gruppen sind nun auch für nicht eingeloggte User•innen zugänglich, allerdings nur passiv, also lesend. Jetzt kann man sich ein Bild machen, bevor man sich um eine Einladung bemüht.

    Ein Nebeneffekt der Öffnung ist außerdem, dass du nun öffentliche Postings der black•box auf anderen Social Media Plattformen und in Messengern teilen kannst (mit dem Menü „Als Link teilen“ unter „Teilen“ – ganz unten im Posting).

    Damit könnt ihr euch mal – bei Interesse – ansehen, wie sich die Blackbox so anfühlt. Von den Funktionen ist es ähnlich anderen Netzwerken.

    Den Unterschied macht wohl das Einladungssystem. Jede:r Eingeladene muss noch von einem zweiten Mitglied bestätigt werden. Diese Verknüpfung ist dann für alle sichtbar. Somit weiß jede:r, wer wen in die Blackbox eingeladen hat. Das soll Vertrauen schaffen und so manchen Troll abhalten. Mal sehen wie es funktioniert.

    Ich habe leider weniger getestet als gedacht. Meine Chronik ist nunmehr einsichtig.

    Die Blackbox ist damit eine andere Art von Alternative zu den Social Media Netzwerken – und auch ein wenig anders als das Fediverse.

    Für manche vielleicht von Interesse: Da die Blackbox in Wien beheimatet ist und viele der über 400 Beta-Tester:innen aus Österreich kommen geht es auch in den Foren immer wieder um regionale Aktivitäten, Geschichten und politische Ereignisse.

    Der nächste Schritt wird dann die Einführung eines Abo-Systems sein, denn die Blackbox will erhalten werden. Aber bisweilen kann man sie ganz kostenlos ausprobieren – sofern zwei Menschen quasi für einen bürgen.

    Bin gespannt, wie sich die Blackbox weiter entwickelt.

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  • Geburtstagswünsche auf Facebook

    Je länger ich bei Facebook nur rudimentär aktiv bin, desto weniger Geburtstagswünsche erhalte ich. Das ist nur eine Feststellung, es tut mir nicht weh.

    Was mich mehr erschreckte, war ein Erlebnis vor ein paar Tagen.

    Eine Bekannte von mir ist vor ein paar Jahren gestorben. Nun stand ihr Geburtstag an. Einige Menschen posteten auf ihrem Profil Erinnerungen oder „Du fehlst”. Ich kann nachvollziehen, dass man seine Traurigkeit so äußern möchte.

    Aber dann kamen die klassischen Geburtstagsnachrichten. Fröhliche „Happy Birthday”, „Ich wünsche dir einen feinen Tag” usw. Viele verwendeten die von Facebook vorgeschlagenen Standardmeldungen. Und genau das ist das Problem.

    Das soziale Netzwerk schlägt mir an Geburtstagen von Menschen vor, ihnen Wünsche zu posten. Wenn ich eine vorgefertigte Nachricht verwende, muss ich nicht einmal auf das Profil gehen, um zu gratulieren.

    Das habe ich mir abgewöhnt. Mit manchen Menschen habe ich wenig Kontakt. Aber ich nutze ihren Geburtstag gerne, um ihnen zu schreiben, dass ich zumindest an sie denke. Ich schaue vorher aber in das Profil, um zu lesen, was aktuell so passiert ist. Denn ein fröhlicher Geburtstagsgruß ist nicht immer angebracht.

    Wir können ruhig öfter gratulieren und Wünsche aussprechen. Viele Menschen freuen sich, wenn wir an sie denken. Aber tun wir das auch während des Jahres und informieren wir uns vorher ein wenig?

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  • tExas News: Podcast Folge zum Avigo

    Nach längerer Zeit gibt es wieder eine Ausgabe der tExas News. Mit diesen habe ich einige Jahre recht intensiv über den Personal Digital Assistent (PDA) Avigo 10 von Texas Instruments berichtet.

    Christoph Schröder betreibt unter anderem in ❤️ with PDA mit Informationen zu unterschiedlichen PDAs. In dem Podcast for a #palm full of stories möchte er gerne mit unterschiedlichen Menschen über die Zeit der PDAs plaudern und Erinnerungen an diese Zeit wieder hervorbringen.

    Ich hatte die Ehre das erste Gespräch mit Christoph über den Avigo 10 zu führen.

    Das rund einstündige Gespräch ist hier zu hören. Zum detaillierten reinblicken, kann man auch die einzelnen 35 Kapitel anspringen.

    Das Ganze läuft unter der Software Castopod und ist somit ein Teil des Fediverse – mitsamt der Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen.

    Es war interessant, dass erst im Laufe des Gesprächs bei mir wieder einige Erinnerungen hochkamen.

    Wer mag, kann mit dem Schlagwort Avigo über 200 Artikel in meinem Blog über den Avigo nachlesen. Leider sind einige Artikel durch mehrmalige Transfer des Blogs etwas „ramponiert“. Wenn ihr einen Artikel findet, der nicht mehr vollständig ist, ihr in aber lesen wollt, dann lasst es mich wissen. Dann wird dieser mit Priorität restauriert.

    Danke nochmals an Christoph für die Einladung. Es hat wirklich Freude gemacht.

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  • Flatpress: zwischen Blog und Mastodon Profil syncen

    Über den Hinweis eines Updates bei Flatpress bin ich auf das Mastodon Plugin für diese Blog Engine gestossen.

    Flatpress ist eine einfach zu installierende Blog-Software, die auf PHP basiert. Es braucht keine Datenbank sondern legt Artikel und Seiten als Markdown Dateien ab.

    Mit dem erwähnten Mastodon Plugin wählt der Entwickler einen anderen Weg als entsprechende Plugins in WordPress. Man benötigt ein bestehendes Mastodon Profil. Dieses verbindet man mit dem Plugin. Danach werden Postings und Kommentare zwischen diesen beiden Anwendung synchronisiert.

    Auf der Plugin Seite findet sich eine englischsprachige Beschreibung, die ich mir erlaubt habe einzudeutschen (naja, eigentlich war es DeepL):


    Das Plugin synchronisiert FlatPress-Inhalte mit einem Mastodon-Konto in beiden Richtungen: Das Plugin synchronisiert außerdem Bilder von FlatPress-Beiträgen und Mastodon-Statusmeldungen.

    • FlatPress-Beitrag → Mastodon-Statusmeldung
    • FlatPress-Kommentar → Mastodon-Antwort
    • FlatPress-Antwort auf einen Kommentar → Mastodon-Antwort auf diese Antwort
    • Mastodon-Statusmeldung auf oberster Ebene → FlatPress-Beitrag
    • Mastodon-Antwort innerhalb des importierten Threads → FlatPress-Kommentar

    Wenn das FlatPress-Plugin „Tag“ aktiv ist, synchronisiert das Plugin außerdem Beitragstags in beide Richtungen:

    • FlatPress-Beitragstags → Mastodon-Hashtags
    • Mastodon-Hashtags → FlatPress-Beitragstags

    Dieser Ansatz erlaubt ein paar interessante Ideen. Da alles im Blog landet und dort als MD-Dateien abliegt, kann man einfache Backups seine Postings auf Mastodon erstellen. Wechselt man seinen Mastodon Account sollte es möglich sein frühere Inhalte wieder über Flatpress in diesen Account zu transferieren.

    Leider konnte ich das noch nicht ausprobieren. Flattpress habe ich rasch zum laufen gebracht. Bei dem Schritt mir einen entsprechenden Zugangscode von Mastodon zu holen bzw. diesen bei Flatpress einzugeben, bekomme ich von Flatpress eine Fehlermeldung. Also muss ich noch ein bisschen tüfteln.

    Aber wie schon beim Fediverse Zugang von Pure Blog geschrieben: Schön, dass immer mehr Anwendungen entsprechende Schnittstellen ins Fediverse aufweisen.

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  • Mit einem PureBlog Notizen ins Fediverse posten

    Über die einfache Möglichkeit mittels Pure Blog ein eigenes Blog einzurichten habe ich vor kurzem geschrieben.

    Jetzt entdecke ich auf der Entwicklerseite den Artikel „How to Create a Titleless Notes Page“ und damit eine Anleitung wie man titellose Blogposts (Notizen) erstellen kann.

    Laut Entwickler braucht das ganze rund 20 Minuten um ein eigenes Layout und eine Vorlage für Notizeinträge zu erstellen. Eigentlich ist das nichts anderes als ein Blogartikel, der eben keinen Titel hat. Damit schaut das Ganze aus wie ein Posting, dass viele von uns gut aus Social Media kennen.

    Ganz am Schluss des Artikels kommt dann noch das Fediverse ins Spiel. Copy und Paste von ein Code Zeilen in eine PHP-Datei und ein „Access Token“ vom eigenen Mastodon Profil geholt und schon postet das Pure Blog jede Notiz auch rüber auf das eigene Mastodon Profil.

    Ich muss das Ganze natürlich ebenso probieren und werde euch gerne berichten. Ich hätte da auch einen Anwendungsfall. Aber warten wir mal ab.

    Eventuell ginge es auch mit GoToSocial. Dafür wäre es natürlich doppelt praktisch, da diese Anwendung keine eigene Oberfläche zum Texte schreiben mitbringt.

    Und prinpziell ist es fein, dass sich immer mehr Anwendungen mit dem Fediverse in der einen oder anderen Form vernetzen.

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  • Meine Pixelfed Instanz schließt

    Am 24. Jänner 2025 schrieb ich Meine eigene Pixelfed Instanz (pixel.microblog.at).

    Ich wollte meine Fotos sowie damals auf Flickr hochladen, ordnen und posten.

    Aber bis heute sind es nur 82 Bilder geworden. Im August 2025 habe ich mein letztes Bild gepostet. Da habe ich mir einfach zu viel vorgenommen.

    Ich habe mein Blog und mein Microblog. Beide System können Bilder ganz gut darstellen. Mein Blog verkraftet sogar kleine Alben.

    Und da gibt es noch die Idee WordPress quasi als eigene Pixelfed-ähnliche Instanz zu nutzen.

    Im Sinne meiner Fediverse Konsolidierung im Jahr 2026 habe ich nun die Instanz bei meinem Hoster gekündigt. Ein wenig läuft sie noch weiter und wird dann ganz verschwinden.

    Ein bisschen Wehmut hat mich bei der Entscheidung doch erfasst. Aber auch Erleichterung. Jetzt gibt es kein „Ich sollte dort was posten“ mehr.

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  • Langsame Entwicklung als Stärke

    Vor kurzem freute ich mich, dass meine frühere Blog Engine Serendipity nach längerer Entwicklungszeit ein Update erhalten hatte. Dirk schrieb auch darüber und kommentierte dann noch:

    Manchmal ärgere ich mich, dass die Entwicklung so langsam vorwärtsgeht, aber diese vermeintliche Schwäche kann man auch als Stärke sehen.

    Da muss ich ihm Recht geben, also bei zweiterem.

    Langsamkeit muss keine Schwäche sein. Hastig entwickelte Systeme mit häufigen Releases bringen mit Bug Fixes wieder neue Bugs an den Start. Man muss auch nicht jedes neue Feature, jede Technologie in ein System integrieren – das dann schon wieder bald out of date ist.

    Ich finde auch Kev Quirks Ansatz interessant. Er entwickelte sein eigenes Blog System: Pure Blog. Einfach sollte es sein. Und als er meinte, es hätte jetzt jede Funktion, die er wollte, erklärte er die Entwicklung für beendet. Er reicht weiterhin Bugfixes nach und feilt noch an der einen oder anderen Funktion. Aber neues soll mal nicht hinzukommen.

    Ein gutes System ist eines, das man nutzt. Manchmal versteige ich mich auch im ausprobieren von neuen Features, möchte von Entwicklern noch eine weitere Funktion implementiert sehen. Und dabei könnte ich mich in der Zeit tiefer in die Grundfunktionen vertiefen und lernen, was oft mit diesen so machbar ist.

    Das ebenfalls von mir vor kurzem vorgestellt Smolfedi folgt dem smolweb Ansatz.

    Manches muss auch gar nicht weiter entwickeln, wie zum Beispiel alleinr.at. Das soll und muss so bleiben, weil das gerade seine Stärke ausmacht.

    Je aufgeblähter Software ist, je aufwändiger Rechner sein müssen, um megabytegroße Websites zu laden, und je mehr Apps meinen, unbedingt auch KI dranhängen zu müssen, desto eher kommt auch eine Gegenbewegung. Einfache Blogsysteme mit Markdown und ohne Datenbank werden immer beliebter. Websites mit wenig Firlefanz. 

    Das hat es wohl immer schon gegeben. Das Internet ist immer lauter und bunter geworden. Menschen haben ihre Websites getunt.

    Und manche wollten einfach nur ein wenig Text ins Netz stellen. 

    Eine langsame Entwicklung kann eine Stärke sein. Wir folgen nicht jedem Trend, sondern schaffen ein System, das die beiden Dinge, die es können soll, gut kann. Sehr gut sogar. Es ist verlässlich und steht zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Verfügung. Wenn wir etwas daran verbessern, dann haben wir es gut geprüft und vorher auch zweimal überlegt, ob es das auch wirklich braucht.

    Und dann ertappt man sich bei Systemen mit der Frage: Wird das auch weiter entwickelt? Kann ich es ansonsten überhaupt nutzen?

    Nun, manche System brauchen Sicherheitsupdates, weil immer wieder neue Gefahren bestehen. Da braucht es auch Weiterentwicklung.

    Bei anderen Anwendungen könnte ich auch sagen: Ja, die gefällt mir so, wie sie ist. Und so werde ich sie die nächste Zeit auch nutzen und nicht viel nach Ergänzungen und weiteren Features fragen.

    Die Entwicklung etwas langsamer angehen kann durchaus auch etwas positives sein.

    Oder?

    Ergänzung vom 15.4.2026: Onli hat das Ganze aufgegriffen und auch einen längeren Kommentar als Blogartikel veröffentlicht.

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  • Weniger Musik (Lärm) im Alltag

    Auf der BIZEPS Website finde ich heute den Artikel „Ruhe bitte. Bitte!„.

    Der Artikel macht deutlich, dass Lärm und Hintergrundmusik im Alltag oft unterschätzt werden. Was für manche nebensächlich ist, kann für andere, etwa für neurodivergente Menschen oder Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, zur echten Belastung werden. Der Text plädiert deshalb dafür, Stille nicht als Luxus, sondern als wichtigen Bestandteil von Barrierefreiheit zu betrachten.

    Der Artikel hat mir quasi aus der Seele gesprochen. Ich habe daher gleich mal kommentiert (im Moment noch nicht freigeschalten):

    Danke für diesen Artikel. 
    Obwohl nicht neurodivergent empfinde ich lautstarke Musik in Geschäften und Lokalen oft störend, manchmal sogar unerträglich.
    Insbesondere starker Bass tut mir fast körperlich weh und lässt mich Geschäfte rasch wieder verlassen. 
    Und auch wenn ich die Musik (als Geräusch) halbwegs vertrage. Warum muss ich mich auf den Musikgeschmack des Lokalbetreibers, des Geschäftspersonals einlassen. 
    Wenn ich mit gutem Essen und netten Menschen einen feinen Abend verbringen möchte, dann gehört auch die richtige Musik dazu (sofern ich überhaupt Musik dazu hören möchte) – und nicht die, die jemand Fremder für mich auswählt.
    Ich sollte wohl öfters Lokalinhaber darauf hinweisen, dass ich „ihre“ Musik nicht brauche. Lokale könnten sich als „Musikfrei“ auszeichnen. 
    PS: Die Idee U-Bahn-Stationen zu beschallen wurden ja glücklicherweise schnell wieder aufgegeben.

    Comicartige Illustration eines überfüllten Lokals: Mehrere Menschen sitzen an Tischen, halten sich genervt die Ohren zu oder versuchen vergeblich, miteinander zu sprechen. Um sie herum prasseln verschiedenste Lärmquellen auf sie ein – dröhnende Lautsprecher, Motorradgeräusche, Baustellenlärm, ein Megafon, Fluglärm und laute Knalleffekte. Sprechblasen und Geräuschwörter verdeutlichen das akustische Chaos.
    Das Bild wurde mit einer KI erstellt

    Ich frage mich, warum in jedem Lokal Musik gespielt werden muss. Oft ist es keine speziell ausgewählte Musik, sondern ein Musiksender, der leise im Hintergrund läuft. Solange es leise ist, ist es noch erträglich, aber es gibt auch Lokale, in denen dadurch ein Gespräch über den Tisch hinweg nur noch schwer möglich ist. 

    Vielleicht sollte ich wirklich öfter aufstehen und dem bzw. der Lokal- bzw. Geschäftsinhaber:in sagen, dass ich das als störend oder sogar belästigend empfinde.

    Oder stört das sonst kaum jemanden? Und wenn es schon nicht stört: Braucht ihr Dauermusik in Lokalen und Geschäften?

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