Monat: März 2026

  • Martin Habacher und der Mabacher Award

    Martin Habacher war ein Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit. Er nannte sich selbst einen Blogge und Werber. Er Filmemacher und Kommunikator. Im Netz war er als Mabacher bekannt.

    Seine viele Formate findet man glücklicherweise noch auf YouTube. Er testete die Barrieren von Örtlichkeiten, erzählte Witze, teste skurrile Gegenstände, kochte, prangerte Missstände an oder probierte Brettspiele. Ernsthaftigkeit und Humor konnte er gut verbinden.

    Anfang 2019 ist Martin verstorben – siehe mein Dank (Nachruf) und eine kleine Laudatio.

    Und dann gab es noch einen Film über ihn: Mabacher – ungebrochen DER FILM.

    Aus dem Wunsch heraus sein Engagement weiterzuführen gründeten der Produzent und Regisseur Stefan Wolner und die Film-)Autorin, Journalistin und Historikerin Hannah Wahl gemeinsam den MABACHER AWARD als Filmpreis für Inklusion. 

    Diese wurde nunmehr zum dritten Mal vergeben und ging an den Film „Baba, What´s Your Plan?

    Auch BIZEPS hat über den Preis berichtet.

    Über den Preis hinaus findet sich auf den Seiten des Awards auch ein Proklamation für inklusives Filmschaffen.

    Also, Zeit sich wieder mal Filme anzusehen.

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  • Joplin wird meine zentrale Erinnerungsplattform

    Ich sammle seit über 15 Jahren Notizen, Erinnerungen an Urlaube und Belege in digitaler Form.

    Lange Zeit habe ich dafür Evernote genutzt. Nachdem die App eine Zeit lang „kaputt entwickelt“ wurde, bin ich ausgestiegen. Da Apple Notizen gerade eine Importfunktion für Evernote-Dateien anbot, bin ich dorthin umgestiegen.

    Aber so richtig perfekt war das doch nicht für mich. Außerdem kommt man, wenn man einmal drin ist, kaum mehr raus. Mit der Ausnahme, dass es ein gutes Export-Tool gibt.

    Dann hatte ich zum zweiten Mal Joplin für mich entdeckt. Gerade rechtzeitig kam eine neue Version mit Papierkorb und einigen anderen Dingen (wie z. B. einer Backup-Funktion), die mich überzeugen konnten. Zudem war ich auf eine Nextcloud umgestiegen und konnte nunmehr zwischen Mac, iPhone und iPad (sowie einem Linux-Notebook) über die Nextcloud meine Joplin-Daten synchronisieren. Das funktioniert sogar in verschlüsselter Form.

    Beim mehrmaligen Transfer meiner Daten kam es doch zu einigen Verlusten.

    Nachdem ich meine Notizen in Evernote bis 2022 sehr sorgfältig verwaltet habe, habe ich jetzt einen weiteren Anlauf unternommen. In den letzten Tagen habe ich alle alten ENEX-Dateien in Joplin importiert.

    Somit gibt es zwar manches doppelt, aber das werde ich entsprechend bereinigen.

    Mir liegt diese Form der Dateiverwaltung einfach mehr als die Dateiablage:

    • Die Suche findet Texte in Notizen und in Attachments wie JPGs oder PDFs.
    • Notizen mit Anhängen lassen sich in unterschiedlichen Notizbüchern ablegen und auch mit Stichwörtern versehen.
    • Schnell lassen sich Notizen gegenseitig verlinken.

    Damit sind die Dateien nicht einfach irgendwo abgelegt, sondern sie stehen in Beziehung zueinander. Ein Beispiel sind ein Ticket nach …, die zugehörige Hotelrechnung und der Infofolder über das Hotel. Entweder liegen alle in einer Notiz, oder sie sind auf irgendeine Weise verknüpft und so zu finden.

    Das ist noch nicht perfekt und wird für Vergangenes sicher noch etwas länger nicht perfekt sein. Aber es liegt zumindest alles gut zusammen und ist zumindest über ein wenig Suchen zu finden.

    Nebenbei: Beim aufräumen findet man so manch alte Erinnerung an Aktivitäten im Internet. Manches hatte ich schon fast vergessen. Da wird vielleicht noch der eine oder andere Rückblick hier folgen.

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  • Tel.Me. verschwindet ganz aus Österreich

    Heute lese ich, dass der einzige österreichische Handyhersteller in Richtung Norwegen verkauft wurde.

    Emporia war aber nicht der erste österreichische Hersteller.

    Vorher gab es die Firma Tel.Me. über die ich jahrelang berichtete. Tel.Me. ging in Konkurs. Deren Markenrechte übernahm dann die Firma Emporia. Auch wurden unter dem Namen Tel.Me. Mobiltelefone weiter produziert.

    Und jetzt sitze ich da und sichere wieder einmal die Webinhalte von telme.at.

    Damit verschwindet Tel.Me. endgültig aus Österreich.

    Mal sehen, ob es vom neuen Besitzer wiederbelebt wird.

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  • Wer braucht eine Textverarbeitung

    In der aktuellen Linksammlung von Onli habe ich den Artikel „Trapped in MS Office“ (In MS Office feststecken) entdeckt.

    Der Artikel stellt unter anderem die Frage, warum wir überhaupt ein Programm wie Word nutzen. Denn um Texte zu schreiben, gibt es bessere und einfachere Werkzeuge. Geht es in Word mehr um das Aussehen als um den Inhalt?

    Gute Frage. Dabei muss man natürlich nicht nur MS Office, sondern auch Software wie LibreOffice mitdenken. Ein Wechsel ist gut, aber wenn man dabei dieselben Verhaltensweisen auf eine andere Software überträgt, ist das eher nicht sinnvoll. 

    Wenn ich es mir genau ansehe, dann verwende ich privat kaum eine Textverarbeitung. Ich schreibe keine großen Konzepte oder Romane. Auch „Briefe” gibt es nur noch selten in meinem Leben.

    Wenn, dann sind es E-Mails, Postings im Fediverse, Blogartikel, die ich gleich in WordPress niederschreibe, Texte in Joplin usw.

    Früher habe ich Blogartikel in einem Editor vorgeschrieben, in mein Blogsystem übertragen und dann formatiert. Dann lernte ich Markup-Sprachen kennen, zuerst Textile und dann Markdown. Damit „formatierte” ich meine Texte schon vorab und fügte sie dann nur noch ein. In den letzten Jahren tippe ich direkt in den WordPress-Editor. Der ist so stabil und versioniert auch, sodass ich mir keine Sorgen um den Verlust meiner Schreibarbeit machen muss.

    Außerhalb meines Blogs schreibe ich gerne mit Markdown. Ich verwende recht viel Software, die dieses Markup interpretieren kann. So kann ich in Joplin tippen/formatieren und den Text nach WordPress kopieren. schwups … Überschriften und Listen werden korrekt wiedergegeben. 

    Für vieles reicht Markdown auch aus. Es reduziert die Formatierungsmöglichkeiten auf wenige. Überschriften, Listenelemente, Fett- und Kursivdruck nur sparsam zur Betonung eingesetzt, eine URL korrekt gesetzt.

    In Word bin ich dagegen verleitet, den Text oft noch zu verschönern, Blöcke nach links und rechts zu verschieben und mehr oder weniger einzurücken. Wer erinnert sich nicht an die WordArt-Flut vor einigen Jahren?

    Ich habe manche Texte lieber in Joplin, um sie schnell zu finden, zu taggen und anderweitig zu kategorisieren, statt sie in starren Ordnerstrukturen und mit zusätzlichen Dateinamen abzulegen.

    Textverarbeitungen haben natürlich ihren Platz.

    Aber ich merke, dass ich Word, Excel, … und auch LibreOffice oft gar nicht benötige.

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  • Das Gute im Menschen

    Wenn man die Seite einer Tageszeitung ansurft, durch manches soziale Netzwerk surft, könnte man meinen, dass es nur Schlechtes in der Welt gibt. Krisen, Gewalt, Einschüchterung, Hass, Korruption, Misogynie durchziehen Nachrichten und Postings.

    Und man fragt sich, ob Menschen wirklich einfach im Kern Böse sind und nur die eine oder andere gesellschaftliche Norm uns davon abhält, dass wir uns gegenseitig zerfleischen.

    Umso interessanter fand ich den Artikel „Herr der Fliegen: Die Realität verlief umgekehrt„. So gäbe es eine reale Story, die ähnlich wie das Buch „Herr der Fliegen“ beginnt. Eine Gruppe Burschen strandet auf einer einsamen Insel. Aber sie zerfleischt sich nicht, sie entwickelt eine recht funktionierende Ordnung, die auch mit Konflikten umgehen kann.

    Über diese Geschichte bin ich auf das Buch von Ruter Bregman „Im Grunde gut“ gestossen und habe es mir am Wochenende gekauft. Leider bin ich noch nicht zum lesen gekommen. Aber das folgt bald.

    Wahrscheinlich sind beide Pole nicht korrekt, Menschen sind weder im Grunde gut noch sind sie von sich aus nur gut.

    Aber es gerade in Zeiten wie diesen wichtig den Blick auch auf die guten Seiten des Menschen bzw. der Menschheit zu richten.

    Deshalb erzähle ich gerne über die guten Seiten des Fediverse (ohne die Probleme zu übersehen), unterstütze ich Open Source Projekte und bin im Internet gerne dort, wo man gemeinsam arbeitet, kreativ neues entwickelt.

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  • Verändert sich etwas bei der Suchmaschinennutzung?

    Nein, hier geht es nicht um die aktuelle Frage, ob Suchmaschinen durch Künstliche Intelligenz (Gemini, ChatGPT,…) ersetzt wird. Es geht mir um die Frage, ob alternative Suchmaschinen mehr Verwendung finden.

    Ich verwende in meinem Blog eine simple Zugrifsstatistik mittels Koko Analytics. Daher sind nachfolgende Daten nur sehr grob.

    Anfang 2022 kamen rund ein Drittel der Besucher:innen mittels Google auf mein Blog. Alle anderen Suchmaschinen waren unter ferner liefen mit zum Beispiel drei Verweisen.

    2023 waren es schon ein wenig mehr.

    Und wenn ich mir die ersten beiden Monate des Jahres 2026 ansehe:

    • Rund 41 Prozent kamen über Google (das ist recht hoch, für 2025 waren es rund 20 Prozent)
    • Rund 4 Prozent über DuckDuckGo
    • Rund 2 Prozent über Ecosia
    • Brave und Bing erreichten rund 1 Prozent

    Nebsbei: Rund 1,5 Prozent der Besucher:innen kamen über rivva.de

    Das sind für die Google-Alternativen noch keine wirklich hohen Zahlen. Google ist weiterhin unbestritten (zumindest bei meinen Besuchenden) Platzhirsch. Aber die anderen Suchmaschinen überschreiten zumindest die Ein-Prozent-Marke.

    Ich werde das ein wenig weiter beobachten bzw. die letzten Jahre genauer analysieren.

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